AT393713B - Aufzieh- und wendevorrichtung fuer eine lamellenjalousie - Google Patents

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Description

AT 393 713 B
Die Erfindung betrifft eine Aufzieh· und Wendevorrichtung für eine Lamellenjalousie mit einer drehbar an einem Gehäuse gelagerten Aufziehwelle, auf der eine Auf wickeleinrichtung für ein Zugband dar Lamellenjalousie drehfest befestigt ist, und mit einem mit der Aufziehwelle koaxialen Wendemechanismus für die Tragschnüre der Jalousie, der eine Reibungskupplung mit zwei radial an der Aufziehwelle oder einem drehfest mit dieser verbun-5 denen Kupplungsteil angreifenden Backen aufweist, über die der Wendemechanismus zwischen zwei gehäusefesten Anschlägen durch Drehen der Aufziehwelle verschwenkbar ist
Derartige Aufzieh· und Wendevorrichtungen dienen dazu, durch Betätigung einer einzigen Aufziehwelle sowohl die Lamellenjalousie aufziehen bzw. herablassen zu können (über das oder die Zugbänder) als auch bei im wesentlichen fester Aufziehstellung die Lamellen über die Tragschnüre um die Lamellenlängsachse zu verschwen-10 ken und damit den Verdunklungsgrad zu regeln.
Bei einer bekannten Aufzieh- und Wendevorrichtung ist zur Kopplung des Wendemechanismus an die Aufziehwelle eine Gabel vorgesehen, deren beide Arme die Aufziehwelle umfassen, an deren Umfang sie mittels Kupplungsbelägen anliegen. Diese Backenkupplung dreht den Wendemechanismus für die Tragschnüre mit der Aufziehwelle mit bis ein Anschlag erreicht ist Beim Weiterdrehen der Aufziehwelle steht der Wendemecha-15 nismus und die Auf ziehwelle dreht sich alleine in der als Rutschkupplung wirkenden Backenkupplung weiter. Die
Kupplungskraft ist über eine Schraube, über die die Kupplungsbeläge gegen die Aufziehwelle gedrückt werden, einstellbar. Nachteilig wirkt sich dabei aus, daß die Kupplungskraft einerseits nicht zu groß gewählt werden darf, um ein Herablassen der Jalousie durch ihr Gewicht zu gewährleisten, daß sich aber andererseits eine einwandfreie Wendefunktion und eine ausreichende Sicherheit gegen Verstellung der Lamellen etwa durch Wind nur durch eine 20 entsprechend hohe Kupplungskraft erreichen läßt. Diese offenbar widersprüchlichen Forderungen an die Einstel lung der Kupplungskraft lassen sich bei der bekannten Vorrichtung nicht gleichzeitig realisieren. In jedem Fall bremst die Rutschkupplung die Aufziehwelle auch beim Aufziehen und erschwert dieses damit beträchtlich. Außerdem nutzen sich die Kupplungsbeläge im Lauf der Zeit ab, wodurch eine Verschlechterung der Wendefunktion eintritt. Ein Nachstellen der Schraube ist zwar denkbar, aber bei eingebauter Jalousie äußerst aufwendig. 25 Aufgabe der Erfindung ist es, einen funktionssicheren Aufzieh- und Wendemechanismus für eine Lamellen jalousie zu schaffen, mit dem sich die Lamellen einerseits in jeder Aufzugslage sicher verstellen lassen und diese Einstellung auch bei Einflüssen von außen, wie beispielsweise Wind, beibehalten und mit dem andererseits ein leichtgängiges Heben und Senken der Lamellenjalousie möglich ist
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß beide Backen - wie bei Aufzieh- und Wendevorrichtungen an 30 sich bekannt - unabhängig voneinander um eine vorzugsweise gemeinsame Backenachse verschwenkbar gelagert sind und jeder Backen - wie bei Aufzieh- und Wendevorrichtungen ebenfalls an sich bekannt - in einem Abstand von seiner Backenachse einen Gegenanschlag aufweist, wobei der Gegenanschlag zumindest eines Backens beim Drehen der Aufziehwelle über den Verschwenkbereich des Wendemechanismus hinaus durch Anlage am zugeordneten gehäusefesten Anschlag diesen Backen von der Aufziehwelle bzw. vom Kupplungsteil abhebt, und daß zur 35 Führung der Tragschnüre im Bereich der Backen vorzugsweise im Bereich von deren äußeren Umfangsflächen, ein
