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Die Erfindung bezieht sich auf eine Zusatzvorrichtung für eine tragbare Bohrmaschine od. dgl. mit einem lösbaren Befestigungsteil zwischen dem Gehäuse der Bohrmaschine und der Zusatzvorrichtung, einer Führungsstange, die an dem Befestigungsteil verschieblich gelagert ist, einem Einsteckkörper, der an der Führungsstange befestigt ist, wobei der Einsteckkörper im Querschnitt den herzustellenden Wanddosen entspricht, und einer Rückstellfeder zwischen dem Führungskörper und dem Befestigungsteil.
Die Erfindung bezweckt, eine Zusatzvorrichtung zu schaffen, mit deren Hilfe zwei oder mehrere Wandausnehmungen in vorgegebenen Abständen für die nachträgliche Montage von Hohlwanddosen einer Elektroinstallation mit einem Hohlbohrer als Arbeitswerkzeug einer tragbaren Bohrmaschine herstellbar sind.
Zum Stand der Technik gehört gemäss der DE-OS 29 40 362 eine Zusatzvorrichtung für eine tragbare Bohrmaschine, die ein Absaugen des bei der Arbeit anfallenden Bohrstaubes ermöglicht. Diese Zusatzvorrichtung weist eine mit der Achse der Bohrmaschine fluchtende Absaugdüse auf, die an einer Führungsstange befestigt ist, welche an einem lösbar mit dem Gehäuse der Bohrmaschine verbundenen Befestigungsteil verschiebbar geführt ist, wobei die Absaugdüse mittels einer Feder an den mit der Bohrung zu versehenden Gegenstand angedrückt wird. Zur Herstellung von Wandausnehmungen in vorgegebenen Abständen ist diese Zusatzvorrichtung weder gedacht noch gibt sie dem Fachmann eine Anregung zur Schaffung einer für diesen Zweck geeigneten Zusatzeinrichtung.
Der DE-OS 31 38 516 ist eine an einer tragbaren Bohrmaschine mittels eines Befestigungsteiles lösbar verbindbare Zusatzeinrichtung zu entnehmen, die aus einem mittels einer Stange an dem Befestigungsteil angesetztem, handgriffartig ausgebildeten Körperanlagestück besteht. Dabei bezweckt die bekannte Zusatzeinrichtung, einen stärkeren Anpressdruck bei der Bohrarbeit aufzubringen. Auch mit dieser Zusatzeinrichtung ist die Herstellung von zwei oder mehreren Wandausnehmungen in vorgegebenen Abständen nicht möglich, und es wird dem Fachmann auch keine Anregung zur Schaffung einer solchen Zusatzeinrichtung gegeben.
Die US-PS 2 990 732 beschreibt eine Zusatzeinrichtung, die an einer tragbaren Bohrmaschine lösbar und einstellbar befestigt ist, um Bohrungen in vorgegebenen Abständen herstellen zu können. Diese Zusatzvorrichtung weist eine Lehre auf, die ein hakenartiges Endstück besitzt, das in eine bereits hergestellte Bohrung eingeführt und festgehalten werden kann, bis eine benachbarte Bohrung mit der Bohrmaschine hergestellt ist. Diese Bohrungen sollen in Metallplatten hergestellt werden und sind im Hinblick auf die Verwendung einer tragbaren Bohrmaschine in ihrem Durchmesser beschränkt, d. h. es sind diese keine Wandausnehmungen zum Montieren von Hohlwanddosen. Nachteilig ist auch, dass die Bohrmaschine keine Führung senkrecht zum zu bohrenden Gegenstand erhält.
Auch diese Zusatzeinrichtung ist für den erfindungsgemässen Zweck nicht geeignet und gibt dem Fachmann auch keine Anregung in dieser Richtung.
Das Wesen der Erfindung besteht bei einer Zusatzvorrichtung der einleitend geschilderten Art darin, dass der Verbindungsteil an seinem einen Ende eine auf dem Gehäuse der Bohrmaschine befestigbare lösbare Klemme und an seinem anderen Ende eine Aufnahmebuchse für das rückwärtige Ende einer Verbindungsstange für den Einsteckkörper aufweist, wobei der Einsteckkörper eine Nabe trägt, die unter Zwischenschaltung von Rasten in einzelnen Drehstellungen mit einem Aufsteckstück der Verbindungsstange verbindbar ist.
Die erfindungsgemässe Zusatzvorrichtung ermöglicht nach Herstellung einer ersten Wandausnehmung die Herstellung weiterer Wandausnehmungen unter genauer Einhaltung der vorgegebenen Abstände unter einer verlässlichen Führung der tragbaren Bohrmaschine während der Herstellung der weiteren Wandausnehmungen.
