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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Austausch von Stütz- und/oder Treibrollen einer zwei einander gegenüberliegende Rollenbahnen aufweisenden Strangführung einer Stranggiessanlage, mit einem zwischen den Rollenbahnen zum An- und Abtransport einer Stütz- und/oder Treibrolle zu einer bzw. von einer Lagerstelle bewegbaren Rollenmanipulator, der mit mindestens einem eine Stütz- und/oder Treibrolle aufnehmbaren und mittels einer Stelleinrichtung aus einer im Rollen- manipulator zurückgezogenen Transportposition in eine aus dem Rollenmanipulator vorragende Ein- und Ausbauposition bzw. umgekehrt bewegbaren Rollensitz versehen ist, der als eine Stütz- und/oder Treibrolle über weniger als ihren halben Umfang erfassende Magnethalterung ausgebildet ist.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der AT-B Nr. 379336 bekannt. Der Rollenmanipulator wird beim Rollenaustausch an den zum Angiessen verwendeten Anfahrstrang angekuppelt und mittels die- sem entlang der Rollenbahnen bis zur auszutauschenden Stützrolle bewegt. Während dieser in Längs- richtung der Rollenbahnen durchgeführten Bewegung kann es, da eine Seitenführung des Rollen- manipulators und des Anfahrstranges in der Regel nicht vorgesehen ist, zu seitlichen Abweichun- gen, d. h. zu sich in Längsrichtung der Rollenachsen erstreckenden Abweichungen der Lage des
Rollenmanipulators von dessen Ideal-Mittellage kommen, wodurch sich der Rollenaus-und insbe- sondere der Rolleneinbau kompliziert.
Besonders störend ist dies dann, wenn die Stützrollen gemein- sam mit bereits montierten Lagern ausgetauscht werden, denn es kann dann vorkommen, dass beim
Einsetzen der neuen Stützrolle deren Lager nicht an den zugehörigen Lagerböcken der Strangführung zu liegen kommen.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, eine Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art dahingehend weiterzubilden, dass seitliche Abweichungen der Lage des Rollenmanipulators von seiner Ideallage den Ein- und Ausbau einer Stützrolle nicht behindern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Rollensitz an einem in Längsrichtung des Rollensitzes gegenüber dem Rollenmanipulator bewegbaren und die Stelleinrichtung tragenden Schlitten angeordnet ist.
Gemäss einer besonders platzsparenden Konstruktion ist vorteilhaft der Schlitten in Längsrichtung des Rollensitzes zweigeteilt ausgebildet, sind die beiden Schlittenteile synchron in Längsrichtung des Rollensitzes entlang von am Rollenmanipulator angeordneten Führungen bewegbar, und sind die beiden Schlittenteile jeweils mittels Schwenkhebel an einander gegenüberliegenden Seiten des Rollensitzes angelenkt, wobei jeder der beiden Schlittenteile mit einer eigenen Stelleinrichtung zur Betätigung der Schwenkhebel ausgestattet ist.
Bei der aus der AT-B Nr. 379336 bekannten Vorrichtung wird der Rollensitz mittels eines Schwenkhebels entlang einer Kreisbogenbahn aus dem Manipulator herausbewegt. Bei eng benachbarten Stützrollen kann diese Bewegung behindert werden, da der zwischen benachbarten Stützrollen verfügbare Platz für diese Kreisbogenbewegung nicht ausreicht. Zur Vermeidung dieses Nachteils ist zweckmässig an jedem Schlittenteil jeweils ein in Querrichtung des Rollensitzes verstellbarer Träger verschiebbar geführt, wobei an jedem Träger eine sich in Längsrichtung des Rollensitzes erstreckende Welle drehbar gelagert ist, an der jeweils die Schwenkhebel starr befestigt sind und sind die Stelleinrichtungen jeweils einerseits am Träger und anderseits an mit der Welle drehfest verbundenen Hebeln angelenkt.
Eine bevorzugte Ausführungsform, die eine genaue geradlinige Bewegung des Rollensitzes ermöglicht, ist dadurch gekennzeichnet, dass jeder Träger gegenüber dem ihm zugeordneten Schlittenteil mittels einer Kulissenführung geführt ist, wobei ein Teil der Kulissenführung an dem Schlittenteil und der mit diesem Teil zusammenwirkende Teil der Kulissenführung an einem mit der Welle drehfest verbundenen Steuerhebel angeordnet ist.
Zwecks möglichst präziser Einstellung des Schlittens in Längsrichtung des Rollensitzes ist zweckmässig der Schlitten an dem Rollenmanipulator mittels eines in Längsrichtung des Rollensitzes schwenkbeweglichen Hebels angelenkt, der mittels einer Stelleinrichtung betätigbar ist, wobei bei einer Ausführungsform mit zweigeteilten Schlitten vorteilhaft jeder Schlittenteil mittels eines eigenen schwenkbeweglichen Hebels mit dem Rollenmanipulator verbunden ist und die Hebel mittels einer Welle drehfest verbunden sind.
