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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerkleinern von sperrigem Stückwerk, z. B. Holzstücken, Sperrmüll od. dgl., bestehend aus einer Zubringereinrichtung und einem Schneidwerk, wobei das Schneidwerk aus einem feststehenden Schneidteil und einem gegenüber diesem verschiebbaren Schneidteil gebildet ist und die Schneidteile mit kammartig gegeneinander gerichteten, gegeneinander seitlich versetzten Schneidzähnen versehen sind.
Für das Zerkleinern von sperrigem Stückwerk sind in der Regel rotierende Schneidwerke vorgesehen, wobei es unter anderem bekannt ist, gegenläufig angetriebene Walzen mit vorstehenden Zähnen einzusetzen, wobei sich bei solchen Schneidwerken stets die Gefahr eines Verstopfens bzw. eines Steckenbleibens ergibt. Besonders bei sperrigem Stückwerk ist daher mit solchen rotierenden Schneidwerken keine ordnungsgemässe Funktion gewährleistet.
Bei einer anderen bekannten Ausführung (US-PS 4 272 032) ist ein feststehender Schneidteil und ein gegenüber diesem verschiebbarer Schneidteil vorgesehen, wobei auch diese Schneidteile kammartig gegeneinander gerichtete und gegeneinander seitlich versetzte Schneidzähne aufweisen. Bei dieser bekannten Anordnung muss ein umfangsgeschlossenes Gehäuse als Führung für den verschiebbaren Schneidteil vorgesehen werden und weiters ist der feststehende Schneidteil von einem Endteil dieses Gehäuses gebildet, in welchem lediglich Schlitze zum Durchtritt der Schneidzähne des verschiebbaren Schneidteiles vorgesehen sind. Gerade in jenem Bereich, wo die Schneidkraft ausgeübt werden soll, ist nach oben hin eine Öffnung vorgesehen, durch welche das zu durchtrennende Material zugeführt werden soll.
Die Schneidzähne könnten daher mit ihren freien Enden bei Belastung nach oben hin ausweichen, so dass der weitere Ablauf gestört würde. Ausserdem ist bei einer solchen Anordnung eine getrennte Zuführvorrichtung für das zu schneidende Gut notwendig.
Die vorliegende Erfindung hat sich daher zur Aufgabe gestellt, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit welcher sperriges Stückgut in einfacher und wirkungsvoller Weise zerkleinert werden kann.
Erfindungsgemäss gelingt dies dadurch, dass der verschiebbare Schneidteil aus einer in seitlichen Führungen auf einer Unterkonstruktion verschiebbaren Grundplatte und auf diese aufgesetzten, nach oben frei auskragenden und in Verschieberichtung ausgerichteten Schneidzähnen gebildet ist, dass die Schneidzähne des feststehenden Schneidteiles von einer oberen Tragplatte frei in Richtung der Unterkonstruktion ragen und an ihrer zum verschiebbaren Schneidteil weisenden Frontseite als Schneiden ausgebildete Kanten aufweisen, wobei zwischen den Enden der frei abstehenden Schneidzähne und der Unterkonstruktion wenigstens ein der Dicke der Grundplatte des verschiebbaren Schneidteiles entsprechender Abstand verbleibt und der verschiebbare Schneidteil in Verlängerung einer horizontalen Austrag- bzw.
Zubringervorrichtung, vorzugsweise gleichzeitig mit dieser verschiebbar, angeordnet ist.
Durch diese erfindungsgemässen Massnahmen kann der verschiebbare Schneidteil mittels einer einfachen Führung über den ganzen Verschiebeweg sicher gehalten werden, so dass sich dieser auch bei entsprechender Belastung nicht nach oben hin abheben kann. Durch diese Massnahmen ist es auch möglich, nur an dem unteren Abschluss eben dieser Grundplatte Führungen vorzusehen, so dass die oberen Enden der frei nach oben abstehenden Schneidzähne keiner zusätzlichen Führung bedürfen. Es ist daher auch möglich, über diesen ganzen Bereich oberhalb des Schneidteiles Material zuzuführen, welches durch die erfindungsgemässe Vorrichtung zerschnitten werden soll. Die Schneidzähne können sich immer wieder unterhalb des angesammelten Vorrates zurückziehen und nehmen beim Vorschub wiederum Material mit.
