<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Tragraster für Mosaik-Schaltbilder bestehend aus Metallstreifen mit Schlitzen, in denen diese Metallstreifen mit den senkrecht zu ihnen laufenden Streifen kreuzweise verschränkt sind, wobei eine Gruppe von Rasterstreifen nur auf einer Längsseite Schlitze aufweist, während die dazu senkrecht stehende Gruppe von Rasterstreifen auf beiden Längsseiten wechselseitig Schlitze aufweist.
Derartige Tragraster werden in elektrischen Warten von Schalt-, Überwachungs- oder Steueranlagen, beispielsweise für Gleisbildstelltafeln in der Eisenbahnsicherungstechnik zur Darstellung des Gleisbildes, verwendet.
Aus der DE-AS 1490026 ist bereits ein derartiger Tragraster bekannt, bei dem die einzelnen Rasterelemente an ihren Stirnseiten mit Gewindebohrungen versehen und an entsprechend vorgebohrten Stahlstreben eines an den Ecken verschweissten Rahmengestelles durch Schrauben befestigt sind. Dabei sind die Rasterleisten in ihren einzelnen Kreuzungspunkten nur lose ineinandergesteckt und nicht miteinander verbunden, so dass die Stabilität des Tragrasters nur durch die jeweils zwei Schraubverbindungen der einzelnen Rasterleisten mit dem Rahmengestell gegeben ist.
Dies ist zumindest bei grösseren Tragrastern nachteilig und kann zu Lagerungenauigkeiten und zu Verziehungen des Rasters führen. Bei einem ähnlichen Tragraster, der in der CH-PS Nr. 563071 gezeigt wird, werden die zusammengesteckten Streifen an deren Kreuzungsstellen mittels radial klemmenden Spannschrauben zusammengehalten. Beide Methoden erfordern aufwendige Fertigungsverfahren. Die bisher bekannten Tragraster sind als einziges Stück ausgebildet, was sich besonders bei der Herstellung von grossflächigen Mosaik-Schaltbildern nachteilig auswirkt, da der Transport eines vorgefertigten Schaltbildes kaum möglich ist.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, die bekannten Tragraster so auszubilden, dass das vorgefertigte, voll bestückte Mosaik-Schaltbild leicht transportierbar und am Einsatzort ohne grossen Aufwand montierbar ist, dass der Raster mit geringem Fertigungsaufwand ein hohes Mass an Stabilität erhält und dass die Vorzugsseite des Tragrasters ein hohes Mass an Ebenheit aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Tragraster aus aneinanderreihbaren, miteinander verklemmbaren Rasterelementen besteht, dass die kreuzweise verschränkten Rasterstreifen an der den Schlitzen gegenüberliegenden Seite in den Kreuzungspunkten jeweils eine Ausnehmung aufweisen, deren Breite der Schlitzbreite entspricht, und in diesen Ausnehmungen miteinander symmetrisch verprägt sind, dass die Randstreifen die halbe Materialstärke der Rasterstreifen aufweisen und mit den Rasterstreifen mittels deren Prägenasen ebenfalls symmetrisch verprägt sind und dass mindestens einige der Rasterstreifen trapezförmige Ausnehmungen aufweisen und die Rasterelemente in diesen Ausnehmungen mittels eingesteckter Klemmstücke miteinander verbunden sind.
Durch die Aufteilung des Rasters in Rasterelemente kann das Mosaik-Schaltbild in Bildelementen vorgefertigt werden. Die leicht transportierbaren Bildelemente können am Aufstellungsort ohne Zuhilfenahme eines Werkzeuges und ohne sichtbaren Zwischenraum aneinandergereiht und mittels der Klemmstücke verbunden werden. Die eingeschobenen Mosaikbausteine verhindern dabei ein Herausfallen der Klemmstücke. Durch die symmetrische Verprägung in jedem einzelnen Kreuzungspunkt und mit den Randstreifen erhält der Raster eine hohe Stabilität und Lagegenauigkeit, wobei Materialtoleranzen und Ungenauigkeiten der Schlitzmasse automatisch ausgeglichen werden und keinen Einfluss auf die Stabilität ausüben.
