AT392841B - Hahnschloss - Google Patents

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AT392841B
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A17/00Safety arrangements, e.g. safeties
    • F41A17/74Hammer safeties, i.e. means for preventing the hammer from hitting the cartridge or the firing pin
    • F41A17/82Hammer safeties, i.e. means for preventing the hammer from hitting the cartridge or the firing pin trigger-operated, i.e. the movement of the trigger bringing a hammer safety into inoperative position during firing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

Description

AT 392 841B
Die Erfindung betrifft ein Hahnschloß für Handfeuerwaffen, insbesondere Jagdgewehre, mit einer mit der Waffe verbundenen Schloßplatte, einer mit letzterer an Studelfüßen beabstandet und im wesentlichen parallel verbundenen Studelplaite, einer zwischen Schloßplatte und Studelplatte angeordneten und um eine senkrecht zu diesen liegende Achse verdrehbaren Nuß, welche auf ihrer durch die Schloßplatte herausragenden Achse den Hahn trägt, einer mit einer Abzugsraste an der Nuß zusammenwirkenden Abzugsstange, welche an einem der Studelfüße schwenkbar und federbelastet gelagert ist, und einer über ein Ketterl an der Nuß angreifenden Schlagfeder, welche an der Schloßplatte angelenkt ist
Hahnschlösser der genannten Art sind für militärische sowie auch für jagdliche Handfeuerwaffen bereits seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bekannt (siehe beispielsweise auch deutsche Patentschrift 52 372 oder österr. Patentschrift 23 492), wurden jedoch besonders in den letzten Jahrzehnten kaum mehr gebaut, da sie teilweise gravierende Sicherheitsmängel aufwiesen, die insbesondere darin begründet sind, daß auf dem zum Einbau des Schlosses nur sehr begrenzt zur Verfügung stehenden Raum kaum sinnvolle Sicherheitseinrichtungen unterzubringen waren, um beispielsweise das Auslösen eines Schusses beim Zubodenfallen der Waffe mit gespanntem Hahn auszuschließen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Hahnschloß der eingangs genannten Art so zu verbessern, daß die angesprochenen Nachteile vermieden werden und daß insbesondere die Sicherheit gegen Fehlfunktionen und das unbeabsichtigte Auslösen wesentlich erhöht wird.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß eine im wesentlichen parallel zur Abzugsstange liegende Fangstange vorgesehen ist, deren Widerlager an der Nuß angeordnet ist und die beim Spannen des Hahns vor der Einrastung der Abzugsstange in die Abzugsraste zwischen das Widerlager an dar Nuß und die Studelplatte einrastet und die weitere nur durch Betätigung des Abzuges zusammen mit der Abzugsstange gegen eine separate Feder an der Schloßplatte wieder aus der Einraststellung verechwenkbar ist Damit ist auf sehr einfache und platzsparende Weise sichergestellt, daß eine komplette Freigabe des Weges des gespannten Hahnes zur Abgabe des Schusses nur über die Betätigung des Abzuges erfolgen kann, da nur auf diese Art die zwischen dem Widerlager an der Nuß und der Studelplatte eingerastete Fangstange die Nuß und damit den Hahn wieder komplett freigibt. Weiters ist durch die Fangstange bzw. deren beschriebene Funktion natürlich auch beim Bruch der Abzugsraste oder bei mechanischem Versagen durch eine abgenützte Raste absolute Sicherheit vor einem kompletten Auslösen des Hahnes gegeben. Insgesamt ist also im Vergleich zu den beschriebenen, früher bekannten Hahnschlössem eine wesentlich höhere Sicherheit gewährleistet.