Ring vorgesehen ist, der gegenüber der Aufziehwelle bzw. einer dort angeordneten Nabe frei drehbar gelagert ist, und an dessen Außenfläche die Tragschnüie, vorzugsweise in einer rinnenförmigen Vertiefung, anliegen, wobei dieser Ring zumindest in den beiden Endstellungen des Wendemechanismus einen Großteil der von der hochgezogenen Tragschnur ausgeübten Gewichtskraft an die Aufziehwelle überträgt 40 Bei Klinkenkupplungen zur Kopplung des Wendemechanismus an die Aufziehwelle ist es bereits bekannt, am Wendemechanismus verschwenkbar gelagerte "Backen" (Klinken) vorzusehen, die unter Wirkung dar Schwerkraft in ein aufziehwellenfestes Klinkenrad eingreifen und so den Wendemechanismus mit der Aufziehwelle mitschwenken bis die Klinken üblicherweise durch einen Anschlag vom Klinkenrad abgehoben werden und damit die Aufziehwelle freigeben. Eine derartige Klinkenkupplung zeigt beispielsweise die entgegengehaltene 45 AT-PS 359 262. Derartige Klinkenkupplungen weisen gegenüber Reibungskupplungen, wozu auch die erfindungsgemäße Backenkupplung gehört, konstruktionsbedingte Nachteile auf: Bei längerem Gebrauch treten bei den Klinkenkupplungen häufiger Fehlfimktionen auf, die darauf zurückzuführen sind, daß die Klinken nicht mehr einwandfrei in das Klinkenrad eingreifen. Weiters sind Klinkenkupplungen im Betrieb unangenehm laut, wenn die gerade inaktive Klinke über das Klinkenrad rattert Auch bei einem Ziehen an den Betätigungsschnüren 50 der Aufziehwelle kann es zur Beschädigung des Klinkenmechanismus kommen. Während Anschläge bei Klinkenkupplung zur Lösung der Verbindung Klinke - Klinkenrad praktisch immer die Klinke abheben, dienten Anschläge bei Reibungskupplungen bisher einfach dazu, den Wendemechanismus aufzuhalten, von wo an die Auf ziehwelle gegenüber der Reibungskupplung des Wendemechanismus durchgerutscht ist Der Erfindung liegt nun die Idee zugrunde, die Backen der Reibungskupplung durch die Anschläge 55 nicht nur aufzuhalten, sondern zusätzlich anzuheben, um ein ganz freies Drehen der Aufziehwelle zu erreichen.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung wird die Backenkupplung zwischen Wendemechanismus und Aufziehwelle beim Aufziehen und beim Herablassen der Lamellenjalousie zumindest einseitig durch den Gegenanschlag geöffnet der den jeweiligen Backen durch Anlage am gehäusefesten Anschlag von der Aufziehwelle bzw. dem Kupplungsteil abhebt Bei diesem Abheben ist es wesentlich, den Reibungsschluß zwischen Backen 60 und Aufzieh welle bzw. Kupplungsteil im wesentlichen aufzuheben. Ein weites Abheben oder Wegschwenken des
Backens ist dabei im allgemeinen nicht nötig. Vielmehr kann der Backen in der Praxis an der Aufziehwelle oder dem Kupplungsteil lose schleifen. -2-
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Besonders günstig in funktioneller Hinsicht und außerdem platzsparend ist eine Tragschnurführung, bei der zumindest eine Tragschnur der Lamellenjalousie im wesentlichen im Bereich eines Teiles der äußeren Umfangsfläche eines Backens geführt ist
Im allgemeinen wird der Verschwenkbereich des Wendemechanismus zwischen etwa 90° und 180° liegen, 5 wenngleich auch andere Verschwenkbereiche möglich sind. Jedenfalls weiden die Backen in der Praxis vorteilhafterweise symmetrisch zur Mittelstellung des Wendemechanismus angeordnet sein, sodaß in den Endstellungen jeweils ein Backen oben liegt und der andere unten. Bei der oben genannten TragschnurfUhrung, bei der eine Trag-schnur entlang der Umfangsfläche eines Backens geführt ist würde eine in der Endstellung des Wendemechanismus direkt über den oberen Backen geführte Tragschnur diesen in Schließrichtung belasten, wenn zum Beispiel 10 nur der untere Backen über den Gegenanschlag geöffnet ist Um dies zu verhindern und dennoch eine vorteilhafte
Tragschnurführung im Bereich der Backen verwenden zu können, sieht die Erfindung weiters vor, daß zur Führung der Tragschnüre im Bereich der Backen, vorzugsweise im Bereich von deren äußeren Umfangsflächen, ein Ring vorgesehen ist der gegenüber der Aufziehwelle bzw. einer dort angeordneten Nabe frei drehbar gelagert ist, und an dessen Außenfläche die Tragschnüre, vorzugsweise in einer rinnenförmigen Vertiefung, anliegen, wobei 15 dieser Ring zumindest in den beiden Endstellungen des Wendemechanismus einen Großteil der von der hochgezo genen Tragschnur ausgettbten Gewichtskraft an die Aufziehwelle überträgt Dieser erfindungsgemäße Ring entlastet somit in den Endstellungen des Wendemechanismus weitgehend den jeweils weiter oben liegenden Backen vom Zug der Tragschnur.
