AT390576B - Verfahren zur herstellung eines bewehrungselementes - Google Patents
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Description
Nr. 390 576
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Bewehrungselementes mit mindestens zwei parallelen Bewehrungsstäben, die einander über die gesamte Länge berühren, und miteinander an mehreren Stellen verschweißt sind, wobei die Bewehrungsstäbe mit Abstand zueinander zwischen zwei einander gegenüberliegenden Schweißelektroden taktweise hindurchgeführt werden, und senkrecht zur Vorschubrichtung zwischen die Bewehrungsstäbe aus einem Drahtvorrat zumindest ein Drahtstück eingeführt wird, das bei der Verschweißung zu einer Schweißperle schmilzt, bei der die Bewehrungsstäbe durch den Preßdruck der Elektroden zueinander bewegt und durch jede wieder erstarrte Schweißperle einander berührend fixiert werden, worauf jede erstarrte Schweißperle vom Drahtvorrat äbgetrennt wird.
Ein derartiges Verfahren ist in der AT-PS 368 574 beschrieben. Dabei erfolgt die bündige Abtrennung des Drahtes von der erstarrten Schweißperle durch den Vorschub der Bewehrungselemente, wodurch der in der Einführeinrichtung unverschiebbar liegende Draht abgerissen wird. Es hat sich nun gezeigt, daß vor allem bei der Verschweißung von zweistabigen Bewehrungsbündeln sowie bei deren Einarbeitung in Bewehrungsmatten durch das unter dem Vorschubdruck erfolgende Abreißen des Drahtes eine vor allem bei größeren Längen erkennbare Längskrümmung bewirkt wird, die in vielen Fällen nicht tolerierbar ist. Die Verformung der Bewehrungsstäbe erfolgt dabei in dem Bereich zwischen den eingangsseitigen Vorschubrollen der Bewehrungsstäbe und der Einführung des die Schweißperle bildenden Drahtes.
Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, das Wirksamwerden von Biegedruckkräften zu verhindern, und löst dies dadurch, daß die erstarrte Schweißperle vom Drahtvorrat durch eine Zug- oder Scherzugkraft äbgetrennt wird.
Dabei sieht eine erste Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor, daß der Drahtvorrat vor dem nächsten Vorschub der Bewehrungsstäbe zur Ausübung einer Zugkraft auf den Drahtvorrat entgegen seiner Zuführrichtung zurückgezogen wird. Die Durchführung einer derartigen Vorgangsweise ist konstruktiv und steuerungstechnisch einfach zu erreichen, da der zur Ausbildung der Schweißperlen zuzuführende Draht sehr dünn ist und sein Zufuhrweg im allgemeinen zumindest eine Biegung durch eine freie Stützrolle aufweist. Zur Durchführung ist dann bevorzugt vorgesehen, daß in der Einführeinrichtung des Drahtvorrates angetriebene Zuführrollen vorgesehen sind, deren Antrieb zwischen dem Schweißvorgang und dem Einsetzen des Taktvorschubes rücksteuerbar ist. Eine geringfügige Rückbewegung um etwa 1 bis 2 mm ist hier völlig ausreichend, wobei die Bewehrungsstäbe unmittelbar vor der Schweißstelle zusätzlich noch an Stützrohren gehalten werden können.
Eine zweite Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, daß die Einführeinrichtung des Drahtvorrates zwischen die Bewehrungsstäbe zur Ausübung einer Zugkraft auf die Bewehrungstäbe in deren Vorschubrichtung beschleunigt wird, wodurch auf den Schweißdraht eine Scherkraft ausgeübt wird. Dabei kann die Einführeinrichtung vor dem Einsetzen des Vorschubs der Bewehrungsstäbe in deren Vorschubrichtung um ein geringes Ausmaß verschoben werden, oder sie wird gleichzeitig jedoch mit höherer Geschwindigkeit bewegt, sodaß ebenfalls keine Druckkräfte in den Bewehrungsstäben wirksam werden.
In einer weiteren Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es auch denkbar, daß die Bewehrungsstäbe zur Ausübung einer Zugkraft auf die Bewehrungsstäbe entgegen ihrer Vorschubrichtung zurückgezogen werden.
Nachstehend wird nun die Erfindung an Hand der Figuren der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein.
Fig. 1 zeigt eine Draufsicht auf ein Bewehrungselement mit zwei Schweißstellen, von denen die linke vor und die rechte nach dem Schweißvorgang dargestellt ist, Fig. 2 zeigt eine schematische Seitenansicht mit der Zuführung des Drahtes und Fig. 3 einen Querschnitt durch die Schweißperle vor Abtrennung des Drahtes.