Die Fangstange ist in bevorzugter Ausgestaltung der Erfindung an einem hinter dem zur Anlenkung der Abzugsstange dienenden Studelfuß liegenden separaten Studelfuß angelenkt, was einerseits wiederum die Sicherheit erhöht, und andererseits Herstellung und Montage auch auf dem nur beschränkt zur Verfügung stehenden Raum erleichtert.
Nach einer besonders bevorzugten weiteren Ausbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Studelfüße einstückig mit der Schloßplatte ausgebildet sind. Dies dient einerseits dazu, die Sicherheit des Hahnschlosses weiter zu erhöhen, da damit die einwandfreie Funktion völlig unabhängig von allenfalls sich nach längerem Gebrauch lösenden Schrauben - mit denen die Studelfüße üblicherweise an der im wesentlichen ebenen Schloßplatte befestigt werden - sichergestellt bleibt. Andererseits ist damit die Schloßplatte an der Außenseite völlig frei von Schrauben, Stiften und dergleichen, was im Hinblick auf an dieser Stelle zumeist angebrachte Gravierungen wesentliche Vorteile bringt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist die Studelplatte direkt auf die Studelfüße der Schloßplatte aufgeschraubt, was einerseits eine Verbesserung der Kraftübertragung zwischen den einzelnen, an den Studelfüßen angelenkten Bauteilen sicherstellt und andererseits erhöhte mechanische Stabilität garantiert, da ja die Gewinde zur Befestigung der Studelplatte in den Studelfüßen ohne weiteres auch länger sein können.
Zur weiteren Verbesserung der Sicherheit des erfindungsgemäßen Hahnschlosses kann vorgesehen werden, daß die Schlagfeder frei nach hinten liegend angeordnet ist, womit bei gleichzeitiger Ermöglichung einer gegenüber nach vorne liegenden Schlagfedem kompakteren Bauweise die mechanische Beanspruchung der ansonsten mit einem in die Schloßplatte eingreifenden Stift einseitig festgelegten Schlagfeder herabgesetzt und damit die Bruchgefahr verringert ist
Bei einem Hahnschloß mit Stecherbetätigung, mit einem Schleuderl, welches zwischen Nuß und Schloßplatte verechwenkbar angeordnet ist und das Rutschen der Abzugsstange über die Fangraste bei Stecherbetätigung ermöglicht, ist in besondere bevorzugter weiterer Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, daß das Schleuderl beim Spannen des Hahnes nach dem Einrasten der Fangstange und vor dem Einrasten der Abzugsstange mechanisch betätigt ist. Das Schleuderl ist üblicherweise bei den bisher bekannten Ausführungen von Hahnschlössem der genannten Art nur durch sein eigenes Gewicht bzw. die Fliehkraft betätigt, was beispielsweise bereits dann große Probleme macht, wenn in stark schräg aufwärts gerichteter Position eines entsprechend ausgerüsteten Jagdgewehres ein Schuß abgegeben werden soll, da dann nicht mehr gewährleistet werden kann, daß das Schleuderl auch die vorgesehene Wirkung entfaltet, was entweder einfach zum Nichtauslösen des Schusses oder aber zusätzlich zu einem Funküonsausfäll durch Beschädigung des Schlosses führen kann. Bei der genannten erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist nun einerseits die Lage der Waffe relativ zum Lot für die Funktion des Schleuderls bedeutungslos. Andererseits ist die Sicherheit auch dadurch weiter erhöht, daß das Schleuderl sich erst nach dem Einrasten der Fangstange vor die Abzugsstange schieben kann. -2-