Außerhalb der Endstellungen des Wendemechanismus, in denen die Backen möglichst wenig Reibungsschluß 20 mit der Aufziehwelle bzw. dem Kupplungsteil haben sollen, ist sattes Schließen zumindest eines Backens erwünscht um ein sicheres Waiden der Lamellen sicherzustellen. Es ist deshalb von Vorteil, wenn der Ring im Bereich der Mittelstellung des Wendemechanismus begrenzt radial nach unten verschiebbar ist und in dieser nach unten verschobenen Stellung teilweise an den Außenflächen der Backen anliegt. Damit kann erreicht weiden, daß der Ring in den Endstellungen den jeweils oberen Backen entlastet im Bereich der Mittelstellung des Wende-25 mechaitismus aber durch Anliegen an den Außenflächen der Backen ein durch das Gewicht an den Tragschnüren ausgeübtes Schließmoment auf die Backen überträgt
Bevorzugt ist es, wenn der Ring einseitig offen ist und radial auf die Nabe bzw. die Aufziehwelle aufsteckbar ist weil dann ein einfacher Zusammenbau der erfindungsgemäßen Aufzieh- und Wendevorrichtung möglich ist
Um die Zahl der Bauteile zu reduzieren, kann vorgesehen sein, daß die Nabe für den Ring, der Kupplungsteil 30 für die Bremsbacken und gegebenenfalls die Aufwickeleinrichtung für das Zugband aus einem Stück sind.
Eine besonders kompakte bevorzugte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aufzieh- und Wendevorrich-tung besteht darin, daß jeder Backen zwei axial nebeneinander liegende Backenteile auf weist die lediglich durch die Backenachse miteinander verbunden sind und die beiden Backenteile jedes Backen an den zueinander gekehrten Flanken Ausnehmungen für den Ring aufweisen. In den Endstellungen des Wendemechanismus beeinträchtigt der 35 Ring ein Öffnen oder Schließen da Backen in keiner Weise.
Bei einer Ausführungsform, bei der der Ring einen in beiden Entstellungen des Wendemechanismus im wesentlichen senkrecht stehenden, im wesentlichen sehnenartig näher an der Aufziehwelle vorbeilaufenden Abschnitt für die Tragbänder aufweist wird dem Umstand Rechnung getragen, daß die Tragschnüre bei waagrechten Lamellen weiter entfernt sind als bei schräggestellten Lamellen. 40 Prinzipiell sind bei der erfindungsgemäßen Aufzieh- und Wendevoirichtung zum Schließen der Backen verschiedenste Mechanismen, z. B. auch Federmechanismen denkbar und möglich. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung, die dadurch gekennzeichnet ist daß je eine Tragschnur der Lamellenjalousie mit je einem Backen des Wendemechanismus verbunden ist und die Verbindungsstelle der Tragschnur mit dem Backen vorzugsweise jeweils einen Abstand von der Backenachse aufweist läßt vorteilhafterweise der an den Trag-45 schnüren lastende ohnehin vorhandene Zug ausnützen, um ein Schließmoment auf die Backen zu übertragen.
