AT393612B - Brauseeinrichtung - Google Patents

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AT393612B
AT393612B AT22788A AT22788A AT393612B AT 393612 B AT393612 B AT 393612B AT 22788 A AT22788 A AT 22788A AT 22788 A AT22788 A AT 22788A AT 393612 B AT393612 B AT 393612B
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Description

AT 393 612 B
Die Erfindung betrifft eine Brauseeinrichtung, mit einer Wanne, einer im Wannenbereich angeordneten, wasserdurchlässigen Abstützung für eine zu behandelnde Person, mehreren Brausen, die unterhalb der Abstützung in je annähernd gleichem Abstand von dieser angeordnet sind, sowie einer Wasser aus der Wanne ansaugenden und den Brausen zuführenden Pumpe.
Eine zur Unterwassermassage dienende Einrichtung dieser Art ist aus der AT-PS 320.841 bekannt. Diese Einrichtung hat eine Badewanne für Unterwassermassage, in welcher der Patient auf einem einstellbaren Netz liegt, wobei Wasserdüsen mit konstantem Abstand unterhalb dieses Netzes befestigt sind. Der Patient wird außerhalb der Badewanne auf dem Netz in liegender Stellung ausgerichtet und mitsamt dem Netz in die wassergefüllte Wanne abgesenkt. Die Wasserdüsen wirken nur von unten auf den Patienten. Diese bekannte Einrichtung hat den entscheidenden Nachteil, daß der Patient nur in liegender Stellung und nur von einer Seite bestrahlt werden kann. Weiters deckt die bekannte Art von Abstützung mehr Teile des zu bespülenden Körpers ab als nötig, wodurch der Behandlungseffekt unnötig verringert wird. Nicht zuletzt kann bei der bekannten, offenen Wannenkonstruktion Spritzwasser entstehen und die Umgebung benässen.
Demgegenüber setzt sich die Erfindung zum Ziel, eine Brauseeinrichtung zu schaffen, die das Bespülen des Patienten von beiden Seiten ermöglicht, ohne daß Spritzwasser austreten kann, wobei gleichzeitig ein einfacher Einstieg in die Einrichtung gewährleistet sein und der Patient vorteilhaft eine sitzende Stellung einnehmen soll. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Brauseeinrichtung in an sich bekannter Weise ein abschließbares Gehäuse mit einer Halsöffnung aufweist und daß auch oberhalb der durch einen Sitz, eine Fußstütze sowie eine Schulterlehne gebildeten Abstützung mehrere Brausen in je annähernd gleichem Abstand von dieser angeordnet sind. Dadurch kann der Patient in einer Sitzposition von beiden Seiten bespült werden, ohne daß Spritzwasser austritt, wobei die Sitzposition einfach einzunehmen ist.
Es sei bemerkt, daß Brauseeinrichtungen mit einem abschließbaren Gehäuse z. B. aus der CH-PS 555.180 bekannt sind. Diese Einrichtung weist über einer Wanne eine Liegefläche und darüber eine schwenkbare Haube mit einem Halsausschnitt für die zu behandelnde Person auf, wobei die Haube mehrere durch Wassermotoren bewegbare Brausen enthält
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, daß jede Brause in an sich bekannter Weise einzeln über ein Ventil mit der Pumpe verbunden ist. Eine Einzelsteuerung von Wasserdüsen ist z. B. aus der DE-PS 27 03 704 bekannt, die allerdings eine Badewanne für Unterwassermassage offenbart. Im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Brauseeinrichtung ergibt dieses Merkmal den Vorteil, daß der Patient in einer angenehmen Körperhaltung gleichzeitig von zwei Seiten mit pulsierenden, einzeln gesteuerten Wasserstrahlen bespült werden kann.
Bevorzugt weist das Gehäuse eine horizontal verschiebbare Haube auf, wodurch eine leichtgängige Bedienung beim Öffnen des Gehäuses gewährleistet ist
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die oberhalb der Abstützung angeordneten Brausen in der verschiebbaren Haube befestigt sind, weil auf diese Weise der Einstieg in das geöffnete Gehäuse erleichtert wird.
Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt: Fig. 1 einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform, und Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 1 umfaßt ein Gehäuse (1) und eine auf Schienen (2) horizontal verschiebbare Haube (3). Das Gehäuse (1) ist unten durch eine Wanne (4) abgeschlossen. Im Gehäuse (1) ist ein Sitz (5) mit einer als Gitta1 ausgebildeten Sitzfläche (6) höhenverstellbar befestigt. Eine ebenfalls als Gitter ausgebildete Fußstütze (7) ist im Gehäuse (1) verstellbar angeordnet. Oben ist zwischen den Seitenwänden des Gehäuses (1) ein Netz als Schulterlehne (9) gespannt. Die Seitenwände sind oben durch eine Deckplatte (10) abgeschlossen. Diese trägt benachbart der Rückenlehne (9) eine Gummimanschette (11) mit einem Halsausschnitt (12). Unterhalb der anatomischen Verbindungslinie (8) zwischen Schulterlehne (9), Sitzfläche (6) und Fußstütze (7) ist parallel zu dieser Verbindungslinie (8) ein Träger (15) angeordnet. Auf dem Träger (15) sind mehrere Brauseköpfe (16) befestigt, die einzeln über je ein Rohr (17) mit einer im rückwärtigen Teil des Gehäuses (1) untergebrachten Steuereinrichtung (30) verbunden sind. Der oberste Brausekopf (16a) ist auf die Nackenpartie des Patienten unmittelbar unterhalb der Manschette (11) gerichtet Die Wanne (4) hat einen Überlauf (18) sowie einen durch einen Stöpsel (19) verschließbaren Ablauf, die gemeinsam zu einem Ablaufanschluß (20) geführt sind.
Die Haube (3) schließt in der geschlossenen Stellung dichtend gegenüber dem Gehäuse (1) ab. Ihre Deckplatte (21) trägt eine weitere Gummimanschette (22) mit einem den Halsausschnitt (12) zu einer runden Öffnung ergänzenden Halsausschnitt (23). In der Haube (3) ist ein weiterer parallel zur Verbindungslinie (8) zwischen Schulterlehne (9), Sitzfläche (6) und Fußstütze (7) angeordneter Träger (24) befestigt an welchem ebenfalls mehrere Brauseköpfe (25) montiert sind. Diese sind einzeln über je ein Rohr (26) mit einer Verteileinrichtung (31) verbunden.
Die Steuereinrichtung (30) umfaßt eine an den unteren Teil der Wanne (4) angeschlossene Umwälzleitung (32) mit einem Absperrventil (33) sowie eine Zuleitung (34) für Kaltwasser mit einem Proportionalventil (35) sowie eine Zuleitung (36) für Heißwasser mit einem zweiten Proportionalventil (37). Die drei Ventile (33, 35, 37) sind mit der Saugseite einer durch einen Elektromotor (38) angetriebenen Pumpe (39) verbunden. Die Druckseite der Pumpe (39) ist einerseits über eine Leitung (40) und einen Schlauch (40a) mit -2-
AT 393 612 B der Verteileinrichtung (31), andererseits über einen Hydromotor (41) mit einem Verteilventil (42) verbunden. Der Hydromotor (41) treibt über eine Welle (43) einen Rotor (44) des Verteilerventils (42), wobei der Rotor (44) nacheinander einen Eintrittsanschluß (45) mit mehreren, je mit einem der Rohre (17) verbundenen Austrittsanschlüssen (46) verbindet. Die Verteileinrichtung (31) ist gleich aufgebaut wie die aus Motor (41) und Ventil (42) bestehende Verteileinrichtung. Während der Behandlung wird in Intervallen von gleicher, einstellbarer Dauer die Temperatur des den Brausen (16, 25) zugeführten Wassers langsam von einer einstellbaren Minimaltemperatur von z. B. 36 °C auf eine einstellbare Maximaltemperatur von z. B. 42 °C angehoben. Nach einer durch die Intervalldauer vorgegebenen Verweilzeit wird dann die Temperatur mit einer größeren Änderungsgeschwindigkeit relativ rasch wieder auf die Minimaltemperatur abgesenkt. Dadurch wird ein Temperaturschock bewirkt, der die Durchblutung fördert Nach einer relativ kurzen Verweilzeit auf der Minimaltemperatur wiederholt sich dann der beschriebene Ablauf im nächsten Intervall.
