AT391341B - Aus plattenelementen zusammensetzbarer, nach unten gerichteter pyramidenmantelfoermiger behaelterboden fuer prismatische silobehaelter - Google Patents
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Description
Nr. 391 341
Die Erfindung bezieht sich auf einen aus Plattenelementen zusammensetzbaren, nach unten gerichteten pyramidenmantelförmigen Behälterboden für prismatische Silobehälter, wobei die Seitenflächen des Behälterbodens die Form gleichschenkeliger Dreiecke aufweisen und wobei im Bereich der Pyramidenmantelspitze die Auslaßöffnung vorgesehen ist.
Bisher werden Behälterböden dieser Art meist geschweißt und als fertige Einheit am Aufstellungsort montiert. Diese großvolumigen Teile sind schwer zu handhaben und verursachen zudem Transportprobleme. Schweißmontagen am Aufstellungsort sind wegen der Feuergefahr in landwirtschaftlichen Betrieben zu vermeiden. Außerdem müssen dann, wenn der Silobehälter großflächigere Bodenelemente aufweist, Teile zusammengesetzt oder geschraubt werden, um sie dem jeweiligen Behälter genau anpassen zu können. Auch eine serienmäßige Vorfertigung ist bei derartigen Ausführungen in der Regel nicht möglich, insbesondere deshalb, weil im bäuerlichen Bereich die Silos den dortigen Gegebenheiten anzupassen sind. Derartige Silos, die bei landwirtschaftlichen Betrieben meist in Scheunen oder Remisen aufgestellt sind, sind daher für den bäuerlichen Bereich ungeeignet, wobei der Transport schwerer und zudem sperriger Teile sehr umständlich ist Hinzu kommt noch, daß die Landwirte üblicherweise verschiedene Körnerfrüchte gleichzeitig lagern müssen und daher mehrere kleinere Siloräume benötigen.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Behälterboden der eingangs genannten Art zu schaffen, dessen Teile leicht transportierbar sind und am Aufstellungsort tragend zusammengefügt werden können. Ferner sollen die Einzelteile weitestgehend vereinheitlicht sein und nach dem Baukastenbetrieb für abgestufte Behältergröße verwendbar und solcherart serienmäßig vorfertigbar sein.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die Seitenflächen jeweils aus miteinander verschraubbaren, viereckigen Einzelplatten zusammengesetzt sind, wobei jene Einzelplatten, die die Begrenzung der Pyramidenmantelflächen überragen, entlang ihrer Diagonalen an den Pyramidenseitenkanten angeordnet und zur Bildung dieser Kanten entlang der Diagonalen abgekantet sind, und wobei die an den Behälteraußenmantel anschließenden Einzelplatten des Behälterbodens an einem Traggestell angehängt sind. Dadurch wird erreicht, daß nur wenige unterschiedliche Einzelteile für die Zusammensetzung des Behälterbodens benötigt werden, nämlich jene Platten, die eben in der Ebene der Seitenfläche liegen und jene Platten, welche die Seitenkanten des pyramidenförmigen Behälterbodens bilden. Da jene Platten, welche die Seitenkanten bilden, entlang ihrer Diagonale abgekantet sind, sind auch diese Platten alle einheitlich ausgebildet, wodurch also die erforderliche Regelmäßigkeit gegeben ist. Durch die Anhängung an das Traggestell werden die Auflagerlasten direkt auf das Traggestell aufgebracht, wodurch der Behältermantel diesbezüglich belastungsfrei ist.
Vorteilhafterweise kann der Behälterboden in Draufsicht die Form eines regelmäßigen Vieleckes aufweisen, wobei die zwischen den abgekanteten Einzelplatten befindlichen ebenen Einzelplatten rechteckigen, vom Grundriß der abgekanteten Platten verschiedenen Grundriß aufweisen. Es wird nämlich bei einer solchen Ausführungsform lediglich eine Sorte von ebenen Einzelplatten und eine Sorte von äbgekanteten Einzelplatten erforderlich, welche sich zu einem pyramidenförmigen Behälterboden zusammensetzen lassen.