Um bei geschlossenen Backen ein sicheres Mitnehmen des Wendemechanismus mit der Aufziehwelle sicherzustellen, kann vorgesehen sein, daß der Kupplungsteil auf der Aufziehwelle und/oder die Backen Reibbeläge mit hohem Reib wert auf weisen.
Zum selben Zweck dient eine axial kurze Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aufzieh- und Wendevor-50 richtung, die dadurch gekennzeichnet ist daß der Kupplungsteil normal zur Aufziehwelle umlaufende Ringnuten mit konischem Querschnitt aufweist in die bei geschlossenen Backen kammartige Vorsprünge mit entsprechendem konischen Querschnitt eingreifen. Durch das keilförmige Ineinandergreifen von Vorsprüngen und Ringnuten wird auch bei nur einem geschlossenen Backen ein Duichrutschen des Wendemechanismus gegenüber der Aufziehwelle sicher verhindert. Damit wird auch ein Verstellen der Lamellen von außen, etwa durch Wind, 55 unmöglich.
Besonders günstig ist es, wenn die kammartigen Vorsprünge der Backen bzw. der Backenteile lediglich im Bereich des von der Backenachse abgewandten freien Endes der Backen angeordnet sind. Daartige Backen weisen eine von der Drehrichtung der Aufziehwelle abhängige selbstschließende bzw. selbstöffnende Funktion auf, sobald der Backen einmal am Kupplungsteil schleift und nicht gerade durch den Gegenanschlag offengehalten ist 60 Durch das Schleifen wird der Backen nämlich im Bereich seines freien Endes tangential vom Kupplungsteil mitgenommen und dabei in Offenrichtung bzw. Schließrichtung verschwenkt In Schließrichtung verkeilen sich dabei die keilförmigen Vorsprünge und Vertiefungen des einen Backens und des Kupplungsteiles mehr, die -3-
AT 393 713 B tangentiale Mitnahmekraft und damit das Schließmoment steigen weiter bis dieser Backen vollständig geschlossen ist Dieses Schließen ist so fest, daß die gleichzeitige Beaufschlagung des anderen Backens in Offenrichtung keine Rolle spielt Diese Beaufschlagung des anderen Backens in Offenrichtung ist in den Endstellungen des Wendemechanismus sogar von Vorteil, da dieser dann nicht die Aufziehwelle bremst Der erstgenannte Backen, der durch die Vorsprünge und Vertiefüngen eigentlich in Schließrichtung belastet ist ist ja erfindungsgemäß in den Endstellungen des Wendemechanismus durch den Gegenanschlag offengehalten, sodaß also beim Aufziehen kein Backen die Aufziehwelle bremst
Als Materialien für die Bauteile eignen sich insbesondere thermoplastische Kunststoffe.
Die Erfindung wird nachstehend durch ein Ausführungsbeispiel unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert
Es zeigen die Fig. 1 einen axialen Längsschnitt gemäß der Linie (1*1) der Fig. 3 durch eine erfindungsgemäße Au&ieh- und Wendevorrichtung bei in Mittelstellung befindlichem Wendemechanismus (waagrechte Lamellen), Fig. 2 eine Schnittansicht gemäß der Linie (ΠΙ-ΙΠ) der Fig. 1, jedoch bei in einer Endstellung befindlichem Wendemechanismus (schräggestellte Lamellen) und die Fig. 3 dieselbe Schnittansicht wie Fig. 2 bei in Mittelstellung befindlichem Wendemechanismus (waagrechte Lamellen).
