AT392679B - Verschlussvorrichtung fuer oeffnungen, insbesondere an behaeltern, rohren oder stutzen - Google Patents
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Description
AT 392 679 B
Die Erfindung betrifft eine Verschlußvorrichtung für Öffnungen, insbesondere an Behältern, Rohren oder Stutzen, die einen Deckel und einen dem Deckel zugewandten Flansch mit einer an der Flanschunterseite ausgebildeten konischen Fläche aufweist, wobei der Deckel mit dem Flansch, bei Bedarf auch unter Zwischenschaltung eines Dichtungsringes, verspannt ist und einen, den Flansch übergreifenden, ringförmigen Absatz aufweist.
Eine Verschlußvorrichtung dieser Art ist beispielsweise in der AT-PS 112 293 beschrieben. Derartige Verschlüsse werden zum druck· beziehungsweise wasserdichten Absperren der Öffnungen von Behältern, Rohren, Stutzen oder dergleichen benutzt. Weiter werden solche Flanschverschlüsse auch für Prüf- und Reinigungsöffnungen an Behältern, aber auch für die Befestigung von Flanschdeckeln, welche beispielsweise Durchführungen für Heizstäbe, Rohrschlangen oder Meßfühler aufweisen, verwendet
Die üblichen Deckelbefestigungen an Ringflanschen mit einer Vielzahl an einem Lochkreisdurchmesser angeordneter Spannschrauben benötigen aufgrund des großen Verhältnisses von Lochkreisdurchmesser zur Nennweite der Öffnung sehr viel Platz und eine massive und breite Flanschausführung. Eine leichte und materialsparende Gestaltung der Verschlüsse ist nicht möglich.
Verschlüsse, die diese breite und aufwendige Flanschgestaltung vermeiden, gehören zum Stand der Technik. Bei einer bekannten Verschlußausführung werden der Deckel und das Gehäuse durch einen bajonettartigen Verschluß miteinander verspannt Diese Ausführung ist aber sehr material- und fertigungsaufwendig und noch mit der Unsicherheit behaftet, daß alle Klauenpaaie auch formschlüssig zueinander ausgebildet sein müssen.
Des weiteren gibt es Schnellverbindungselemente in Form von Klapp- oder Augenschrauben, die aber oft sehr aufwendige Befestigungsvorrichtungen erfordern. Die bekannten Segmentklammerverschraubungen sind ebenfalls aufwendig, da sie aus zwei ineinander geschobenen Teilen bestehen, die überdies extrem durch Biegespannungen belastet werden.
Weiter gibt es noch Verschlußvorrichtungen, bei denen der Deckel mit dem Behälterflansch durch wenigstens zwei C-förmige Klammerbügel, die mit einer Spannschraube zur Veränderung der Breite des Bügelmaules ausgestattet sind, verspannt wird. Durch diese Anordnung ist ebenfalls nur eine geringe Fianschbreite notwendig, es ist jedoch eine Vielzahl von Klammerbügeln erforderlich, um eine ausreichende Abdichtung gewährleisten zu können. Außerdem ist die Montage umständlich und langwierig.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verschlußvorrichtung der eingangs näher erwähnten Art zu schaffen, die einfach in der Herstellung und in der Montage ist und eine wirtschaftliche und materialsparende Konstruktion darstellt. Weiter soll ein umständliches Hantieren mit zusätzlichen Spannelementen, wie Klammem und Bügeln, vermieden werden.
Die Lösung der Aufgabe erfolgt dadurch, daß am Umfang des ringförmigen Absatzes in regelmäßigen Teilungsabschnitten mindestens drei Durchgangsgewindelöcher eingearbeitet sind, in die radial gerichtete Gewindebolzen, vorzugsweise Sechskantschrauben, eingeschraubt sind, die gegen eine an der Flanschunterseite ausgebildete konische Gegenfläche gelegt und verspannt sind, wodurch eine dichte Verbindung zwischen Flansch und Deckel erzielt wird.
Durch diese einfach herzustellende Verschlußvorrichtung wird eine sichere und wirkungsvolle Verspannung erzielt. Als Flansch reicht eine einfache Umbördelung des Öffnungsrandes des Behälters. Die konischen Spannflächen an der Rückseite des Flansches werden gemäß einer vorzugsweisen Ausgestaltung durch eine V-förmige Umbördelung des gesamten Umfanges des Flanschrandes oder von Teilen diese Randes erreicht. Die Konstruktion ist besonders materialsparend und einfach. Alternativ hiezu können auch abgeschrägte Nasen an der Flanschrückseite angeschweißt werden, welche zugleich als Flanschversteifung dienen. Diese massive Ausführung ist für größere Behälteröffnungen zu empfehlen.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann zur besseren Zentrierung der Gewindebolzen in die abgeschrägten Nasen eine halbkreisförmige Nut eingeftäst sein. Bei den Gewindebolzen empfiehlt es sich, das Ende des Bolzens, welches sich auf der konischen Gegenfläche abstützt, mit einer dieser Fläche entsprechenden konischen Abdrehung, also einem Konus, zu versehen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert
Es zeigen Fig. 1 einen Schnitt durch eine erste Ausführung einer Verschlußvorrichtung, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie (A - B) in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt einer weiteren Ausführung einer derartigen Vorrichtung und Fig. 4 eine Draufsicht auf die Verschlußvorrichtung mit den Spannschrauben.
