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Die Erfindung bezieht sich auf eine Bandkassette zum Einsetzen in ein Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät mit einer Spulenantriebsvorrichtung, die wenigstens eine Antriebswelle aufweist, welche Bandkassette ein Gehäuse aufweist, in dem eine Abwickel- und eine Aufwickelspule gelagert sind, von denen die eine im uneingesetzten Zustand der Bandkassette von einer ersten Bremsvorrichtung gebremst ist, die aus Zähnen am Spulenflansch, Zähnen am Gehäuse und einer Belastungseinrichtung besteht, und von denen die andere im uneingesetzten Zustand der Bandkassette von einer zweiten Bremsvorrichtung gebremst ist, die von einem Zahnkranz am Spulenflansch, einer Bremse mit einem Finger und einer Belastungseinrichtung besteht, wobei das Gehäuse an seiner Unterseite ein Loch im Bereich der Bremse aufweist.
Derzeit sind Video-Aufnahme-und/oder Wiedergabegeräte mit Bandkassetten im praktischen Gebrauch beschränkt. Bei diesen Geräten gibt es weltweit zwei oder drei verschiedene Typen, wobei aber keine Austauschbarkeit zwischen den verschiedenen Typen, sondern lediglich zwischen den Geräten jeweils einer Type besteht. Das heisst, dass eine einer der Typen zugeordnete Bandkassette nur auf den verschiedenen Geräten derselben Type be- oder abgespielt werden kann.
Um nun die Austauschbarkeit zwischen den einzelnen, von verschiedenen Herstellern hergestellten Aufnahme- und Wiedergabegeräten zu gewährleisten, ist eine Vereinheitlichung der Abmessungen der Bandkassetten und der Aufnahme- und Wiedergabegeräte durchgeführt worden, d. h., dass die Abmessungen für jede Gerätetype gleich sind und dass Normal-Bandkassetten und normale Aufnahmeund Wiedergabegeräte für jeweils eine der Typen vorgesehen und erhältlich sind.
In letzter Zeit wird dem Problem der Verkleinerung der Hauptabmessungen des Aufnahmeund Wiedergabegerätes ziemliche Bedeutung beigemessen. Es soll nämlich ein kompaktes tragbares Aufnahme- und Wiedergabegerät oder beispielsweise eine solche Konstruktion geschaffen werden, dass ein Aufnahmegerät in eine Fernsehkamera eingebaut werden kann.
In dieser Hinsicht sind einige Anstrengungen unternommen worden, um ein kompaktes Aufnahmeund Wiedergabegerät unter Verwendung einer Miniatur-Bandkassette zu verwirklichen, bei der die Art und Weise der Videoaufzeichnung auf dem Band sowie die Abmessungen gänzlich verschieden von denen der normalen Aufnahme- und Wiedergabegeräte mit Normalkassetten sind, die bereits in weiter Verbreitung auf dem Markt sind. Allerdings sind bei dieser kompakten Gerätetype Abmessungen vorgesehen, die von denen der herkömmlichen Gerätetypen völlig abweichen, so dass zwischen diesen Gerätetypen kein Austausch möglich ist. Daher hat die kompakte Gerätetype den Nachteil, dass eine mit einem solchen Gerät bespielte Bandkassette mit einem normalen Aufnahmeund/oder Wiedergabegerät nicht abgespielt werden kann. Dies stellt eine grosse Benachteiligung der Besitzer von Kompaktgeräten dar.
Bei andern Versuchen, ein kompaktes, tragbares Aufnahme- und/oder Wiedergabegerät mit derselben Aufzeichnungsart und denselben Abmessungen wie bei den normalen Gerätetypen zu entwickeln, wird eine Bandkassette verwendet, deren Abmessungen geringfügig verkleinert sind, indem die Bandlänge und die Spulendurchmesser im Vergleich zu den herkömmlichen Bandkassetten verringert sind. Auf diese Weise kann eine von dem tragbaren Kompaktgerät bespielte Bandkassette so wie sie ist mit einem Normalgerät abgespielt werden.
Jedenfalls ist bei der für das oben erwähnte tragbare Kompaktgerät vorgesehenen Bandkassette der Abstand zwischen der Abwickel- und der Aufwickelspule gleich dem Abstand zwischen den Spulen der Normalkassette, so dass die zur Verwendung für das tragbare Gerät bestimmte Bandkassette in ein Normalgerät eingesetzt werden kann. Aber selbst wenn die Bandlänge zur Verminderung der Spulendurchmesser verringert ist, bestehen noch immer Grenzen bei der Verkleinerung der Spulendurchmesser. Daher hat dieses System den Nachteil, dass die Grösse der Bandkassette als Ganzes nur unerheblich verringerbar ist, was übrigens auch für das Aufnahmeund/oder Wiedergabegerät gilt.