Der Behälterboden kann auch in Draufsicht die Form eines Rechteckes aufweisen, wobei der Boden durch drei verschieden geformte Einzelplatten zusammensetzbar ist, wobei die einzelnen rechteckigen ebenen Platten der einander gegenüberliegenden Pyramidenmantelflächen gleiche Grundrißform aufweisen. Für die Einhängung in das Traggestell können die äußeren Randplatten des Behälterbodens über ihre, zur anschließenden Plattenebene einen stumpfen Winkel aufweisende Flansche (12) aufweisen, über welche sie mit dem Traggestell verschraubbar sind. Dieser stumpfe Winkel entspricht dann dem Komplementärwinkel des Steigungswinkels der Seitenwandung des pyramidenförmigen Behälterbodens. Für eine besonders einfache und leicht montierbare Ausbildung kann das Traggestell aus einzeln aufgestellten U-Trägem zusammengesetzt sein, die am oberen Schenkel durch die Flansche der äußeren Einzelplatten und am unteren Schenkel durch die Konsolen der Stützen des Traggestells fest verbunden sind.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. 1 zeigt in Seitenansicht einen quadratischen und einen rechteckigen Silobehälter zu einer Silobatterie zusammengeschlossen. Fig. 2 gibt eine Draufsicht auf den Behälter nach Fig. 1 wieder. Fig. 3 zeigt im Detail eine Seitenansicht des Bodens eines quadratischen Silobehälters. Fig. 4 gibt die zugehörige Draufsicht wieder. Fig. 5 veranschaulicht die Seitenansicht eines Bodens eines rechteckigen Silobehälters.· Fig. 6 stellt wieder die Draufsicht auf den Boden gemäß Fig. 5 dar. Die Fig. 7 gibt schaubildlich eine Einzelplatte zur Erstellung der Seitenflächen des Bodens wieder. Fig. 8 veranschaulicht gleichfalls schaubildlich eine abgekantete Platte, welche über die Begrenzung der Seitenfläche des Bodens hinausragt. Fig. 9 zeigt eine Detaildarstellung der Verbindung der Bodenplatte mit einer Seitenwand des Behälters, u. zw. unter gleichzeitiger Aufhängung des Bodens in einem Tragrahmen. Fig. 10 ist eine der Fig. 9 analoge Darstellung, jedoch im Verbindungsbereich zwischen den beiden Silos gemäß Fig. 1. Fig. 11 zeigt in Draufsicht die Verbindung der Seitenwandungen der Behälter. Fig. 12 gibt die Verbindungen der Seitenwandungen der Behälter im Bereich der Verbindung beider Silobehälter wieder. Die Fig. 13,14,15 und 16 zeigen verschiedene Konsolenplatten für Eckstützen, Zwischenstützen sowie andere Verbindungen von mehreren Silos zu Silobatterien. Fig. 17 zeigt die Draufsicht eines Bodens bei einem sechseckigen Silo, und Fig. 18 die Draufsicht auf den Boden bei einem achteckigen Silo.
Die genaue Konstruktion des Silobodens wird nachstehend anhand der Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 1 und 2 beschrieben. Die Ausführungsbeispiele gemäß Fig. 17 und 18 sind analog aufgebaut, sodaß sich ein gesondertes -2-
Claims (5)
- Nr. 391 341 Eingehen auf diese Ausfüihrungsvarianten erübrigt. Der Silo gemäß Fig. 1 und 2 weist eine Seitenwand (1) und einen pyramidenförmigen, nach unten gerichteten Behälterboden auf. Der Behälterboden (2) ist in ein Traggestell (3) eingehängt, welches über Stützen (4) am Boden abgestützt ist. Die Behälterwandungen sind im Bereich der freien Seitenkanten über WinkelproFile (5) und im Bereich der Verbindung der beiden Silos über U-Profile (6) verbunden. Im Bereich der Spitze der Pyramide des Behälterbodens ist die Ausflußöffnung (7) vorgesehen. Mit (8) sind die Seitenkanten des pyramidenförmigen Behälterbodens bezeichnet. Wie aus den Fig. 3,4, 5 und 6 hervorgeht, ist der Behälterboden aus mehreren Einzelplatten gebildet, welche über Schraubflansche, die durch rechtwinkeliges Abkanten der Ränder der Platten gebildet werden, zusammenschraubbar. Die Einzelplatten sind in Fig. 3 und 4 mit (9) und (10) bezeichnet Die Einzelplatten (9) bzw. (10) sind über Schraubflansche (11) miteinander verschraubt. Diejenigen Platten, die am oberen Rand angeordnet sind und zur Auflage am Tragrahmen (3) bestimmt sind, weisen einen Seitenflansch auf, der mit der Platte (9) einen stumpfen Winkel einschließt. Dieser Flansch ist mit (12) bezeichnet. Die Platten (10), die die Seitenwandung des Bodens (2) überragen, sind entlang ihrer Diagonale abgekantet, wobei die Diagonalen der Platten (10) entlang der Seitenkanten (8) des Behälterbodens verlaufen. Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist der Behälterboden somit aus vier ebenen Platten (9) und acht abgekanteten Platten (10) zusammengesetzt. Sollte ein größerer Behälter benötigt werden, dann wird der Behälterboden um eine weitere Plattenreihe erweitert, wobei die Erweiterung der Breite der Platte (9) entspricht. Es werden dann in der nächsten Reihe pro Seitenkante zwei Platten (9) und zwei Platten (10) benötigt, wobei die Platten (10) die Seitenkanten zur nächsten Reihe hin überragen. Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5 und 6 handelt es sich um einen rechteckigen Silobehälter, bei welchem ebene Platten unterschiedlicher Form benötigt werden. Diese sind mit (13) und (14) bezeichnet. Die Eckplatten, welche wieder entlang ihrer Diagonale abgekantet sind, sind mit (15) bezeichnet. Wie aus Fig. 6 zu entnehmen, sind hier bereits mehrere Plattenreihen vorgesehen, welche gleichfalls über Flansche (11) miteinander verbunden sind. Die oberen Flansche, welche zur Auflage auf dem Tragrahmen (3) bestimmt sind, sind wieder mit (12) bezeichnet. Das Verschrauben der einzelnen Plattenelemente bzw. der Plattenelemente mit dem Tragrahmen, erfolgt mittels durchgehender Schrauben, welche an der Gegenseite mit Muttem festlegbar sind. Dadurch läßt sich ohneweiters ein nachträgliches Umbauen der Silos erzielen, falls eine Erweiterung oder eine Verkleinerung des Silos erforderlich ist. Durch die starken Verrippungen der verschraubten Stoßstellen wird eine hohe Tragfähigkeit des Bodens erreicht. Da dabei die Gewichte der einzelnen Bodenteile unter 15 kg liegen, ist die Zubringung an den Aufstellungsort und das Montieren der einzelnen Bodenteile sehr erleichtert und kann gegebenenfalls vom Landwirt selbst durchgefuhrt werden. Die weitgehende Vereinheitlichung der Bodenteile, also die Vereinheitlichung auf zwei bzw. drei verschiedene Einzelplatten, Größen und Zuschnitte, und das dem Bodenaufbau zugrundeliegende Baukastensystem ergeben auch für die Fertigung große Vorteile. Um die Zuschnittverluste gering zu halten und eine einheitliche Lochaufteilung zu erreichen, hat es sich in der Praxis bewährt, die Zuschnitte mit etwa 1240 x 620 mm bzw. 860 x 775 mm sowie 620 x 770 mm festzulegen, wobei für alle Teile ein einheitlicher Lochabstand von 115 mm gewählt ist. Der Kantwinkel der die Bodenkanten überragenden Platten (10) bzw. (15) ist dabei so gewählt, daß der Boden im zusammengesetzten Zustand einen Winkel aufweist, der etwa dem Schüttwinkel des in den Silo einzufüllenden Materials entspricht. In Weiterführung des Gedankens einer leichten Zubringung der Teile an den Aufstellungsort, bzw. die leichte Handhabbarkeit bei der Montage besteht auch der Tragrahmen aus vier losen U-Trägem, die bei der Montage der außenliegenden Bodenteile und der Konsolenplatte der Stützen zu einem festen Tragrahmen verbunden werden. PATENTANSPRÜCHE 1. Aus Plattenelementen zusammensetzbarer, nach unten gerichteter pyramidenmantelförmiger Behälterboden für prismatische Silobehälter, wobei die Seitenflächen des Behälterbodens die Form gleichschenkeliger Dreiecke aufweisen und wobei im Bereich der Pyramidenmantelspitze die Auslaßöffnung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenflächen jeweils aus miteinander verschraubbaren, viereckigen Einzelplatten (9,10; 13, 14, 15) zusammengesetzt sind, wobei jene Einzelplatten (10; 15), die die Begrenzung (8) der Pyramidenmantelflächen überragen, entlang ihrer Diagonalen an den Pyramidenseitenkanten angeordnet und zur Bildung dieser Kanten entlang der Diagonalen abgekantet sind, und wobei die an den Behälteraußenmantel (1) anschließenden Einzelplatten (13,14,15) des Behälterbodens (2) an einem Traggestell (3) angehängt sind. -3- Nr. 391 341
- 2. Behälterboden nach Ansprach 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälterboden (2) in Draufsicht die Form eines regelmäßigen Vieleckes aufweist, wobei die zwischen den abgekanteten Einzelplatten (10,15) befindlichen ebenen Einzelplatten rechteckigen, vom Grundriß der abgekanteten Platten verschiedenen Grundriß aufweisen.
- 3. Behälterboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälterboden (2) in Draufsicht die Form eines Rechteckes aufweist, wobei der Boden durch drei verschieden geformte Einzelplatten (13,14,15) zusammensetzbar ist, wobei die einzelnen rechteckigen ebenen Platten (13,14) der einander gegenüberliegenden Pyramidenmantelflächen gleiche Grandrißform aufweisen.
- 4. Behälterboden nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Randplatten des Behälterbodens über ihre, zur anschließenden Plattenebene einen stumpfen Winkel aufweisende Flansche (12) aufweisen, über welche sie mit dem Traggestell (3) verschraubbar sind.
- 5. Behälterboden nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Traggestell (3) aus einzeln aufgestellten 15 U-Trägem zusammengesetzt ist, die am oberen Schenkel durch die Flansche (12) der äußeren Einzelplatten (9, 10; 13, 14, 15) und am unteren Schenkel durch die Konsolen der Stützen (4) des Traggestells fest verbunden sind. 20 Hiezu 5 Blatt Zeichnungen -4-
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1988
- 1988-05-25 AT AT137588A patent/AT391341B/de not_active IP Right Cessation
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