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Die Erfindung betrifft einen Absperrschieber für einen Bunker zur Aufnahme von schüttfähi- gem Material, mit einer unter einer Bunkeröffnung angeordneten und in eine die Bunkeröffnung schliessende bzw. freigebende Position verschiebbaren Schieberplatte, die mittels seitlich angeordne- ter und sich in Verschieberichtung erstreckender Führungsleisten an Stützrollen abgestützt ist, die an einem die Bunkeröffnung umgebenden Rahmen drehbar gelagert sind, wobei die Achsen und La- ger der Stützrollen an der Rahmenaussenseite angeordnet sind.
Ein Absperrschieber, dessen Schieberplatte mittels an ihren Rändern angeordneter und die
Abmessungen der Schieberplatte in deren Verschieberichtung weit überragenden rohrförmigen Füh- rungsleisten an den Stützrollen abgestützt ist, ist aus der DE-C-1033594 bekannt. Die Stützrollen liegen mit ihren Achsen und Lagern innerhalb des von dem Rahmen begrenzten Raumes und sind daher nur schwer zugänglich. Insbesondere gestaltet sich ein Rollenaustausch infolge des Platzman- gels zwischen der Bunkeröffnung und der unerhalb der Bunkeröffnung vorgesehenen Transporteinrich- tung für das schüttfähige Material aufwendig und kompliziert.
Infolge des losen Aufliegens der Führungsleisten auf den Rollen ist es unbedingt notwendig,
Führungsleisten mit einer Länge vorzusehen, die etwa das Doppelte der in Verschieberichtung der
Schieberplatte vorgesehenen Abmessung der Bunkeröffnung beträgt. Durch den Rückstau des Mate- rials kann es dazu kommen, dass die Führungsleisten in das rückgestaute Material hineinragen und Material beim Schliessen der Schieberplatte zu den Stützrollen fördern, so dass diese vorzeitig verschleissen.
Aus der DE-B-1265054 ist ein Absperrschieber der eingangs genannten Art bekannt, bei dem die Stützrollen an der Aussenseite des Rahmens angeordnet sind. Durch diese Anordnung ist es erforderlich, die Schieberplatte so auszubilden, dass sie die Stützrollen hintergreift, wodurch eine schlechte Zugänglichkeit der Stützrollen gegeben ist. Weiters sind die Stützrollen und deren Lager einem erhöhten Verschleiss durch das an der Schieberplatte rückgestaute Material ausgesetzt.
Die Erfindung bezweckt die Vermeidung dieser Nachteile und Schwierigkeiten und stellt sich die Aufgabe, einen Absperrschieber der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, dessen Stützrollen nicht nur gut zugänglich und gut auswechselbar, sondern auch so geschützt angeordnet sind, dass durch das die Bunkeröffnung durchsetzende Material kein vorzeitiger Verschleiss verursacht wird, wobei insbesondere die Lager der Rollen besonders geschützt sein sollen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Stützrollen mit ihren die Führungsleisten kontaktierenden Teilen der Umfangsflächen durch Öffnungen des Rahmens in das Innere des vom Rahmen begrenzten Raumes ragen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform sind die Stützrollen mit ihren Achsen etwa vertikal, d. h. normal zur Schieberplatte gerichtet, angeordnet.
Damit der Absperrschieber in Verschieberichtung der Schieberplate nur wenig Platz benötigt und damit ein Stützrollenaustausch auch bei geschlossener Bunkeröffnung ohne zusätzliche Abstützung der Schieberplatte durchgeführt werden kann, sind je Führungsleiste drei Stützrollen vorgesehen, wobei eine der Stützrollen in Verschieberichtung gesehen ausserhalb der Bunkeröffnung, eine der Stützrollen am Rand der Bunkeröffnung und die dritte der Stützrollen innerhalb der Bunkeröffnung, vorzugsweise in einem die halbe Dimension der Bunkeröffnung überschreitenden Abstand von der am Rand der Bunkeröffnung vorgesehenen Stützrolle angeordnet sind.
