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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausschank von insbesondere gashaltigen Flüs- sigkeiten aus Behältern, bestehend aus einem Gehäuse mit einem auf die Behälteröffnung aufsetz- baren Stutzen, einem in dem Stutzen mündenden Steigrohrkanal, an den ein in den Behälter ragen- des Steigrohr angeschlossen ist, einem aus dem Gehäuse seitlich herausgeführten, an den Steig- rohrkanal angeschlossenen Abgabekanal, und einem Ventilkörper, der in einer Bohrung zwischen einer Schliessstellung und einer Offenstellung verschieblich ist, eine zu seiner Achse geneigte
Stirnfläche für die Flüssigkeitsumlenkung aufweist und mit einem oder mehreren von seiner Man- telfläche abstehenden, in eine bzw. mehrere in der Bohrung ausgebildete, achsparallele Führungs- nut (en) eingreifenden Steuerzapfen versehen ist.
Die bekannten Abfüllvorrichtungen für Flüssigkeiten sind entweder nur für gashaltige oder nur für gasfreie Flüssigkeiten geeignet und an den Behälter gebunden, der die Flüssigkeit ent- hält. Sie können nicht in einfacher Weise von einem Behälter, z. B. einer Flasche mit Schraubge- winde am Flaschenhals, auf einen andern Behälter umgesetzt werden. In der Praxis hat sich ferner gezeigt, dass beim Ausschenken kohlensaure-und/oder zuckerhaltiger Getränke das Absperrventil den Forderungen nach schaumfreier Zapfung, hohem Kohlensäuregehalt auch in den letzten, aus dem Behälter abgezapften Getränkeportionen und Leichtgängigkeit nicht in genügendem Masse ent- spricht. Im Bereich des Absperrventils entstehen beim Öffnen Verwirbelungen, die zur Schaumbil- dung und Verspritzung der Flüssigkeit führen.
Zudem hat sich gezeigt, dass die Flächendichtungen an Ventilkörpern zum Verkleben neigen, so dass die Betriebsfähigkeit solcher Ventile beeinträchtigt wird.
Aus der AT-PS Nr. 10925 ist ein Zapfhahn mit einer Hülse mit schraubenförmigem Schlitz be- kannt. Der radiale Zapfen des Ventilkörpers dieses Zapfhahns ragt durch den schraubenförmigen
Schlitz nach aussen in eine axial verlaufende Nut des Ventilgehäuses. Durch Drehung der Hülse wird der Ventilkörper aus der Schliessstellung in die Öffnungsstellung gehoben und umgekehrt.
Es besteht dabei eine formschlüssige Nockenführung des Zapfens in dem Schlitz, dessen Breite dem
Durchmesser des Zapfens im wesentlichen angepasst ist. Die Ventilöffnung durch Heben des Ventilkörpers erfordert bei diesem Hahn eine Drehung der Hülse von Hand. Die Schnelligkeit dieser Drehung hängt von der Person ab, welche die Flüssigkeit abzapft. Es ist nicht möglich, das Ventil von Hand so schnell zu öffnen, dass die Schaumbildung Cor-haltiger Getränke infolge Verwirbelung an dem beim Öffnen zuerst entstehenden kleinen Öffnungsspalt vermieden wird. Bei diesem Hahn besteht nicht die Möglichkeit, durch Drehen in ein und derselben Drehrichtung das Ventil zu schliessen, in der Schliessstellung zu arretieren und dann wieder schlagartig zu öffnen.
Aus der FR-PS Nr. 322. 547 ist ein Fussabfüllventil mit einem federbelasteten Ventilkörper bekannt. Die Feder drückt den Ventilkörper in die Schliessstellung ; die Öffnung des Ventils muss gegen den Druck der Feder erfolgen. Infolgedessen kann das Ventil durch Umlegen des Betätigungshebels zwar schnell schliessen, jedoch nicht schnell öffnen. Es hat sich aber gezeigt, dass beim Ausschenken von kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten aus unter Gasdruck stehenden Behältern gerade ein schnelles Öffnen erforderlich ist, um die Schaumbildung an einem kleinen Öffnungsspalt zu vermeiden.
