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nungen einer Belüftungseinrichtung.
Bei bekannten Schweineställen dieser Art sind die Buchten über massiv auszubildende
Schwenktüren zugänglich, für die an Stehern od. dgl. eigene Lagerungen vorzusehen sind und die mit Sperriegeln ausgestattet werden. Für das Aufschwenken der Türen ergibt sich ein beträcht- licher Platzbedarf. Die Belüftungseinrichtungen sehen gesonderte Leitungen vor, die zu verhält- nismässig kleinen Auslassöffnungen führen, wobei immer das Problem einer möglichen Verschmutzung dieser Austrittsöffnungen besteht, wegen des kleinen Durchtrittsquerschnittes Zugwirkung auftritt und auch die individuelle Einstellung der Belüftung der einzelnen Buchten auf Schwierigkeiten stösst.
Aufgabe der Erfindung ist es, hier Abhilfe zu schaffen und einen Schweinestall anzugeben, bei dem einfache, leicht aufgebaute Türen Verwendung finden können und auch das Problem der möglichst zugfreien und individuell einstellbaren Belüftung der Buchten bzw. Liegeflächen mit einfachen Mitteln gelöst ist.
Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Trittfläche des Ganges od. dgl. erhöht über dem anschliessenden Boden der Buchten verläuft, die Luftführungsöffnungen in der Seitenfläche des zwischen Trittfläche und Buchtboden gebildeten Absatzes vorgesehen und die Türen als im wesentlichen vertikal verstellbare Schiebetüren ausgebildet sind, die in ihrer tiefsten Stellung den Absatz abdecken und über die die Freigabe der Belüftungsöffnungen individuell einstellbar ist.
Schiebetüren können einfach aufgebaut und im Bereich ihrer gesamten Höhe an den Seitenrändern unterstützt werden, so dass die bei Schwenktüren üblichen Verstärkungen im Lagerungsund Verschlussbereich und auch die Lagerungen und Schliessriegel selbst entfallen können. Im einfachsten Fall bestehen die Schiebetüren aus in Vertikalführungen von Türstehern unter Reibungsschluss verschiebbaren Kunststofformteilen, die ein sehr geringes, bei üblichen Buchtgrössen nur 3 bis 4 kg betragendes Gewicht aufweisen und zum Öffnen der Bucht gegebenenfalls zur Gänze herausnehmbar sind. Durch den Reibungsschluss, der zumindest in dem die Freigabe oder Absperrung der Belüftungsöffnungen bestimmenden Verstellbereich vorzusehen ist, werden die Türen ohne sonstige Stelleinrichtungen gehalten.
Es ist allerdings möglich, aus Sicherheitsgründen an den Stehern Verrastungseinrichtungen anzubringen, die vor Herausnehmen der Schiebetüren gelöst werden.
Die Lüftungsöffnungen können schlitzförmig zumindest über den Grossteil der Türbreite reichen und ermöglichen dadurch eine weitgehend zugfreie Be- bzw. Entflüftung in Bodennähe.
Eine Verschmutzungsgefahr ist nicht gegeben, da die Öffnungen durch die buchtseitig vorgelagerte Schiebetür geschützt werden. Vorzugsweise wird unter dem Gang selbst ein durchgehender horizontaler Belüftungsschaft vorgesehen, von dem die Lüftungsöffnungen ausgehen.
Weitere Einzelheiten und Vorteile des Erfindungsgegenstandes entnimmt man der nachfolgenden Zeichnungsbeschreibung.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. l in schematisch vereinfachter Darstellungsweise einen Teilquerschnitt durch einen Schweinestall im Bereich eines Belüftungsschachtes und einer Buchtenreihe und Fig. 2 einen Teil einer Buchtenreihe von der Buchtenseite her gesehen, wobei bei der links dargestellten Bucht ein Schnitt durch die Decke des Belüftungsschachtes gezeichnet ist.
In einem Schweinestall sind an einer oder beiden Seiten eines Ganges-l-Einzelbuch- ten-2, 3- vorgesehen. Die Trittfläche --4-- des Ganges --1-- ist erhöht über dem Boden - der Einzelbuchten angebracht. Der Gang selbst wird von an Ort und Stelle betonierten oder aus Fertigteilen errichteten Betonkörpern --6, 7-- gebildet. Unter der Trittplatte --7-des Ganges --1-- ist in dem buchtseitigen Absatz --8-- für jede Bucht ein Luftführungsschlitz --9-- vorgesehen, der von dem einen Horizontalschacht --10-- bildenden Innenraum ausgeht. Ein Gebläse --11-- dient je nach Verwendungszweck zur Luftzufuhr bzw. Absaugung.
Für jede Bucht--2, 3-- sind Türsteher--12--vorgesehen, von denen im Bedarfsfall nicht dargestellte Buchtlängstrennwände oder-gitter ausgehen. Die Steher --12-- besitzen rinnenför-
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Stellung und schliesst dadurch den dieser Bucht zugeordneten Lüftungsschlitz --9-- ab. Bei der Bucht --3-- ist gezeigt, dass ein Teil des oder der ganze Lüftungsschlitz --9-- durch Hochschieben des Türelementes --14--, welches sich durch Reibungsschluss in jeder Schiebestellung selbst hält, freigegeben werden kann, so dass die Lüftung jeder Bucht-2, 3-- usw. individuell eingestellt werden kann.
Durch Herausziehen des Türelementes --14-- aus den Führungen --13-- der Steher --12-- wird die gesamte Türöffnung einer Tür freigegeben. Auch Seitentrennwände der Buchten-2, 3-- und hinter Abschlusswände werden vorteilhaft aus Stehern --12-- und Türelementen --14-- gebildet. Zufolge der Herstellung der Türelemente --14-- auf Kunststoff sind diese verwitterungsbeständig und können leicht gereinigt werden. Die Steher --12-- können aus armiertem Kunststoff, aus korrosionsfest beschichtetem Stahl oder auch aus Aluminium hergestellt sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schweinestall mit Liege-bzw. Abferkelbuchten, die von einem Gang od. dgl. aus über Türen zugänglich sind und bodennah in den Buchten mündenden Öffnungen einer Belüftungseinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittfläche (4) des Ganges od. dgl. (l) erhöht über dem anschliessenden Boden (5) der Buchten (2, 3) verläuft, die Luftführungsöffnung (9) in der Seitenfläche (8) des zwischen Trittfläche und Buchtboden gebildeten Absatzes vorgesehen und die Türen als im wesentlichen vertikal verstellbare Schiebetüren (14) ausgebildet sind, über die die Freigabe der Belüftungsöffnung individuell einstellbar ist.