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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von tafelförmigen Elementen, insbesondere von Glasscheiben, mit einem Gehäuse, das an seinen Enden schlitzförmige Ein- bzw. Austrittsöffnungen für die zu reinigenden Elemente aufweist und durch das die tafelförmigen Elemente im wesentlichen aufrecht stehend befördert werden und mit im Gehäuse angeordneten Reinigungsorganen, wobei im Bereich des Einlassschlitzes und/oder des Auslassschlitzes des Gehäuses und gegebenenfalls innerhalb des Gehäuses zu beiden Seiten der Förderebene, im wesentlichen über die gesamte Höhe der Schlitze Bürsten vorgesehen sind, deren Borsten im wesentlichen quer zur Längserstreckung der Schlitze und senkrecht zur Förderebene ausgerichtet sind.
Die bekannten Vorrichtungen dieser Gattung ("Glaswaschmaschinen") enthalten als Reinigungselemente bewegte Bürsten, denen Düsenrohre zugeordnet sind, aus welchen Wasser oder eine sonstige Reinigungsflüssigkeit auf die Bürsten gesprüht wird.
Eine Problematik der bekannten Vorrichtungen der eingangs genannten Gattung sind die Dichtungen im Bereich des Ein- und des Auslassschlitzes, die als Gummistreifen oder Bürsten ausgebildet sind.
Aus der GB-PS Nr. 433, 791 und der US-PS Nr. 638, 829 ist es bekannt, in einer Bearbeitungsstation an flächigen Werkstücken von beiden Seiten her angreifende Bürsten vorzusehen, wobei gemäss der US-PS Nr. 638829 auch beide Bürsten verschwenkbar gehaltert sein können. Mit den bekannten Bürsten sollen aber keine Bearbeitungsräume abgedichtet werden.
Um die durch die bekannten Dichtungsorgane bedingten Probleme zu lösen und dennoch eine zuverlässige Abdichtung zu gewährleisten, ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass die an einer Seite der Schlitze angeordnete Bürste starr ausgebildet ist, und dass die auf der gegenüberliegenden Seite angeordnete Bürste auf einer im wesentlichen vertikalen Achse verschwenkbar gehaltert ist.
Ein Vorteil der erfindungsgemässen Ausbildung der Dichtungselemente im Bereich der Einlassund Auslassschlitze sowie gegebenenfalls im Inneren des Gehäuses besteht darin, dass auch Bürsten mit weicheren Borsten, die eine Beschädigung empfindlicher Oberflächen tafelförmiger Elemente ausschliessen, verwendet werden können.
Um eine Abdichtung der Schlitze am Einlass, Auslass bzw. in Zwischenwänden auch oberhalb der zu reinigenden tafelförmigen Elemente zu gewährleisten, kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass die verschwenkbare Bürste aus mehreren übereinander angeordneten Bürstenelementen zusammengesetzt ist, die voneinander unabhängig verschwenkbar auf der Achse gelagert sind. Bei dieser Ausführungsform werden nur die im Bereich des zu reinigenden Elementes liegenden verschwenkbaren Bürsten weggeklappt, wogegen die oberhalb des Elementes liegenden schwenkbaren Bürsten in ihrer den Schlitz schliessenden Stellung verbleiben.
Eine besonders zuverlässige Abdichtung wird erreicht, wenn die Borsten der Bürstenelemente unter der Wirkung von Federn in ihrer Ruhestellung gegen die Borsten der feststehenden Bürste gedrückt sind.
Mit besonderem Vorteil ist im Rahmen der Erfindung vorgesehen, dass die feststehende Bürste auf der gleichen Seite der Förderebene wie die Stützrollen für das tafelförmige Element angeordnet ist, wobei die freien Enden der Borsten im wesentlichen in der durch die Stützrollen definierten Ebene liegen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des in den Zeichnungen schematisch wiedergegebenen Ausführungsbeispiels. Es zeigen : Fig. 1 eine Prinzipdarstellung einer Reinigungsvorrichtung in Draufsicht, Fig. 2 vom Inneren der Reinigungsvorrichtung aus gesehen, die Verschlussbürsten und Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie 111-111 in Fig. 2.
Eine in Fig. 1 gezeigte Reinigungsvorrichtung umfasst ein Gehäuse --1--, das an seinen Enden einerseits einen sich von unten nach oben erstreckenden Einlassschlitz --2-- und anderseits einen Auslassschlitz --3-- aufweist. Das Gehäuse-l-ist weiters durch einen Zwischenwand--4-in einen Reinigungsabschnitt --5-- und einen Trockenabschnitt--6--unterteilt.
