<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Abdecken von Fugen einer Wandverklei- dung mittels einer Kunststoffschnur, die einen Steg mit mindestens zwei davon nach Art von
Pfeilspitzen abstehenden Dichtlippenpaaren sowie ein aus einem Lippenpaar bestehendes Fugen- abdeckprofil aufweist, wobei die Richtungen der Lippen des Fugenabdeckprofils und der Dichtlippen einander schneiden.
Aus der US-PS Nr. 4, 067, 155 ist eine derartige Anordnung zum Verbinden von Platten bekannt, wobei unterhalb der Platten die Schenkel eines T- oder L-Profils eingesetzt werden, dessen zwischen die einzelnen Platten reichender Schenkel eine mit Einkerbungen versehene Nut aufweist.
In diese Nut bzw. in die Kerben werden Vorsprünge eines Abdeckprofils zum Einrasten gebracht.
Ein derartiges System ist bei verfliesten Wänden nicht anwendbar, weil unterhalb der Fliesen keine Halterung angebracht werden kann.
Die Erfindung hat es sich zum Ziel gesetzt, eine Anordnung der eingangs genannten Art zu schaffen, mit der von Fliesen gebildete Fugen abgedeckt werden können. Erreicht wird dies dadurch, dass die aus Weich-PVC bestehende Kunststoffschnur mit den Dichtlippenpaaren unmittelbar in die von Fliesen, z. B. entlang der Ränder einer Revisionsöffnung, gebildeten Fugen eingesetzt ist.
Es ist zwar aus der AT-PS Nr. 303352 bereits bekannt, zum Verschliessen von Fliesenfugen einen Abdichtungsteil aus Weich-PVC zu verwenden, die bekannte Anordnung ist jedoch äusserst kompliziert. Der Abdichtungsteil wird nämlich an einem in Richtung der Stossfuge vorspringenden festen Arm befestigt, der am Rand der Öffnung eigens verankert werden muss.
Eine Kunststoffschnur einer erfindungsgemässen Anordnung kann mit den Pfeilspitzen gegen die Fuge gerichtet in diese leicht eingeschoben werden, bis sich das Fugenabdeckprofil an den Rand der Fliesen anlegt. Die Dichtlippen werden dabei zusammengedrückt und verhindern zufolge der entstehenden Spreizwirkung ein Herausgleiten der Kunststoffschnur aus der Fuge, welche Wirkungen durch die Art des verwendeten Materials unterstützt werden.
Nachstehend ist die Erfindung an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Dabei zeigt Fig. l im Querschnitt ein bei der erfindungsgemässen Anordnung verwendetes Kunststoffprofil und Fig. 2 stellt eine eine Öffnung in einer Fliesenwand verschliessende Abdeckung dar, wobei in die entstehende Fuge eine Kunststoffschnur eingeschoben ist.
Gemäss Fig. 2 ist in einer Fliesenwand eine Öffnung --2-- angeordnet, die durch eine Abdeckung --3-- verschlossen werden kann. Im gezeichneten Beispiel besteht die Abdeckung aus einer Platte --4--, auf die Fliesen --5-- aufgeklebt sind. An zwei Seiten der Abdeckung - sind über die Platte-4-U-förmig gebogene Blechstreifen-6-- gesteckt, die mit einem Bügel --7-- verbunden sind. Auf dem Bügel ist mittels Schrauben --11-- ein handelsüblicher Schnapper --8-- befestigt. der eine Rolle --9-- aufweist, die auf Armen --10-- gelagert ist, die gegen die Kraft einer Feder nach innen zu verschiebbar sind.
An der Fliesenwand sind die einen Schenkel --12-- winkelförmig gebogener Blechstreifen befestigt, deren andere Schenkel in die Öffnung --2-- ragen und als Rinne --13-- ausgebildet sind. Quer zur Rinne stehen vom Blechstreifen zwei Lappen --15-- ab.
Wird die Abdeckung --3-- in die Öffnung --2-- eingesetzt, federn die Arme --10-- mit den Rollen --9-- zurück und gelangen schliesslich in die Rinnen --13--. Die Endlage der Abdekkung --3-- wird dabei durch die Lappen --15-- bestimmt.
In die Fugen --16-- zwischen den Fliesen-l bzw. 5-- der Fliesenwand und der Abdeckung - wird nun eine Kunststoffschnur eingesetzt, wie sie in Fig. l in vergrössertem Massstab dargestellt ist. Diese Kunststoffschnur besteht aus Weich-PVC und besitzt einen Steg --17--, von dem zwei Dichtlippenpaare --18 bzw. 19-- abstehen. Die Dichtlippenpaare --18 und 19-sind dabei nach Art von Pfeilspitzen ausgebildet. An dem dem Dichtlippenpaar --18-- gegenüberlie- genden Ende des Steges --17-- ist ein Fugenabdeckprofil --20-- mit zwei Lippen --21-- angeordnet. Die Lippen --21-- des Fugenabdeckprofils --20-- weisen dabei in entgegengesetzte Richtungen als die Dichtlippen --18 bzw. 19--.
Daher schneiden sich die Richtungen der Lippen --21-und der Dichtlippen der Lippenpaare --18 bzw. 19--.
<Desc/Clms Page number 2>
Die zufolge des verwendeten Materials verhältnismässig formstabile Kunststoffschnur wird, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, mit den Pfeilspitzen gegen die Fuge --16-- gerichtet in diese eingeschoben, wobei die Dichtlippenpaare --18, 19-- gegen den Steg --17-- zu gebogen werden.
Dieses Einschieben kann so lange erfolgen, bis das Fugenabdeckprofil --20-- bzw. dessen Lippen --21-- an den Fliesen--1 und 5--anliegen. Ein leichtes Ausziehen der Kunststoffschnur aus der Fuge --16-- wird zufolge der durch die Lippen --18 bzw. 19-- ausgeübten Spreizwirkung wirkungsvoll verhindert.
Die Anwendung der erfindungsgemässen Kunststoffschnur ist keineswegs auf die bei der Abdeckung einer Revisionsöffnung entstehenden Fugen beschränkt. Die Kunststoffschnur kann vielmehr überall dort angewendet werden, wo Fugen durch Fliesen einer Wandverkleidung gebildet werden, z. B. zwischen einer Holzverkleidung und Fliesen. Auch kann die Kunststoffschnur verschiedene Farben und Grössen haben.