In der nicht vorveröffentlichten DE-OS 3407190 wurde eine Abfüllvorrichtung der eingangs genannten Art vorgeschlagen, bei der in der Bohrung des Gehäuses eine den zylindrischen Ventilkörper aufnehmende Hülse drehbar gelagert ist, die mit wenigstens einem wendelförmigen Schlitz sowie einem axialen Drehzapfen versehen ist, der Zapfen des Ventilkörpers durch den Schlitz in die Führungsnut ragt, zwischen dem Ventilkörper einerseits und dem Drehzapfen anderseits eine Zugfeder angeordnet ist und die achsparallele Breite des Schlitzes ein Mehrfaches des Zapfendurchmessers beträgt. Bei dieser Ausführungsform sind zur Arretierung des Ventilkörpers in der Schliessstellung am vorderen Ende der Führungsnuten in Umfangsrichtung der Bohrung verlaufende Nutabschnitte erforderlich, in denen sich die Zapfen abstützen können.
Zur Öffnung des Ventils muss der Drehzapfen der Hülse entgegengesetzt zur Drehrichtung beim Schliessen gedreht werden.
Im Augenblick der Entarretierung wird das Ventil nicht vollständig, sondern nur um eine der achsparallelen Schlitzbreite gleiche Strecke geöffnet.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die zum Ausschank von gashaltigen und gasfreien Flüssigkeiten geeignet ist. Der Ausschank gashaltiger Flüssigkeiten,
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insbesondere kohlensäurehaltiger Getränke, soll ohne Gasverlust erfolgen, d. h. ohne dass Gas aus dem die Flüssigkeit enthaltenden Behälter beim Ausschank entweicht. Insbesondere soll bei koh- lensäurehaltigen Getränken das Entweichen gelöster Kohlensäure aus dem Getränk während seiner
Abzapfung und damit die Schaumbildung beim Durchströmen der Ausschankvorrichtung, speziell des Ventils, vermieden werden. Darüber hinaus soll bei zuckerhaltigen Flüssigkeiten die Betriebs- fähigkeit des Absperrventils auch nach längeren Benutzungspausen nicht beeinträchtigt sein und die Dichtigkeit nach längerem Gebrauch gewährleistet bleiben.
Schliesslich soll die Ausschankvor- richtung leicht von einem Behälter auf einen andern Behälter umgesetzt und im Haushalt von tech- nisch ungeübten Personen gehandhabt werden können.
Diese Aufgabe wird bei der eingangs genannten Ausschankvorrichtung erfindungsgemäss da- durch gelöst, dass ein in an sich bekannter Weise in der Bohrung drehbar gelagerter, mit einem axialen Drehzapfen versehener, den Ventilkörper umgebender Kurventräger, dessen ansteigende Kur- ve (n) mit dem bzw. den Steuerzapfen zusammenwirken, als ein den Ventilkörper als Schalenteil umfänglich nur teilweise umgebender Kurventräger ausgebildet ist, dessen Kurve (n) einen Steige- rungsbereich und einen im wesentlichen steigungsfreien Bereich aufweisen, und dass der Ventilkör- per mit dem bzw. den Steuerzapfen durch Federkraft im Öffnungssinn des Ventils in Anlage an die Kurve (n) gehalten ist, so dass bei Verdrehen des Kurventrägers das Ventil unter Auflaufen des bzw.
der Steuerzapfen auf den Steigerungsbereich der Kurve (n) gegen die axiale Federkraft schliessbar, bei Erreichen des steigungsfreien Kurvenbereiches in der Schliessstellung fixierbar und durch Weiterdrehen über den im wesentlichen steigungsfreien Kurvenbereich hinaus durch freies
Rückschnellen des Ventilkörpers unter der axialen Federkraft voll selbstöffnend ist.