Es gibt auch noch ein anderes System, bei dem die Bandlänge zwecks Verminderung der Spulendurchmesser verringert ist und bei dem weiters durch Verkleinerung des Spulenabstandes eine Miniaturkassette geschaffen ist. Bei diesem System ist das Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät als Abwandlung eines Normalgerätes derart konstruiert, dass die Antriebsscheibe für die Aufwickelspule beweglich ist. Bei dieser Abwandlung des Normalgerätes befindet sich die aufwickelseitige Antriebsscheibe bei eingesetzter Normalkassette in Normalstellung und bei eingesetzter Miniaturkassette in einer näher der Abwickelspule liegenden Stellung.
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Bei derartigen Bandkassetten besteht das Bedürfnis, das Band gegen Beschädigungen zu schützen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dieses Bedürfnis zu befriedigen und eine Bandkassette zu schaffen, bei der das Band gegen Herausziehen aus dem Kassettengehäuse gesichert ist, solange die Kassette nicht in das Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät eingesetzt ist.
Aus der AT-PS Nr. 359307 ist zwar eine Bandkassette mit einer Bremsvorrichtung bekannt, um das Band im uneingesetzten Zustand der Kassette gegen Herausziehen zu sichern, doch ist diese Vorrichtung kompliziert aufgebaut, aufwendig in der Herstellung und hinsichtlich der Funktion problematisch. Ein T-förmiger Träger trägt zwei klinkenartige Bremshebel, die in an den
Spulenflanschen vorgesehene Zähne eingreifen. Bei eingesetzter Kassette greift ein Stift des Aufnahme-und/oder Wiedergabegerätes an einer Schrägfläche des Trägers an und verschiebt diesen, wodurch die beiden Bremshebel von den Zähnen abgehoben und weggeschwenkt werden.
Durch Reibung oder Verschleiss kann das Verschieben des Trägers beeinträchtigt werden, so dass sowohl das Lösen als auch Bremsen der Spulen erschwert wird ; im Falle gestörter Bremsfunktion sind beide Spulen ungesichert, weil bloss eine Bremsvorrichtung vorhanden ist.
Die Erfindung geht daher von einer Bandkassette der eingangs angegebenen Art aus und hat zum Ziel, eine solche Bandkassette derart zu verbessern, dass das Bremsen und Lösen stets zuverlässig durchgeführt wird, wobei trotz zweier Bremsvorrichtungen ein äusserst geringer Platzbedarf besteht.
Dieses Ziel wird mit einer Bandkassette der vorstehend angegebenen Art dadurch erreicht, dass erfindungsgemäss bei in das Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät eingesetzter Bandkassette die erste Bremsvorrichtung mit Hilfe der Antriebswelle in die Lösestellung verlagert ist, dass ein im Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät angebrachter Zapfen durch das Loch im Gehäuse an der Bremse angreift und dass die Bremse von dem Zapfen in eine Lage gehoben ist, in der ihr Finger vom Zahnkranz des Spulenflansches gelöst ist.
Die Bremse hält die ihr zugeordnete Spule sicher fest, wenn sich die Bandkassette nicht im Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät befindet, so dass ein Abziehen des Bandes von dieser Spule verhindert ist. Da die Betätigungsrichtung die Bremse im wesentlichen parallel zur Richtung des Einsetzens bzw. der Entnahme der Bandkassette verläuft, sind Funktionsstörungen ausgeschlossen.
Da die andere Spule mit dem Spulenflansch versehen ist, der nach Art einer Klauenkupplung mit dem Gehäuse zusammenwirkt, ist ein Herausziehen des Bandes aus der Kassette auch dann verhindert, wenn die Bandkassette dem Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät in solch einem Zustand entnommen wird, in dem das Band teilweise auf der einen und teilweise auf der andern Spule aufgewickelt ist.
Die Bremse kann mit geringen Abmessungen ausgebildet und platzsparend im Gehäuse untergebracht werden, ohne den angestrebten kleinen Spulenabstand nachteilig zu beeinflussen.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand bevorzugter Ausführungsformen näher erläutert, die in den Zeichnungen schematisch dargestellt sind, es zeigen die Fig. lA bis 1D die erfindungsgemässe Miniaturkassette in Draufsicht, Seitenansicht, Untersicht bzw. Rückansicht, Fig. 2 die Miniaturkassette in Draufsicht bei abgenommenem Oberteil, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. lA, die Fig. 4A und 4B Schnitte nach den Linien IVA-IVA bzw.
IVB-IVB in Fig. 2, Fig. 5 eine Ansicht der in Fig. 2 dargestellten Bremse in grösserem Massstab, Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie VI-VI in Fig. 5, die Fig. 7 und 8 eine Drauf- bzw. Untersicht auf den Unterteil eines Kassettenadapters für die Miniaturkassette gemäss Fig. lA, Fig. 9 eine Draufsicht auf die in den Fig. lA bis 1D dargestellte Miniaturkassette, wie sie in den Unterteil des in Fig. 7 dargestellten Kassettenadapters eingesetzt ist, wobei das Band aus der Kassette unter Bildung einer vorbestimmten Schleife herausgezogen ist, Fig. 10 eine Draufsicht auf den Kassettenadapter, wobei dessen Unterteil und Oberteil zusammengesetzt sind und die Miniaturkassette aufnehmen, Fig. 11 einen Schnitt nach der Linie XI-XI in Fig. 10, Fig.
