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Die Erfindung bezieht sich auf eine Isolierung für Speicher, insbesondere für Grossspeicher, bei welcher vorgeformte, aus Hartschaumkunststoff bestehende Isolierkörper in Form länglicher
Platten um den Speicher an diesem anliegend herumgelegt und miteinander unter Überlappung ihrer profilierten Längsschmalseiten verbunden sind.
Da bei im Freien befindlichen Grossspeichern auf solche Isolierungen hohe Windkräfte einwir- ken können, kommt es demzufolge zu sehr grossen Sogkräften ; diese wurden bisher mit ausserhalb der Isolation angebrachten Spannbändern abgefangen, was zusätzlichen Material- und beträcht- lichen Arbeitsaufwand für die Montage erforderte. Diese Unzukömmlichkeiten treten auch bei einer Isolierung nach dem Patent Nr. 377310 auf, betreffend ebenfalls eine Isolierung für Speicher, insbesondere für Grossspeicher, bei welcher vorgeformte Isolierkörper um den Speicher an diesem anliegend herumgelegt und miteinander verbunden sind.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Isolierung der eingangs genannten und jener nach dem Patent Nr. 377310 bekannten Art zu schaffen, die imstande ist, den hohen Sogkräften zufolge Winddruck bei im Freien aufgestellten Grossspeichern standzuhalten.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass in die Isolierkörper quer zu ihren Längsschmalseiten liegende Verstärkungen eingebettet, vorzugsweise eingeschäumt, sind, die mit dem einen Ende im Bereich der äusseren Längsbreitseite und mit dem andern Ende am zugehörigen, von der äusseren Längsbreitseite des benachbarten Isolierkörpers überlappten Bereich enden, und dass die so überlappten Enden der Verstärkungen der Isolierkörper von Verbindungsglieder zusammengehalten, vorzugsweise durchsetzt sind.
Bei einer Isolierung nach dem Patent Nr. 377310 besteht in ähnlicher Weise die Lösung dieser Aufgabe darin, dass in an sich bekannter Weise die Isolierkörper als längliche Platten ausgebildet sind, bei denen in an sich bekannter Weise in einer Längsschmalseite wenigstens eine Nut und an der andern Längsschmalseite wenigstens ein Verbindungsansatz vorgesehen ist, wobei die Nut und der Verbindungsansatz formgleich ineinanderpassende Querschnitte aufweisen und zum Anschluss der Platten unter verschiedenen Winkeln zueinander die Querschnitte von Nut und Verbindungsansatz kreisbogenförmig begrenzt sind, wobei die Bogenlänge des Querschnittes der Nut grösser als ein Halbkreisbogen ist und die Bogenlänge des Querschnittes des Verbindungsansatzes noch grösser als jene des Querschnittes der Nut ist,
und wobei vorzugsweise die Platten wenigstens an ihrer dem Speicher abgewendeten Seite mit einer Deckschicht, z. B. aus Aluminium, vorgesehen sind, und dass sich die Verstärkungen von dem der Nut benachbarten Aussensteg bis in den äusseren Seitenbereich des Verbindungsansatzes erstrecken.
Diese Massnahmen bewirken, dass die Verstärkungen mittels der Verbindungsglieder zu ringartig geschlossenen Armierungen zusammengefasst werden, die sich über den ganzen Umfang des Grossspeichers in Horizontalebenen erstrecken und so imstande sind, die durch Winddruck auftretenden Sog- und Zugkräfte aufzunehmen und ihnen standzuhalten.
Zweckmässig ist vorgesehen, dass die Verstärkungen in der Mitte und an den Enden jeder länglichen Platte ausgebildet sind. So können die Platten in einem Verband "Voll auf Fug" verlegt werden, d. h., dass zwei mit ihren Längsschmalseiten benachbarte Platten jeweils um die halbe Plattenlänge zueinander versetzt angeordnet werden.
Vorteilhafterweise bestehen die Verstärkungen aus lamellierten Schichtkörpern, z. B. Holzleisten, vorzugsweise Sperrholzleisten ; solche Materialien lassen sich leicht in den Plattenwerkstoff einschäumen.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist, dass die Verbindungsglieder durch Nägel, Schrauben od. dgl. gebildet sind. Insbesondere Schrauben lassen sich bei aus Sperrholz oder Schichtholz bestehenden Verstärkungen gut anbringen.
In den Zeichnungen sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht eines aus vier Plattenreihen gebildeten Teilstückes einer Isolierung für einen Gross speicher, Fig. 2 die zugehörige Draufsicht, Fig. 3 einen vergrösserten Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 1 und die Fig. 4 und 5 ähnliche Schnitte zweier weiterer Ausführungsformen.
An der Aussenseite einer (nicht dargestellten) zylindrischen Wand --1-- eines Grossspeichers mit vertikaler Achse (Fig. 1, 2) sind als Platten --2-- ausgebildete Isolierkörper angelegt, u. zw.
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parallel zu den Erzeugenden dieses Zylinders. Jede Platte --2-- weist in der einen Längsschmalseite eine Nut --3-- und an der gegenüberliegenden Längsschmalseite einen Verbindungsansatz --4- auf (Fig. 2), wobei der Verbindungsansatz --4-- und die Nut --3-- formgleich ineinander-
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4-ansatzes --4-- noch grösser als jene des Querschnittes der Nut --3-- ist, wie dies eingehend in der AT-PS Nr. 377310 erläutert ist.