Bei der Drehung des Kurventrägers wird der mit seinen Zapfen auf der kurvenförmigen Scha- lenwand aufliegende Ventilkörper gegen die Federkraft zunächst längs des wendelförmigen Stei- gungsbereiches angehoben, d. h. aus seiner Offenstellung in seine Schliessstellung drehfrei ver- schoben, da der Ventilkörper zugleich mit seinen Zapfen in den Führungsnuten geführt ist. Nach dem Verlassen des Steigungsbereiches stützen sich die Zapfen des Ventilkörpers auf dem an- schliessenden steigungsfreien Bereich der Schalen ab, wodurch der Ventilkörper gegen die Kraft der Feder in der Schliessstellung gehalten wird. Am Ende des steigungsfreien Bereiches fällt die
Schalenwand senkrecht auf den Anfang eines neuen Steigungsbereiches ab.
Bei weiterer Drehung des Kurventrägers wird der Ventilkörper daher am Ende des steigungsfreien Bereiches durch die
Federkraft schlagartig wieder in die Ausgangsstellung, d. h. die Offenstellung, zurückgezogen.
Die Arretierung des Ventilkörpers in der Schliessstellung ist dann gegeben, wenn seine Zapfen im steigungsfreien Bereich der Schalenwand abgestützt sind. Ein in Umfangsrichtung der Bohrung ver- laufender Nutabschnitt für die Zapfen ist daher nicht erforderlich. Zur Öffnung des Ventils ist keine Umkehrung der Drehrichtung des Kurventrägers nötig, d. h. der Kurventräger kann immer in der gleichen Richtung, z. B. im Uhrzeigersinn, gedreht werden, wobei Offenstellungen und Schliessstellungen beliebig oft aufeinanderfolgen. Von besonderem Vorteil ist bei der erfindungsgemässen Vorrichtung, dass der Ventilkörper momentan aus der Schliessposition in die vollständig ge- öffnete Position bewegt wird, d. h. die Öffnungsgeschwindigkeit des Ventilkörpers ist unabhängig von der Drehgeschwindigkeit des Kurventrägers.
Der anströmenden Flüssigkeit steht daher bei der Öffnung des Ventils momentan der gesamte Öffnungsquerschnitt zur Verfügung, was eine wesentliche Voraussetzung für die Vermeidung der Gasentbindung am Ventil ist.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist der Ventilkörper zwei einander diametral gegenüber angeordnete Zapfen und die Bohrung zwei einander diametral gegenüberliegende Führungsnuten auf und es sind auf dem Kurventräger zwei axialsymmetrische, je eine Kurve tragende Schalenteile ausgebildet. Durch die beiden diametral zueinander angeordneten Zapfen, auf welche die Kraft zum Vorschub des Ventilkörpers übertragen wird, wird ein Verkanten des Ventilkörpers vermieden. Vorzugsweise sind die beiden Führungsnuten in der horizontalen Axialebene der Bohrung angeordnet. Selbstverständlich kann die Vorrichtung auch mit mehr als zwei, insbesondere mit drei umfangsmässig gleichverteilten Zapfen, Führungsnuten und Schalenteilen ausgestattet sein.
Nach der bevorzugten Ausführungsform ist zwischen dem Ventilkörper und dem Kurventräger eine Schrauben-Zugfeder angeordnet. Die Zugfeder hält den Ventilkörper mit seinen Zapfen in
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Anlage an den Kurven des Kurventrägers, so dass im Steigungsbereich der Kurven jeder Drehstel- lung des Kurventrägers eine Vorschubstellung des Ventilkörpers zugeordnet ist. Zweckmässigerweise ist in dem zylindrischen Teil des Ventilkörpers und/oder in dem Drehzapfen des Kurventrägers eine Bohrung ausgebildet, in denen bzw. der die Zugfeder untergebracht ist, so dass der Einschub des Ventilkörpers in den schalenförmen Kurventräger nicht durch die Zugfeder behindert wird.