12 eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines Aufnahme-und/oder Wiedergabegerätes, das ausschliesslich für Miniaturkassetten vorgesehen ist und sich im Aufnahme- oder im Wiedergabezustand befindet, und Fig. 13 eine Draufsicht auf ein Ausführungsbeispiel eines normalen Aufnahme-und/oder Wiedergabegerätes, in das ein Kassetten-
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adapter samt Miniaturkassette gemäss Fig. 10 eingesetzt ist, wobei sich das Gerät im Aufnahmeoder im Wiedergabezustand befindet, Fig. 14 eine Draufsicht auf eine Variante der Bandkassette bei abgenommenem Oberteil, Fig. 15 einen Schnitt nach der Linie XV-XV in Fig. 14, die Fig. 16 und 17 eine Seiten- und eine Untersicht der in Fig. 14 dargestellten Variante, Fig. 18 eine Draufsicht auf die untere Hälfte einer Variante des Kassettenadapters zur Aufnahme der in Fig. 14 dargestellten Kassette und Fig.
19 eine Draufsicht auf diesen Adapter samt eingesetzter Kassette.
Die erfindungsgemässe Miniatur-Bandkassette-10-- hat die in den Fig. 1A bis 1D, 2 und 3 dargestellte Gestalt. Die Bandkassette --10-- hat ein Gehäuse --11--, das kleiner als eine übliche, normale Bandkassette ist, die in normalen Video-Aufnahme-und/oder Wiedergabegeräten
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--11-- istDeckel --13-- besteht aus Kunstharz, wie Polypropylen, und ist am Oberteil --14-- angebracht.
Die Stirnseite --16-- des Deckels --13-- kann um ein Gelenk --17-- verschwenkt werden, das durch einen dünnen Abschnitt im Kantenbereich des Deckels --13-- gebildet ist. Diese Stirnseite - ist mittels einer Blattfeder --18-- in Schliessstellung gehalten, um die Vorderseite des Gehäuses --11-- stets zu verschliessen. Wenn sich die Bandkassette --10-- ausserhalb eines Kassettenadapters oder eines ausschliesslich zur Verwendung mit der Bandkassette --10-- bestimmten Video-Aufnahme-und/oder Wiedergabegerätes (die beide noch beschrieben werden) befindet, so bedeckt die Stirnseite --16-- stets das Gehäuse --11-- bzw. das an dieser Stelle angeordnete Magnetband --12--.
Weiters ist an der Stirnseite --16-- ein Finger --19-- vorgesehen, der in eine Öffnung --20-- des Unterteiles --15-- eingreift und auf diese Weise die Stirnseite --16-- im geschlossenen Zustand verriegelt.
Gemäss den Fig. 2 und 3 sind innerhalb des Gehäuses --11-- eine Abwickelspule --21-- und eine Aufwickelspule --22-- in einer gemeinsamen Ebene angeordnet. Der Abstand D zwischen den Achsen dieser Spulen --21, 22-- ist geringer als der entsprechende Abstand der Spulenachsen bei einer normalen Bandkassette. Auf der Abwickelspule --21-- ist das Magnetband --12-- auf der Nabe --25-- zwischen zwei Flanschen --23 und 24-- aufgewickelt. In gleicher Weise wird das Magnetband --12-- auf der Aufwickelspule --22-- um deren Nabe --28-- zwischen zwei Flanschen --26 und 27-- aufgewickelt.
Das Magnetband --12-- wird von der Abwickelspule --21-abgezogen und um zwei Führungsstäbe --29 und 30--, die an der Vorderseite des Gehäuses-11- an dessen Enden vorgesehen sind, entlang eines Weges --12A-- bis zur Aufwickelspule --22-geführt.
Die Abwickelspule --21-- ist derart gelagert, dass ein vom unteren Flansch --24-- vorspringender Ansatz --24a-- mit Spiel in ein Loch --31-- eingreift, das im Unterteil --15-- ausgebildet ist. Weiters sind an der Unterseite des unteren Flansches --24-- Zähne --24b-- in Ringform angeordnet, die sich über den gesamten Umfang erstrecken. An der Innenseite des Unterteiles --15-- sind ebenfalls Zähne --32-- in Ringform vorgesehen, die den Zähnen --24b-- der Abwickelspule --21-- gegenüberliegen. Die Abwickelspule --21-- ist mittels eines Armes --33a-eines an der Innenseite des Oberteiles --14-- montierten elastischen Organes --33-- in Form einer Blattfeder zum Unterteil --15-- hin gespannt.