In Fig. 1 der Zeichnung wird eine erste Ausführungsform einer Verschlußvorrichtung gezeigt. An einer Endöffnung (1) eines Gefäßes, beispielsweise eines Speichergefäßes (2), ist ein Anschlußstutzen (3) angeschweißt, der einen kurzen Flansch (4) aufweist Dieser Flansch (4) wird durch einfache Umbördelung hergestellt und weist eine Nut bzw. einen Absatz (7) auf, in welche bzw. welchen eine Dichtung (6) eingelegt ist. Je nach Behälterart kann der Hansch (4) auch direkt durch Umbördelung des Endöffnungsrandes hergestellt werden, wodurch ein Anschweißen eines Anschlußstutzens (3) erspart werden könnte. Zur Abdeckung der Endöffnung (1) ist ein plattenförmiger Deckel (5) vorgesehen, der einen, den Flansch (4) übergreifenden, ringförmigen Absatz (8) aufweist, an dessen Umfang in regelmäßigen Teilungsabständen zumindest drei Durchgangsgewindelöcher (9) eingearbeitet sind, in die radial gerichtete Gewindebolzen, z. B. Sechskantschrauben (10), eingeschraubt sind. Die Schraube (10) weist am Gewindeende eine konische -2-
Claims (5)
- AT 392 679 B Abdrehung, also einen Konus (11) auf. Mit diesem Konus (11) stützt sich die Schraube gegen eine an der Flanschunterseite ausgebildete, konische Gegenfläche (12) ab. Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, handelt es sich hiebei um eine abgeschrägte Nase (13), in welche eine halbkreisförmige Nut (14) eingefräst ist. Durch diese Nuten (14) erfolgt eine bessere Zentrierung des Deckels (5) bei der Montage. Mit einem gleichmäßigen Anziehen der am Deckelumfang angeordneten Schrauben (10) gegen die konische Gegenfläche (12) der Flanschunterseite wird eine sichere Abdichtung zwischen Deckel (5) und Flansch (4) erzielt. In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform dargestellt. Die konische Gegenfläche (12) wird hier durch eine V-förmige Umbördelung des Flanschrandes gebildet. Es können der gesamte Umfang des Flanschrandes oder lediglich Teilbereiche hievon umgebördelt sein. Dies ergibt eine fertigungstechnisch besonders günstige Lösung. Durch die elastische Ausgestaltung der konischen Randzone wird eine gute Verspannung erreicht Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf die Verschlußvorrichtung mit dem Deckel (5) und den Spannschrauben (10). Die Anzahl der anzuordnenden Schrauben (10) richtet sich nach der Größe des Flansches bzw. nach der Art des Behälters. Diese Art von Verschlußvonichtung eignet sich nicht nur zum druck- und wasserdichten Absperren von Endöffnungen für Reinigungszwecke von Behältern, wie Speichergefäßen, Boilern, Kesseln od. dgl., sondern auch für Flanschdeckeln, welche Durchführungen für Heizstäbe, Rohrschlangen, Meßeinrichtungen usw. aufweisen. Der Deckel braucht hiebei auch keineswegs nur kreisrunde Form besitzen, sondern kann oval sein oder auch Vieleckform haben. PATENTANSPRÜCHE 1. Verschlußvorrichtung für Öffnungen, insbesondere an Behältern, Rohren oder Stutzen, die einen Deckel und einen dem Deckel zugewandten Flansch mit einer an der Flanschunterseite ausgebildeten konischen Fläche aufweist, wobei der Deckel mit dem Flansch, bei Bedarf auch unter Zwischenschaltung eines Dichtungsringes, verspannt ist und einen, den Flansch übergreifenden, ringförmigen Absatz aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang des ringförmigen Absatzes (8), in regelmäßigen Teilungsabschnitten mindestens drei Durchgangsgewindelöcher (9) eingearbeitet sind, in die radial gerichtete Gewindebolzen, vorzugsweise Sechskantschrauben (10) eingeschraubt sind, die gegen eine an der Flanschunterseite ausgebildete konische Gegenfläche (12) gelegt und verspannt sind, wodurch eine dichte Verbindung zwischen Flansch (4) und Deckel (5) erzielt wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die konische Gegenfläche (12) an der Flanschunterseite durch V-förmiges Umböideln des Flanschrandes hergestellt ist (Fig. 3).
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die konische Gegenfläche (12) durch eine Anzahl von an der Flanschunterseite angeordneter, abgeschrägter Nasen (13) gebildet ist (Fig. 2).
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die abgeschrägten Nasen (13) zur besseren Zentrierung der Gewindebolzen (10) halbkreisförmige Nuten (14) aufweisen (Fig. 2).
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ende der Gewindebolzen (10), welches sich auf der konischen Gegenfläche (12) abstützt, eine dieser Fläche angepaßte konische Abdrehung, d. h. einen Konus (11), aufweist. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
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