Der erfindungsgemässe Tragraster wird in der Praxis dadurch besonders vorteilhaft ausgebildet, dass bei einer Gruppe der einseitig geschlitzten Rasterstreifen die Schlitztiefe masshaltig ist, während bei der andern Gruppe der einseitig geschlitzten Rasterstreifen das nach dem Schlitz verbleibende Restmaterial masshaltig ist und dass bei den beidseitig geschlitzten Rasterstreifen jene Schlitze, die sich auf der Vorzugsseite des Tragrasters befinden, masshaltig sind und bei jenen Schlitzen, die sich nicht auf der Vorzugsseite befinden, das Restmaterial masshaltig ist, und dass beim Zusammenbau des Tragrahmens alle masshaltigen Schlitze und alle Teile mit masshaltigem Restmaterial auf der Vorzugsseite liegen. Die Rasterstreifen und die Randstreifen werden bei der Fertigung auf der Vorzugsseite markiert.
Beim Zusammenbau müssen alle Markierungen in dieselbe Richtung weisen, wodurch die richtige Montage der Einzelteile zum gesamten Tragraster erleichtert wird. Durch diese Massnahme erhält die Vorzugsseite des Tragrasters das grösstmögliche Mass an Ebenheit.
<Desc/Clms Page number 2>
Schliesslich zeigt eine weitere Ausbildung, dass die Klemmstücke Befestigungselemente, beispielsweise Gewindebolzen oder Bohrungen zur Befestigung mittels Gewindebolzen, aufweisen.
Durch diese Ausbildung kann der Tragraster in einfacher Weise und ohne zusätzliche Befestigungseinrichtung auf einem Tragrahmen oder auf einer Wand mit beliebig vielen Stützpunkten befestigt werden. Besondere Werkzeuge sind dabei nicht erforderlich.
Im nachfolgenden Beispiel wird an Hand der Zeichnungen ein Tragraster nach der Erfindung näher beschrieben. In Fig. l ist ein fertig montiertes Rasterelement dargestellt, Fig. 2 zeigt einen beidseitig geschlitzten Rasterstreifen, Fig. 3 einen einseitig geschlitzten Rasterstreifen, bei dem die Schlitztiefe bemasst ist und Fig. 4 einen solchen, bei dem das Restmaterial bemasst ist. Fig. 5 zeigt den Schnitt durch eine Verprägung im Kreuzungspunkt von zwei Rasterstreifen und in Fig. 6 ist eine ebensolche Verbindung zwischen einem Rasterstreifen und einem Randstreifen dargestellt.
Schliesslich zeigt Fig. 7 die Verbindung zweier Rasterelemente mittels eines Klemmstückes und in den Fig. 8 und 9 sind Klemmstücke mit besonders ausgebildeten Befestigungselementen dargestellt.
Der in Fig. l dargestellte Tragraster besteht aus beidseitig geschlitzten Rasterstreifen-l- und einseitig geschlitzten Rasterstreifen --2, 3-- die in den Kreuzungspunkten --4-- ineinander verschränkt und miteinander verprägt sind und die weiters mit Randstreifen --5-- verprägt sind.
Die geschlitzten Rasterstreifen --1, 2, 3-- sind in den Fig. 2, 3 und 4 gezeigt. Gegenüber den langen Schlitzen befinden sich jeweils kurze Ausnehmungen --7--. Diese Ausnehmungen haben die Aufgabe, die Materialspannungen zu verringern, einen Freiraum zum Überprägen zu schaffen und dabei die seitliche Justierung zu gewährleisten. An den Enden der Rasterstreifen sind je zwei Prägenasen --12-- zur Befestigung der Randstreifen --5-- vorhanden. Weiters sind an den Enden trapezförmige Ausnehmungen --10-- ausgestanzt, die das exakte Aneinanderreihen von mehreren Rasterelementen erlaubt.
Die Schlitze der Rasterstreifen sind von einer bevorzugten Kante bemasst und werden auch so verarbeitet. Durch diese Festlegung kann die Ebenheit der bevorzugten Seite des Rasters durch Materialtoleranzen nicht mehr beeinflusst werden.
Es werden also drei Typen von Rasterstreifen gefertigt. Im beidseitig geschlitzten Raster- streifen --1-- (Fig. 2) sind auf der bevorzugten Seite die Schlitze --8-- bemasst, während die Schlitze auf der Gegenseite durch die Bemassung des Restmaterials --9-- definiert sind. In Fig. 3 sind die Schlitze bemasst, da diese zur bevorzugten Seite weisen. Im Rasterstreifen --3-- nach Fig. 4 sind die Schlitze auf der nicht bevorzugten Seite angeordnet und daher wird hier das Restmaterial --9-- bemasst.