Es ist daher auch besonders zweckmässig, wenn der verschiebbare Schneidteil in Verlängerung der horizontalen Austrag- bzw. Zubringervorrichtung angeordnet ist, so dass zusammen mit der Vor- und Zurückbewegung des Schneidteiles zugleich auch der Vorschub des sperrigen Stückwerkes in Richtung auf das Schneidwerk zu ermöglicht wird.
Durch die besondere Ausbildung des feststehenden Schneidteiles mit den Schneidzähnen ist in konstruktiv einfacher Weise die Möglichkeit geschaffen worden, dass sich die Frontseiten der Schneidzähne im Endzustand ihrer gegeneinander gerichteten Bewegung einander übergreifen, dass also die Schneidteile kammartig ineinander eingreifen. Es ist dadurch nicht nur ein sicheres Zerkleinern des Stückwerkes gewährleistet, sondern auch gleichzeitig eine gute Austragung des zerkleinerten Stückwerkes an der Rückseite des feststehenden Schneidteiles gegeben. Dadurch, dass auch die Grundplatte unterhalb der frei abstehenden Enden der Schneidzähne des feststehenden Schneidteiles hineingeführt wird, wird stets die Auflagefläche der Unterkonstruktion abgeräumt und die restlichen, teilweise bereits zerkleinerten Teile durch den feststehenden Schneidteil ausgeschoben.
Weiters wird vorgeschlagen, dass zumindest ein Teil der Schneidzähne des verschiebbaren Schneidteiles den frontseitigen Rand der Grundplatte in Schubrichtung des Schneidteiles überragt. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die nebeneinander liegenden Schneidzähne zumindest teilweise verschieden weit vom Rand der Grundplatte vorstehen. Dies führt zu einer wesentlich reduzierten Schneidkraft des Schneidwerkes, da nicht sämtliche Schneidzähne gleichzeitig, sondern in Abständen aufeinander folgend eine Schneidarbeit durchführen müssen.
Weiters wird vorgeschlagen, dass die Schneiden der Schneidzähne des verschiebbaren Schneidteiles von den Kanten der in Vorschubrichtung weisenden Frontseite der Schneidzähne gebildet sind, wobei diese Frontseiten der Schneidzähne von der Grundplatte ausgehend zu ihrem oberen Ende hin in Vorschubrichtung spitzwinklig nach vorne geneigt sind. Dadurch ergibt sich eine bessere Befüllung des Schneidwerkes und eine damit verbundene grössere Austragsleistung. Das sperrige Stückwerk kann dadurch im Bereich des Schnittvorganges nicht nach oben hinaus weichen, sondern wird im Gegensatz dazu in Richtung der Unterkonstruktion gedrückt.
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Wenn ferner die Schneidzähne bis zu der als Auflage für Grundplatten dienenden Unterkonstruktion reichen, wird der ganze Bereich vor dem verschiebbaren Schneidteil erfasst, so dass sich nicht unterhalb der Grundplatte Teile des zu verschneidenden Gutes ansammeln können.
Ein weiterer Vorschlag geht dahin, dass einige, jedoch mindestens zwei nach unten abragende Schneidzähne des feststehenden Schneidteiles über gegenüber der Frontseite der Schneidzähne zurückversetzte Stege mit der Unterkonstruktion fest verbunden sind, wobei die der Frontseite der Schneidzähne zugewandte Begrenzung der Stege eine vertikal verlaufende Schneide aufweisen. Durch diese zusätzlich angeordneten Stege wird verhindert, dass unter Umständen Stückwerk, welches lediglich die Dicke der Grundplatte des verschiebbaren Schneidteiles aufweist, unzerkleinert das Schneidwerk passieren kann. Es sind hier also zurückversetzt nochmals Schneiden an diesen Stegen vorgesehen, die auch für eine Zerkleinerung des unter den Schneidzähnen durchgerutschten Materials sorgen.
