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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die Zu- und Abfuhr und die gleichmässige Vertei- lung von Schüttgut, insbesondere Flugasche, in einem Tank.
Es ist eine Ausführung bekannt, bei der zur Beschickung des Tanks das Schüttgut über einen im Tankdach mittig angeordneten Trichter und über einen Schneckenförderer zu einem Teleskop-Fall- rohr gelangt, wobei der Schneckenförderer und das Fallrohr auf einem mittig angeordneten Dreharm befestigt sind. Ein am Dreharm mittels Seilen heb-und senkbar angebrachter Rahmen trägt ein
Schneckensystem, welches das vom Fallrohr austretende Schüttgut gleichmässig verteilt. Die Austra- gung erfolgt mittels einer zentral angeordneten Scheibensäule, um welche sich der am Dreharm befestigte Rahmen dreht. Hiebei wird das Schüttgut durch das Schneckensystem zur Scheibensäule befördert und fällt durch in der Scheibensäule vorgesehene Spalte zum Tankboden, um von dort aus ausgetragen zu werden. Bei Schüttgut mit schlechten Fliesseigenschaften, wie z.
B. Flugasche, kann es zu Verstopfungen bei den Spalten kommen.
Ausserdem müssen die Verteilerschnecken des Schneckensystems in zwei Richtungen fördern.
Der Aufbau einer Scheibensäule ist aufwendig und bewirkt eine Reduzierung des Lagervolumens.
Die US-PS Nr. 2, 649, 215 zeigt einen Futtersilo mit einer Vorrichtung für die Zu- und Abfuhr und gleichmässige Verteilung des Futtermittels. Die Zufuhr erfolgt über eine seitliche Rinne, in der die Flügel der Unterseite eines Förderbandes eintauchen und das Futtermittel bis zum Ende der Rinne weitertransportieren, wo es dann im freien Fall in den Silo hineinfällt. Zur Verteilung und zur Abfuhr ist ein zweites Förderband mit Flügeln vorgesehen, welches höhenverstellbar an einem Auslegerarm befestigt ist, der um die Mittelachse des Silos drehbar an einer lotrechten Hohl- welle befestigt ist. Innerhalb der Hohlwelle ist ein drittes Förderband mit Schaufeln angeordnet, die das Futtermittel nach oben zur Oberseite des ersten Förderbandes transportieren.
Eine derarti- ge Vorrichtung ist für Flugasche wegen der zu grossen Staubentwicklung, insbesondere bei der Zu- fuhr, ungeeignet, da die Gefahr einer Staubexplosion besteht.
Auch die DE-PS Nr. 566325 zeigt eine Vorrichtung für die Zu- und Abfuhr und die gleichmä- ssige Verteilung von Schüttgut in einem Tank. Die Zufuhr erfolgt über ein Förderband zu einem zentralen Trichter, von dem eine schwenkbare und gegebenenfalls in der Länge verstellbare Rinne ausgeht. Zur Verteilung und zur Abfuhr ist ein Kratzermechanismus vorgesehen, der höhenverstell- bar an einem Gerüst befestigt ist, das um einen mittleren Entleerungsschacht drehbar ist und auf einer Schiene an der Wand des Tanks läuft. Der Entleerungsschacht ist mit Türen versehen, die nach innen aufklappbar sind und durch welche das Schüttgut nach unten zu einem zweiten Förderband fällt. Auch bei dieser Vorrichtung kann es insbesondere bei der Zufuhr von Flugasche als Schüttgut zur unerwünschten Staubentwicklung kommen.
Durch die AT-PS Nr. 254778 ist ein Silo mit einer Vorrichtung zur Abfuhr von Gärfutter in Form einer Obenentnahmefräse bekannt, die an einem mittigen, von unten nach oben ragenden Teleskoprohr drehbar befestigt ist und das Futter zur oberen Öffnung des Teleskoprohres führt, von wo es nach unten auf ein Förderband fällt. Die Obenentnahmefräse liegt über mehrere Stützräder direkt auf dem Futter auf. Bei der Lagerung von Flugasche würden die Stützräder in dieselbe einsinken und keine Drehung der Obenentnahmefräse ermöglichen.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung, welche nicht die Nachteile der bekannten Art aufweist, so dass der Aufwand für Investition und Betrieb sowie die Störanfälligkeit verringert werden kann.