Alle Rasterstreifen 2--haben eine Markierung --6--, die die bevorzugte Seite bezeichnet. Der Raster wird so zusammengebaut, dass die bevorzugte Seite des Rasters sehr eben ist und sich nur auf der Rückseite die Toleranzen in Form von Unebenheiten zeigen. Da nur die bevorzugte Seite des Rasters als Basis für die Aufnahme von Rastereinsätzen wichtig ist, spielen Unebenheiten auf der Rückseite keine Rolle. Es muss nur darauf geachtet werden, dass bei der späteren Montage der Raster von der bevorzugten Seite mit Rasterelementen bestückt wird.
Fig. 5 zeigt den Kreuzungspunkt zweier zusammengesteckter und miteinander verprägter Rasterstreifen --1 und 2--. Um ein leichtes Zusammenstecken zu gewährleisten, wird die Schlitzbreite so gewählt, dass sie unter Berücksichtigung der Material- und Fertigungstoleranzen stets grösser ist als die Materialstärke der Rasterstreifen. Durch symmetrisches Verprägen wird der Rasterstreifen --2-- in die Mitte des Schlitzes des Rasterstreifens --1-- gezogen und an den Be- rührungskanten --14-- verklemmt. Das verprägte Material --15-- wird dabei symmetrisch nach aussen gedrückt, wodurch der Rasterstreifen --1-- seinerseits in die Mitte des Schlitzes des Rasterstreifens --2-- gezogen wird.
Sind alle Kreuzungspunkte des Rasters verprägt, wird eine Umrandung aus Randstreifen - mit der halben Materialstärke der Rasterstreifen befestigt. Diese Befestigung erfolgt durch symmetrisches Verprägen der Nasen --12-- der Rasterstreifen --1, 2, 3-- mit den Randstreifen --5-- in deren besonders ausgebildeten Ausnehmungen --13-- (Fig. 6).
Fig. 7 zeigt die Verbindung von mehreren Rasterelementen. Um einzelne Raster exakt mit-
<Desc/Clms Page number 3>
einander verbinden zu können, was besonders bei geraden Flächen wichtig ist, werden Klemmstücke --11-- als Verbindungselement benutzt. Sie sind aus dem gleichen Material wie die Rasterstreifen, haben also die gleiche Dicke und ermöglichen das beiderseitige Einstecken von Mosaikbausteinen. Durch die eingesteckten Mosaikbausteine sind die Klemmstücke in ihrer Lage fixiert.
Die Klemmstücke --11-- können auch als Befestigungseinrichtung für den Tragraster verwendet werden, wenn sie, wie in Fig. 8 gezeigt, Gewindebolzen --16-- aufweisen, die mittels Muttern an eine Rückwand --17-- angeschraubt werden.
In einer andern Variante, die in Fig. 9 gezeigt ist, weist das Klemmstück --11-- eine Bohrung auf, die mittels Schraube --19-- mit einer Gestellschiene --17-- verbunden ist. In beiden
EMI3.1
--11-- in- Elemente freizuhalten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tragraster für Mosaik-Schaltbilder bestehend aus Metallstreifen mit Schlitzen, in denen diese Metallstreifen mit den senkrecht zu ihnen laufenden Streifen kreuzweise verschränkt sind, wobei eine Gruppe von Rasterstreifen nur auf einer Längsseite Schlitze aufweist, während die dazu senkrecht stehende Gruppe von Rasterstreifen auf beiden Längsseiten wechselseitig Schlitze aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Tragraster aus aneinanderreihbaren, miteinander verklemmbaren Rasterelementen besteht, dass die kreuzweise verschränkten Rasterstreifen (1, 2,3) an der den Schlitzen gegenüberliegenden Seite in den Kreuzungspunkten (4) jeweils eine Ausnehmung (7) aufweisen, deren Breite der Schlitzbreite entspricht, und in diesen Ausnehmungen miteinander symmetrisch verprägt sind, dass die Randstreifen (5)
die halbe Materialstärke der Rasterstreifen (1, 2,3) aufweisen und mit den Rasterstreifen mittels deren Prägenasen (12) ebenfalls symmetrisch verprägt sind und dass mindestens einige der Rasterstreifen trapezförmige Ausnehmungen (10) aufweisen und die Rasterelemente in diesen Ausnehmungen mittels eingesteckter Klemmstücke (11) miteinander verbunden sind.