Wenigstens das eine Ende der Zugfeder, insbesondere das in den Drehzapfen des Kurventrägers ragende Ende der Zugfeder ist drehbar aufgehängt, so dass die Feder bei der Drehung des Kurven- trägers in einer Drehrichtung kein Drehmoment in der Gegendrehrichtung entwickeln kann.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der im wesentlichen steigungsfreie
Bereich der Kurve (n) durch eine in Drehrichtung des Kurventrägers ansteigende Stufe unterteilt.
Wenn man den Kurventräger weiterdreht, nachdem die Schliessstellung des Ventilkörpers erreicht ist und die Ventilkörperzapfen im steigungsfreien Bereich der Kurven aufliegen, gelangen die Zap- fen vor diese Stufen. Eine Weiterdrehung ist nur bei Ausübung eines erhöhten Drehmoments mög- lich, da die Anhebung des Ventilkörpers auf die Stufen mit einer Kompression des den Kurventrä- ger gegen den äusseren Gewindering abdichtenden O-Ringes verbunden ist. Der durch die Stufen verursachte Widerstand bei der Drehung des Kurventrägers stellt daher eine gewisse Arretierung dar, da man den Kurventräger erst nach Überwindung dieses Widerstandes in die Endposition drehen kann, in der der Ventilkörper durch die Feder schlagartig in seine Ausgangsstellung, d. h. die Offenstellung gezogen wird.
Bei einer andern Ausführungsform der Erfindung ist zwischen den Zapfen des Ventilkörpers und einer ringförmigen Schulter der Bohrung eine Schrauben-Druckfeder angeordnet. Diese Druck- feder hat die gleiche Wirkung wie die oben erläuterte Zugfeder. Der Ventilkörper wird mit seinen
Zapfen ständig auf die Kurven des Kurventrägers gedrückt, und in der Drehposition am Ende des im wesentlichen steigungsfreien Bereiches der Kurven wird der Ventilkörper schlagartig in den schalenförmigen Kurventräger gedrückt, d. h. aus der Schliessstellung in die Offenstellung be- wegt.
Die konkav gewölbte Stirnfläche des Ventilkörpers kann zylinder- oder kugelförmig gewölbt sein. Die durch den Steigrohrkanal aufwärts strömende Flüssigkeit wird durch die stetig gekrümm- te Stirnfläche ohne wesentliche Turbulenz in den Abgabekanal horizontal umgelenkt. Die Neigung zur Schaumentwicklung wird hiedurch weiter verringert.
Nach der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Abgabekanal in an sich bekannter Weise in einem kurzen Bereich in Strömungsrichtung konisch verengt ausgebildet und die Mantelfläche des zylindrischen Ventilkörpers ist nahe der Stirnfläche mit einem gegen den konischen Bereich des Abgabekanals dichtenden O-Ring versehen. Im Gegensatz zu einem gegen einen konischen Sitz flächig dichtenden, z. B. gummierten Ventilkörper ergibt sich hier eine Liniendichtung, die gegen Verklebung durch zuckerhaltige Flüssigkeiten unempfindlich ist. Dabei umfasst der hier gewählte Begriff "Liniendichtung" selbstverständlich auch flächige Dichtungen geringer Breite, die durch Pressverformung des aus elastischem Werkstoff bestehenden O-Ringes in dem konischen Bereich des Abgabekanals entstehen.
Selbst bei erheblichem Zuckergehalt der Flüssigkeit und wiederholtem Eintrocknen des Ventils können die Klebekräfte nicht so stark werden, dass das Aufziehen des Ventilkörpers durch die Federkraft nicht mehr möglich ist.
Vorzugsweise ist zum Drehen des Kurventrägers an dem axialen Drehzapfen des Kurventrägers ein seitlich von dem Gehäuse abstehender Griff angebracht. Wenn der Kurventräger gemäss der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zwei axialsymmetrische Schalenteile mit je einer Kurve trägt, führt der Ventilkörper beim Drehen des Schwenkhebels um 180 einen vollen Hub von der Offenstellung in die Schliessstellung aus und springt am Ende dieses Drehwinkels wieder in die Offenstellung zurück.