Somit greifen normalerweise die Zähne --24b-- und die Zähne --32-- ineinander. Auf diese Weise ist die Abwickelspule --21-- gegen Drehung gesichert und kann sich nicht unbeabsichtigt verdrehen, wenn die Kassette --10-- gehandhabt oder transportiert wird. Daher ist das Magnetband --12-- vor Beschädigungen und Verwickeln geschützt, da ein schlaffes Durchhängen nicht auftreten kann und das Magnetband --12-- nicht von der Abwickelspule --21-- abgezogen werden kann.
Im Inneren der Nabe --25-- der Abwickelspule --21-- ist eine Aufnahme --25a-- für die Antriebswelle des Video-Aufnahme-und/oder Wiedergabegerätes ausgebildet. Der Innendurchmesser der Nabe --25-- ist gleich dem Innendurchmesser der Spulennabe der Abwickelspule einer normalen Bandkassette. Die Aufnahme --25a-- ist zum Loch --31-- hin offen.
In der Mitte des oberen Flansches --23-- der Abwickelspule --21-- ist eine Vertiefung - ausgebildet, in deren Mitte ein Vorsprung --23b-- vorgesehen ist. Der oben erwähnte
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Arm --33a-- der Blattfeder --33-- greift an diesem Vorsprung --23b-- an und drückt die Ab- wickelspule --21-- nach unten zum Unterteil --15--. Wie noch erläutert wird, ist die Abwickel- spule --21-- in ihrem in das Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät eingesetzten Zustand in einem verhältnismässig grossen Ausmass auf- und abwärtsbewegbar.
Da aber die Vertiefung --23a-- rund um den Vorsprung --23b-- verläuft, steht das Federende des Armes --33a-- der Blattfeder --33-mit dem oberen Flansch --23-- der Abwickelspule --21-- nicht in Berührung, wenn diese aufoder abwärtsbewegt wird.
Die Aufwickelspule --22-- ist drehbar gelagert, indem sie auf eine auf den Unterteil --15-- aufgesetzte feste Welle --34-- aufgesetzt ist, die in eine zentrale Bohrung der Nabe --28-- eingreift. An einem zentralen Vorsprung --26a-- des oberen Flansches --26-- greift der andere Arm --33b-- der Blattfeder --33-- an, so dass die Aufwickelspule --22-- zum Unterteil --15-hin gedrückt wird. Da in die Nabe --28-- keine Antriebswelle eingreift, kann der Aussendurchmesser d2 der Nabe --28-- kleiner sein als der Aussendurchmesser dl der Nabe --25-- der Abwickelspule --21--. Wegen dieses Merkmales lässt sich die Länge des Magnetbandes --12-- in der Kassette --10-- grösser wählen, als dies bei gleichen Aussendurchmessern dl, d2 der Naben - 25, 28-möglich wäre.
Obwohl also die Grösse der Bandkassette --10-- gering ist, lässt sich eine relativ lange Aufnahme- bzw. Wiedergabedauer erzielen.
Die feste Welle --34-- ist an dem Unterteil --15-- mit Hilfe einer Schraube --36-- festgeschraubt, die in einen Gewindeabschnitt-34b-der --34b-- der Welle --34-- eingeschraubt ist ; am Unterteil --15-- ist ein Vorsprung --35-- vorgesehen, der in eine in diametraler Richtung verlaufende Vertiefung --34a-- an der Unterseite der Welle --34-- eingreift, wie in den Fig. 4A und 4B dargestellt ist. Die Vertiefung --34a-- und der Vorsprung --35-- wirken als Verdrehsicherung, wenn die Welle --34-- mit der Schraube --36-- am Unterteil --15-- befestigt ist. Somit kann die Schraube --36-- gefahrlos und rasch in den Gewindeabschnitt --34b-- eingedreht werden. Wie noch beschrieben wird, wirkt während der Aufnahme und der Wiedergabe ein Drehmoment von der Aufwickelspule --22-- auf die Welle --34-- ein.
Allerdings wird eine Drehung auf die Welle --34-nicht übertragen, weil dies durch den Vorsprung --35-- und die Vertiefung --34a-- verhindert ist. Daher kann sich die Schraube --36-- nicht lockern und verbleibt in ihrem ursprünglichen Zustand, so dass keine Instabilitäten bei der Lagerung der Aufwickelspule --22-- auftreten können.
Somit befindet sich die Aufwickelspule --22-- immer in ihrer Sollage und dreht sich in stabiler Weise. Folglich wird das Magnetband --12-- von der Aufwickelspule --22-- ohne Gefahr einer Beschädigung satt aufgewickelt, wobei die Aufwickelspule --22-- in gleichmässiger Weise von einem Antriebsmechanismus angetrieben wird.
Am Umfangsteil --27a-- des unteren Flansches --27-- der Aufwickelspule --22-- ist ein Zahnkranz angebracht. Wie in den Fig. 1B, 1e, 2 und 3 dargestellt, ist ein Teil des Umfangsteiles --27a-- durch ein Fenster --37-- von aussen zugänglich, das zum Teil im Unterteil --15-und zum Teil in der Seitenwand ausgespart ist. Das Fenster --37-- ist im Bereich des Unterteiles - bogenförmig gestaltet.