Zur Anbringung einer solchen Isolierung wird der Verbindungsansatz --4-- einer Plat- te --2-- in die Nut --3-- der benachbarten Platte in deren Längsrichtung eingeschoben, und die so zusammenhängenden Platten --2-- werden um die Speicherwand-l-herumgelegt, wonach die Isolierung bereits halbfertig ist.
Wie ferner aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, weist jede Platte --2-- quer zu ihrer
Längsrichtung drei Verstärkungen-5-auf, u. zw. je eine an den Plattenenden --6-- und eine in der Plattenmitte --7--. Da, wie aus Fig. 1 erkenntlich, die Platten --2-- bezüglich ihrer Länge unter halber Versetzung zueinander angeordnet sind, also einen Verband "Voll auf Fug" bilden, kommen immer die Verstärkungen --5-- in der Plattenmitte --7-- zwischen die Verstärkungen --5-- an den Plattenenden --6-- der jeweils benachbarten Reihen von Platten - zu liegen ; sie bilden so räumlich geschlossene, ringartige Strukturen in Horizontalebenen um die zylindrische Wand --2-- des Grossspeichers herum.
Wie aus Fig. 2 und der vergrösserten Darstellung nach Fig. 3 ersichtlich ist, reicht jede Verstärkung --5--, an ihrem in Fig. 2 linken Ende, von dem die Nut --3-- begrenzenden Aussensteg --8-- bis in den Verbindungsansatz --4-- an dessen der dem Steg --8-- der benachbarten Platte zugekehrte Seite --9--. Eine Schraube-10- (Fig. 3) durchsetzt dabei die sich überlappend angeordneten Teile-8, 9- benachbarter Platten --2-- und die darin eingebetteten Enden der Verstärkungen --5--, wodurch eine kraftschlüssige Verbindung der Verstärkungen --5-- um den ganzen Umfang des Zylinderspeichers herum erfolgt. Die in dieser Weise gebildete Armierung der Reihen von Platten --2-- vermag hohen einwirkenden Sog- und Zugkräften zufolge Winddruck standzuhalten.
Dass diese Ausbildung nicht nur, wie an Hand der Fig. 1 bis 3 beschrieben, bei Isolierungen nach dem Patent Nr. 377310 anwendbar ist, sondern auch die Isolierungen, deren Platten an ihrer Längsschmalseite Profilierungen anderer als kreisbogenartiger Form aufweisen, ergibt sich aus den Ausführungsformen nach den Fig. 4 und 5, wobei der Einfachheit halber angenommen wird, dass ebene Wände eines Grossspeichers zu isolieren sind.
In diesen beiden Fällen sind ebenfalls Verstärkungen --5-- vorgesehen, im Wesen genau so angeordnet und eingebettet wie bei den Ausbildungen nach den Fig. 1 bis 3.
Nach Fig. 4 liegt eine stufenartig abgetreppte Profilierung --11-- an den Längsschmalseiten der Platten --2-- vor, so dass sich bei der in Fig. 4 linken Platte --2-- die Verstärkung --5-- an ihrem rechten Ende an der Plattenaussenseite befindet, wogegen ihr anderes Ende, also das linke Ende der Verstärkung --5-- der in Fig. 4 rechten Platte --2--, in etwa der Plattenmitte liegt, dargestellt, dass ihre Aussenseite mit der parallel zu den Längsbreitseiten der Platten
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aussenseite, und das andere Ende, hier das rechte Ende der Verstärkung --5-- der in Fig. 5 linken Platte --2-- bündig mit der äusseren Seitenfläche --13-- der Feder --14--.
Naturgemäss kann die Ausbildung nach den Fig. 4 und 5 auch bei Speichern mit zylindrischer Aussenwand-l-vorgesehen werden, unter Anordnung der Platten --2-- zueinander unter stumpfem Winkel, wie nach Fig. 3.
Im Rahmen der Erfindung sind weitere Abänderungen und Ausgestaltungen an den beschriebenen Beispielen möglich. An Stelle von Schrauben --10-- als Verbindungsglieder können auch Nägel u. dgl. eingesetzt werden. Als Werkstoff für die Verstärkungen können laminierte Verbundkörper, auch aus Kunststoffen, verwendet werden. Bewährt hat sich auch Schichtholz, insbesondere Sperrholz.
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Von Vorteil ist es ferner, wenn die Aussenseiten der Platten --2--, also ihre der Speicher- wand --1-- abgewendeten Seiten, mit einer Deckschicht, z. B. aus Aluminium versehen sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Isolierung für Speicher, insbesondere für Grossspeicher, bei welcher vorgeformte, aus
Hartschaumkunststoff bestehende Isolierkörper in Form länglicher Platten um den Speicher an diesem anliegend herumgelegt und miteinander unter Überlappung ihrer profilierten Längsschmal- seiten verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass in die Isolierkörper (2) quer zu ihren
Längsschmalseiten liegende Verstärkungen (5) eingebettet, vorzugsweise eingeschäumt sind, die mit einem Ende im Bereich der äusseren Längsbreitseite und mit dem andern Ende am zugehörigen, von der äusseren Längsbreitseite des benachbarten Isolierkörpers (2) überlappten Bereich enden, und dass die so überlappten Enden der Verstärkungen (5) der Isolierkörper (2) von Verbindungs- gliedern (10) zusammengehalten, vorzugsweise durchsetzt sind.