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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an einer Karde zum Abnehmen und Zusammenfassen eines aus einem Lieferwerk einer Karde austretenden Faserflors zu einem Faserband, mit einem dem Lieferwerk, das z. B. aus einem Walzenpaar besteht, unmittelbar nachgeschalteten Leitelement, das eine die Ebene des Faserbandes kreuzende Leitfläche aufweist, und einem dem Leitelement nachgeschalteten Flortrichter mit Abzugswalzen.
Bei dieser Vorrichtung ist dem Leitelement regelmässig in einem Abstand ein Flortrichter mit Abzugswalzen nachgeordnet. Der durch das Leitelement zusammengefasste Faserverband wird zur Ableitung von der Leitfläche um eine abgerundete Seitenkante des Leitelementes herum-und in dem Flortrichter zu einem Faserband zusammengeführt. Auf der Strecke zwischen Leitelement und Flortrichter kann ungehindert Luft aus dem Faserverband einwirken und auf diese Weise eine Beeinträchtigung des Faserverbandes nach sich ziehen. Dieses Problem tritt besonders dann auf, wenn der Faserverband mit hoher Geschwindigkeit aus dem Leitelement austritt.
Durch die CH-PS Nr. 516659 ist eine Vorrichtung der eingangs genannten Art bekannt, bei der als Leitelement vor dem Flortrichter Führungsrollen oder Bänder auf Rollen vorgesehen sind, deren Lage verstellbar ist, um den Grad der Vorverdichtung einzustellen. Der Abstand des Flortrichters mit den Abzugswalzen zum Lieferwerk (Walze) bleibt unverändert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vliesleitvorrichtung zu schaffen, bei der die Einwirkung von Luft auf den Faserverband vermieden wird und die hohe Geschwindigkeiten erlaubt.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäss dadurch, dass der Flortrichter mit den Abzugswalzen in bezug auf das Lieferwerk ortsveränderlich angeordnet ist.
Durch die erfindungsgemässe Ausbildung ist es möglich, den Abstand zwischen Flortrichter und Leitelement bis auf Null zu reduzieren, so dass auf den Faserverband keine Luft einwirken kann. Der Faserverband kann damit ohne die Gefahr eines"Flatterns"mit hoher Geschwindigkeit laufen. Der Faserverband tritt also unmittelbar von dem Leitelement in den Flortrichter über, so dass der Flortrichter auf diese Weise die Austrittsöffnung des Leitelementes bildet.
Zweckmässig ist der Flortrichter mit den Abzugswalzen in waagrechter Richtung verschiebbar angeordnet. Diese Anordnung ist raumsparend, da zwischen Quetschwalzen und Kannenstock einer Karde ausreichend Raum zur Verfügung steht.
Vorzugsweise ist der Flortrichter mit den Abzugswalzen um eine waagrechte Achse drehbar,
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B.walzen abrückbar, angeordnet.
Mit Vorteil sind der Flortrichter und die Abzugswalzen in bezug auf das Leitelement ortsveränderlich. Auf diese Weise können die Bauteile getrennt bewegt werden.
Nach einer besonders bevorzugten Ausbildung sind der Flortrichter und die Abzugswalzen mit dem Leitelement fest verbunden, so dass Flortrichter, Abzugswalzen und Leitelement zusammen ortsveränderlich sind. Konstruktiv und fertigungstechnisch lässt sich diese Baueinheit einfacher ausführen. Ausserdem kann stets die gesamte Baueinheit bewegt werden. Auf diese Weise ist
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Erleichterung des Anspinnvorganges, bei dem der aus den Quetschwalzen austretende Faserflor nanuell zusammengefasst und in den Flortrichter eingeführt wird. Anschliessend wird das Bauelement an die Quetschwalzen herangeführt.
Bei allen Ausführungsformen sind der Flortrichter und die Abzugswalzen nach einer Bewegung auch wieder zurückbewegbar.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen Fig. l eine Seitenansicht einer erfindungsgemässen Vorrichtung, Fig. 2 eine Vorrichtung, bei der ier Flortrichter mit Abzugswalzen mit der Leitfläche verbunden ist, Fig. 3 eine Draufsicht auf sine weitere Ausführungsform und Fig. 4 eine Seitenansicht einer weiteren Ausführung.
Fig. 1 zeigt ein Lieferwerk --1, 2-- (das einer nicht dargestellten Karde nachgeordnet . st), zwei Quetschwalzen --1 und 2--, denen ein konkav gebogenes Leitelement --3-- nachgeschaltet . st. Die Öffnung --4-- des Leitelementes --3-- geht unmittelbar in den Flortrichter --5-- über.
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An den Flortrichter --5-- schliessen sich zwei Abzugswalzen --6, 7-- an. Der Flortrichter--5-und die Abzugswalzen 7--bilden ein sogenanntes Kalanderwerk, das als Baueinheit in Vlieslaufrichtung, d. h. hoirzontal verschiebbar, angeordnet ist. Dazu ist das Kalanderwerk auf einer Schiene --8-- gelagert.
Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform wie Fig. l, bei der jedoch das Leitelement --3-- sowie der Flortrichter --5-- mit den Abzugswalzen --6, 7-- als Baueinheit um einen Drehpunkt, z. B. ein Lager --7--, nach unten drehbar angeordnet sind.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform des Leitbleches --3-- dargestellt, bei der in der Mitte zwischen den Seitenkanten --10, 11-- eine kreisförmige Austrittsöffnung mit einer abgerundeten Kante vorgesehen ist. Unmittelbar auf die Austrittsöffnung ist der Flortrichter --5-- fest aufgesetzt. Das Leitelement --3-- ist unmittelbar angrenzend an das Lieferwerk --1, 2-- derart angeordnet, dass keine störende Lufteinwirkung auf den Faserflor eintritt. Das Leitelement --3-deckt beide Quetschwalzen --1 und 2-- des Lieferwerkes --1, 2-- sowohl in vertikaler Richtung
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l)zen-l und 2--ab. Die Leitflächen --13-- des Leitelementes --3-- sind zur Unterstützung der Führung des Faserflors in den Flortrichter --5-- leicht konisch ausgebildet.
Die Seitenkan- ten --10, 11-- des Leitelementes --3-- schliessen bündig oder nahezu bündig mit den seitlichen Stirnflächen der Quetschwalzen --1 und 2-- derart ab, dass der gesamte aus den Querschwalzen --1 und 2-- austretende Faserflor erfasst wird.
Fig. 4 zeigt eine Ausführung, bei der der Flortrichter --5-- und die Abzugswalzen --6, 7-- in bezug auf das Leitelement ortsveränderlich sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung an einer Karde zum Abnehmen und Zusammenfassen eines aus einem Lieferwerk einer Karde austretenden Faserflors zu einem Faserband, mit einem dem Lieferwerk, das z. B. aus einem Walzenpaar besteht, unmittelbar nachgeschalteten Leitelement, das eine die Ebene des Faserbandes kreuzende Leitfläche aufweist, und einem dem Leitelement nachgeschalteten Flortrichter mit Abzugswalzen, dadurch gekennzeichnet, dass der Flortrichter (5) mit den Abzugswalzen (6,7) in bezug auf das Lieferwerk (l, 2) ortsveränderlich angeordnet ist.