Die Aufwickelspule --22-- ist ferner mit einer in den Fig. 5 und 6 dargestellten Bremsvorrichtung versehen. Auf zwei vom Unterteil --15-- abstehenden Bolzen --39a, 39b-- ist eine Bremse - -38-- mit einem Finger --38b-- frei gleitend gelagert. Die Bremse --38-- ist in Richtung zum Unterteil --15-- mit Hilfe von Schraubenfedern --40a, 40b-- nach unten gedrückt, welche die Bolzen --39a, 39b-- umgeben. Wenn die Bremse --38-- von den Schraubenfedern --40a, 40b-in ihrer unteren Lage gehalten ist, überdeckt sie ein Langloch --45--, das im Unterteil --15-für einen noch zu erläuternden Zweck vorgesehen ist.
Ausserdem befindet sich der Finger --38b-in selber Höhe wie der untere Flansch --27-- der Aufwickelspule --22-- und greift zwischen die Zähne des Umfangsteiles --27a-- ein. Auf diese Weise ist die Aufwickelspule --22-- gegen Drehung blockiert, so dass das Magnetband --12-- nicht schlaff durchhängen kann. Ferner befindet sich am Umfang des unteren Flansches --27-- im Bereich des Zahnkranzes ein Absatz, der unter die Unterseite des Flansches --27-- reicht.
Die Bremse --38-- kann auf noch zu beschreibende Weise gehoben werden ; in gehobenem Zustand ist der Finger --38b-- vom Zahnkranz gelöst, so dass die Aufwickelspule --22-- frei drehbar ist. Da sich die Bremse --38-- parallel zur Achse der Aufwickelspule --22-- bewegt,
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kommt sie mit dem Magnetband --12-- nicht in Berührung und kann dieses nicht beschädigen.
Dennoch ist der Aufbau der Bremsvorrichtung äusserst einfach. Ausserdem beansprucht sie wenig
Platz, so dass die Verkleinerung der Kassette --10-- durch sie nicht beschränkt ist. Da weiters die Bremse --38-- in einer Ecke des Kassettengehäuses --11-- angeordnet ist, wird kein überflüssiger Platz beansprucht. Auch dies stellt einen Vorteil im Hinblick auf die Verkleinerung der Bandkassette dar.
Im Boden der Bandkassette --10-- sind an der Seite des Deckels --13-- Öffnungen --41, 42 und 43-zum Eintritt von Steuerzapfen bzw. einer Bandantriebswelle vorgesehen. Ausserdem sind im Kassettenboden im Bereich der Rückseite ein Loch --44-- zur Lagesicherung und das Langloch --45-- in den Ecken der Kassette --10-- ausgebildet. Diese beiden Löcher --44, 45-- sind in je einer Vertiefung --46 bzw. 47-- vorgesehen. Ausserdem sind Vertiefungen --48, 49-- im Kassettenboden an den Schmalseiten ausgebildet.
Gemäss Fig. lA sind ausserdem in den Seitenflächen der Kassette --10-- Vertiefungen --50, 51-- vorgesehen, die im wesentlichen von der Mitte bis zur Rückseite reichen.
Vorsprünge --52, 53-- am Unterteil --15-- passen in (nicht dargestellte) Vertiefungen, die an der Unterseite des Oberteiles angeordnet sind, um den Ober- und Unterteil --14, 15-der Bandkassette gegenseitig lagemässig zu sichern ; der Ober- und Unterteil --14, 15-- sind miteinander mittels Schrauben --54, 55-- verbunden.
Die Fig. 7 bis 11 zeigen einen Kassettenadapter-60-, der dann verwendet wird, wenn die Bandkassette --10-- von der vorstehend erläuterten Konstruktion in ein herkömmliches, normales Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät eingesetzt werden soll.
Der Adapter --60-- hat einen Aufnahmeteil --61-- für die obige Bandkassette --10-- und eine äussere Form sowie eine Grösse, die gleich denen einer Normalkassette sind.
Der Adapter --60-- besteht aus einer unteren Hälfte --62-- und einer oberen Hälfte --63--, die nach Einsetzen der Kassette --10-- in den Aufnahmeteil --61-- der unteren Hälfte --62-- mit dieser verschraubt wird.
Der Aufnahmeteil --61-- für die Kassette --10-- ist als Öffnung in vorbestimmter Lage der unteren Hälfte --62-- ausgebildet. In Nähe des Aufnahmeteiles --61-- ist ein Getriebe --84-angeordnet. Wenn die untere Hälfte-62-- zu Vergleichszwecken auf eine Normalkassette aufgesetzt wird, so befindet sich die Abwickelspule --21-- der im Aufnahmeteil --61-- angeordneten Kassette --10-- an einer Stelle, die der Lage der Abwickelspule der Normalkassette entspricht.
Anderseits befindet sich an der Stelle der Aufwickelspule der Normalkassette ein Zahnrad --64-des Getriebes --84--.