Als vorteilhaft erweist sich ferner, dass die Schneidzähne an ihren frei liegenden Begrenzungen von der jeweiligen Frontseite ausgehend bzw. mit Abstand von dieser beginnend entgegen der Schneidbewegung konisch verjüngt sind. Es ist dadurch stets eine Freistellung an den hinteren Bereichen der Schneidzähne gegeben, so dass es niemals zu einer Verstopfung und somit zu einer Betriebsunterbrechung des Schneidwerkes kommen kann.
Weitere erfindungsgemässe Merkmale und besondere Vorteile werden in der nachstehenden Beschreibung anhand der Zeichnungen noch näher erläutert. Es zeigen :
Fig. 1 eine Draufsicht auf ein erfindungsgemässes Schneidwerk mit einer zugeordneten Zubringereinrichtung, wobei teilweise die Draufsicht entsprechend der Linie (II-11) in Fig. 3 aufgeschnitten dargestellt ist ;
Fig. 2 zeigt die Ansicht (I - I) in Fig. 2 ;
Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie (V - V) in Fig. 1 ;
Fig. 4 eine Vorderansicht eines feststehenden Schneidteiles ;
Fig. 5 eine Draufsicht auf den feststehenden Schneidteil ;
Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie (M-in) in Fig. 5 ;
Fig. 7 bis 9 eine Seitenansicht, eine Draufsicht sowie eine Frontansicht eines Schneidzahnes des feststehenden Schneidteiles ;
Fig. 10 und 11 eine Seitenansicht eines an einen Teil der Schneidzähne gemäss den Fig. 7 bis 9 anschliessenden Steges ;
Fig. 12 eine Frontansicht des verschiebbaren Schneidteiles ;
Fig. 13 eine Seitenansicht des verschiebbaren Schneidteiles ;
Fig. 14 bis 16 eine Seitenansicht, eine Draufsicht sowie eine Frontansicht eines Schneidzahnes des verschiebbaren Schneidteiles ;
Fig. 17 einen Schnitt nach der Linie (VI - VI) in Fig. 3 ;
Fig. 18 einen Schnitt nach der Linie (IV - IV) in Fig. 17.
Die Vorrichtung zum Zerkleinern von sperrigem Stückwerk besteht im wesentlichen aus einer Zubringereinrichtung (1) sowie einem Schneidwerk (2). Das Schneidwerk (2) wird von zwei relativ zueinander verschiebbaren Schneidteilen (3 und 4) gebildet, wobei der Schneidteil (3) feststehend ausgeführt ist und der Schneidteil (4) in den Pfeilrichtungen (5) verschiebbar ist. Beide Schneidteile (3 und 4) sind kammartig ausgebildet mit zumindest teilweise frei auskragenden Schneidzähnen (6 bzw. 7 und 8), wobei die Schneidzähne (6,7 und 8) der beiden Schneidteile (3,4) gegeneinander seitlich versetzt sind und die Schneidteile (3,4) kammartig ineinandergreifend gegeneinander verschiebbar sind.
Die beiden Schneidteile (3 und 4) sind dabei soweit ineinander verschiebbar, dass sich die Schneidzähne (6 bzw. 7 und 8) der beiden Schneidteile (3,4) einander kammartig überlappen. Es ist dadurch eine sichere Durchtrennung des zu zerkleinernden sperrigen Stückwerkes gegeben.
Der verschiebbare Schneidteil (4) ist in Verlängerung einer horizontalen Austrag- bzw. Zubringervorrichtung (9) angeordnet, so dass zusammen mit der Vor- und Zurückbewegung des Schneidteiles (4) zugleich auch der Vorschub des sperrigen Stückwerkes in Richtung auf das Schneidwerk (2) zu ermöglicht wird.