Zur Steuerung umfaßt die Einrichtung einen Programmgeber (50) mit mehreren Einstellknöpfen (51) zum Einstellen der Behandlungsdauer, der Intervallänge, der Minimal· und Maximaltemperatur, der Temperaturänderungsgeschwindigkeit in beiden Richtungen, des Pumpendrucks sowie einen Schalter für einen nicht dargestellten Ozon-Generator, der wahlweise Ozon ins Gehäuse (1) einbläst. Ein Temperaturregler (52) regelt die Temperatur des geförderten Wassers. Der Sollwert wird durch den Programmgeber (50) über eine Leitung (53) dem Regler (52) vorgegeben. Der Istwert wird mit einem Temperaturfühler (54) am Pumpenausgang erfaßt. Der Regler (52) steuert über Leitungen (55, 56) die beiden Proportionalventile (35,37). Für die Behandlung setzt sich der Patient auf den auf passende Höhe eingestellten Sitz (5) und stützt die Füße gegen die Fußstütze (7) und die Schultern gegen die Schulterlehne (9). Der Patient ist dabei in halbliegender Stellung. Der Einstieg ist sehr einfach und vergleichbar mit dem Einstieg in ein Auto, so daß die Einrichtung auch durch ältere Leute mühelos benützt werden kann. Nun wird die Haube (3) geschlossen. Über die Einstellknöpfe (51) wird das dem Patienten optimal angepaßte Therapieprogramm vorgewählt, d. h. Behandlungsdauer, Intervalldauer, Minimal- und Maximaltemperatur, Temperaturänderungsgeschwindigkeit, Pumpendruck, mit oder ohne Ozon. Im Betrieb wird zunächst das Ventil (33) geschlossen gehalten und die Ventile (35, 37) so geöffnet, daß die mit dem Fühler (54) gemessene Mischtemperatur dem auf der Leitung (53) vorgegebenen Sollwert entspricht. Sobald der Wasserstand in der Wanne (4) das gewünschte Niveau erreicht hat, wird das Ventil (33) voll geöffnet und werden die Ventile (35, 37) geschlossen. Die Temperatur des nun umgewälzten Wassers wird nun durch den Regler (52) geregelt. Wenn sie unter den Sollwert absinkt oder wenn der Sollwert steigt, wird das Ventil (37) proportional der Regelabweichung geöffnet, so daß dem über die Leitung (32) angesaugten Wasser Heißwasser zugemischt wird. Wenn der Sollwert der Temperatur abgesenkt wird, wird dem umgewälzten Wasser über das proportional zur Regelabweichung öffnende Ventil (35) Kaltwasser beigemischt. Über die Verteileinrichtungen (41, 42 bzw. 31) gelangt das von der Pumpe (39) geförderte Wasser abwechselnd zu den Brauseköpfen (16 bzw. 25), so daß die verschiedenen Hautpartien des Patienten von oben und unten abwechselnd mit dem Brausestrahl massiert werden. Der Brausekopf (16a) massiert speziell die Nackenpartie.
Die einzelnen Leitungen (17) können auch gruppenweise an die Anschlüsse (46) des Verteilerventils (42) angeschlossen sein. Statt eines einzelnen Verbindungsschlauches (40a) können die Rohre (26) einzeln oder gruppenweise zusammengefaßt über mehrere Schläuche mit Zweigleitungen zu den Rohren (110 verbunden sein, wodurch die Verteileinrichtung (31) entfällt. Statt den dargestellten Verteileinrichtungen (31 bzw. 41,42) kann auch jedem der Brauseköpfe (16, 25) oder jeweils zu Gruppen zusammengefaßten Brauseköpfen ein Solenoidventil vorgeschaltet werden, wobei die Solenoidventile sequentiell durch den Programmgeber (50) geöffnet werden. Der Programmgeber (50) kann auch als Lochkartenleser ausgebildet werden, was die Programmzusammenstellung vereinfacht
Fig. 2 zeigt eine Variante der Ausführungsform nach Fig. 1, wobei hier statt der verschiebbaren Haube (3) eine über ein Scharnier (59) an der einen Seitenwand des Gehäuses (1) angelenkte Türe (60) vorgesehen ist Der Halsausschnitt (12) der an der Deckplatte (10) befestigten Gummimanschette (11) ist hier zur Seite hin offen. Die zweite Manschettenhälfte (22) mit dem zugehörigen Halsausschnitt (23) ist an einem mit der Türe (60) verbundenen Deckblech (61) befestigt Durch diese Ausführungsform kann der Platzbedarf weiter reduziert werden.