Das Gehäuse kann mit einer Pumpe ausgestattet sein, deren Druckraum durch einen mit einem Ventil ausgestatteten Kanal mit dem Innenraum des Stutzens verbunden ist. Durch den mit dieser Luftpumpe ausgestatteten Abzapfkopf können auch Flüssigkeiten ohne einen Treibgasdruck, wie z. B. an Kohlensäure verarmte oder kohlensäurefreie Getränke aus einem Behälter ausgeschenkt werden. Hiezu wird mit Hilfe der Pumpe in dem Gasraum des Behälters ein zur Förderung der Flüssigkeit durch das Steigrohr und den Abzapfkopf ausreichender Luftdruck erzeugt. Diese
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Vorrichtung ist daher vielseitiger verwendbar als der Abzapfkopf ohne Luftpumpe.
Die Erfindung wird nachfolgend an Hand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Ausschankvorrichtung bei geöffnetem Absperrventil im Axialschnitt ; Fig. 2 die gleiche Darstellung wie in Fig. l, jedoch bei geschlossenem Absperrventil ; Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. l ; Fig. 4 eine perspektivische Darstellung des Kurventrägers mit dem in diesen eingeschobenen Ventilkörper ; Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der Fig. l ; Fig. 6 die Abwicklung der Kurven des in Fig. 4 dargestellten Kurventrägers ; und Fig. 7 eine Teildarstellung einer zweiten Ausführungsform der Ausschankvorrichtung im Axialschnitt.
Nach den Fig. 1 und 2 besteht die Ausschankvorrichtung aus einem Gehäuse --1-- mit einem Innengewindestutzen --2--, mit dem die Vorrichtung beispielsweise auf die Gewindeöffnung eines Getränkebehälters, z. B. einer Flasche, aufgeschraubt werden kann, wobei eine Dichtscheibe --3-die Abdichtung gewährleistet. Die Vorrichtung hat einen in den Gewindestutzen --2-- mündenden Steigrohrkanal --4--, an den ein in den Behälter (nicht dargestellt) ragendes Steigrohr --5-angeformt ist. Das Gehäuse-l-enthält ferner einen horizontalen Abgabekanal --6--, der in einem schräg abwärts geneigten Stutzen --7-- endet.
In dem Gehäuse-l-ist ferner eine zylindrische Bohrung --8-- vorgesehen, deren Achse
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drehbar eingesetzt, der am hinteren Ende einen aus dem Gehäuse-l-herausragenden Drehzap- fen --10-- (vgl. auch Fig. 4) trägt. Die zylindrische Bohrung --8-- ist mit zwei einander diametral gegenüberliegenden, achsparallelen Führungsnuten --11-- ausgestattet, die sich im we- sentlichen über die gesamte Länge der Bohrung --8-- erstrecken und in der Horizontalebene der
Bohrung liegen (vgl. Fig. 5).
Wie insbesondere aus Fig. 4 ersichtlich ist, hat der Kurventräger --9-- zwei axialsymmetrisch zueinander angeordnete, hohlzylinderförmige Schalenteile --12, 13--, in die der Ventilkörper --14-- in der in Fig. 4 dargestellten Schliessstellung eingeschoben ist. Der Kurventräger --9-- hat ferner einen ringförmigen Bund --15--, mit dem er an einer Schulter --16-- der Bohrung --8-- an- liegt, sowie einen Drehzapfen --10--, der einen O-Ring --17-- trägt. Die von den Wandflächen der Schalenteile --12 und 13-- gebildeten Kurven umfassen einen Steigungsbereich --18-- und einen im wesentlichen steigungsfreien Bereich --19--.
Der in den Schalenteilen --12, 13-- des Kurventrägers --9-- axial verschiebliche Ventil- körper --14-- trägt am hinteren Ende in diametraler Anordnung zwei radial abstehende Zapfen --20--, die mit den Kurven --18, 19-- zusammenwirken, wie weiter unten näher beschrieben wird.