Für den Transport der zu reinigenden tafelförmigen Elemente (Glasscheiben) durch das Gehäuse --1-- ist diesem ein Förderorgan --7-- zugeordnet, das sich längs durch das Gehäuse-l- erstreckt. Zur seitlichen Abstützung der zu reinigenden Elemente sind im Inneren des Gehäuses
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auf sich im wesentlichen vertikal erstreckenden Leisten --8-- frei drehbare Stützrollen --9-- vorgesehen.
Im Reinigungsabschnitt --5-- des Gehäuses --1-- sind nicht gezeigte Reinigungselemente vorgesehen.
Im Trockenabschnitt --6-- des Gehäuses --1-- sind durch Pfeile angedeutete Trockenge- bläse--13--vorgesehen, aus welchen gegebenenfalls erwärmte Luft auf die gereinigten und zu trocknenden Flächen der tafelförmigen Elemente geblasen wird.
Im Bereich des Einlassschlitzes --2--, des Auslassschlitzes --3-- und eines Schlitzes --14-in der Zwischenwand --4-- des Gehäuses --1-- sind an Hand der Fig. 2 und 3 noch näher zu beschreibende Dicht- bzw. Verschlussorgane --15-- vorgesehen.
Die in Fig. 1 schematisch angedeuteten Verschluss- bzw. Dichtungselemente --15-- umfassen jeweils eine feststehende Bürste --26-- und eine um eine im wesentlichen vertikale Achse --28-verschwenkbare Bürste --27--. Dabei ist die Anordnung in der Regel so getroffen, dass die feststehende Bürste --26-- auf derselben Seite wie die Stützrollen --9-- angeordnet ist. Die verschwenkbare Bürste --27-- wird durch mehrere, voneinander unabhängig verschwenkbare Bürstenelemente --29-- gebildet, die auf einer gemeinsamen Welle --30-- angeordnet sind. Zwischen den einzelnen Bürstenelementen --29-- sind Distanzelemente --31-- vorgesehen.
Fig. 2 zeigt, dass die Borsten --32-- der beweglichen Bürstenelemente--29--so lange sind, dass sie in ihrer den Schlitz --2-- verschliessenden Ruhestellung an den Borsten --33-- der feststehenden Bürste --26-- aufliegen. Es versteht sich, dass die Dichte der Borsten --32-- erheb- lich grösser ist als in den Fig. 2 und 3 gezeigt, und nur der besseren Übersichtlichkeit wegen weniger Borsten --32-- eingezeichnet sind.
Die beweglichen Bürstenelemente --29-- werden von Federn --34-- in ihre Schliessstellung gedrückt, in der die Borsten--32-- der Bürstenelemente-29-- an den Borsten --33-- der fixen Bürste --26-- anliegen. Wird ein tafelförmiges Element --23-- durch einen Schlitz--2, 3 oder 4--des Gehäuses--1-- gefördert, dann verschwenken die beweglichen Bürstenelemente --29-in dem Bereich weg, über den das tafelförmige Element --23-- ragt (vgl. Fig. 2 unten). Die oberhalb des tafelförmigen Elementes --23-- liegenden Bürstenelemente --29-- (vgl. Fig. 2 oben) verbleiben in ihrer Schliessstellung (Anliegen an die Bürste --26--), so dass dort der Schlitz --2, 3 oder 4-- nicht geöffnet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Reinigen von tafelförmigen Elementen, insbesondere von Glasscheiben, mit einem Gehäuse, das an seinen Enden schlitzförmige Ein- bzw. Austrittsöffnungen für die zu reinigenden Elemente aufweist und durch das die tafelförmigen Elemente im wesentlichen aufrecht stehend befördert werden und mit im Gehäuse angeordneten Reinigungsorganen, wobei im Bereich des Einlassschlitzes und/oder des Auslassschlitzes des Gehäuses und gegebenenfalls innerhalb des Gehäuses zu beiden Seiten der Förderebene, im wesentlichen über die gesamte Höhe der Schlitze Bürsten vorgesehen sind, deren Borsten im wesentlichen quer zur Längserstreckung der Schlitze und senkrecht zur Förderebene ausgerichtet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die an einer Seite der Schlitze (2, 3) angeordnete Bürste (26) starr ausgebildet ist,
und dass die auf der gegenüberliegenden Seite angeordnete Bürste (27) auf einer im wesentlichen vertikalen Achse (28) verschwenkbar gehaltert ist.