<Desc/Clms Page number 1>
Befestigungseinrichtung für Schraubenbolzen in hölzernen Schienenschwellen.
:
EMI1.1
EMI1.2
Die Erfindung bezieht sich auf eine Befestigungseinrichtung für Schraubenbolzen in hölzernen Schienenschwellen mit einer durch den Bolzen aufzuspreizenden in das Holz eindringenden Hülse. Die Erfindung besteht darin, dass die in bekannter Weise aus zwei voneinander unabhängigen Hälften bestehende, gegebenenfalls aussen quer geriffelte Hülse eine Art Mutter für den Bolzen bildet und zu diesem Zweck mit nach unten zu konischem Innengewinde versehen ist. Es tritt
EMI1.3
EMI1.4
EMI1.5
gelagerte Doppelkopfschienen geeignet ist, lässt sich bei neuen und bei alten Schwellen anwenden.
Für neue Schienenschwellen kann weiches Holz verwendet werden, weil die Wandungen der Bolzenlöcher durch die Hülse metallisch ausgefüttert werden. Bei schon gebrauchten Schwellen aus hartem Holz brauchen nicht neue Bolzenlöcher gebohrt zu werden, sondern es genügt, wenn die schon vorhandenen ganz einfach dem Durchmesser der Hülse entsprechend aufgeweitet werden.
Die mittels der Befestigungseinrichtung gemäss vorliegender Esfindung in den Schwellen ge-
EMI1.6
sie unmittelbar im Holz befestigt werden. Denn die Holzfasern werden durch die Hülse zusammengedrückt, gewissermassen gehärtet und zwar schon beim Einführen der Hülse in die Schwelle, dann aber namentlich beim Hineinschrauben des Bolzens in d) e mutterartige Hülse. Die Schwellen- schraube lässt sich wieder aus der Hülsenmutter entfernen, ohne dass die Festigkeit des Ganzen darunter leidet, da weder das Gewinde des Schraubenbolzens noch das der Mutter beim Ent fernen des Bolzens irgendwie verändert wird.
Ein mehrmaliges Anziehen der Schwellenschraube lässt die neue Befestigungseinrichtung ebenfalls zu, wenn nach einiger Zeit des Betriebes die auf der Schwelle befestigten Teile sich lockern.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht : Fig. I zeigt die beiden Hülsenteile in Seitenansicht und Fig. 2 im Grundriss. Fig. 3 ist eine Innenansicht einer Hülsenhälfte und zeigt das konische Innengewinde. Fig. 4 veranschaulicht die Befestigung einer breitbasigen Schiene auf der Schwelle gemäss der vorliegenden Erfindung. Fig. 5 zeigt die Anwendung der Erfindung bei der Befestigung eines Schienenstuhles für Doppelkopf schienen. Fig. 6 stellt ein Werkzeug dar, das zum Eintreiben der Hülse in die Schwelle dient. Wie aus der Zeichnung zu ersehen, besteht die metallene Befestigungshülse aus den beiden halbzylindrischen und voneinander unabhängigen Hälften a.
Beide Hälften sind auf der Innenseite mit dem konischen Innengewinde b versehen, das zur Aufnahme der Schwellenschraube c dient. Auf der Aussenseite sind beide Hälften a bei d quer geriffelt, ferner tragen sie, zweckmässig an den Rändern, Längsrippen e. Die Querriffelungen d dringen in die Holzfasern ein, pressen sie zusammen und verhindern so das Herausreissen der Hülse. Die Rippen e verhüten, dass sich die Hülsenhälften beim Hin-und Herschrauben des Bolzens c in dem Loch f verdrehen. Nach Herstellung von Schwellenlöchern mit passendem Durchmesser wird die zweiteilige Hülse mit Hilfe des Dornes 9 (Fig. 6) durch Hammerschläge soweit eingetrieben, dass die Oberkante der Hülse etwas unter der Oberfläche der Schwelle liegt.
Darauf wird die Schwellenschraube in die Hülse eingeschraubt, bis der Schraubenkopf gegen den Schienenfuss h. (Fig. 4) bezw. gegen den Schienenstuhl i (Fig. 5) stösst. Beim Hineinschrauben der Schwellenschraube in die Hülse, werden beide Hülsenhälften a infolge ihres konischen Innengewindes auseinandergespreizt und in das Holz getrieben, dessen Fasern dadurch zusammengedrückt werden. Auf diese Weise ergibt
<Desc/Clms Page number 2>
sich eine äusserst feste und sichere Befestigung. Beim Anziehen des Schraubenbolens ist eine Mitdrehung der Hülsenhälften nicht zu befürchten, weil die Längsrippen e die mutterartige Hülse gegen eine Verdrehung sichern.
Wenn es sich um die Befestigung von breitbasigen Schienen handelt, ist es zweckmässig, gemäss Fig. 4 beiden Hülsenhälften eine verschiedene Länge zu geben und die kürzere Hälfte auf der dem Schienenfuss zugewendeten Bolzenseite anzuordnen. Auf diese Weise wird verhindert, dass beim Hineinschrauben oder Anziehen der Schwellenschraube der Schienenfuss gegen die Hülse stösst.
Bei Stuhlschienen gelangt vorteilhaft gemäss Fig. 5 eine Scheibe ; aus hartem Holz zur Verwendung, die zwischen den Schienenstuhl i und die Hülse geschaltet wird und dazu dient, den kleinen Zwischenraum in dem Bolzenloch auszufüllen. Wenn später der Schienenstuhl durch Anziehen der Schwellenschraube nachhefestigt werden soll, dient die Scheibe j als Widerlager für die Oberkante der Befestigungshülse.
PATENT-ANSPRÜCHE.
1. Befestigungseinrichtung für Schraubenbolzen in hölzernen Schienenschwellen mit zwei durch den Bolzen aufzuspreizenden, in das Holz eindringenden, voneinander unabhängigen, gegebenenfalls aussen quer geriffelten Hülsenteilen, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülsen- teile mit konischem Innengewinde versehen sind und als Mutter für den Schraubenbolzen dienen.