Die Zapfen --20-- greifen in die einander diametral gegenüberliegenden Führungsnuten --11-der Bohrung --8-- (Fig. 5), wodurch sichergestellt ist, dass die Axialverschiebung des Ventilkörpers --14-- drehfrei erfolgt. Die Stirnfläche des Ventilkörpers --14-- ist als zylinderförmig gewölbte Leitfläche --21-- ausgebildet, die in der in Fig. 1 gezeigten Offenstellung die im Steigrohrkanal --4-- anströmende Flüssigkeit ohne wesentliche Turbulenz in den horizontalen Abgabekanal --6-- umlenkt. Der Ventilkörper --14-- trägt in geringem Abstand von der Stirnfläche - 21--einen 0-Ring-22-, der in der in Fig. 2 gezeigten Schliessstellung den Ventilkörper --14-gegen den konischen Bereich --23-- des Abgabekanals --6-- abdichtet.
Die Bohrung --8-- ist durch einen mit einer Bohrung --25-- versehenen Gewindering --24-verschraubt, wobei der Drehzapfen --10-- durch die Bohrung --25-- nach aussen ragt. Zur Abdichtung des Gewinderinges --24-- gegen das Gehäuse --1-- ist ein O-Ring --26-- und gegen den Kurventräger --9-- der O-Ring --17-- vorgesehen. Der nach aussen ragende Drehzapfen --10-trägt am äusseren Ende ein Gewinde und ist mit einem Griff --27-- drehfest verschraubt, so dass durch Drehen des Griffes der in der Bohrung --8-- in axial im wesentlichen unverschiebliche Kurventräger --9-- gedreht werden kann.
Wie aus den Fig. l, 2 und 5 ersichtlich ist, enthalten der Ventilkörper --14-- und der Drehzapfen --10-- des Kurventrägers --9-- axiale Bohrungen --28 bzw. 29--. In der Bohrung --28-ist mittels eines Stiftes --31-- das eine Ende einer Schrauben-Zugfeder --30-- befestigt. Das andere Ende der Feder --30-- ist mittels einer Schraube --32-- an einer Ringschulter --33-- der Boh- rung --29-- lösbar aufgehängt. Die Feder --30-- übt eine Zugkraft auf den Ventilkörper --14--
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aus, so dass dessen Zapfen --20-- in ständiger Anlage an den Kurven --18, 19-- gehalten werden.
Wird der mit dem Kurventräger --9-- verbundene Griff --27-- im Uhrzeigersinn gedreht, bewegen sich die Zapfen --20-- auf den geneigten Kurvenbereichen --18--, wobei der Ventilkörper --14-- aus der Offenstellung in die Schliessstellung vorbewegt wird. Am vorderen Ende der Schalenteile --12, 13-- gelangen die Zapfen bei weiterer Drehung des Kurventrägers --9-- auf den steigungsfreien Kurvenbereich --19--, wobei der Ventilkörper --14-- in der Schliessstellung verharrt. Wie aus Fig. 4 und der in Fig. 6 dargestellten Abwicklung der Kurventrägerschalen ersichtlich ist, hat der steigungsfreie Bereich --19-- eine Schrägstufe --34-- (von z.
B. 0, 2 mm Höhe), die sich bei der Drehung des Griffes --27-- durch einen erhöhten Drehwiderstand bemerkbar macht, da die Überwindung der Stufe eine entsprechende geringe Kompression des O-Ringes - zur Folge hat. Der durch die Stufe --34-- erzeugte Widerstand stellt eine gewisse Arretierung dar, da der Griff --27-- erst nach Überwindung dieses Widerstandes in die Position am Ende des steigungsfreien Bereiches --19-- gedreht werden kann, in welcher der Ventilkörper --14-- schlagartig in die Offenstellung zurückgezogen wird. Fig. 6 zeigt den Ventilkörperhub H in Abhängigkeit von der Drehung 1/1 für den in Fig. 4 dargestellten Kurventräger mit zwei axialsymmetri- schen Schalenteilen.