Um den Abstand der Wandausnehmungen voneinander verändern zu können, erstreckt sich die Erfindung ferner darauf, dass der Einsteckkörper mittels einer Verbindungsschraube mit der Verbindungsstange verbunden ist und dass diese Verbindungsschraube exzentrisch zum Mittelpunkt des etwa kreisförmige Gestalt aufweisenden Einsteckkörpers angeordnet ist.
Schliesslich sieht die Erfindung vor, dass an dem Verbindungsteil ein Fortsatz zum lösbaren Anbringen eines Zusatzhandgriffes angeordnet ist. Damit kann ein Zusatzhandgriff in einfacher Weise lösbar an der Bohrmaschine angebracht werden.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt und zwar zeigt Fig. 1 in schaubildlicher Darstellung die erfindungsgemässe Zusatzvorrichtung in ihrer Arbeitslage nach dem Zusammenbau mit einer Antriebsvorrichtung (tragbaren Bohrmaschine), Fig. 2 eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Zusatzvorrichtung, Fig. 3 eine Vorderansicht der Zusatzvorrichtung, Fig. 4 einen Schnitt durch die Zusatzvorrichtung nach der Linie (IV-IV) der Fig. 3 in vergrösserter Darstellung, Fig. 5 in Seitenansicht einen Führungs- und Zentrierkörper der Zusatzvorrichtung, teilweise weggebrochen, Fig. 6 eine Ansicht auf einen Verbindungsteil der Zusatzvorrichtung, Fig. 7 eine Draufsicht auf eine Wand mit zwei mit Hilfe der erfindungsgemässen Zusatzvorrichtung hergestellten Wandausnehmungen, Fig.
8 eine Draufsicht, bei der zwei Wandausnehmungen zu einer einzigen durchlaufenden, etwa langrunden Ausnehmung umgestaltet sind, Fig. 9 eine Neben- und Überanordnung von vier Wandausnehmungen zur Aufnahme von Kombinationen von Elektroinstallationen und Fig. 10 in einer Reihe nebeneinander angeordnete Wandausnehmungen.
Die Zusatzvorrichtung zur Herstellung von Wandausnehmungen für die nachträgliche Montage von Hohlwanddosen ist zur Verbindung mit einer Antriebsvorrichtung, wie einer tragbaren Bohrmaschine (32) ausgebildet, wobei die Bohrmaschine (32) einen Hohlbohrer aufnimmt.
Mittels der Bohrmaschine (32) und des damit gekuppelten Hohlbohrers kann in bekannter Weise eine
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Wandausnehmung erzeugt werden. Solange es sich um die Herstellung von Wandausnehmungen handelt, in denen lediglich einzelne Hohlwanddosen Platz finden sollen, ergeben sich in der Praxis keine Schwierigkeiten. Dies ändert sich erst dann, wenn mehrere Wandausnehmungen erzeugt werden müssen, in welche Hohlwanddosen eingesetzt werden, die der Aufnahme von Installationsgerätekombinationen dienen. Um hier alle Schwierigkeiten auszuräumen, die hinsichtlich der Anordnung und der Lage der zweiten Ausnehmung in bezug auf die erste entstehen, ist die erfindungsgemässe Zusatzvorrichtung geschaffen worden. Wie Fig. 1 der Zeichnung veranschaulicht, wird diese Zusatzvorrichtung (60) lösbar mit der Bohrmaschine (32) verbunden.
Zu diesem
Zweck ist ein Verbindungsteil (61) vorgesehen, der mit einer lösbaren Klemme (62,63, 64, 65) auf dem
Gehäuse (38) der Bohrmaschine (32) aufbringbar ist. Da es sich bei der Befestigungsaufnahme (38) um ein genormtes Teil handelt, kann die Zusatzvorrichtung (60) somit auf unterschiedlich ausgebildete, im Handel befindliche Bohrmaschinen aufgesetzt werden, die ein Kabel (33), eine Handhabe (34), einen Handgriff und ein
Bohrfutter (35) aufweisen.
Erfindungsgemäss hat die Zusatzvorrichtung einen langgestreckten Verbindungsteil (61), der an seinem einen Ende die auf die genormte Befestigungsaufnahme (38) lösbare Klemme (62,63, 64,65) und an seinem anderen Ende eine Aufnahmebuchse (67) für das rückwärtige Ende (69) einer Verbindungsstange (68) für einen Einsteckkörper (72) aufweist.