Die Vorrichtung der eingangs genannten Art ist erfindungsgemäss gekennzeichnet durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale, dass am oberen Innenrand des Tanks ein drehbar gelagertes Brückentragwerk mit einem zentralen Verteilergehäuse angeordnet ist, an welches eine erste Fördereinrichtung zur Zufuhr des Schüttgutes angeschlossen ist, dass an das Verteilergehäuse ein Förderband angeschlossen ist, an dessen Ende ein erstes, vom Brückentragwerk nach unten ragendes Teleskoprohr angeordnet ist, so dass das vom Verteilergehäuse an das Förderband abgegebene Schüttgut über das erstes Teleskoprohr in Richtung zum Tankboden abgesetzt wird und durch Drehung des Brückentragwerks eine ringförmige Halde an Schüttgut entsteht, dass am Brückentragwerk ein Tragrahmen vorzugsweise auf Seilen heb- und senkbar befestigt ist,
welcher mit einem Kratzermechanismus zur Verlagerung des Schüttgutes in radialer Richtung ausgestattet ist, und dass vom Tankboden ein vorzugsweise zentral angeordnetes zweites Teleskoprohr nach oben
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ausgeht, welches zur Abfuhr des Schüttgutes aus dem Tank mit einer zweiten Fördereinrichtung verbunden ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung eignet sich besonders für einen Tank, dessen Durchmesser im Verhältnis zur Höhe relativ gross ist, wobei eine gleichmässige Verteilung der Flugasche trotz 'deren schlechten Fliessverhaltens gewährleistet ist und nur eine geringe Staubentwicklung auftritt.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen beschrieben. Es zeigen Fig. 1 einen
Tank mit der erfindungsgemässen Vorrichtung in Vorderansicht und Fig. 2 den Tank nach Fig. 1 in
Draufsicht.
In Fig. 1 bezeichnet --1-- einen Tank, an dessen oberem Innenrand ein Brückentragwerk --2-- auf Laufrollen --3-- drehbar gelagert ist. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, weist das Brücken- tragwerk--2-- eine T-Form auf, so dass das Brückentragwerk --2-- praktisch nur an drei Stellen gelagert ist. Zur Vermeidung von Schwingungen sind Spannvorrichtungen in Form von Spannseilen --4-- vorgesehen. Am Brückentragwerk befindet sich mittig ein Verteilergehäuse --5--, welches mit einem darüber angeordneten Pufferbehälter --6-- in Verbindung steht. Der aus der Mitte des
Tankdaches --7-- herausragt und über eine Fördereinrichtung --8--, vorzugsweise in Form eines
Schlauchförderers (Pipe-conveyor) mit dem Bunker für das Schüttgut verbunden ist..
Vom Verteiler- gehäuse --5-- führt ein abgedecktes Förderband --9-- zu einem Teleskoprohr --10-- am Ende des Förderbandes --9--. Frei unter dem Brückentragwerk --2-- hängt ein auf Seilen --11-- heb- und senkbar angeordneter und mit einem Scherenarm --12-- geführter Tragrahmen --13--. Dieser ist mit einem Kratzermechanismus --14-- in Form eines Mehrfachketten-Kratzförderers ausgerüstet, der zur Verteilung des Schüttgutes und zur Austragung desselben dient. Wegen der auftretenden
Reaktionskräfte beim Betrieb des Kratzermechanismus --14-- ist der Tragrahmen --13-- mit einer Spannvorrichtung --15-- in Form von Seilen od. dgl. abgespannt.
Weiters ist ein Teleskoprohr --16-- zentral im Tank-l-angebracht, welches im Tankboden - verankert ist und dessen oberes freies Ende mittels einer Zugvorrichtung --18-- heb- und senkbar ist. Im Tankboden --17-- ist eine Ausnehmung --19-- vorgesehen, in die das untere Ende des Teleskoprohres --16-- hineinragt, welches mit einer Fördereinrichtung --20-- vorzugsweise in Form eines Schlauchförderers verbunden ist.
Im Verteilergehäuse --5-- ist eine Verteilerklappe --21-- angeordnet, mit deren Hilfe das
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Dieser Abstand entspricht vorzugsweise einem Viertel des Radius des Tanks, während der Abstand des ersten Teleskoprohres --10-- von der Tankwand vorzugsweise einem Drittel des Radius des Tanks entspricht.
Anschliessend wird der Beschickungs- und Austragevorgang des Schüttgutes in und aus dem Tank-l-beschrieben.
