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Herd zur Aufbereitung von Erzen.
Bei der Aufbereitung von Erzen werden zur Abscheidung der Erzteilchen vom Gang mit einer gerippten Oberfläche versehene Herde benutzt, welche in der Regel eine geneigte Lage erhalten und in der Längsrichtung hin-und herbewegt werden, wobei quer über die Herdoberfläche ein Wasserstrom geleitet wird, durch welchen die spezifisch leichteren Gangarten fortgeführt werden, während die schwereren Erzteilchen in den Rinnen zwischen den Rippen der Herdoberfläche liegen bleiben und durch die Bewegungen des Herdes allmählich zum Fussende desselben geführt werden. Herde, deren Oberfläche mit konkaven Längsfurchen von gleichmässiger und geringe Tiefe in dichter Anordnung versehen ist, sind bereits bekannt geworden.
Jedoch sind bei diesen bekannten Herden zwischen den die Längsfurchen bildenden niedrigen Rippen in bestimmten Abständen höhere Rippen angeordnet, durch welche der über die Herdoberfläche gehende Wasserstrom unterbrochen wird. Bei dem Herd gemäss vorliegender Erfindung sind die die Längsfurchen
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die ganze Oberfläche verteilt, sodass das über den Herd in diagonaler Richtung fliessende Waschwasser in gleichmässigem ununterbrochenem Strom über die Längsfurchen hinwegfliessen kann.
Auf der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf den neuen Herd,
Fig. 2 ein vergrösserter Querschnitt nach Linie 4-4 in Fig. 1.
Fig. 3 eine Einzelheit, die Längsfurchen des Herdes gegenüber den Figuren 1 und 2 in vergrössertem Massstabe zeigend.
Wie Figur 2 zeigt, ist der Herd auf Räder oder Rollen 16 gesetzt, die auf Schienen 16 laufen, sodass dem Herd eine Hin und Herbewegung in der Längsrichtung gegeben werden kann. Diese Bewegung kann dem Herd z. B. von einem Exzenter 17 (Fig. 1) aus erteilt werden. Der Herd ist seitlich etwas geneigt, sodass er auf der rechten Seite höher ist, als auf der linken Seite (Fig. 2).
Das linke Ende der Figur 1 bildet den "Kopf" und das rechte Ende den,, Fuss" des Herdes. An der höheren Seite des Herdes befindet sich eine über die Oberfläche desselben vorstehende Wand 19, an wfjchor mittelsTragarme nahe am Kopf des Herdes ein Trog 20 befestigt ist. Am Boden desselben befinden sich Löcher 21, durch welche die zerkleinerte Masse hindurch auf die gefurchte Ober- fläche 25 des Herdes gelangt. An der höheren Seite des Herdes entlang ist ferner ein durchlöchertes
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Der am Fuss des Herdes angeordnete Trog 24 für die Erzteilchen steht mit einem Behältel 27 in Verbindung, in welchen die Erzteilchen abgeführt werden.
Zwischen den Trögen 24, 25 ist ein kurzer Trog 28 angeordnet, welcher die verwachsenen Zwischenprodukte aufnimmt und sie in den Behälter 29 abführt.
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Das in die verschiedenen behälter 26,27, 29 mit abfliessende Waschwasser kann aus diesen den Rohren 22, 23 und dem Trog 20 wieder zugeführt werden, sodass es einen ununterbrochenen Kreislauf ausführt. Anstatt eines einzigen Wasserrohres 22 können mehrere Rohre 22, 22. an der höheren Seite des Herdes angebracht werden, sodass der Wasserstrom an verschiedenen Stellen des Herdes geregelt werden kann.
Die ganze Herdfläche ist in der Längsrichtung ohne Unterbrechungen gleichmässig fein gerippt.
Die Weite und Tiefe der Furchen wird so bemessen, dass die grösseren Masseteilchen keine Hindernisse auf der Oberfläche des Herdes finden und quer über die Rippen geschlemmt werden, so dass
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finder festgestellt hat, dürfen die Furchen nicht breiter sein, als die vier-oder höchstens fünffache Maschenweite der Siebe, durch welche die aufzubreitenden Erze zugeführt werden, und auf keinen Fall breiter als 6'5 mm. Die besten Ergebnisse werden erzielt, wenn die Furchen 1#0 mm tief
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nicht erforderlich, dass alle Furchen in der Bewegungsrichtung des Herdes oder genau in dieser Richtung verlaufen. Es können vielmehr einzelne Furchenreihen auch einander sich schneidend angebracht werden.
Das vorher pulverisierte, gesiebte Erz wird in den Trog 20 an der höheren Seite des Herdes geleitet, aus welchem es mit Wasser vermischt auf die hin-und herbewegte gefurchte Herdoberfläche gelangt. Durch die Rohre 22, 22a und Trog 20 wird Wasser in solchen Mengen zugeführt, dass von der höheren nach der tieferen Seite des Herdes (von rechts nach links in Fig. 2) ein ununterbrochener gleichmässiger Waaseratrom entsteht, der in diagonaler Richtung über die Herd-
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den Behalter 26 gelangen. Die konzentrirten feineren Erzteilchen dagegen werden durch die Hin- und Herbewegung des Herdes in den Furchen 18 allmählich nach dem Fusse des Herdes hin (rechts in Fig. 1 geführt), wo sie von dem aus Rohr (23) ausströmenden Wasser in den Trog 24 gespült werden, aus welchem sie in den Behälter 27 gelangen.
Die verwachsenen Zwischenprodukte, welche in der diagonalen Richtung über die Herdoberfläche weitergeführt werden, gelangen in den Trog 28.
Die spezifisch schwereren Erzteilchen setzen sich in den Furchen 18 auf der Herdoberfläche ab, in denen sie dann ungestört weiter geführt werden, sodass die bei den bekannten Konzentrirungs- verfahren auftretenden Erzverluste vermieden werden.
In Fig. 3 sind die in den Furchen nach dem Fusse des Herdes geführten Erzteilchen mit 30 und die von dem Wasserstroms über die engen Furchen weggeschwemmten gröberen aber spezinsch @ leichteren Gangarten mit 31 bezeichnet sind.