Claims (6)

  1. AT 392 841B Die Erfindung wird im folgenden noch anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Alle drei Figuren zeigen ein erfindungsgemäßes Hahnschloß in von der zugehörigen Waffe abgenommenem Zustand von der Innenseite her · Fig. 1 zeigt das Hahnschloß in Ruhestellung, Fig. 2 in Sicherheits-Fangstellung und Fig. 3 in gespanntem Zustand. Das dargestellte Hahnschloß weist eine mit der hier nicht dargestellten Waffe, beispielsweise einem Jagdgewehr, verbundene Schloßplatte (1), eine mit dieser an Studelfüßen (2) beabstandet und im wesentlichen parallel verbundene Studelplatte (3), eine zwischen Schloßplatte (1) und Studelplatte (3) angeordnete und um eine senkrecht zu diesen liegende Achse (4) verdrehbare Nuß (5), welche auf ihrer durch die Schloßplatte (1) in da* Darstellung nach hinten herausragenden Achse (4) den hier nur schematisch angedeuteten Hahn (6) trägt, eine mit ein«: Abzugsraste (7) (siehe Fig. 2 und 3) an der Nuß (5) zusammenwirkende Abzugsstange (8), welche an einem der hinter«! Studelfiiße (2) schwenkbar und über eine Feder (9) belastet gelagert ist, sowie eine über ein Ketterl (10) an der Nuß (5) angreifende Schlagfeder (11), welche nach hinten liegend frei im Bereich (12) an der Schloßplatte (1) angelenkt ist, auf. Weiters ist eine im wesentlichen parallel zur Abzugsstange (8) liegende Fangstange (13) vorgesehen, deren Widerlager (14) an der Nuß (5) angeordnet ist und die beim Spannen des Hahnes (6) (d. h. beim Verschwenken desselben in Richtung des Pfeiles (15) um die Achse (4)) vor der Einrastung der Abzugsstange (8) in die Abzugsraste (7) gemäß Fig. 2 zwischen das Widerlager (14) an der Nuß (5) einerseits und die Studelplatte (3) andererseits einrastet und die weiters nur durch Betätigung des hier nur symbolisch durch den Pfeil (A) angedeuteten Abzuges zusammen mit der Abzugsstange (8) gegen eine separate Feder (21) an der Schloßplatte (1) wieder aus der Einraststellung verschwenkbar ist. Die Fangstange (13) ist am Hintersten (also in der Darstellung Rechtesten) der Studelfiiße (2) angelenkt, wobei alle Studelfiiße (2) einstückig mit der Schloßplatte (1) ausgebildet sind und die Studelplatte (3) direkt mit Schrauben (16) auf die Studelfiiße (2) der Schloßplatte (1) aufgeschraubt ist Insbesondere aus Fig. 3 ist noch die Anordnung eines sogenannten Schleuderls (17) ersichtlich, welches zwischen Nuß (5) und Schloßplatte (1) liegt und mechanisch, d. h. zwingend, so verechwenkt wird, daß es beim Spannen des Hahnes (6) nach dem Einrasten der Fangstange (13) und vor dem Einrasten der Abzugsstange (8) in die Abzugsraste (7) in die in Fig. 3 dargestellte Stellung gebracht wird, und damit das Rutschen der Abzugsstange (8) über die Fangraste (18) bei Stecherbetätigung ermöglicht. Ausgehend von der Ruhestellung des Hahnschlosses gemäß Fig. 1, in welcher weder Fangraste noch Abzugsraste in Eingriff mit den zugehörigen Stangen sind und die Nuß (5) von der Schlagfeder (11) in ihrer Ruheposition gehalten wird, wird zum Spannen des Hahnes dieser gemäß Fig. 2 in Richtung des Pfeiles (15) nach hinten verechwenkt. Gemäß Fig. 2 kommt als erstes die Fangstange (13) federbelastet zur Anlage an die Studelplatte (3) und sperrt somit den Hahn gegen eine Retourbewegung entgegen des Pfeiles (15). Beim weiteren Spannen des Hahnes (6) wird das Schleuderl (17) in die Position nach Fig. 3 unter die Fangraste (18) gebracht und die Abzugsstange (8) rastet in die Abzugsraste (7) ein. Die Schlagfeder (11), die mit dem unter«! Schenkel an einer Rast (19) an der Schloßplatte (1) anliegt, ist nun über das gelenkig an der