Der verschiebbare Schneidteil (4) besteht aus einer Grundplatte (10) und aus auf diese aufgesetzten, nach oben frei auskragenden und in verschiedene Richtung ausgerichteten Schneidzähnen (7,8). Die Grundplatte (10) liegt auf einer Unterkonstruktion (11) auf und ist dadurch nach unten hin abgestützt, wobei die Unterkonstruktion (11) zugleich eine Auflagefläche für das zugeführte Stückwerk bildet. Die Grundplatte (10) ist zwischen seitlichen Schienen (12) geführt, wobei eine den Randbereich der Grundplatte (10) abdeckende weitere Schiene (13) zusammen mit der Unterkonstruktion (11) einen dreiseitig geschlossenen Führungsschlitz für den Randbereich der Grundplatte (10) bildet.
Die derart konstruierten Führungen (14) bewirken eine sichere Halterung des verschiebbaren Schneidteiles (4), so dass sich dieser auch bei entsprechender Belastung nicht nach oben hin abheben kann.
Zumindest ein Teil der Schneidzähne des Schneidteiles (4), nämlich die Schneidzähne (7), überragen den frontseitigen Rand (16) der Grundplatte (10) in Vorschubrichtung (5) des Schneidteiles (4). Es können zumindest teilweise abwechselnd aufeinanderfolgend Schneidzähne (7 und 8) vorgesehen werden, was zu einer wesentlich reduzierten Schneidkraft des Schneidwerkes führt, da nicht sämtliche Schneidzähne gleichzeitig, sondern in Abständen aufeinanderfolgend eine Schneidarbeit durchführen müssen. Es wäre dabei denkbar, dass alle Schneidzähne (7,8) den frontseitigen Rand (16) der Grundplatte in Vorschubrichtung (5) überragen und je
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nach Bedarf verschieden weit in Vorschubrichtung (5) vorstehen.
Eine vorteilhafte Ausführung ist aber dann gegeben, wenn vorstehende Schneidzähne (7) und mit dem frontseitigen Rand (16) abschliessende Schneidzähne (8) vorhanden sind. Die über den frontseitigen Rand (16) der Grundplatte (10) vorstehenden Schneidzähne (7) reichen bis zu der als Auflage für die Grundplatte (10) dienenden Unterkonstruktion (11), schliessen also bündig mit der Unterseite der Grundplatte (10) ab. Es kann daher im Bereich der Schneidzähne (7) die Grundplatte (10) jeweils stufenförmig nach vorne fortgesetzt sein oder aber die Schneidzähne (7) sind mit einem nach unten ragenden Fortsatz in der Dicke der Grundplatte (10) versehen.
Die Frontseiten (17) der Schneidzähne (7 und 8) sind von der Grundplatte (10) ausgehend zu ihrem oberen Ende hin in Vorschubrichtung (5) spitzwinklig nach vorne geneigt, wie dies im besonderen den Fig. 13 und 14 entnommen werden kann. Dadurch ergibt sich eine bessere Befüllung des Schneidwerkes und eine damit verbundene grössere Austragsleistung. Das sperrige Stückwerk kann dadurch im Bereich des Schnittvorganges nicht nach oben hin ausweichen, sondern wird im Gegensatz dazu in Richtung der Unterkonstruktion gedrückt. Die Schneidzähne (6) des feststehenden Schneidteiles (3) ragen von einer oberen Tragplatte (18) frei gegen die Unterkonstruktion (11), welche von der Unterkonstruktion (11) für den verschiebbaren Schneidteil (4) durchgehen kann oder an diese angesetzt wird.
Die Schneidzähne (6) weisen an ihrer zum verschiebbaren Schneidteil (4) weisenden Frontfläche (19) die Schneiden (20) auf. Zwischen den Enden der frei abstehenden Schneidzähne (6) und der Unterkonstruktion (11) verbleibt wenigstens ein Abstand (A) entsprechend der Dicke der Grundplatte (10) des verschiebbaren Schneidenteiles (4). Es ist dadurch in konstruktiv einfacher Weise die Möglichkeit geschaffen worden, dass sich die Frontseiten (17 und 19) der Schneidzähne (7,8 bzw. 6) im Endzustand ihrer gegeneinander gerichteten Bewegung einander übergreifen, dass also die Schneidteile (3 und 4) kammartig ineinander eingreifen. Es ist dadurch nicht nur ein sicheres Zerkleinern des Stückwerkes gewährleistet, sondern auch gleichzeitig eine gute Austragung des zerkleinerten Stückwerkes an der Rückseite des Schneidteiles (3) gegeben.
