AT390587B - Einzelradaufhaengung fuer fahrzeuge - Google Patents
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Description
Nr. 390 587
Die Erfindung betrifft eine Einzelradaufhängung für Fahrzeuge mit einem mit dem Radträger verbundenen Querlenker und wenigstens einer den Radträger gegen den Fahizeugaufbau od. dgl. abstützenden Längsblattfeder.
Bei einer bekannten Einzelradaufhängung dieser Art (DE-OS 25 53 108) ist der Querlenker als Dreieckslenker ausgebildet, der am Fahrzeugaufbau od. dgl. um eine in Fahrtrichtung liegende Achse schwenkbar gelagert und starr mit dem Radträger verbunden ist. Da der Radträger bei Schwenkbewegungen des Querlenkers nicht in einer Ebene auf- und abbewegt wird, sondern eine entsprechende Kreisbahn um die Schwenkachse des Querlenkers beschreibt, müssen die zu einem Federpaket zusammengefaßten Längsblattfedem dem Radträger eine entsprechende Bewegungsfreiheit geben. Zu diesem Zweck sind die Enden des Federpaketes der Längsblattfedem in U-förmigen Federauflagen gehalten, die am Fahrzeugaufbau od. dgl. um in Fahrtrichtung liegende koaxiale Zapfen schwenken können. Abgesehen davon, daß sich trotz dieser schwenkbaren Lagerung der Längsblattfederenden eine Zwängung zwischen der Längsblattfeder und dem mit dem Querlenker starr verbundenen Radträger ergibt, hat eine solche Einzelradaufhängung keinerlei Selbstlenkeffekt, da sich das Rad bei der Querlenkerschwenkbewegung bzw. der Bogenbewegung des Radträgers nicht schräg zur Fahrtrichtung einstellen kann. Dazu kommt noch, daß durch die Bogenbewegung der Radträger sich beim Einfedem eine beträchtliche Spurweiten- und Sturzänderung einstellt, die sich in einem verstärkten Reifenverschleiß und unruhigen Fahrverhalten bei Geradeausfahrt bemerkbar macht
Es ist auch schon bekannt (Fahrtwerktechnik 1, Jömsen REIMPELL, VOGEL Verlag, 5. Auflage, 1982, Seite 363), den Radträger durch einen unteren Dreieckslenker und einen oberen Querlenker mit dem Fahrzeugaufbau od. dgl. zu verbinden bzw. mit Hilfe dieser Lenker zu führen, wobei dann aber zusätzliche Federbeine zur lotrechten Radträgerabstützung erforderlich sind, die den technischen Aufwand wesentlich erhöhen. Ein Selbstlenkeffekt kann nur durch eine besondere Ausbildung des einen unteren mit seiner Schwenkachse schräg zur Fahrtrichtung angeordneten Querlenkerlagers erreicht werden.
Es ist ferner bekannt, einen Querlenker an einer Längsblattfeder anzulenken (DD-PS 26 387), jedoch handelt es sich hiebei um die Aufhängung der Räder eines schienengebundenen Fahrzeuges, bei dem ein Selbstlenkeffekt naturgemäß nicht notwendig ist. Schließlich ist es auch schon bekannt, bei einem Straßenfahrzeug einer an ihrem Vorder- und Hinterende an Querverschiebung gehinderten Längsblattfeder, die ausschließlich als Feder dient, einen Querlenker zuzuordnen (US-PS 3 588 141), jedoch ergibt sich wegen der die Verbindung zwischen Querlenker und Längsblattfeder herstellenden Schwinge eine komplizierte Konstruktion, die notwendig ist, weil sonst ein Klemmen der ganzen Anordnung auftreten würde.
Somit liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Einzelradaufhängung so zu verbessern, daß sich ohne wesentliche Erhöhung des technischen Aufwandes ein Selbstlenkeffekt einstellt und gegebenenfalls ein günstigeres Fahrverhalten bei Geradeausfahrt erzielt wird.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß der Querlenker entweder selbst als Blattfeder ausgebildet oder in an sich bekannter Weise an der Längsblattfeder angelenkt ist und daß lediglich das Vorderende der Längsblattfeder am Fahizeugaufbau od. dgl. querverschiebbar gelagert ist.
