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Die Erfindung betrifft ein Drehsieb, insbesondere zum Ansetzen an und drehschlüssiger
Verbindung mit der Öffnung eines Betonmischers.
Drehsiebe dieser Art finden immer mehr Verwendung und dienen dazu, die mühsame Arbeit des Sandsiebens maschinell ausführen zu können.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Drehsieb der genannten Art so zu gestalten, dass Überkorn aus dem Siebkörper rollt, ohne die Mischertrommel in der Stellung verändern zu müssen.
Erreicht wird dieses Ziel bei einem Sieb der eingangs erwähnten Art, wenn erfindungsgemäss der Siebboden als volle Scheibe ausgebildet ist und wenn die tiefste Mantellinie des Siebmantels mit einer Vertikalebene in der Betriebsstellung eine Steigerung von zirka 10% aufweist.
Durch die erfindungsgemässe Gestaltung des Drehsiebes gelingt es, das Überkorn (Grobkorn) aus der Sieböffnung wieder abzuführen, wobei das Feinmaterial wie üblich durch den Siebmantel fällt.
In besonderer Ausgestaltung des Drehsiebes kann vorgesehen werden, dass bei einer Ausfüh- rungsform, bei der der Siebmantel als Kegelstumpf ausgebildet ist, der Mantel zur Einbringungs- öffnung eine Steigerung von zirka 10% aufweist.
Die vorerwähnte Trennung von Überkorn und Feinmaterial kann somit entweder durch entsprechende Neigung der Achse des Siebmantels, im Falle der Siebmantel als Zylinder ausgebildet ist, oder, wie soeben erwähnt, durch entsprechende Ausbildung des Siebkörpers als Kegelstumpf erreicht werden.
Eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemässen Drehsiebes zeichnet sich dadurch aus, dass der Siebmantel lösbar, insbesondere mittels Spannschlössern, an dem als volle Scheibe ausgebildeten Boden befestigbar ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen Fig. l einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemässe Einrichtung und Fig. 2 einen Schnitt entlang der Linie II-II in Fig. 1.
Das Drehsieb ist in den Zeichnungen als Ganzes mit --3-- bezeichnet und kann an die Öffnung --4-- eines Betonmischers angesetzt werden. Hiebei ist in die Öffnung --4-- des Beton- mi schers --5-- ein Spannbalken --1-- einsetzbar. Dieser Spannbalken trägt mittig eine schwenkbar am Balken --1-- gelagerte Mutter --6--. Die Mutter wird von einem Schraubenbolzen --7-durchsetzt, dessen Kopf --2-- eine Öffnung im Boden --8-- des Drehsiebes --3-- durchsetzt. Der Kopf --2-- ist am Boden --8-- des Drehsiebes --3-- abstützbar. Der Spannbalken --1-besitzt zwei im Abstand voneinander angeordnete Schenkel --9-- für die Schwenklagerung der Mutter --6--.
Die Enden der Schenkel --9-- werden von einem Bolzen --10-- durchsetzt, der die Lagerung für Klemmschuhe --11-- bildet, mit welchen der Boden --2-- des Drehsiebes --3-am Betonmischer festgeklemmt wird.
Das Drehsieb --3-- ist in seiner Grösse der jeweiligen Trommelöffnung der Mischmaschine anpassbar, d. h. es sind Drehsiebe --3-- in verschiedener Grösse vorgesehen. Der Siebmantel kann je nach Grösse des Gerätes aus einem oder mehreren Teilen bestehen. Zur Inbetriebnahme des Gerätes wird der Schraubbolzen --7-- so lang aus der Mutter --6-- herausgedreht, bis der Spannbalken sich schräg verstellen lässt und in die Öffnung --4-- der Trommel eingeführt werden kann. Dann wird der Spannbalken-l-wieder gerade gestellt und die Schraube --7-angezogen, bis die Klemmschuhe --11-- gleichmässig und leicht an der Wand des Betonmischers --5-- anliegen. Der Boden --8-- des Drehsiebes --3-- kann zentriert werden.
Hernach wird die Schraube --7-- festgezogen. Dann wird der eigentliche Siebkörper --3-- mittels Spannschlössern an der vollen Scheibe --8-- (Boden) fixiert. Ein- und dieselbe Scheibe --8-- kann dabei, je nach gewünschtem Durchfall des Siebes, mit verschiedenen Siebmänteln versehen werden, z. B. für Korngrössen von 0 bis 3 bzw. 0 bis 6.
Bei zylindrischer Gestaltung des Siebmantels muss die Trommel der Mischmaschine --5-so fixiert werden, dass das Drehsieb ungefähr eine Steigung von zirka 10% zur Beschickungs- öffnung --12-- aufweist.
Sofern bei manchen Typen von Betonmischmaschinen eine derartige Fixierung der Misehmaschi- nentrommel nicht möglich ist, können Siebkörper verwendet werden, die kegelstumpfförmig gestaltet sind, um die vorerwähnte Steigung von 10% zu erreichen.
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Bei dieser Steigung von 10% rollt das Grobgut aus dem Drehsieb --3-- in Richtung --13-heraus, ohne dass die Mischertrommel des Betonmischers --5-- in ihrer Stellung verändert werden müsste.
Das Feingut fällt durch den Siebmantel (in Richtung des Pfeils 14) heraus und kann in einem aufgestellten (untergestellten) Behälter aufgenommen werden.
Ein derartiger Behälter kann von einer Schiebetruhe oder einem sogenannten"Motor-Japaner" gebildet sein.
Mittels des Gerätes können Mineralstoffe, insbesondere Feinputzsand und Estrichsand in verschiedener Körnung ausgesiebt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Drehsieb, insbesondere zum Ansetzen an und drehschlüssiger Verbindung mit der Öffnung eines Betonmischers, dadurch gekennzeichnet, dass der Siebboden als volle Scheibe ausgebildet ist und dass die tiefste Mantellinie des Siebmantels mit einer Vertikalebene in der Betriebsstellung eine Steigung von zirka 10% aufweist.