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Die Erfindung betrifft einen aus flächigen Elementen aufgebauten Wandbelag, die aus einer an der Wand anliegenden elastischen Schicht und einer auf diese aufkaschierten und diese überragenden Oberflächenschicht bestehen.
Solche Wandbeläge dienen hauptsächlich in Turnhallen zur Auskleidung der Wände, um eventuelle Verletzungen von an der Wand anprallenden Sportlern zu verhindern.
Üblicherweise werden derartige Wandbeläge entweder in einem Stück oder aus mehreren flächigen Elementen bestehend an der Wand aufgebracht. Die Herstellung eines einstückigen Wandbelages bereitet allerdings praktisch Schwierigkeiten, da man lange Bahnen aus einer elastischen Schicht wirtschaftlich nur durch Schälen von einer Rolle herstellen kann, wodurch jedoch nach dem Aufkaschieren einer Oberflächenschicht unabwendbare Spannungen und Verwerfungen des Wandbelages auftreten und somit die angestrebte Verwendung problematisch ist. Daher wurden derartige Wandbeläge praktisch meist aus flächigen Elementen aufgebaut, indem mehrere flächige Elemente an den Kanten zusammenstossend auf der Wand befestigt wurden.
Als grosser, störender Nachteil ist nun zwischen zwei benachbarten flächigen Elementen ein Spalt vorhanden, der beim Auseinanderklaffen optisch unschön wirkt und ausserdem eine Angriffsmöglichkeit zur Zerstörung des Wandbelages bietet.
Um diesem Umstand abzuhelfen, wurden einige Konstruktionen vorgeschlagen. So z. B. klebt man über diesen Spalt einen Streifen aus einem der Oberflächenschicht ähnlichen Material. Für kurze Zeit bewirkt dieser Streifen auch eine Abdichtung des Spaltes. Es zeigt sich jedoch, dass nach längerer Beanspruchung der Streifen entweder durch die mechanischen Spannungen abgelöst oder durch ein Anstreifen bzw. Hängenbleiben eines Sportlers an einer Seitenkante des Streifens dieser heruntergerissen wurde. Vor allem auch in Turnhallen, die für Kinder zur Verfügung stehen, bietet so ein aufgeklebter Streifen eine Angriffsfläche für Fingernägel und wird gerne heruntergekratzt.
Auch das Aufbringen von flächigen Elementen, die nur aus einer elastischen Schicht bestehen, und über die dann in einem Stück eine Oberflächenschicht aufgebracht wurde, erwies sich als ungünstig, da das Aufkleben der Oberflächenschicht besonders fachtechnische Kenntnisse voraussetzt und vor allem mangels Vorrichtungen zum Anpressen der Oberflächenschicht auf die elastischen Schichten dieses Verfahren nicht zielführend ist.
Bei herkömmlichen starren, aus keramischen Fliesen bestehenden Wandbelägen ist es weiters bekannt, auf die einzelnen Fliesen elastische Schichten, die etwa kleiner sind als die Umrisse der Fliesen, aufzubringen. Ein derartiger Wandbelag ist beispielsweise in der DE-OS 2443908 gezeigt und beschrieben. Hiebei soll die elastische Schicht auf den Fliesen Unebenheiten der Wand aufnehmen und eine flächige Auflage gewährleisten. Ein derartiger auf herkömmliche Weise verfugter Wandbelag ist zur Auskleidung von Wänden, wo die Verletzungsgefahr für anprallende Personen herabgesetzt werden soll, gänzlich ungeeignet.
Die Erfindung hat sich nun zur Aufgabe gesetzt, einen Wandbelag zu schaffen, der aus flächigen Elementen aufgebaut ist, wobei diese flächigen Elemente ausgezeichnet und dauerhaft miteinander verbunden sind, ohne die oben angeführten Nachteile aufzuweisen.
Diese Aufgabe wird bei einem Wandbelag der eingangs genannten Art erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass das Mass des Überragens der Oberflächenschicht mindestens der Materialstärke der elastischen Schicht entspricht, wobei der überragende Teil der Oberflächenschicht in Richtung zur Wand umgebogen und mit dem umgebogenen Teil der Oberflächenschicht eines benachbarten Elementes fest verbunden ist.
Ein solcher erfindungsgemässer Wandbelag ermöglicht es vorteilhaft erstmals, flächige Elemente aus einer elastischen Schicht und einer Oberflächenschicht derart fest und stabil miteinander zu verbinden, dass Einflüsse von aussen, beispielsweise hervorgerufen durch Anstossen oder durch Anstreifen eines Sportlers, diese flächigen Elemente nicht zu trennen vermögen. Die Herstellung eines derartigen erfindungsgemässen Wandbelages kann dabei direkt an der Wand oder an einem andern Ort durchgeführt werden, wobei dann der aus den flächigen Elementen zusammengesetzte Wandbelag in einem Stück an der Wand befestigt werden kann.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung des erfindungsgemässen Wandbelages, wonach zwei später benachbarte flächige Elemente mit ihren Oberflächenschichten Rücken an Rücken
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zusammengelegt werden, dann die Teile der Oberflächenschicht, die die elastische Schicht überragen, z. B. durch Nähen, fest miteinander verbunden werden, und beide flächigen Elemente entlang dieser Naht so aufgeklappt werden, dass die überragenden Teile der Oberflächenschichten entlang der Naht umgebogen werden, wonach gegebenenfalls weitere Elemente auf die gleiche Art angefügt werden.
Dieses Verfahren ermöglicht ein rasches Herstellen und Montieren eines erfindungsgemässen Wandbelages, wobei vor allem vorteilhafterweise sämtliche Stossstellen exakt miteinander verbunden werden können und die Montage durchaus auch mit nur einer Person zu bewerkstelligen ist.
An Hand der Zeichnungen soll die Erfindung näher erläutert werden.
Fig. 1 zeigt die Herstellung eines erfindungsgemässen Wandbelages und Fig. 2 einen fertig montierten Wandbelag im Schnitt.
In der Darstellung der Fig. 1 sind zwei flächige Elemente, bestehend aus einer elastischen
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beiden Seiten die elastische Schicht --1--. An einer Seite wird nun dieser überragende Streifen - der Oberflächenschicht --2-- durch eine Naht --4-- vernäht. Anschliessend werden beide flächigen Elemente über diese Naht in Richtung des Pfeils 5 aufgeklappt.
Die Fig. 2 zeigt einen fertig an einer Wand montierten Wandbelag. Die elastischen Schichten - der flächigen Elemente liegen an der Wand --6-- an, die Oberflächenschicht --2-- ist an den Seiten in Richtung Wand abgebogen und durch eine Naht --5-- vernäht, wodurch eine feste dauerhafte Verbindung der flächigen Elemente gewährleistet ist.
Das Vernähen erfolgt dabei derart, dass zwei später benachbarte flächige Elemente mit ihren Oberflächenschichten Rücken an Rücken zusammengelegt werden, d. h. dass sie spiegelverkehrt gegen- überliegend sind.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Aus flächigen Elementen aufgebauter Wandbelag, die aus einer an der Wand anliegenden elastischen Schicht und einer auf diese aufkaschierten und diese überragenden Oberflächenschicht bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass das Mass des Überragens der Oberflächenschicht (2) mindestens der Materialstärke der elastischen Schicht (1) entspricht, wobei der überragende Teil der Oberflächenschicht (2) in Richtung zur Wand umgebogen und mit dem umgebogenen Teil der Oberflächenschicht (2) eines benachbarten Elementes fest verbunden ist.