Nuß (5) angelenkte Ketterl (10) gespannt. Durch Betätigung des Abzuges (einfacher Flintenabzug oder Stech«abzug) in Richtung des Pfeiles (A) werden sowohl die Fangstange (13) als auch die Abzugsstange (8) aus dem Bereich ihrer zugehörigen Rasten gehoben, womit die Nuß (5) und damit der Hahn (6) in Richtung des Pfeiles (20) schnellen und durch Betätigung des hier nicht dargestellten Schlagbolzens den Schuß auslösen kann. Durch das Widerlager an der Nuß zur Schlagfeder wird der Hahn wieder in die Ruherast befördert (Rückspringschloß). PATENTANSPRÜCHE 1. Hahnschloß für Handfeuerwaffen, insbesondere Jagdgewehre, mit einer mit der Waffe verbundenen Schloßplatte, einer mit letzterer an Studelfüßen beabstandet und im wesentlichen parallel verbundenen Studelplatte, einer zwischen Schloßplatte und Studelplatte angeordneten und um eine senkrecht zu diesen liegende Achse verdrehbaren Nuß, welche auf ihrer durch die Schloßplatte herausragenden Achse den Hahn trägt, einer mit einer Abzugsraste an der Nuß zusammenwirkenden Abzugsstange, welche an einem der Studelfiiße schwenkbar und federbelastet gelagert ist, und einer über ein Ketterl an der Nuß angreifenden, Schlagfeder, welche an der Schloßplatte angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, daß eine im wesentlichen parallel zur Abzugsstange (8) liegende Fangstange (13) vorgesehen ist, deren Widerlager (14) an der Nuß (5) angeordnet ist und die beim -3- AT 392 841 B Spannen des Hahnes (6) vor der Einrastung der Abzugsstange (8) in die Abzugsraste (7) zwischen das Widerlager (14) an der Nuß (5) und die Studelplatte (3) einrastet und die weiters nur durch Betätigung des Abzuges (A) zusammen mit der Abzugsstange (8) gegen eine separate Feder (21) an der Schloßplatte (1) wieder aus der Einraststellung verschwenkbar ist
  2. 2. Hahnschloß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fangstange (13) an einem hinter dem zur Anlenkung der Abzugsstange (8) dienenden Studelfuß (2) liegenden separaten Studelfuß (2) angelenkt ist
  3. 3. Hahnschloß nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Studelfüße (2) einstöckig mit der Schloßplatte (1) ausgebildet sind.
  4. 4. Hahnschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Studelplatte (3) direkt auf die Studelfüße (2) der Schloßplatte (1) aufgeschraubt ist.
  5. 5. Hahnschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlagfeder (11) frei nach hinten liegend angeordnet ist.
  6. 6. Hahnschloß nach einem der Ansprüche 1 bis 5, mit einem Schleudert, welches zwischen Nuß und Schloßplatte verschwenkbar angeordnet ist und das Rutschen der Abzugsstange über die Fangraste bei Stecherbetätigung ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleuderl (17) beim Spannen des Hahnes (6) nach dem Einrasten der Fangstange (13) und vor dem Einrasten der Abzugsstange (8) mechanisch betätigt ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -4-
AT268688A 1988-11-02 1988-11-02 Hahnschloss AT392841B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE52372C (de) * E. PORZSOLT in Budapest VIII, Stationsgasse 30 Sicherung für Gewehre mit oder ohne Hahn
AT23492B (de) * 1903-12-18 1906-03-26 Josef Tambour Selbsttätige Hammersicherung für Handfeuerwaffen mit einem oder mehreren Schlössern.

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE52372C (de) * E. PORZSOLT in Budapest VIII, Stationsgasse 30 Sicherung für Gewehre mit oder ohne Hahn
AT23492B (de) * 1903-12-18 1906-03-26 Josef Tambour Selbsttätige Hammersicherung für Handfeuerwaffen mit einem oder mehreren Schlössern.

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