Der Aufnahmeteil --61-- besitzt ferner eine Öffnung --65--, deren Gestalt im wesentlichen gleich der der Kassette --10-- gemä Fig.1A ist; die Öffnung --65-- ist an drei Seiten von einer Wand --66-- umgeben und von Vorsprüngen --67, 68,69 und 70-- begrenzt, die im Bereich des Bodens der unteren Hälfte --62-- in die Öffnung --65-- hineinragen. Diese Vorsprünge --67 bis 70-- dienen der Lagesicherung der eingesetzten Kassette --10--. In den Vorsprüngen --67 und 68-- sind ausserdem Zapfen --71 bzw. 72-- eingebettet, die ebenfalls der Lagesicherung der Kassette --10-- dienen.
Das Zahnrad --64-- ist im Bereich eines Loches --73-- in der unteren Hälfte --62-- drehbar gelagert, wie in Fig. 8 und 11 dargestellt, und mit einer innenliegenden Kerbverzahnung - -64a-- zur Aufnahme einer Antriebswelle versehen. Am Umfang weist das Zahnrad --64-- einen Zahnkranz --64b-- auf, mit dem ein Ritzel --74-- von geringem Durchmesser kämmt. Das Ritzel - ist auf einer Achse --75-- der unteren Hälfte --62-- gelagert und springt zum Teil in die Öffnung --65-- vor.
Ähnlich wie bei jeder Normalkassette sind Öffnungen --76 und 77-zum Eintritt von Steuerzapfen und eine Öffnung --78-- zum Eintritt einer Bandantriebswelle im Bereich der Vorderseite der unteren Hälfte --62-- ausgebildet.
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in der unteren Hälfte --62-- eingebettet. Ein weiterer Führungsstab --82-- ist gegenüber dem Führungsstab --30-- der Kassette --10-- in der unteren Hälfte --62-- eingebettet. Wie nachstehend erläutert, führen die Führungsstäbe --80, 81-- das Magnetband --12-- derart, dass es auf einem Weg --12B-- entlang der Vorderseite des Adapters --60-- läuft (Fig.9).
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Wie aus Fig. 10 ersichtlich, hat die obere Hälfte --63-- einen U-förmigen Ausschnitt --85--, in dessen innenliegenden Bereichen einwärts vorspringende Teile-86 und 87-- links und rechts angeordnet sind.
Im folgenden wird an Hand Fig. 12 der Fall geschildert, dass die Miniaturkassette --10-allein in ein eigens für diese Kassettentpye konstruiertes Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät eingesetzt wird, das kleiner und kompakter als ein herkömmliches, normales Aufnahme-und/oder Wiedergabegerät ist.
Fig. 12 zeigt solch ein Kompaktgerät-100--. Die Breite und Tiefe dieses Kompaktgerätes
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Im Bereich der Kassettenaufnahme des Kompaktgerätes --100-- ist eine Antriebswelle --101-für die Abwickelspule --21--, nicht jedoch eine solche für die Aufwickelspule --22-- vorgesehen. Wenn die Kassette --10-- in das Kompaktgerät-100-eingesetzt wird, so wird die Abwickelspule --21-- auf die Antriebswelle --101-- aufgesetzt und je ein Zapfen --102 bzw. 103-- in das Loch --44-- bzw. das Langloch --45-- eingeführt. Ausserdem wird ein Steuerzapfen --104-und ein Spannzapfen --105-- in die Öffnung --41-- eingeführt, während ein Steuerzapfen --106-- und die Bandantriebswelle --107-- in die Öffnung --42-- eingeführt werden.
In diesem Zustand ist die Abwickelspule --21-- nach oben gedrückt, wie in Fig. 3 dargestellt ist. Somit sind die Zähne --24b-- von den Zähnen --32-- gelöst, so dass die Abwickelspule --21-- frei drehbar ist. Ferner ist die Bremse --38-- gegen die Kraft der Schraubenfedern - 40a und 40b-- mit Hilfe des das Langloch --45-- durchsetzenden Zapfens --103-- nach oben gedrückt. Wie in Fig. 6 mit strichpunktierten Linien angedeutet, gelangt dabei der Finger --38b-ausser Eingriff mit dem Zahnkranz am Umfangsteil --27a--. Folglich ist auch die Aufwickelspule - frei drehbar.
Ist das Kompaktgerät --100-- auf Abspielen bzw. Wiedergabe eingestellt, so legen sich die Steuerzapfen --104, 106-- sowie der Spannzapfen --105-- an das Magnetband --12-- und ziehen es aus der Kassette-10- ; dabei bewegen sich die Zapfen --104, 105, 106-aus der strichpunktiert gezeichneten Stellung in die mit vollen Linien dargestellte Stellung. In dieser Lage des Magnetbandes --12-- liegt es an einem über seine volle Breite reichenden Löschkopf --108-- an. Ausserdem liegt das Magnetband --12-- an einer mit drehbaren Videoköpfen versehenen Führungstrommel --109-- über einen vorbestimmten Winkelbereich sowie an einem Audiokopf --110-an.
