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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reinigen von tafelförmigen Elementen, insbeson- dere von Glasscheiben, mit einem Gehäuse, das an seinen Enden schlitzförmige Ein- bzw. Austritts- öffnungen für die zu reinigenden Elemente aufweist, und mit einem sich durch die gesamte Vorrich- tung erstreckenden, langgestreckten, endlosen Förderglied mit darauf aufeinanderfolgend befestig- ten Auflagern, auf denen das zu reinigende Element aufsteht, und im wesentlichen aufrecht stehend durch das Gehäuse an Spritzdüsen vorbei befördert wird, wobei zur seitlichen Abstützung des
Elementes an dessen einer Fläche angreifende Stützglieder vorgesehen sind.
Die bekannten Vorrichtungen dieser Gattung ("Glaswaschmaschinen") enthalten als Reinigungs- elemente Bürsten, die um im wesentlichen vertikale Achsen rotieren und denen Düsenrohre zugeord- net sind, aus welchen Wasser oder eine sonstige Reinigungsflüssigkeit auf die Bürsten gesprüht wird. Zwischen jeweils zwei benachbarten Bürsten sind an beiden Seiten der zu reinigenden tafel- förmigen Elemente (Glasscheiben) angreifende Antriebswalzen vorgesehen. Die Antriebswalzen müssen mit erheblichem Druck gegen die zu reinigenden tafelförmigen Elemente gedrückt werden, um die von den rotierenden Bürsten auf die tafelförmigen Elemente ausgeübten Kräfte zu überwinden und die tafelförmigen Elemente durch die Vorrichtung zu fördern.
Eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung ist aus der US-PS Nr. 2, 671, 241 bekannt.
Bei dieser bekannten Vorrichtung ist das Förderglied als Gliederkette ausgebildet, die Gummiaufla- ger für die zu transportierenden Glasscheiben aufweist.
Aus der eine Vorrichtung zum Reinigen von Milchkannen betreffenden US-PS Nr. l, 869, 477 ist ein Förderglied bekannt, das als hin-und hergehender Balken zum intermittierenden Vorschieben der stehenden Milchkannen ausgebildet ist. An diesem Balken sind verschwenkbare Mitnehmer vorge- sehen, die beim Leerhub des Balkens nach unten verschwenken. Der US-PS Nr. 1. 869, 477 ist keine
Lehre zu entnehmen, an einem sich kontinuierlich durch eine Reinigungsvorrichtung bewegenden
Förderglied niederdrückbare Mitnehmer vorzusehen, weil bei der US-PS Nr. l, 869, 477 die Mitnehmer nur deswegen niederdrückbar sind, damit sie beim Leerhub die Milchkannen nicht mitnehmen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung anzugeben, welche die geschilderten Nachteile nicht aufweist und einen gleichmässigen Transport der tafelförmigen Elemente ohne Antriebswalzen, die an den Elementen seitlich angreifen, zulässt.
In Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich die erfindungsgemässe Vorrichtung dadurch aus, dass am Förderglied an sich bekannte, verschwenkbar gelagerte und unter seine Oberseite niederdrückbare Mitnehmer vorgesehen sind, die an dem, bezogen auf die Förderrichtung hinteren, vertikalen Rand des Elementes angreifen.
Mit der erfindungsgemässen Ausgestaltung des Förderorgans ist ein zuverlässiger Transport der zu reinigenden tafelförmigen Elemente möglich, ohne dass auf die zu reinigenden Flächen die Reinigung behindernde Förderwalzen drücken.
Bevorzugt ist dabei, dass an dem in an sich bekannter Weise als Gliederkette ausgebildeten Förderglied an seiner Oberseite die Mitnehmer zwischen den Auflagern für das Element vorgesehen sind.
Dadurch, dass die auf die tafelförmigen Elemente einwirkende Vortriebskraft bei der erfindungsgemässen Vorrichtung von den am Förderglied vorgesehenen Mitnehmern übernommen wird, braucht die seitliche Abstützung keine Vortriebskraft mehr zu übernehmen. Es ist daher bei der erfindungsgemässen Vorrichtung möglich, zur seitlichen Abstützung der um 4 bis 50 gegenüber der Vertikalen geneigten tafelförmigen Elemente bloss an einer Fläche derselben angreifende, frei drehbare Stützrollen vorzusehen.
Diese einfache und den Reinigungsvorgang durch die in Strahlform gegen die zu reinigenden Flächen geschleuderte Reinigungsflüssigkeit nicht behindernde Ausführungsform der seitlichen Abstützung kann sich noch dadurch auszeichnen, dass die frei drehbaren Stützrollen an ihrer Umfangsfläche Ringe aus elastischem Werkstoff mit einem Querschnitt aufweisen, der eine im wesentlichen bloss punktförmige Berührung mit dem zu reinigenden Element ergibt.