Vorzugsweise weisen die Stützrollen ein den Führungsleisten angepasstes Führungsprofil auf, wobei an der Eingriffsstelle jeweils der der Achse der Stützrolle nächstliegende Abschnitt des Führungsprofils knapp innerhalb des Rahmens liegt.
Zweckmässig weisen die Stützrollen ein konkaves Führungsprofil auf, in das die konvex gestalteten Führungsleisten eingreifen, wobei das Führungsprofil der Stützrollen die Führungsleisten in horizontaler Richtung oberhalb der Führungsleisten überragt.
Die Erfindung ist nachfolgend an Hand der Zeichnungen an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert, wobei Fig. 1 einen Absperrschieber im Schnitt zeigt und Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeils II der Fig. l darstellt. Fig. 3 veranschaulicht einen Schnitt gemäss der Linie III-III der Fig. 1 in vergrössertem Massstab.
Der erfindungsgemässe Absperrschieber weist an beiden Längsseiten seiner Schieberplatte - je eine Führungsleiste --2-- auf, die an einem eine Bunkeröffnung --3-- eines Bunkers
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- 4-- umgebenden Rahmen --5-- mittels drehbar gelagerter Stützrollen --6, 6', 6"-- abgestützt sind. Die vertikal gerichtete Achsen --7-- aufweisenden Stützrollen --6, 6', 6"-- sind an der Aussenseite --8-- des Rahmens --5--, der aus C-Profilen zusammengesetzt ist, in Lagerböcken --9-- mittels Lager --10-- derart gelagert, dass lediglich die Stützrollen --6, 6', 6"-- mit ihren die Führungsleisten --2-- kontaktierenden Teilen ihrer Umfangsfläche --11-- durch Öffnungen - hindurch an der Innenseite --13-- des Rahmens hervorragen.
Die Führungsleisten --2-- weisen einen kreisförmigen Querschnitt auf und liegen mit Spiel
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--11-- der Stützrollen --6, 6', 6"--.nung --3-- freigebende Position verschoben ist.
Am Rahmen --5-- sind jeweils drei Stützrollen --6, 6', 6"-- pro Führungsschiene --2-- vorgesehen, wobei eine der Stützrollen --6-- in Verschieberichtung --15-- gesehen ausserhalb der bunkeröffnung --3--, die nächste Stützrolle --6'-- am Rand der Bunkeröffnung --3-- und die dritte Stützrolle --6"-- innerhalb der Bunkeröffnung --3-- angeordnet sind.
Der Abstand a der dritten Stützrolle --6"-- von der am Rand der Bunkeröffnung --3-- liegenden Stützrolle --6'-beträgt vorzugsweise etwas mehr als die halbe Dimension --16-- der Bunkeröffnung --3-- in Verschieberichtung --15--, und der Abstand b der ersten Stützrolle --6-- von der dritten Stützrolle --6"-- ist vorzugsweise höchstens gleich der Länge --17-- der Schieberplatte --1-- in Verschieberichtung --15-- und damit der Länge der Führungsleisten --2--. Durch diese Anordnung der Stützrollen --6, 6', 6"-- ist sichergestellt, dass in jeder Stellung der Schieberplatte --1-- mindestens zwei Stützrollen --6, 6' oder 6"-- mit jeder Führungsleiste --2-- in Eingriff stehen.
In Verbindung mit den die Führungsleisten --2-- sowohl an der Unterseite als auch an der Oberseite in horizontaler Richtung überragenden Bunden --18-- der Stützrollen --6, 6', 6"-- wird ein Kippen bzw. Verklemmen der Schieberplatte --1-- verhindert und weiters ein Rollenwechsel einer Rolle in jeder Stellung der Schieberplatte --1-- ohne zusätzliche Abstützung derselben ermöglicht.