Wie aus Fig. 6 ersichtlich ist, wird eine Bewegungsperiode des Ventilkörpers von Offenstellung zu Offenstellung bei einer halben Drehung des Griffes, d. h. nach Drehung um
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Nach den Fig. 1 bis 3 trägt das Gehäuse-l-oberseitig einen axial geführten Zylinder - -35--, dessen Wandung mit einem in der Ringnut --36-- der Scheibe --37-- schwimmend ange- ordneten O-Ring --38-- zusammenwirkt. Die Scheibe --37-- und das Gehäuse-l-haben eine in den Stutzen --2-- mündende Bohrung --39--, in der ein federbelastetes Ventil --40-- ange- ordnet ist. Die Nut --36-- ist durch mehrere Bohrungen --41-- mit dem Druckraum --45-- des
Zylinders --35-- verbunden.
Diese an sich bekannte Luftpumpe wirkt in der Weise, dass beim
Herabdrücken des Zylinders --35-- die in die Ringnut --36-- einströmende Luft den O-Ring --38-- gegen die Seitenwandung des Zylinders drückt und so die Abdichtung des Druckraumes --45-- zwi- schen der Zylinderwandung und der Scheibe --37-- herstellt. Demgemäss wird die Luft durch die
Bohrung --39-- mit dem Ventil --40-- in den Behälter gedrückt, auf den der Abzapfkopf aufgesetzt ist. Beim Hochziehen des Zylinders --35-- wird der O-Ring --38-- durch den Unterdruck im Zylin- der in der Ringnut --36-- nach innen gezogen, so dass die Dichtung zwischen der Zylinderwandung und der Scheibe --37-- aufgehoben wird und Luft in den Druckraum --45-- einströmen kann.
Fig. 7 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher der Ventilkörper --14-- von einer Schrauben- - Druckfeder --42-- umgeben ist, die in einem Ringspalt --43-- zwischen den Zapfen --20-- und einer Ringschulter --44-- der Bohrung --8-- angeordnet ist. Die Druckfeder --42-- hält ebenso wie die Zugfeder --30-- bei der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform die Zapfen --20-- in Anlage an die Kurven --18, 19-- des Kurventrägers --9--, so dass die Bewegung des Ventilkörpers --20-- dem durch die Kurven vorgegebenen Drehwinkel-Weg-Diagramm gehorcht.
Bei einer von der in Fig. 7 dargestellten Schliessstellung abweichenden Position des Ventilkörpers - -14--, bei teilweise oder vollständig geöffnetem Ventil liegt die Schrauben-Druckfeder --42-teilweise in dem Ringspalt zwischen dem Ventilkörper --14-- und den Schalenteilen --12, 13--.
Abgesehen davon, dass die Führungsnuten --11-- für die Ventilkörperzapfen --20-- übereinander in der vertikalen Axialebene der Bohrung --8-- angeordnet sind, bestehen im Vergleich zu der Ausführungsform nach den Fig. 1 bis 3 keine wesentlichen Unterschiede.
Die beschriebene Ausschankvorrichtung eignet sich nicht nur zum schaumfreien Ausschank gashaltiger Flüssigkeiten, insbesondere Cl2 -haltiger Getränke, die in dem Behälter von sich aus einen ausreichenden Treibgasdruck entwickeln. Mit Hilfe der Einrichtung --35 bis 41-- können auch gasarme oder gasfreie Flüssigkeiten, z. B. kohlensäurefreie Getränke, unter einen genügenden Luftdruck gesetzt werden, so dass sie in ähnlicher Weise wie mit Kohlensäure übersättigte Getränke durch die erfindungsgemässe Vorrichtung ausgeschenkt werden können. Die Erfindung ist jedoch nicht auf die dargestellte Ausführungsform beschränkt.
Sie erstreckt sich auch auf Ausschankvorrichtungen ohne die Einrichtung zur Herstellung eines Treibluftdruckes in dem Behälter, die dann nur zum Ausschank von Flüssigkeiten mit ausreichendem Gaseigendruck geeignet
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