Die in Fig. 1 dargestellte Aufzieh- und Wendevorrichtung weist eine in einem Gehäuse (1) (aus Kunststoff) gelagerte, im Querschnitt sechseckige Aufziehwelle (2) auf, auf der eine Aufwickeltrommel (3) für ein nicht dargestelltes Zugband drehfest befestigt ist Das Zugband verläßt die Aufzieh- und Wendevorrichtung über die Zugbandöffnung (4a). Der mit der Aufziehwelle (2) koaxiale Wendemechanismus schließt in Fig. 1 rechts an die Aufwickeltrommel (3) an. Er weist zwei radial an einem drehfest mit der Aufziehwelle (2) verbundenen Kupplungsteil (5) angreifende Backen (6a) und (6b) auf, über die der Wendemechanismus zum Verstellen der Lamellen (7) der Jalousie über die Tragschnüre (8a), (8b) zwischen zwei gehäusefesten, in Fig. 1 nicht dargestellten Anschlägen (9a), (9b) durch Drehen der Aufziehwelle (2) verschwenkbar ist (Fig. 2 und 3). Die in Fig. 1 nicht dargestellten Tragschnüre (8a) und (8b) sind an den Verbindungsstellen (10a) bzw. (10b) jeweils mit einem Backen (6a) bzw. (6b) verbunden.
Die beiden Backen (6a) und (6b) sind unabhängig voneinander um eine gemeinsame Backenachse (11) verschwenkbar gelagert. Jeder Backen (6a), (6b) weist in einem Abstand von seiner Backenachse (11) einen Gegenanschlag (12a) bzw. (12b) auf, der beim Drehen der Aufziehwelle (2) über den Verschwenkbereich des Wendemechanismus hinaus durch Anlage am zugeordneten gehäusefesten Anschlag (9a) bzw. (9b) diesen Backen (6a), (6b) Kupplungsteil (5) anhebt und damit den in der Endstellung befindlichen Wendemechanismus von der Aufziehwelle (2) loskuppelt (Fig. 2).
Die Backen (6a) und (6b) bestehen aus zwei axial nebeneinander liegenden Backenteilen, die lediglich im Bereich der Backenachse (11) miteinander verbunden sind. In Fig. 1 sind unten nur die beiden Backenteile des Backens (6a) und dessen Gegenanschlag (12a) sichtbar, die hinter der Schnittebene (Schnitt (I-I) in Fig. 3) liegen. In der Fig. 2 liegt der strichliert dargestellte Gegenanschlag (12b) sowie der gehäusefeste Anschlag (9b) vor der dortigen Schnittebene, während der Gegenanschlag (12a) und der Anschlag (9a) hinter dieser liegen.
Zur Führung der Tragschnüre (8a) und (8b) um die Backen (6a) und (6b) herum ist ein Ring (13) vorgesehen, der sich im Bereich eines Teiles der äußeren Umfangsfläche der Backen (6a) und (6b) und jeweils zwischen den beiden axial beabstandeten Backenteilen erstreckt
Dieser Ring (13), durch den der Schnitt (Α·Β) der Fig. 1 verläuft, ist an einer auf der Aufziehwelle (2) angeordneten Nabe (14) frei drehbar gelagert und überträgt in den Endstellungen des Wendemechanismus (Fig. 2) einen Großteil der von der hochgezogenen Tragschnur (8a) ausgeübte Gewichtskraft direkt an die in Gleitlagern (15) gelagerte Aufziehwelle (2). Damit wird verhindert, daß sich der in Fig. 2 obere Backen (6a), unter der Tragschnurlast schließt und damit die Aufziehwelle (2) bremst
Der genannte Ring (13) ist einseitig offen und läßt sich leicht radial auf die Nabe (14) aufstecken.
Zum gewünschten Schließen der Backen (6a) und (6b) außerhalb der beiden Endstellungen des Wendemechanismus, wo der Wendemechanismus mit der Aufziehwelle sicher mitgenommen werden muß, tragen mehrere Mechanismen bei:
Zunächst sind die Verbindungsstellen (10a) und (10b) der Tragschnüre (8a) und (8b) mit den Backen (6a) und (6b) von der Backenachse (11) beabstandet sodaß der Zug an den Tragschnüren (8a) und (8b) ein Schließmoment ausübt Weiters ist der Ring (13), der in den Endstellungen den jeweils oberen Backen entlastet im Bereich der Mittelstellung des Wendemechanismus (Fig. 3) begrenzt radial nach unten verschiebbar. Er liegt in dieser Stellung unter der Last der Tragschnüre (8a, 8b) teilweise an den Außenflächen der Backen (6a) und (6b) an und belastet diese in Schließrichtung.