Bei zwei oder auch mehreren nach unten abragenden Schneidzähnen (6) des Schneidteiles (3) sind Stege (21) vorgesehen, die die unteren Enden der Schneidzähne (6) mit der Unterkonstruktion (11) verbinden. Diese Stege (21) sind auch den Fig. 10 und 11 in Seitenansicht und Draufsicht zu entnehmen. Die der Frontseite (19) der Schneidzähne (6) zugewandten Begrenzungen der Stege (21) sind als Schneide (22) ausgebildet. Durch diese zusätzlich angeordneten Stege (21) wird verhindert, dass unter Umständen Stückwerk, welches lediglich die Dicke der Grundplatte (10) des verschiebbaren Schneidteiles (4) aufweist, unzerkleinert das Schneidwerk passieren kann. Es sind hier also zurückversetzt nochmals Schneiden (22) an diesen Stegen (21) vorgesehen, die auch für eine Zerkleinerung des unter den Schneidzähnen (6) durchgerutschten Materials sorgen.
Wie den Detailzeichnungen nach den Fig. 7 bis 9 sowie den Fig. 14 bis 16 entnommen werden kann, sind sowohl bei den Schneidzähnen (6) des feststehenden Schneidteiles (3) als auch bei den Schneidzähnen (7,8) des verschiebbaren Schneidteiles (4) die freiliegenden Begrenzungen von der jeweiligen Frontseite (17 bzw. 19) bzw. mit Abstand von dieser beginnend entgegen der Schneidbewegung konisch verjüngt ausgeführt. Es ist dadurch stets eine Freistellung an den hinteren Bereichen der Schneidzähne gegeben, so dass es niemals zu einer Verstopfung und somit zu einer Betriebsunterbrechung eines solchen Schneidwerkes (2) kommen kann.
Die von Begrenzungskanten der Frontseiten (17 bzw. 19) der Schneidzähne (7 und 8 bzw. 6) gebildeten Schneiden (23 bzw. 20) sind als aufgebrachte bzw. angeschweisste und geschliffene Hartmetallstreifen ausgeführt. Es ist dadurch gerade jener Bereich, welcher im besonderen für die Schneidleistung belastet ist, aus einem entsprechend besseren Material gefertigt. Die restlichen Teile des Schneidwerkes können aus einem üblichen Maschinenbaustahl hergestellt werden.
Wie insbesondere der Fig. 1 entnommen werden kann, verbleibt zwischen den kammartig ineinandergreifenden Schneidzähnen (6 sowie 7 und 8) jeweils ein geringer Abstand (B), so dass also bei einem Zerkleinerungsvorgang die Schneiden (20 und 23) nicht unmittelbar aneinander vorbeiführen. Dies ergibt eine weitere Verringerung der aufzubringenden Leistung für das Schneidwerk, da kein exakt quer zu einem entsprechenden Teil verlaufender Schnitt durchgeführt wird, sondern es kommt eher zu einem Abschirren bzw.
Abquetschen, da die einander zugeordneten Schneiden (20 und 23) seitlich gegeneinander versetzt sind.
Der verschiebbare Schneidteil (4) ist an einem Träger (25) befestigt, an dessen freiem Ende eine Hydraulikeinheit (26) angreift. Es wird hier zweckmässig ein zweistufiger Hydraulikantrieb vorgesehen, was zu einer grossen Wirtschaftlichkeit beim Betrieb des Schneidwerkes führt. Es kann dadurch ein schneller Vorschub des verschiebbaren Schneidteiles (4) erfolgen, wobei erst bei unmittelbarem Schneidvorgang der Druck in der Hydraulikeinrichtung (26) wesentlich erhöht wird, um die Schneidkraft aufzubringen.