Auf Grund der beschriebenen Merkmale eignet sich die erfindungsgemässe Vorrichtung auch zum Reinigen von tafelförmigen Elementen mit empfindlichen Oberflächen oder Oberflächenbeschichtungen (beispielsweise metallisierte Glasscheiben), da keine an den zu reinigenden Flächen angreifenden Antriebsorgane, wie Antriebswalzen od. dgl., vorgesehen sind. Dabei ist es bei Verwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung ohne weiteres möglich, abwechselnd dicke und dünne tafelförmi-
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ge Elemente zu reinigen, was bislang nur mit Betriebsunterbrechungen wegen der notwendigen Umstellungsarbeiten zur Anpassung der Vorrichtung an verschiedenen Dicken möglich war.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des in den Zeichnungen schematisch wiedergegebenen Ausführungsbeispiels. Es zeigen : Fig. l eine Prinzipdarstellung einer Reinigungsvorrichtung in Draufsicht, Fig. 2 eine Einzelheit im Bereich des Förderorgans, Fig. 3 ein weiteres Detail, aus dem die seitliche Abstützung der Elemente sichtbar ist und Fig. 4 die Zuordnung der Düsen zu dem zu reinigenden Element.
Eine in Fig. l gezeigte Reinigungsvorrichtung umfasst ein Gehäuse --1--, das an seinen Enden einerseits einen sich von unten nach oben erstreckenden Einlassschlitz --2-- und anderseits einen Auslassschlitz --3-- aufweist. Das Gehäuse-l-ist weiters durch eine Zwischenwand --4-- in einen Reinigungsabschnitt --5-- und einen Trockenabschnitt --6-- unterteilt.
Für den Transport der zu reinigenden tafelförmigen Elemente (Glasscheiben) durch das Gehäuse --1-- ist diesem ein Förderorgan --7-- zugeordnet, das sich längs durch das Gehäuse --1-erstreckt. Zur seitlichen Abstützung der zu reinigenden Elemente sind im Inneren des Gehäuses auf sich im wesentlichen vertikal erstreckenden Leisten --8-- frei drehbare Stützrollen --9-- vorge- sehen.
Im Reinigungsabschnitt --5-- des Gehäuses --1-- sind im gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Gruppen von Düsen --10-- vorgesehen. Wie aus Fig. l ersichtlich ist, sind die Düsen --10-einander paarweise gegenüberliegend, d. h. zu beiden Seiten der Förderebene angeordnet und schliessen mit ihren Achsen --12-- mit dieser einen Winkel von etwa 600 ein. Die Düsen --10--
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Im Trockenabschnitt --6-- des Gehäuses --1-- sind durch Pfeile angedeutete Trockengebläse - vorgesehen, aus welchen gegebenenfalls erwärmte Luft auf die gereinigten und zu trocknenden Flächen der tafelförmigen Elemente geblasen wird.
Im Bereich des Einlassschlitzes --2--, des Auslassschlitzes --3-- und eines Schlitzes --14-in der Zwischenwand --4-- des Gehäuses --1-- sind Dicht- bzw. Verschlussorgane --15-- vorge- sehen.
Das Förderorgan --7-- ist ausweislich Fig. 2 beispielsweise als Gliederkette --16-- ausge- bildet, an der Mitnehmer --17-- um Achsen --18-- verschwenkbar gelagert sind. Die Mitnehmer - werden durch Gewichtsbelastung und/oder durch die Wirkung von Federn --19-- in eine Stellung verschwenkt, in der ihr oberes Ende --20-- über die Gliederkette --16-- ragt.
Zwischen jeweils zwei benachbarten Mitnehmern --17-- sind beispielsweise aus Kunststoff bestehende Auflager - vorgesehen, auf welchen der untere Rand --22-- eines tafelförmigen Elementes, beispielsweise einer Glasscheibe --23--, aufruht und die unter ihm befindlichen Mitnehmer --17-- nach unten drückt, wogegen der dem hinteren vertikalen Rand --24-- des Elementes --23-- zugeordnete Mitnehmer --17-- nach oben verschwenkt ist und dort zum Fördern des Elementes --23-- an dessen Rand --24-- anliegt.
Zur seitlichen Abstützung sind, wie erwähnt, auf Leisten --8-- über Lager frei drehbar montierte Stützrollen --9-- vorgesehen. Die Stützrollen --9-- besitzen an ihrem Umfang Ringe mit kreisrundem Querschnitt, so dass sich eine im wesentlichen punktförmige Auflage der Stützrollen - an der Glasscheibe --23-- ergibt. Aus Fig. 3 ist ersichtlich, dass bei der erfindungsgemässen Vorrichtung lediglich durch die Stützrollen --9-- und die Gliederkette --16--, die auf einer unter ihr angeordneten Führungsschiene --25-- aufliegen kann, abgestützt bzw. transportiert wird.
Fig. 4 zeigt, dass die übereinanderliegenden Düsen --10-- einen derartigen Abstand voneinander haben, dass die Kegel der aus ihnen strahlförmig gegen die Glasscheibe --23-- geschleuderten Reinigungsflüssigkeit einander überlappen.
Die Düsen --10-- können ferner um ihre Mittellage, in der ihre Achsen zu den zu reinigenden Flächen im wesentlichen senkrecht stehen, auf- und abverschwenkbar gelagert sein, so dass die Düsen durch einen geeigneten Antrieb in entsprechende oszillierende Bewegungen versetzt werden können.