Die gezeigten Bewehrungselemente bestehen aus zwei Bewehrungsstäben (1), (2), die einander berrührend parallel verlaufen, wobei Durchmesser und/oder Längen gleich oder unterschiedlich sein können. Die Verbindung der Bewehrungsstäbe wird durch eine Preßwiderstandsschweißung bewirkt. Hiezu werden die Bewehrungsstäbe (1), (2) zwischen einem Elektrodenpaar (10) mit Abstand zueinander hindurchgeführt. Die Elektroden (10) können in Richtung der Pfeile (P) bewegt werden. Von einem, insbesondere auf einer Rolle (4) angeordneten Drahtvorrat (3) wird mittels einer angetriebene Zuführrollen (6) aufweisenden Einführeinrichtung (5) ein Drahtstück (8) vor dem Schweißvorgang zwischen die Bewehrungsstäbe (1), (2) eingeschoben. Bei der Verschweißung verschmilzt das zwischen die Bewehrungsstäbe (1), (2) eingeführte Drahtstück (8) gemäß Fig. 3, erstarrt dann zu einer Schweißperle (7), wobei die Bewehrungsstäbe (1), (2) durch den Preßdruck der Elektroden (10) einander berührend fixiert werden.
Nunmehr wird eine Zugkraft angesetzt, die den Drahtvorrat (3) von der erstarrten Schweißperle (7) abtrennt, wodurch vermieden wird, daß die Bewehrungsstäbe (1), (2) im Eintrittsbereich Biegedruckkräften unterworfen werden. Die Abtrennung kann durch eine Zugkraft (Zj) erfolgen, indem der Drahtvorrat (3) durch Umsteuerung des Antriebs der Zufuhnolle (6) zurückgezogen wird (Fig. 2, 3). In Fig. 2 ist auch eine zweite Möglichkeit gezeigt, indem durch Vorwärtsbewegung der Einführeinrichtung (5) in der Vorschubriehtung (A) eine Zugkraft (Z2) auf die stillstehenden oder sich langsamer bewegenden Bewehrungsstäbe (1), (2) ausgeübt wird, sodaß der
Drahtvorrat (3) ebenfalls von der Schweißperle (7) abgebrochen wird. Die Rückführung der Einführeinrichtung (5) in die Ausgangsstellung erfolgt dabei während des weiteren Vorschubs der Bewehrungsstäbe (1), (2).
In einer dritten Ausführungsart wird eine Zugkraft (Z3) ebenfalls in den Bewehrungsstäben (1), (2) wirksam -2-
Claims (5)
- Nr. 390 576 (Fig. 2), indem diese entgegen ihrer Vorschubrichtung (A) geringfügig zurückgezogen werden, was durch Umsteuerung der Vorschubrollen der Bewehrungsstäbe (1), (2) ohne weiteres vor allem dann möglich ist, wenn die Bewehrungsstäbe (1), (2) bereits abgelängt in die Fertigungsanlage eingebracht werden. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung eines Bewehrungselementes mit mindestens zwei parallelen Bewehrungsstäben, die einander über die gesamte Länge berühren, und miteinander an mehreren Stellen verschweißt sind, wobei die Bewehrungsstäbe mit Abstand zueinander zwischen zwei einander gegenüberliegenden Schweißelektroden taktweise hindurchgeführt werden, und senkrecht zur Vorschubrichtung zwischen die Bewehrungsstäbe aus einem Drahtvonat zumindest ein Drahtstück eingeführt wird, das bei der Verschweißung zu einer Schweißperle schmilzt, bei der die Bewehrungsstäbe durch den Preßdruck der Elektroden zueinander bewegt und durch jede wieder erstarrte Schweißperle einander berührend fixiert werden, worauf jede erstarrte Schweißperle vom Drahtvorrat abgetrennt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die erstarrte Schweißperle (7) vom Drahtvonat (3) durch eine Zug- oder Scherzugkraft (Zp Z2, Z3) abgetrennt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drahtvonat (3) vor dem nächsten Vorschub der Bewehrungsstäbe (1, 2) zur Ausübung einer Zugkraft (Zj) auf den Drahtvonat (3) entgegen seiner Zufühirichtung zurückgezogen wird.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einführeinrichtung (5) des Drahtvonates (3) zwischen die Bewehrungsstäbe (1, 2) zur Ausübung einer Zugkraft (Z2) auf die Bewehrungsstäbe (1,2) in deren Vorschubrichtung (A) beschleunigt wird.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewehrungsstäbe (1, 2) zur Ausübung einer Zugkraft (Z3) auf die Bewehrungsstäbe (1,2) entgegen ihrer Vorschubrichtung (A) zurückgezogen (Z3) werden.
- 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Einführungseinrichtung (5) des Drahtvorrates (3) angetriebene Zuführrollen (6) vorgesehen sind, deren Antrieb zwischen dem Schweißvorgang und dem Einsetzen des Taktvorschubes rücksteuerbar ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -3-
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1988
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