Auf diese Weise wird das Magnetband --12-- auf einem vorbestimmten Transportweg ange-
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dem greift ein Antriebsritzel --112--, das von einem (nicht dargestellten) Motor angetrieben ist, kämmend in den Zahnkranz am Umfangsteil --27a-- der Aufwickelspule --22-- ein, die somit in Aufwickelrichtung in Drehung versetzt wird.
Der Löschkopf --108--, der Audiokopf --110-- und die Führungstrommel-109-sind entsprechend den Normen und Richtlinien für normale Köpfe bzw. Trommeln herkömmlicher Geräte kon-
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neten Signal völlig.
Nachstehend wird an Hand Fig. 13 der Fall beschrieben, dass die Miniaturkassette --10-in einem Normalgerät --120-- verwendet wird.
In diesem Fall wird die Kassette --10-- in den Adapter --60-- eingesetzt, in dem sie entlang des vorstehend erläuterten Transportweges --12B-- angeordnet ist. Der Adapter --60-- samt Kassette --10-- wird in ein herkömmliches Normalgerät --120-- eingesetzt.
Um die Kassette --10-- im Adapter --60-- anzuordnen, wird zunächst die Stirnseite --16-des Deckels --13-- geöffnet, wie in Fig. 1B mit strichpunktierten Linien dargestellt ist. Danach wird das Magnetband --12-- aus der Kassette --10-- herausgezogen, wobei sich die Aufwickelspule --22-- im blockierten Zustand befindet. Die Abwickelspule --21-- ist unter Krafteinwirkung drehbar, wobei die Zähne --24b-- entgegen der von der Blattfeder --33-- ausgeübten Kraft über die Zähne --32-- gleiten; daher kann das Magnetband --12-- von der Abwickelspule --21-- abgezogen werden.
In dem Fall, dass sich die Abwickelspule --21-- auf diese Weise nicht drehen
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lässt, kann das Magnetband --12-- abgezogen werden, indem mit dem Finger die Aufwickelspule - nach innen gedrückt und der Eingriff der Zähne --24b und 32-- aufgehoben wird.
In dem in Fig. 9 dargestellten Zustand wird die Kassette --10-- in den Aufnahmeteil --61-der unteren Hälfte --62-- des Adapters --60-- angeordnet und das Magnetband --12-- um die Führungsstäbe --80, 81 und 82-- gelegt, so dass es den vorbestimmten Weg --12B-- nimmt und dabei an den Öffnungen --76, 77 und 78-- vorbeiläuft, wie dies bei einer Normalkassette der Fall ist. Sodann wird die obere Hälfte --63-- auf die untere Hälfte --62-- gemäss Fig.10 aufgesetzt und mit jener mittels Schrauben --88 bis 91-- verbunden. Nun ist die in den Adapter - 60-- eingesetzte Kassette --10-- zur Verwendung in einem Normalgerät --120-- bereit.
Nachstehend wird die Funktion der einzelnen Bauteile erläutert, wenn die Kassette --10-vom Adapter --60-- aufgenommen ist.
Die Kassette --10-- wird von oben in den Aufnahmeteil --61-- eingesetzt. Dabei gelangen die am Boden der Kassette --10-- vorgesehenen Vertiefungen --46 bis 49-- mit den Vorsprüngen - 67 bis 70-- der unteren Hälfte --62-- in Eingriff. Die Umfangswand der Kassette --10-- liegt an der Wand --66-- der unteren Hälfte --62-- an. Weiters treten die Zapfen --71 und 72-- in das Loch --44-- bzw. das Langloch --45-- der Kassette --10-- ein, wodurch diese lagemässig fixiert wird. Der Zapfen --72-- drückt dabei gemäss Fig. 6 die Bremse --38-- gegen die Kraft der Schraubenfedern --40a, 40b-- nach oben, wobei die Bremse --38-- parallel zur Achse der Aufwickelspule --22-- angehoben wird.
Dabei gelangt der Finger --38b-- ausser Eingriff mit dem Zahnkranz am Umfangsteil --27a--, so dass die Aufwickelspule --22-- freigegeben wird. Zugleich greift das Ritzel --74-- im Fenster --37-- von unten in den Zahnkranz ein. Das Ritzel --74-- kann geringfügig bewegbar ausgebildet sein, um das Eingreifen zu erleichtern. Der Deckel --13-legt sich an eine Rippe --83-- an den Öffnungen --76, 77-- der unteren Hälfte --62--, die somit verschlossen werden.
Nach Befestigung der oberen Hälfte --63-- auf der unteren Hälfte --62-- des Adapters --60-- greifen die vorspringenden Teile-86 und 87-- in die Vertiefungen --50 und 51-- der Kassette - -10--. Somit ist die Kassette --10-- zwischen Vorsprüngen --67 bis 70-- der unteren Hälfte - und den vorsprüngenden Teilen --86 und 87-- der oberen Hälfte --63-- festgehalten.