Das einzulagernde Schüttgut kommt durch die erste Fördereinrichtung --8-- von oben über den Pufferbehälter --6-- in das Verteilergehäuse --5--. Bei leerem Tank--l-ist die Verteilerklappe --21-- so umgelegt, dass das Schüttgut zum Förderband --9-- gelangt und zum ersten Teleskoprohr --10-- geleitet wird, welches nahezu bis zum Tankboden --17-- ausgezogen ist. Mit einer langsamen Drehbewegung des Brückentragwerkes wird nun eine ringförmige Halde --I-- aufgebaut, deren Höhe ständig zunimmt. Während dieser Einlagerung kann der Kratzermechanismus --14-aus ökonomischen Gründen ausser Betrieb sein ; er kann aber in Betrieb genommen werden, um das Schüttgut in Richtung zur Tankmitte zu verlagern.
Wächst die Halde bis zu einer Halde --I-- bis knapp unter die obere Endlage des ersten Teleskoprohres --10-- an, so wird die Verteilerklappe --21-- auf das Füllrohr --22-- umgeschaltet, wodurch der restliche freie Raum --III-- bis zu einer inneren ringförmigen Halde --IV-- aufgefüllt wird. Anschliessend wird der Kratzermechanismus --14-- in Betrieb gesetzt, der die Halden-II und IV-- vergleichmässigt. Es ist vorgesehen, dass der Kratzermechanismus --14-- das Schüttgut nur in eine Richtung befördert, u. zw. in Richtung zur Tankmitte. Das heisst, die Drehrichtung des Antriebs für den Kratzermechanismus braucht nicht umgekehrt zu werden, wodurch sich der Antrieb vereinfacht.
Da der Kratzermechanismus - nur in Richtung Tankmitte arbeitet, sorgt ein regulierbarer Aufgabetisch (nicht dargestellt) unter dem ersten Teleskoprohr --10--, dass das Schüttgut auch an die äusserste Tankwand gelangt.
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Die Austragung des Schüttgutes erfolgt in der Weise, dass der Kratzermechanismus --14-das Schüttgut zum zweiten Teleskoprohr --16-- fördert, welches so weit abgesenkt wird, dass das Schüttgut hineinfällt und zur zweiten Fördereinrichtung --20-- gelangt. Durch langsame Drehbewegung des Brückentragwerkes und gleichzeitige Absenkung des Tragrahmens --13-- wird das Schüttgut kontinuierlich ausgetragen, wobei die Absenkung des zweiten Teleskoprohres --16-- mit der Absenkung des Tragrahmens --13-- durch eine Steuervorrichtung koordiniert ist.
Des weiteren ist es möglich, über eine By-pass-Leitung (nicht dargestellt) das Schüttgut bei Bedarf direkt vom Pufferbehälter --6-- in das zweite Teleskoprohr --16-- zu leiten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung für die Zu- und Abfuhr und die gleichmässige Verteilung von Schüttgut, insbesondere Flugasche, in einem Tank, gekennzeichnet durch die Kombination der an sich bekannten Merkmale, dass am oberen Innenrand des Tanks (1) ein drehbar gelagertes Brückentragwerk (2) mit einem zentralen Verteilergehäuse (5) angeordnet ist, an welches eine erste Fördereinrichtung (8) zur Zufuhr des Schüttgutes angeschlossen ist, dass an das Verteilergehäuse (5) ein Förderband (9) angeschlossen ist, an dessen Ende ein erstes, vom Brückentragwerk (2) nach unten ragendes Teleskoprohr (10) angeordnet ist, so dass das vom Verteilergehäuse (5) an das Förderband (9) abgegebene Schüttgut über das erste Teleskoprohr (10) in Richtung zum Tankboden (17) abgesetzt wird und durch Drehung des Brückentragwerkes (2)
eine ringförmige Halde an Schüttgut entsteht, dass am Brückentragwerk (2) ein Tragrahmen (13) vorzugsweise auf Seilen (11) heb- und senkbar befestigt ist, welcher mit einem Kratzermechanismus (14) zur Verlagerung des Schüttgutes in radialer Richtung ausgestattet ist, und dass vom Tankboden (17) ein vorzugsweise zentral angeordnetes zweites Teleskoprohr (16) nach oben ausgeht, welches zur Abfuhr des Schüttgutes aus dem Tank
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