AT39364B - Verfahren und Vorrichtung zur Verhütung von Verstopfungen der Rohrleitungen bei Benützung von Lösungen des Napthalins in flüssigen Brennstoffen zum Betrieb von Explosionskraftmaschinen. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Verhütung von Verstopfungen der Rohrleitungen bei Benützung von Lösungen des Napthalins in flüssigen Brennstoffen zum Betrieb von Explosionskraftmaschinen.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren und Vorrichtung zur Verhütung von Verstopfungen der Rohrleitungen bei Benützung von Lösungen des Naphtaline in flüssigen Brennstotfen zum Betrieb von Explosionskraftmaschinen. Man hat vorgeschlagen, das Naphtalin an Stelle von Benzin oder ähnlichen flÜssigen Treibmitteln zum Betrieb von Explosionskraftmaschinen zu verwenden. Die Verwendung des Naphtalins erfolgt in festem Zustande, wobei es durch die bei der Explosion des Brennstoffes auftretende Wärme zum Schmelzen gebracht und in flüssiger Form dem Verbrennungsraum zugeführt wird. Dabei hat sich die Schwierigkeit ergeben, dass das verflüssigte Naphtalin beim Abstellen der Maschine in den Rohrleitungen, Düsen und anderen Hohlräumen derselben in Folge der eintretenden Abkühlung erstarrt und darauf unter äusserer Wärmezufuhr wieder flüssig gemacht werden muss, bevor die Maschine wieder in Gang gesetzt werden kann. Ein anderer Weg, Naphtalin zu dem erwähnten Zweck, wenigstens als teilweisen Ersatz der bisher üblichen flüssigen Brennstoffe heranzuziehen, ist dadurch gegeben, dass das Naphtalin in diesen Brennstoffen, als welche hauptsächlich Benzin, Benzol, Ergin, Petroleum und Spiritus in Frage kommen, mehr oder weniger leicht löslich ist. So lösen zum Beispiel 100 Teile Toluol bei 16, 500 schon 31,94 Teile, bei 1000 C beliebig viel Naphtalin, 100 Teile absoluter Alkohol bei 150 C nur 5,29 Teile, beim Siedepunkt aber schon unbegrenzte Mengen von Naphtalin und ähnlich wie Spiritus verhalten sich auch Benzin und Petroleum, welche bei gewöhnlicher Temperatur wenig, mit steigender Temperatur aber wachsende Mengen von Naphtalin zu lösen vermögen. Es wurde dann versucht, fertige Lösungen von Naphtalin in den flüssigen Brennstoffen, wie Benzin, Benzol, Ergin, Petroleum, Spiritus, an anderen Stellen zu verwenden. Um überhaupt nennenswerte Mengen von verhältnismässig teuren Brennstoffen durch das billigere Naphtalin ersetzen zu können, müssen schon hochgesättigte Lösungen hergestellt werden, deren Erzeugung mit Ausnahme bei der Verwendung von Kohlenwasserstoffen des Steinkohlenteers schon höhere Temperatur erfordert. Bei Temperaturerniedngungen sowohl wie in Folge der unvermeidlichen Verdunstung namentlich der leichtflüchtigeren Lösungsmittel scheiden sich auch in diesem Fall die festen Bestandteile der Lösung wieder aus und e treten die gleichen EMI1.1 lassensichnichteinmalsatzfreilagernoderdieAusscheidungihrerfestenBestandteilefindet im Brennstoffbehälter der Maschine statt, wodurch die Verwendung derselben an Stelle der flussigen Brennstoffe schon von vornherein ausgeschlossen ist. Bei Herstellung der Lösung der festen in den flussigen Brennstoffen ert unmittelbar vor ihrer Verwendung, d. h. auf der Maschine selbst, konnte nicht vermieden werd'n, dass beim Stillstand der Maschine die erwähnten Maschinenteile mit der hoc@gesättigten Lösung angefullt blieben. Bei der eintretenden Abkühlung ihrer Umgebung schied sich auch hier das Naphtalin in fester Form aus, was die gleichen Unzutraglichkeiten, wie bei der Verwendung von geschmolzenem Naphtalin zur Folge hatte. Um diese Schwierigkeiten zu beseitigen, musste ein Verfahren zur Auflösung von Naphtalin und anderen festen Brennstoffen in den üblichen flüssigen Treibmitteln auf der Maschine selbst gefunden werden, welches gestattet, die Menge des gelösten festen Brennstoffes nach Belieben jederzeit zu ändern oder ganz aufzuheben, wenn die Umstände dies erfordern. Die Explo'-ionskraftmaschinen, welche mit Naphtalin oder einem ähnlich hochsiedenden flüssigen Treibmittel z. B. Petroleum betrieben werden sollen, muss man mit Benzin, Spiritus oder einem leichtflüchtigen Betriebsstoff anlaufen lassen und zwar so lange, bis die Explosionskammer die für die Entzündung des hochsiedenden Brennstoffs erforderliche Temperatur erreicht hat. Infolgedessen sind die Auspuffgase oder das Zylinderkühlwasser genügend hoch erhitzt, um zur Erwärmung der Naphtalinlösung auf solche Temperatur zu dienen, dass bis zur Einführung in die Explosionskammer keine Ausscheidung des Naphtalins erfolgen kann. Ein besonderer Wert des Verfahrens liegt aber darin, dass man stärkere oder schwächere Lösungen von Naphtalin in dem zum Betrieb der Maschine verwendeten flüssigen Brennstoffen herstellen kann, je nach dem man diese fast ganz oder nur zum Teil durch Naphtalin ersetzen oder aber zeitweise ausschliesslich mit dem flüssigen Brennstoff allein arbeiten will. In der der Beschreibung beigefügten Zeichnung ist die Vorrichtung, deren wir uns zur Ausführung dea Verfahrens bedienen, beispielsweise dargestellt ; es wird darin eine Ausführung- form gezeigt, die baulich auch in anderer Weise durchgeführt werden kann, ohne das Wesen der <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 eindringende Dämpfe von verflüchtigtem, flüssigen Brennstoff begierig absorbiert und zurückhält. EMI2.2 PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Verhütung von Verstopfungen der Rohrleitungen bei Benutzung von Lösungen des Naphtalins und ähnlicher fester Stoffe in flüssigen Brennstoffen zum Betrieb von Exptosionskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass gegen Ende des Betriebes durch die Leitungen von der nahe der Explosionskammer gelegenen Bereitungsstelle der Lösung immer schwächere warme Lösungen und schliesslich der von Naphtalin freie flüssige Brennstoff geführt wird.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung zur Herstellung von Lösungen des Naphtalins und ähnlicher fester Stoffe für das Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit festem Naphtalin gefülltes durchbrochenes Tauchgefäss (B) in den in einem erweiterten Raum (A) der Brennstoffleitung enthaltenen, als Lösungsmittel dienenden fliissigen Brennstoff eingetaucht und nach Lösung einer Sperrvorrichtung selbsttätig aus demselben entfernt werden kann.3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass derjenige Teil des Naphtalinbehälters, der während des Betriebes der Maschine dem flüssigen Brennstoff ausgesetzt ist, nach dem Heben aus der Flüssigkeit in einen gegen den Behälter abdichtenden Hals eintritt, um Brenn- stoffverliiste durch Verdunstung bei höherer Temperatur zu vermeiden.
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