Wie die Fig. 4 und 6 der Zeichnung am besten erkennen lassen, besteht die lösbare Klemme des Verbindungsteiles (61) aus einem Klemmelement (62) mit einem Aufnahmeraum (63) und aus einem Befestigungselement (65). Dabei ist die Begrenzungswand des Aufnahmeraumes (63) von einem Schlitz (64) unterbrochen. Dieser Schlitz wird von einer nicht näher bezeichneten Schraube durchsetzt, auf deren aus dem Verbindungsteil (61) herausragenden Ende eine Spannmutter angebracht ist. Schraube und Spannmutter bilden dabei zusammen das Befestigungselement (65). Das in der Fig. 6 obere Ende des Verbindungsteiles (61) hat einen generell mit (66) bezeichneten Verbindungsbereich.
Zu diesem gehört zunächst eine im Zentrum des Verbindungsbereiches (66) liegende Aufnahmebuchse (67), in welche das rückwärtige Ende (69) einer Verbindungsstange (68) eingreift, die im Querschnitt unrund, beispielsweise mehreckig gehalten ist, wie sich dies aus der Fig. 6 der Zeichnung ergibt. In der Mitte des rückwärtigen Endes (69) der Verbindungsstange (68) ist eine nicht näher bezeichnete, nach vom hin offene Gewindebohrung vorhanden, in welche der Gewindeschaft einer Halteschraube (70) eingreift und zwar unter Zwischenschaltung einer Scheibe. Der vordere Bereich des rückwärtigen Endes (69) der Verbindungsstange (68) wird-wie die Fig. 4 erkennen lässt-von einem Fortsatz (80) konzentrisch umgeben. Dieser Fortsatz dient zum Anbringen eines Zusatzhandgriffes (37), der in der Fig. 1 der Zeichnung zu erkennen ist.
Dieser Zusatzhandgriff (37) ist ein handelsüblicher, der in bekannter Weise mittels Klemmelementen auf dem Fortsatz (80) lösbar angebracht werden kann.
Der grösste Teil der Verbindungsstange (68) wird von einer Rückstellfeder (71) umgriffen, deren eines Ende sich an der Stirnfläche der Aufnahmebuchse (67) abstützt, während das andere Ende an einem Aufsteckstück (79) anliegt, das auf dem einen Ende der Verbindungsstange (68) angebracht ist, so wie dies die Fig. 4 und 5 der Zeichnung erkennen lassen.
Auf dem vorderen freien Ende der Verbindungsstange (68) ist unter Benutzung einer Verbindungsschraube (73) ein generell mit (72) bezeichneter Einsteckkörper angeordnet. Dieser hat in Draufsicht gesehen (vgl. dazu die Fig. 3 der Zeichnung) im wesentlichen kreisförmige Gestalt, wobei jedoch an seiner einen Seite die Umfangsfläche (75) eine Ausnehmung (76) für den Durchtritt des Hohlbohrers aufweist. Die Fig. 3 lässt ferner erkennen, dass die Verbindungsschraube (73) ausserhalb des Mittelpunktes des etwa kreisförmige Gestalt aufweisenden Einsteckkörpers (72) angeordnet ist. Die Verbindungsschraube liegt dabei im Schnittpunkt sich kreuzender Verstärkungsrippen (74). In der Lage gemäss der Fig. 3 der Zeichnung hat die Verbindungsschraube (73) ihren weitesten Abstand vom Mittelpunkt des Aufnahmeraumes (63) des Verbindungsteiles (65).
Um den Abstand dieser beiden Teile voneinander verändern zu können, kann man den Einsteckkörper (72) auf dem vorderen Ende der Verbindungsstange (68) drehen, nachdem man vorher die Verbindungsschraube (73) gelöst hat. Um diese Drehung zu erreichen, ist die Nabe (77) des Führungs- und Zentrierkörpers (72) mit nicht näher bezeichneten Ausnehmungen versehen, in welche Rasten (78) des Aufsteckstückes (79) eingreifen. In der Fig. 5 der Zeichnung ist die Verbindungslage dargestellt.
Nach Lösen der Verbindungsschraube (73) kann der Einsteckkörper (72) nach vom bewegt und dann gedreht werden und zwar um 180 . Nach dem Zurückschieben und dem Wiederanziehen der Verbindungsschraube (73) kommen dann die Rasten (78) wieder zum Eingriff, jedoch ist nunmehr der Abstand zwischen der Verbindungsschraube (73) und dem Mittelpunkt des Aufnahmeraumes (63) verändert. Nachzutragen bleibt noch, dass der Verbindungsteil (61) einstückig aus einem der handelsüblichen Kunststoffe hergestellt ist.