Da der Querlenker an der Längsblattfeder angelenkt und das Voiderende der Längsblattfeder querverschiebbar gelagert, das Hinterende aber seitlich unverschiebbar gehalten ist, werden nicht nur Zwängungen vermieden, sondern es wird vor allem auch bei der Bogenbewegung des radseitigen Lenkerendes eine Schrägstellung der Längsblattfeder erzwungen, die eine entsprechende Vorspur des Rades und damit den gewünschten Selbstlenkeffekt zur Folge hat. Dabei wird man einen an der Längsblattfeder angelenkten Querlenker vorsehen, wenn jene bei schwerer Konstruktion mehrschichtig ausgebildet ist, wogegen die Ausbildung des Querlenkers als Blattfeder bei leichteren Konstruktionen genügt, weil eine solche Blattfeder ausreichend biegsam und verwindungsweich ist, um eine gelenkige Verbindung von Querlenker und Längsblattfeder zu erübrigen. Selbstverständlich wird es vielfach zweckmäßig und vorteilhaft sein, die Lager des Querlenkers mit einer elastischen Ausfütterung zu versehen. Falls eine einfache Blattfeder als Querlenker verwendet wird, wird eine überaus einfache Konstruktion erreicht
Besonders zweckmäßig ist es, wenn oberhalb des gegebenenfalls als Blattfeder ausgebildeten Querlenkers in an sich bekannter Weise ein einerseits am Radträger und anderseits am Fahrzeugaufbau od. dgl. kugelgelenkig angreifender zweiter Querlenker angeordnet ist
Je nach der Länge und der Neigung des oberen Querlenkers hat man es in der Hand, die Lage des Momentanpols des sich aus dem unteren und oberen Querlenkers ergebenden Gelenkviereckes und damit auch die Höhenlagen des sogenannten Rollzentrums zu wählen, womit auch die Spurweiten- und Stnrzänderung des Rades beim Durchfedem in für das Fahrverhalten günstiger Weise beeinflußbar ist
Falls die Längsblattfedem und die den Querlenker bildende Blattfeder jeweils einschichtig ausgebildet sind oder nur aus wenigen Schichten bestehen, wäre es denkbar, den zweiten Querlenker durch ein Dämpferbein zu ersetzen.
Um der Längsblattfeder eine freie Schwenkbeweglichkeit zur Schrägstellung zu geben, ist schließlich das Hinterende der Längsblattfeder mittels eines Kugelgelenkes am Fahrzeugaufbau od. dgl. gelagert
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt und zwar zeigen Hg. 1 eine leichtere Konstruktion einer Einzelradaufaufhängung im Schaubild, Fig. 2 eine mögliche Ausbildung der hinteren Federaufhängung im Schnitt, Fig. 3 eine Ausbildung mit einer mehrschichtigen Längsblattfeder und einem Querlenker schaubildlich und Fig. 4 die Lagerung des vorderen Endes der Längsblattfeder im Schnitt.
Der die Bremstrommel (1) tragende Radträger (2) ist über eine Längsblattfeder (3) am nicht dargestellten Fahrzeugaufbau od. dgl. abgestützt Dabei ist das Hinterende der Längsblattfeder (3) zwischen zwei schwenkbaren -2-
Claims (3)
- Nr. 390 587 Laschen (4) gehalten, wobei das Federauge (5) ein Kugelgelenklager (6) mit einer Ausfütterung (7) aus elastischem Material aufweisen kann (Fig. 2). Das vordere Federauge (8), das zwischen zwei mit dem Fahrzeugaufbau starr verbundenen Stegen (9) befestigt ist, besitzt eine Gummi-Metallagerung (10), die eine Querverschiebung, also eine Verschiebung des Federauges in Richtung des Bolzens (11) und damit quer zur Fahrtrichtung erlaubt (Fig. 4). Gemäß Fig. 1 ist mit der Längsblattfeder (3) eine als Querlenker dienende Blattfeder (12) starr verbunden, und es weist der Radträger einen aufwärtsgerichteten Arm (13) auf, an dem ein zweiter Querlenker (14) kugelgelenkig angreift. Bei der wesentlich schwereren Konstruktion nach Fig. 3 ist die Längsblattfeder (3) mehrschichtig ausgebildet und der in sich starre Querlenker (12a) an der Längsblattfeder angelenkt. PATENTANSPRÜCHE 1. Einzelradaufhängung für Straßenfahrzeuge mit einem mit dem Radträger verbundenen Querlenker und wenigstens einer den Radträger gegen den Fahrzeugaufbau od. dgl. abstützenden Längsblattfeder, dadurch gekennzeichnet, daß der Querlenker (12a) entweder selbst als Blattfeder (12) ausgebildet oder in an sich bekannter Weise an der Längsblattfeder (3) angelenkt ist und daß lediglich das Vorderende (8) der Längsblattfeder (3) am Fahrzeugaufbau od. dgl. querverschiebbar gelagert ist.
- 2. Einzelradaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des gegebenenfalls als Blattfeder (12) ausgebildeten Querlenkers (12a) in an sich bekannter Weise ein einerseits am Radträger (2), anderseits am Fahrzeugaufbau od. dgl. kugelgelenkig angreifender zweiter Querlenker (14) angeordnet ist
- 3. Einzelradaufhängung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hinterende (5) der Längsblattfeder (3) mittels eines Kugelgelenkes (6) am Fahrzeugaufbau od. dgl. gelagert ist. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen -3-
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