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Um beim Transport des Manipulators entlang der Rollenbahnen ein Herabfallen der Stützrolle der bogenäusseren Rollenbahn zuverlässig zu vermeiden, weist gemäss einer bevorzugten Ausführungs- form der Rollenmanipulator einen mittels einer Stelleinrichtung betätigbaren Schieber, der sich quer zur Längsrichtung des Rollensitzes erstreckt und in dieser Richtung verschiebbar ist, auf.
Die Erfindung ist nachfolgend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs- beispiels näher erläutert, wobei Fig. 1 einen zwischen die Strangführungsbahnen einer Stranggiess- anlage eingeführten Rollenmanipulator im Schnitt zeigt ; Fig. 2 ist eine Draufsicht auf den Rollen- manipulator in Richtung des Pfeiles II der Fig. 1 in kleinerem Massstab ; Fig. 3 stellt einen Schnitt gemäss der Linie III-III der Fig. 2 im Massstab der Fig. 1 und Fig. 4 einen Schnitt gemäss der Li- nie IV-IV der Fig. 2 im Massstab der Fig. 2 dar.
Ein Rollenmanipulator --1--, der an einem Anfahrstrang --2-- kuppelbar ist, ist, wie in
Fig. 1 dargestellt, zwischen die einander gegenüberliegenden Rollenbahnen --3, 4-- einer Strangfüh- rung einschiebbar. Der Rollenmanipulator-l-weist ein Gehäuse --5-- auf, das in seiner Höhe - so gestaltet ist, dass es zwischen den Rollenbahnen hindurchbewegbar ist. Die Breite --7-- des Gehäuses entspricht etwa der Länge --8-- einer Stützrolle --9--. Das Gehäuse --5-- ist in seinem Profil an die Krümmung der Rollenbahnen-3, 4-angepasst. In Fig. l ist der Rollenmanipulator --1-- in einer Lage gezeigt, in der er zum Austausch einer bogeninneren Stützrolle --9-- dient.
Um eine Stützrolle --9-- der bogenäusseren Rollenbahn --4-- auszutauschen, wird er in einer um 180 gewendeten Lage eingesetzt.
An einem Ende des Gehäuses --5-- ist eine Kupplung --10-- zum Kuppeln an den Anfahrstrang --2-- vorgesehen. Die Bodenplatte --11-- des Gehäuses --5-- weist innenseitig zwei sich quer zur Bewegungsrichtung des Rollenmanipulators d. h. parallel zu den Achsen --12-der Stützrollen --9-- erstreckende Führungen --13-- auf, entlang der ein Schlitten --14-- im Inneren des Gehäuses --5-- bewegbar ist. Zur Bewegung des Schlittens dient eine Stelleinrichtung, die beim dargestellten Ausführungsbeispiel als Druckmittelzylinder --15-- ausgebildet ist, der einerseits am Schlitten --14-- und anderseits an einem zweiarmigen Hebel --16-- angelenkt ist.
Der Hebel --16-- ist wieder einerseits am Boden --11-- des Gehäuses --5-- und anderseits am Schlitten --14-- angelenkt, wobei die Schwenkebene des Hebels --16-- parallel zu den Führungen - bzw. parallel zu den Achsen --12-- der Stützrollen --9-- liegt.
Der Schlitten --14-- ist zweigeteilt ausgebildet, wobei einer der Schlittenteile-14"--, wie zuvor beschrieben, mit der Stelleinrichtung --15-- verbunden ist, und der zweite Schlittenteil --14'-- nur mit einem Hebel --17-- mit dem Boden --11-- des Gehäuses --5-- gelenkig verbunden ist. Die beiden Hebel-16 und 17-- sind miteinander durch eine starre Welle --18-- verbunden, so dass die beiden Schlittenteile --14'und 14''-- synchron entlang der Führungen --13-- bewegt werden können.
An jedem der Schlittenteile --14' und 14"-- ist jeweils ein Träger --19-- verschiebbar gelagert, wobei zur Führung der Träger --19-- Führungsschienen --20-- dienen, die sich in Bewegungsrichtung des Schlittens--14-, d. h. quer zu den Achsen --12-- der Stützrollen --9-- erstrecken (vgl. Fig. 4) und am jeweiligen Schlittenteil-14', 14''-montiert sind. An jedem der Träger --19--, die sich in Längsrichtung der Stützrollen --9-- erstrecken, ist eine sich parallel
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angeordneten Konsolen --23-- geführt sind. Diese Langlöcher --22-- erstrecken sich parallel zu den Führungsschienen --20--.