Zur leichteren Reinigung umfaßt das Gehäuse (1) einen feststehenden Unterteil (62) enthaltend die Wanne (4) und die Steuereinrichtung (30) mit den Einstellknöpfen (51) sowie einen aufklappbaren Oberteil (63). Die Türe (60) ist am Oberteil (63) angebracht Der Oberteil (63) kann um ein horizontales, unmittelbar über dem einen Längsrand (64) der Wanne (4) liegendes Scharnier (65) seitlich umgeklappt werden, so daß der Innenraum der Brauseeinrichtung für die Reinigung leicht zugänglich ist
Mit der beschriebenen Einrichtung wird der Patient gleichzeitig von beiden Seiten besprüht, so daß die Behandlungsdauer gegenüber bekannten Geräten wesentlich verkürzt und die Einrichtung dadurch wirtschaftlicher eingesetzt werden kann. Der Einstieg in die Einrichtung ist auch älteren Personen beschwerdefrei möglich. Wegen der sitzenden Position der zu behandelnden Person kann die Einrichtung kürz» gebaut werden. Dies -3-

Claims (9)

  1. AT 393 612 B vermindert sowohl den Platzbedarf als auch die Herstellkosten. Temperaturänderungen können im Gegensatz zu bekannten Geräten sehr rasch erfolgen, was die therapeutische Wirkung erhöht. Die Einrichtung, kann zur Erweiterung der Therapiemöglichkeiten noch durch einen Dampferzeuger ergänzt werden. PATENTANSPRÜCHE 1. Brauseeinrichtung, mit einer Wanne, einer im Wannenbereich angeordneten, wasserdurchlässigen Abstützung für eine zu behandelnde Person, mehreren Brausen, die unterhalb der Abstützung in je annähernd gleichem Abstand von dieser angeordnet sind, sowie ein»- Wasser aus der Wanne ansaugenden und den Brausen zuführenden Pumpe, dadurch gekennzeichnet, daß die Brauseeinrichtung in an sich bekannter Weise ein abschließbares Gehäuse (1) mit einer Halsöffnung (12, 23) aufweist und daß auch oberhalb der durch einen Sitz (6), eine Fußstütze (7) sowie eine Schulterlehne (9) gebildeten Abstützung mehrere Brausen (25) in je annähernd gleichem Abstand von dieser angeordnet sind.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Brause (16, 25) in an sich bekannter Weise einzeln über ein Ventil (42,31) mit der Pumpe (39) verbunden ist.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) eine horizontal verschiebbare Haube (3) aufweist.
  4. 4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die oberhalb der Abstützung angeordneten Brausen (25) in der verschiebbaren Haube (3) befestigt sind.
  5. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitzfläche (6) als Gitter ausgebildet ist.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schulterlehne (9) als Netz ausgebildet ist.
  7. 7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Fußstütze (7) als Gitter ausgebildet ist. S. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperatur des durch die Pumpe (39) geförderten Wassers programmgesteuert variierbar ist.
  8. 9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Programmgeber (50) aufweist, mit welchem die Behandlungsdauer, eine Intervalldauer für eine periodisch zwischen zwei einstellbaren Grenzwerten ändernde Wassertemperatur, die Temperaturänderungsgeschwindigkeit sowie der Pumpendruck vorwählbar sind.
  9. 10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Brause (16, 25) ein separates Ventil zugeordnet ist, und daß diese Ventile sequentiell programmgesteuert betätigbar sind. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -4-
AT22788A 1987-02-11 1988-02-04 Brauseeinrichtung AT393612B (de)

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