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Pumpenwagen Die Erfindung bezieht sich auf einen Pumpenwagen zum Transport von Systemkomponenten gemäss dem Oberbegriff des Anspruches 1.
In alpinen Gebieten ist die Ausbringung von Gülle schwieriger, als im Flachland. Durch besonders geländegängige Fahrzeuge mit besonders für Bergregionen ausgelegten Güllefasswagen ist zwar die Ausbringung grundsätzlich möglich, aber der zeitliche Aufwand mit derartigen Spezialfahrzeugen ist nach wie vor hoch. Ungeachtet dessen haben dennoch viele Betriebe in alpinen Regionen ihr Entmistungssystem von Festmist auf Gülle umgestellt. Die Gülleausbringung wird deshalb in alpinen Regionen verstärkt mit einer sogenannten Gülleverschlauchung vorgenommen. Dazu sind sogenannte Gülleverschlauchungssysteme geschaffen worden, welche die Gülleausbringung in schwierigem Gelände vereinfachen.
Allerdings sind die Investitionskosten verhältnismässig hoch, so dass derartige Gülleverschlauchungssysteme meistens überbetrieblich angeschafft und eingesetzt werden, z. b. von Maschinenringen oder Gemeinschaften.
Ein Gülleverschlauchungssystem besteht im Prinzip aus vier Komponenten :
1. Gülle pumpe - sie wird an der Güllegrube aufgestellt und durch einen Traktor oder elektrisch angetrieben ; als Bauart ist meistens entweder eine Kreiselpumpe, eine Exzenterpumpe oder eine
Drehkolbenpumpe realisiert.
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2. Haspel- sie dient der Aufnahme und dem Transport des
Schlauches ; je nach Gesamtschlauchbedarfkönnen eine oder mehrere Haspeln notwendig sein, damit eine gewünschte
Gesamtschlauchlänge erreicht wird.
3. Schlauch - er ist im allgemeinen 100-Meterweise gestückelt und auf der Haspel aufgewickelt ; betreibbar sind 1000 und mehr Meter
Gesamtlänge, welche aus 100-Meter-Stücken zusammengefügt werden können.
4. Verteiler - die unterschiedlichsten Bauformen sind einsetzbar, beispielsweise Pralltellerverteiler, elektrische Schwenkverteiler,
Schleppschlauchverteiler und sonstige andere Verteiler.
Beim überbetrieblichen Einsatz ist es notwendig, dass das gesamte Gülleverschlauchungssystem beim Landwirt schnell auf und nach der Ausbringung der Gülle wieder schnell abgebaut wird. Ausserdem muss die gesamte Anlage, d. h. das gesamte Gülleverschlauchungssystem schnell von einem Landwirt zum nächsten transportiert werden können.
Dazu sind Anhänger bekannt, die an Traktoren angehängt werden, und die alle vier Hauptkomponenten auf einer Ladeplattform aufnehmen können. Die Anhänger müssen über eine verhältnismässig hohe Bodenfreiheit verfügen, da sie in bergigem Gelände eingesetzt werden. Daraus folgt, dass auch die Ladeplattform hoch baut. Die Entladung respektive die Inbetriebnahme der einzelnen Komponenten gestaltet sich dadurch umständlich, da die erforderliche Ankopplung der Komponenten an die Fahrzeuge, die sie für die Gülleausbringung antreiben sollen, oftmals erst in mehreren Ansätzen möglich ist.
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Üblicherweise wird die Pumpe direkt am Anhänger befestigt, der Antrieb der Pumpe soll dann über die Zapfwelle des Traktors erfolgen, welcher den Anhänger zieht. Haspel mit Schlauch und der Verteiler werden je nach Bedarf an einen zweiten Traktor angeflanscht, mit dem dann auch die Ausbringung erfolgt.
Wenn nun der Anhänger wegen der erforderlichen Bodenfreiheit zu hoch ist, kommt es häufig vor, dass die Haspel oder der Verteiler erst nach mehreren Versuchen, bzw. in mehreren Arbeitsschritten an der Dreipunktaufhängung des Traktors angekoppelt werden kann.
Andererseits wäre bei niedrigerer Bauweise die Bodenfreiheit des Anhängers geringer, so dass dessen Geländegängigkeit stark eingeschränkt wäre. Diese ist wiederum in alpinen Regionen absolute Voraussetzung, damit bei möglichst vielen Landwirten dieses System eingesetzt werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, einen Pumpenwagen zu schaffen, mit dem die Rüstzeit beim Aufstellen der Gülleverschlauchungskomponenten erheblich reduziert wird, und der dennoch über die erforderliche Bodenfreiheit verfügt, um in alpinem Gelände vorteilhaft eingesetzt werden zu können.
Diese Aufgabe wird von einem Pumpenwagen mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemässen Pumpenwagens entnimmt man den abhängigen Ansprüchen.
Mit Hilfe der Zeichnungen soll die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels noch näher erläutert werden.
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Es zeigt
Figur 1 einen Pumpenwagen in Transportsituation und
Figur 2 einen Pumpenwagen in Be- oder Entladesituation.
Ein in Figur 1 dargestellter Pumpenwagen 1 ist an einem mit gestrichelten Linien dargestellten Traktor 2 angekoppelt. Der Pumpenwagen 1 besteht im Wesentlichen aus einer Ladeplattform 3, einer Deichsel 4 und einer Achse 5 mit Rädern 6. Die Ladung des Pumpenwagens 1 besteht aus Komponenten des Gülleverschlauchungssystems. Diese Komponenten sind nur durch gestrichelte Linien angedeutet und stellen eine Schlauchhaspel 9 und eine Pumpe 10 dar. Die Räder 6 sind über ein Hebelgetriebe 7 und die Achse 5 mit der Ladeplattform 3 verbunden, wobei die Achse 5 und mit ihr die Ladeplattform 3 höhenverstellbar sind. Die Höhenverstellung erfolgt mittels Hydraulkzylindern 8, welche einerseits an der Ladeplattform 3 und andererseits am Hebelgetriebe 7 derart angelenkt sind, dass eine zum Boden parallele Absenkung der Ladeplattform 3 möglich ist.
Dies ist in der Figur 2 schematisch dargestellt und mit Pfeilen symbolisiert.
Wenn der Hydraulikzylinder 8 eine Einzugsbewegung in Richtung des Pfeils 8a durchführt, wirkt eine Zugkraft in Richtung des Pfeils 7a auf das Hebelgetriebe 7 und die Achse 5 senkt sich ab. Dieser Absenkbewegung folgt die Deichsel 4 mit einer Absenkbewegung in Richtung des Pfeil 4a und mit ihr die Absenkung der Ladeplattform 3.
Ein zweiter mit gestrichelten Linien dargestellter Traktor 22 kann an die abgesenkte Ladeplattform 3 heranfahren und die Schlauchhaspel 9 in seiner nicht näher bezeichneten Dreipunktaufnahme ohne Probleme aufnehmen. Die auf der Ladeplattform montierte Pumpe 10 wird bei diesem Vorgang ebenfalls
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abgesenkt, und ihre Antriebsachse 10a fluchtet nun mit der symbolisch dargestellten Abtriebsachse 2a (Zapfwelle) des Zugtraktors 2, die nun problemlos miteinander verbunden werden können.