Neben diesen Schließmechanismen über die Last der Tragschnüre (8a) und (8b) spielt im vorliegenden Ausführungsbeispiel noch ein weiterer Schließmechanismus eine entscheidende Rolle. Die Backen (6a) und (6b) sowie der Kupplungsteil (5) weisen keilförmig ineinandergreifende Vertiefungen (17) und Vorsprünge (16) auf (Fig. 1). Während die Vertiefungen (17) um den Kupplungsteil (5) normal zur Aufziehwelle (2) als Ringnuten herumlaufen, sind die kammartigen Vorsprünge (16) der Backen (6a), (6b), welche aus Gründen der Übersichtlichkeit nur in Fig. 1 dargestellt sind, lediglich im Bereich des von der Backenachse (11) abgewandten freien Endes der Backen (6a) und (6b) angeordnet.
Derartige Backen (6a), (6b) weisen eine von der Drehrichtung der Aufziehwelle (2) abhängige selbst- -4-

Claims (8)

  1. AT 393 713 B schließende bzw. selbstöffnende Funktion auf, sobald der Backen (6a), (6b) einmal am Kupplungsteil (5) schleift und nicht gerade durch den Gegenanschlag (12a) oder (12b) offengehalten ist Durch das Schleifen wird der Backen (6a), (6b) nämlich im Bereich seines freien Endes tangential vom Kupplungsteil mitgenommen und dabei in Offenrichtung bzw. Schließrichtung verschwenkt In Schließrichtung verkeilen sich dabei die keilförmi-5 gen Vorsprünge (16) und die Vertiefungen (17) des einen Backens (6a), (6b) und des Kupplungsteiles (5) mehr, die tangentiale Mitnahmekraft und damit das Schließmoment steigen weite bis dieser Backen (6a), (6b) vollständig geschlossen ist Dieses Schließen ist so fest daß die gleichzeitige Beaufschlagung des anderen Bäk· kens (6a), (6b) in Offenrichtung keine Rolle spielt Diese Beaufschlagung des anderen Backens (6a), (6b) in Offenrichtung ist in den Endstellungen des Wendemechanismus sogar von Vorteil, da dieser dann nicht die 10 Aufziehwelle (2) bremst Der erstgenannte Backen (6b), der über die kammartigen Vorsprünge (16) eigentlich in Schließrichtung belastet ist ist ja erfindungsgemäiß in den Endstellungen des Wendemechanismus durch den Gegenanschlag (12b) (Fig. 3) offengehalten, sodaß also beim Aufriehen kein Backen (6a), (6b) die Aufziehwelle (2) bremst Wie aus Fig. 2 «sichtlich ist weist der Ring (13) einen in den Endstellungen des Wendemechanismus senk-15 recht stehenden, kreissehnenartig nahe der Aufziehwelle (2) vorbeilaufenden Anlageabschnitt (18) auf. Dadurch wird dem Umstand Rechnung getragen, daß die Tragschnüre (8a), (8b) bei schräggestellten Lamellen (7) näher beieinander liegen. Bis auf die Aufziehwelle (2), die Backenachse (11) und die Gegenanschläge (12a) und (12b) besteht die vorliegende Aufzieh- und Wendevorrichtung aus Kunststoff, wobei die Aufwickeltrommel (3), der Kupplungsteil 20 (5) und die Nabe (14) einstückig ausgebildet sind. Für eine Jalousie können eine oder mehrere Aufzieh- und Wendevorrichtungen eingesetzt werden. Die Erfindung ist nicht auf das gezeigte Ausführungsbeispiel beschränkt Beispielsweise sind auch durchaus zwei getrennte Backenachsen möglich. Zum Schließen der Backen (6a), (6b) kann zusätzlich ein Federmechanismus vorgesehen sein, wenngleich dieser vorteilhafteweise nicht notwendig ist Die verwendeten Begriffe 25 Zugband und Tragschnur sind nicht einschränkend auszulegen. Vielmehr können z. B. die Tragschnüre selbstverständlich auch bandförmig ausgebildet sein, ohne den Schutzumfang zu verlassen. 