In Fig. 7 der Zeichnung sind in einer Wand (57) zwei untereinander gleichgestaltete Ausnehmungen (58) erzeugt, und zwar mittels des in Fig. l dargestellten Gerätes mit der aufgesetzten Zusatzvorrichtung (60). Für die Herstellung der ersten Ausnehmung (58) in der Wand (57) ist es lediglich erforderlich, den Mittelpunkt festzulegen. Auf diesen wird dann die Spitze des Spiralbohrers aufgesetzt. Bei angebrachter Zusatzvorrichtung (60) an der Bohrmaschine (32) wird bei der Erzeugung der ersten Ausnehmung der hierbei nicht benötigte Einsteckkörper (72) nach rückwärts verschoben. Dies ist ohne weiteres entgegen der Einwirkung der Rückstellfeder (71) möglich. Es kann dann in bekannter Weise die eine der beiden Ausnehmungen (58) gemäss der Fig. 7 der Zeichnungen erzeugt werden.
Diese erste Ausnehmung (58) dient nun als Ausrichteinheit für die
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zweite herzustellende Ausnehmung, indem der Einsteckkörper (72) der Zusatzvorrichtung (60) mit ihr zusammenarbeitet. Dies geschieht in der Weise, dass der Einsteckkörper (72) in die bereits hergestellte erste Ausnehmung eingeführt wird. Dabei können an der Zusatzvorrichtung (60) vorgesehene Markierungen zum genauen Einhalten der Horizontalen bzw. Senkrecht dienen. Sobald der Einsteckkörper um ein bestimmtes Mass in die erste Ausnehmung eingetaucht ist, wird danach der Hohlbohrer wirksam. Er erzeugt dann in der Wand (57) die zweite Ausnehmung (58). Die beiden Ausnehmungen (58) haben dann gegeneinander eine solche Lage, dass in ihnen ohne Schwierigkeiten ein elektrisches Installationskombinationsgerät eingesetzt werden kann.
In Fig. 8 der Zeichnungen ist aus den beiden Ausnehmungen (58) der Fig. 7 eine einzige längliche Ausnehmung geschaffen worden. Dies ist dadurch geschehen, dass einige Bereiche der Wand (57) entfernt worden sind.
Gemäss Fig. 9 der Zeichnungen sind in ein- und derselben Wand (57) insgesamt vier untereinander gleichgestaltete Ausnehmungen (58) erzeugt. Dabei ist im Vergleich mit Fig. 7 der Zeichnungen zu bemerken, dass der gegenseitige Abstand der Mittelpunkte der Ausnehmungen (58) vergrössert ist. Dies lässt sich beispielsweise dadurch erreichen, dass man den Einsteckkörper (72), wie vorstehend beschrieben, um 180 verdreht oder einen anders bemessenen Einsteckkörper anbringt.
Bei der Ausbildung gemäss Fig. 10 der Zeichnungen liegen die vier Ausnehmungen (58) nebeneinander. Hier ist aber wiederum davon ausgegangen, dass die Durchmesser der Ausnehmungen (58) unmittelbar aneinander anschliessen.
Bei Benutzung der erfmdungsgemässen Zusatzvorrichtung ist es gleichgültig, welche der vier Ausnehmungen nach den Fig. 9 und 10 zuerst erzeugt wird. Die drei restlichen werden dann nacheinander gebildet, wobei dann jeweils eine bereits erzeugte Ausnehmung mit dem Einsteckkörper (72) zusammenwirkt.
PATENTANSPRÜCHE
EMI3.1
Gehäuse der Bohrmaschine und der Zusatzvorrichtung, einer Führungsstange, die an dem Befestigungsteil verschieblich gelagert ist, einem Einsteckkörper, der an der Führungsstange befestigt ist, wobei der
Einsteckkörper im Querschnitt den herzustellenden Wanddosen entspricht, und einer Rückstellfeder zwischen dem
Führungskörper und dem Befestigungsteil, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsteil (61) an seinem
Ende eine auf dem Gehäuse (38) der Bohrmaschine (32) befestigbare lösbare Klemme (62,63, 64,65) und an seinem anderen Ende eine Aufnahmebuchse (67) für das rückwärtige Ende (69) einer Verbindungsstange (68) für den Einsteckkörper (72) aufweist, wobei der Einsteckkörper (72) eine Nabe (77) trägt, die unter
Zwischenschaltung von Rasten (78) in einzelnen Drehstellungen mit einem Aufsteckstück (79) der
Verbindungsstange (68)
verbindbar ist.