Der Träger (25) wird von einem liegenden I-Träger (27), seitlichen Abdeckplatten (28) sowie oberen Abdeckplatten (29) gebildet, so dass ein in sich steifer Kastenträger gebildet wird. An diesen Träger (25) schliessen auch noch in entsprechenden Abständen ein- oder mehrfach aufeinanderfolgend Zubringereinrichtungen (9) an, welche im Querschnitt (Fig. 18) keilförmig ausgebildet sind. Bei der Zugbewegung kann die Zubringereinrichtung durch die flache Auflauffläche (30) unter dem aufgestapelten bzw. in einen Silo eingefüllten sperrigen Stückwerk hindurchgleiten, wobei dann aber bei einer Bewegung in der Vorschubrichtung (5) durch die vordere, steil abfallende Wand (31) das Stückwerk in Richtung Schneidwerk weitertransportiert wird.
Bei einem Schneidvorgang wird also das sperrige Stückwerk in Pfeilrichtung (32) (Fig. 3) aufgebracht,
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wobei dieses Aufbringen durch entsprechende Radlader oder von einem Silo her erfolgen kann, wobei im Falle eines Silos der Träger (25) mit den Zubringereinrichtungen (9) am Boden des Silos angeordnet wird. Das
Stückwerk wird dann durch die Zubringereinrichtungen (9) und durch die Vor- und Zurückbewegung des Trägers (25) in den Pfeilrichtungen (5) in Richtung des Schneidwerkes (2) befördert, wobei auch die Schneidzähne (7 und 8) durch die nach hinten abfallenden Begrenzungsflächen (33) unter das aufgeschüttete Stückgut gleiten können.
Sobald dieses Stückwerk vor die Frontseite (17) der Schneidzähne (7 und 8) des Schneidteiles (4) gelangt, wird dieses bei der nächsten Vorschubbewegung des Schneidteiles (4) an den gegenüberliegenden Schneidzähnen (6) des feststehenden Schneidteiles (3) zerkleinert. Durch den relativ weiten Vorschub des Schneidteiles (4) erfolgt auch eine entsprechende Austragung des zerkleinerten Gutes, so dass es zu keinen Verstopfungen oder Betriebsstörungen kommen kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist besonders für relativ grosses und sperriges Stückgut geeignet, das mit relativ geringen aufzubringenden Kräften wirtschaftlich zerkleinert werden kann. Eine solche Vorrichtung kann aber auch für die Zerkleinerung von anderem Material eingesetzt werden. Besonders vorteilhaft erweist sich diese Vorrichtung zum Zerkleinern von Holzstücken, zum Zerkleinern von Sperrmüll und dergleichen.
PATENTANSPRÜCHE 1. Vorrichtung zum Zerkleinern von sperrigem Stückwerk, z. B. Holzstücken, Sperrmüll od. dgl., bestehend aus einer Zubringereinrichtung und einem Schneidwerk, wobei das Schneidwerk aus einem feststehenden Schneidteil und einem gegenüber diesem verschiebbaren Schneidteil gebildet ist und die Schneidteile mit kammartig gegeneinander gerichteten, gegeneinander seitlich versetzten Schneidzähnen versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass der verschiebbare Schneidteil (4) aus einer in seitlichen Führungen (14) auf einer Unterkonstruktion (11) verschiebbaren Grundplatte (10) und auf diese aufgesetzten, nach oben frei auskragenden und in Verschieberichtung (5) ausgerichteten Schneidzähnen (7,8) gebildet ist, dass die Schneidzähne (6) des feststehenden Schneidteiles (3) von einer oberen Tragplatte (18) frei in Richtung der Unterkonstruktion (11)
ragen und an ihrer zum verschiebbaren Schneidteil (4) weisenden Frontseite (19) als Schneiden (20) ausgebildete Kanten aufweisen, wobei zwischen den Enden der frei abstehenden Schneidzähne (6) und der Unterkonstruktion (11) wenigstens ein der Dicke der Grundplatte (10) des verschiebbaren Schneidteiles (4) entsprechender Abstand (A) verbleibt und der verschiebbare Schneidteil (4) in Verlängerung einer horizontalen Austrag- bzw. Zubringervorrichtung (9), vorzugsweise gleichzeitig mit dieser verschiebbar, angeordnet ist.