30 PATENTANSPRÜCHE 35 1. Aufzieh- und Wendevorrichtung für eine Lamellenjalousie mit einer drehbar an einem Gehäuse gelagerten Aufziehwelle, auf der eine Aufwickeleinrichtung für ein Zugband der Lamellenjalousie drehfest befestigt ist, und 40 mit einem mit der Aufziehwelle koaxialen Wendemechanismus für die Tragschnüre der Jalousie, der eine Reibungskupplung mit zwei radial an der Aufziehwelle oder einem drehfest mit dieser verbundenen Kupplungsteil angreifenden Backen aufweist, über die der Wendemechanismus zwischen zwei gehäusefesten Anschlägen durch Drehen der Aufziehwelle verschwenkbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß beide Backen (6a, 6b) - wie bei Aufzieh- und Wendevorrichtungen an sich bekannt - unabhängig voneinander um eine vorzugsweise gemeinsame 45 Backenachse (11) verschwenkbar gelagert sind und jeder Backen (6a, 6b) - wie bei Aufzieh- und Waidevorrich tungen ebenfalls an sich bekannt - in einem Abstand von seiner Backenachse (11) einen Gegenanschlag (12a, 12b) aufweist, wobei der Gegenanschlag (12a, 12b) zumindest eines Backens (6a, 6b) beim Drehen der Aufziehwelle (2) über den Verschwenkbereich des Wendemechanismus hinaus durch Anlage am zugeordneten gehäusefesten Anschlag (9a, 9b) diesen Backen (6a, 6b) von der Aufziehwelle (2) bzw. vom Kupplungsteil 50 (5) abhebt, und daß zur Führung der Tragschnüre (8a, 8b) im Bereich der Backen (6a, 6b), vorzugsweise im Bereich von deren äußeren Umfangsflächen, ein Ring (13) vorgesehen ist, der gegenüber der Aufziehwelle (2) bzw. einer dort angeordneten Nabe (14) frei drehbar gelagert ist und an dessen Außenfläche die Tragschnüre (8a, 8b), vorzugsweise in einer rinnenförmigen Vertiefung, anliegen, wobei dieser Ring (13) zumindest in den beiden Endstellungen des Wendemechanismus einen Großteil der von der hochgezogenen Tragschnur (8a) ausge-55 übten Gewichtskraft an die Aufziehwelle (2) überträgt
  2. 2. Aufrieh- und Wendevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (13) im Bereich der Mittelstellung des Wendemechanismus begrenzt radial nach unten verschiebbar ist und in dieser nach unten verschobenen Stellung teilweise an den Außenflächen der Backen (6a, 6b) anliegt 60
  3. 3. Aufrieh- und Wendevomchtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (13) einseitig offen ist und radial auf die Aufziehwelle (2) bzw. auf die Nabe (14) aufsteckbar ist -5- AT 393 713 B
  4. 4. Aufzieh- und Wendevomchtung nach einem der Ansprache 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Backen (6a, 6b) zwei axial nebeneinander liegende Backenteile auf weist, die lediglich durch die Backenachse (11) miteinander verbunden sind und die beiden Backenteile jedes Backen (6a, 6b) an den zueinander gekehrten Flanken Ausnehmungen für den Ring (13) aufweisen.
  5. 5. Aufzieh- und Wendevomchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß da Ring (13) einen in beiden Endstellungen des Wendemechanismus etwa senkrecht stehenden, im wesentlichen sehnenartig näher an der Auf ziehwelle (2) vorbeilaufenden Abschnitt (18) für die Tragschnüre (8a, 8b) aufweist.
  6. 6. Aufzieh- und Wendevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß je eine Tragschnur (8a, 8b) der Lamellenjalousie mit je einem Backen (6a, 6b) des Wendemechanismus verbunden ist und die Verbindungsstelle (10a, 10b) der Tragschnur (8a, 8b) mit dem Backen (6a, 6b) vorzugsweise jeweils einen Abstand von der Backenachse (11) aufweist.
  7. 7. Aufzieh- und Wendevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Kupplungsteil (5) normal zur Aufziehwelle (2) umlaufende Ringnuten mit konischem Querschnitt aufweist, in die bei geschlossenen Backen kammartige Vorsprünge mit entsprechendem konischen Querschnitt eingreifen.
  8. 8. Aufzieh- und Wendevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die kammartigen Vorsprünge (16) der Backen (6a, 6b) bzw. der Backenteile lediglich im Bereich des von der Backenachse (11) angewandten freien Endes der Backen (6a, 6b) angeordnet sind. Hiezu 3 Blatt Zeichnungen -6-
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