An jedem Träger --19-- sind zwei Druckmittelzylinder --24-- angeordnet, mit deren Hilfe die Welle --21-- um etwa 1200 verdreht werden kann. Zu diesem Zweck sind die Kolbenstangen - 25-- der Druckmittelzylinder --24-- mit an der Welle --21-- drehfest verbundenen Hebeln --26-verbunden. Jede Welle --21-- weist über ihre Längserstreckung verteilt angeordnete, zur vertikal auf den Boden --11-- des Gehäuses --5-- gerichteten Mittelebene --27-- gerichtete Schwenkhebel - auf, die an einem Rollensitz --29-- angelenkt sind, wobei die Schwenkhebel --28-- einer Welle --21-- an der einen Seite des Rollensitzes --29-- und die Schwenkhebel der andern Welle --21-- an der andern Seite des Rollensitzes --29-- angreifen.
Bei Durchführung einer Drehbewegung der Welle --21-- wird somit der Rollensitz --29-- durch eine Öffnung --30-- des Gehäuses
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die Position A eingezogen.
Zur Sicherung einer Bewegung des Rollensitzes in vertikaler Richtung (d. h. entlang der vertikal zu dem Boden --11-- gerichteten Mittelebene --27--) ist am Schlittenteil --14'-- eine bogenförmige Kulisse --31-- starr montiert, die sich jeweils normal zur Welle --21-- erstreckt (vgl.
Fig. 3). In dieser Kulisse --31-- greift ein an einem mit der Welle --21-- dreh fest verbundenen Steuerhebel --32-- angeordneter Kulissenstein --33-- ein, so dass bei Durchführung einer Drehbewegung der Welle --21-- der diese Welle --21-- lagernde Träger --19-- entlang der Führungsschienen --20-- des Schlittens --14-- parallel zum Boden-11-des Rollenmanipulators-l- verschoben wird.
Der Rollensitz --29-- weist Magnethalterungen --34-- auf, die sich über weniger als den halben Umfang einer Stützrolle --9-- erstrecken, so dass sich bei Bewegung einer vom Rollensitz - gehaltenen Stützrolle --9-- aus der Position A in die Position B bzw. umgekehrt kein Teil in Richtung zu den benachbarten Stützrollen --9-- der auszutauschenden Stützrolle --9-- (bzw. der neu einzubauenden Stützrolle --9--) über den Umfang der am Rollensitz lagernden Stützrolle --9-- hinaus erstreckt.
Zur Auflage einer Stützrolle --9-- dienen die Rollensitze --29--. Die Auflagestücke --35--, die jeweils aus zwei unter Zwischenschaltung einer Gummiplatte --36-- gegeneinander gepressten Stahlplatten --37-- gebildet sind, dienen zur Abstützung und Verdrehsicherung der Lagerböcke einer angetriebenen Strangführungsrolle.
Zur Sicherung einer am Rollensitz --29-- lagernden Stützrolle --9-- gegen Herausfallen aus dem Rollenmanipulator --1--, wenn dieser zum Austausch einer Stützrolle --9-- der bogenäusseren Rollenbahn --4-- eingesetzt wird, ist die Öffnung --30-- des Gehäuses --5--, durch die der Rollensitz --29-- bei Bewegen von der Position A in die Position B hindurchtritt, in ihrem in Längsrichtung gesehenen mittleren Teil mittels eines Schiebers --38--, der in Seitenführungen --39-- des Gehäuses --5-- geführt ist, überbrückbar.
Zur Bewegung des Schiebers --38-- dienen zwei an der Stirnendseite des Gehäuses --5-- angelenkte Druckmittelzylinder --40--, deren Kolbenstangen --41-- an dem Schieber --38-- ange- lenkt sind.
Wie aus Fig. 4. ersichtlich, lassen sich die Schlittenteile-14', 14''-und damit der Rollensitz --29-- entlang der Längsachse des Rollensitzes --29--, also auch parallel zur Achse einer Stützrolle der Rollenbahnen mit Hilfe des Druckmittelzylinders --15-- verschieben, wodurch es möglich ist, die Lagerstellen --42-- der vom Rollensitz --29-- gehaltenen Stützrolle --9-- genau zu den Lagern der Rollenbahnen-3 bzw. 4-- auszurichten, so dass die neue Stützrolle bequem und ohne zusätzliche Manipulationen in die entsprechende Rollenbahn --3, 4-- eingebaut werden kann.
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Hydraulik--43-und Elektrikanschlüsse-44-sowieMagnethalterungen --34-- aus- und einzuschalten und alle notwendigen Bewegungen zur Manipulation der Rollen auszuführen.
Die zugehörige elektrische und hydraulische Steuerung --46-- ist im gehäuse --5-- des Rollenmanipulators --1-- untergebracht.
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