Um einen vorzeitigen Verschleiss der Führungsleisten --2-- und der Stützrollen --6, 6', 6"-- durch das die Bunkeröffnung --3-- durchsetzende Material zu verhindern, sind in den Rahmen - 5-- die Führungsleisten --2-- und Stützrollen --6, 6', 6"-- überdeckende und die Bunkeröff-
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--3-- begrenzende Verschleissleisten --19-- eingesetzt.der Schieberplatte --1-- vorgesehener Hydraulikzylinder --20--, der einerseits am Rahmen-5- und anderseits an der Schieberplatte --1-- angelenkt ist.
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--9-- an- 10-der Stützrollen-6, 6', 6"-- optimal vor einem durch das die Bunkeröffnung --3-- durchsetzende Material verursachten Verschleiss geschützt.
Durch die exakte Führung der Schieberplatte - können die Führungsleisten --2-- und somit auch der Rahmen --5-- entsprechend kurz bemessen werden.
Die Breite --21-- der Verschleissleisten --19-- ist so bemessen, dass das sich im Schüttwinkel von etwa 400 aufstauende Material nicht zu den die Führungsleisten --2-- kontaktierenden Teilen der Umfangsflächen --11-- der Stützrollen --6, 6', 6"-- gelangt und ein Austritt des Materials durch die Öffnungen --12-- verhindert wird. Dazu trägt auch der geringe Abstand --22-- bei, mit dem der der Achse --7-- nächstliegende Abschnitt der Umfangsfläche --11-- an der Eingriff-
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bensdauer der Stützrollen --6, 6', 6"-- und der Führungsleisten --2-- wesentlich erhöht ist.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel, sondern sie kann in verschiedener Hinsicht modifiziert werden. So können z. B. die Führungsleisten --2-- jeden
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beliebigen konvexen Querschnitt aufweisen ; wesentlich ist dabei, dass die rillenförmigen Umfangsflä- chen-11-- der Stützrollen-6, 6', 6"-die Führungsleisten-2-- sowohl an der Unterseite als auch an der Oberseite in horizontaler Richtung überragende Querschnittsteile aufweisen, wobei horizontale Flächenteile, an denen beim Ausfliessen aus dem Bunker --4-- aufgewirbeltes Material liegen bleiben könnte, zu vermeiden sind.
Ein Querschnitt, der diese Bedingungen erfüllt, wäre beispielsweise ein quadratischer bzw. rechteckiger Querschnitt der Führungsleisten --2--, wobei eine der Diagonalen etwa senkrecht zur Ebene der Schieberplatte-l-verläuft und die Umfangs- flächen --11-- der Stützrollen -6, 6', 6"-- ein entsprechendes Gegenprofil aufweisen. Die Anzahl der Stützrollen --6, 6', 6"-- je Führungsleiste --2-- kann entsprechend der Länge des Absperrschiebers bzw. entsprechend dessen Belastung gewählt werden.
An Stelle des Hydraulikzylinders --20-- kann zur Betätigung des Absperrschiebers jede andere im Maschinenbau übliche Stelleinrichtung, wie z. B. eine Gewindespindel, eingesetzt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Absperrschieber für einen Bunker (4) zur Aufnahme von schüttfähigem Material, mit einer unter einer Bunkeröffnung (3) angeordneten und in eine die Bunkeröffnung (3) schliessende bzw. freigebende Position verschiebbaren Schieberplatte (1), die mittels seitlich angeordneter und sich in Verschieberichtung (15) erstreckender Führungsleisten (2) an Stützrollen (6, 6', 6") abgestützt ist, die an einem die Bunkeröffnung (3) umgebenden Rahmen (5) drehbar gelagert sind, wobei die Achsen (7) und Lager (10) der Stützrollen (6,6', 6") an der Rahmenaussenseite (8) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Stützrollen (6, 6', 6") mit ihren die Führungsleisten (2) kontaktierenden Teilen der Umfangsflächen (11)
durch Öffnung (12) des Rahmens (5) in das Innere des vom Rahmen (5) begrenzten Raumes ragen.
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