Die Kassette --10-- ist somit im Adapter --60-- der Höhe nach festgelegt und kann aus dem Aufnahmeteil --61-- nicht herausgleiten. Ausserdem ist die Kassette --10-- im Adapter --60-- derart angeordnet, dass die Kassettenober- und -unterseite im wesentlichen in derselben Ebene wie die Adapterober- bzw. -unterseite liegen.
Fig. 13 zeigt ein Normalgerät --120-- zur Aufnahme und/oder Wiedergabe von Videosignalen.
Die in dem Adapter --60-- angeordnete Kassette --10-- wird in dieses Normalgerät --120-- in gleicher Weise eingesetzt wie eine Normalkassette. Dabei greifen die Antriebswelle --121-- für die Abwickelspule --21-- in die Aufnahme --25a-- der Nabe --25-- und die Antriebswelle-122in die Kerbverzahnung --64a-- des Zahnrades --64-- des Adapters ein. Steuerzapfen --123 und 124-sowie eine Bandantriebswelle --125-- treten durch die öffnungen-76, 77 bzw. 78-hinter dem Weg --12B-- in die Kassette --10-- ein (vgl. die Fig. 7 und 9). Ausserdem wird die Abwickel- spule --21-- gemäss Fig. 3 angehoben. Demzufolge ist die Abwickelspule --21-- frei drehbar.
Wie bereits dargelegt, wird auch die Aufwickelspule-22-- freigegeben, indem die Bremse-38angehoben wird.
Nach Einsetzen der Kassette --10-- greifen die Steuerzapfen --123 und 124-- am Magnetband --12-- an und ziehen dieses aus der Kassette --10-- bis in die in Fig. 13 mit vollen Linien dargestellte Lage. Infolgedessen liegt das Magnetband --12-- an dem über die volle Breite wirksamen Löschkopf --126-- und über einen vorbestimmten Winkelbereich an der Führungstrommel --127-- an, welche die drehbaren Videoköpfe trägt. Ausserdem liegt das Magnetband --12-- am Audiokopf --128-- an. Auf diese Weise ist das Magnetband --12-- entlang seines vorbestimmten Weges angeordnet.
Während der Aufnahme oder Wiedergabe wird das Magnetband --12-- von der Bandantriebswelle --129-- angetrieben, an die es von der Andruckrolle --125-- angedrückt wird. Das Zahnrad --64-- wird von der Antriebswelle --122-- im Uhrzeigersinn gemäss den Zeichnungen in Drehung versetzt. Diese Drehung wird über das Ritzel --74-- auf die Aufwickelspule --22-- über-
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tragen. Das von der Bandantriebswelle --129-- transportierte Magnetband --12-- wird also auf die Aufwickelspule --22-- aufgewickelt, wobei es über die Führungsstäbe --81 und 82-- des Adapters --60-- läuft.
Ob nun die Miniaturkassette --10-- in das Kompaktgerät --100-- oder samt Adapter-60in das Normalgerät --120-- eingesetzt wird, ist in jedem Fall die Abwickelspule --21-- in Eingriff mit der Antriebswelle --101 bzw. 121-- und von dieser unmittelbar angetrieben. Daher ist
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Folglich ist der Drehzahlbereich der Abwickelspule --21-- von Anfang bis Ende bei Aufnahme oder Wiedergabe ebenfalls klein, wodurch die Bandlaufgenauigkeit verbessert wird.
Anderseits ist die Aufwickelspule --22-- nicht unmittelbar mit ihrer Antriebswelle verbunden, u. zw. weder beim Kompaktgerät --100-- noch beim Normalgerät --120--. Auf diese Weise kann bei vorgegebener Kassettengrösse die Bandlänge gesteigert werden oder bei vorgegebener Band- länge die Kassettengrösse verringert werden. Die Aufwickelspule --22-- wird über das Ritzel --74-- mittelbar vom Zahnrad --64-- angetrieben. Da an die Drehzahlgenauigkeit der Aufwickelspule - keine grossen Anforderungen gestellt werden, ergeben sich daraus keine Nachteile. Da ferner die Aufwickelspule --22-- ohne Spiel auf der Welle --34-- läuft, ist kein weiterer Platzbedarf im Bereich der Spule erforderlich, wodurch ebenfalls die Kassettengrösse vermindert werden kann.
Wenn die Kassette --10-- aus dem Aufnahme- und/oder Wiedergabegerät ausgeworfen wird, so bewegen sich die Abwickelspule --21-- und die Bremse --38-- abwärts, so dass sowohl die Abwickelspule --21-- als auch die Aufwickelspule --22-- von selbst blockiert werden. Wenn die Kassette --10-- dem Adapter --60-- entnommen wird, so wird die Aufwickelspule --22-- in gleicher Weise mit der Bremse --38-- blockiert.
Bei einem andern Ausführungsbeispiel der Erfindung kann das Getriebe --84-- zum Antrieb der Aufwickelspule --22-- durch eine Gummizwischenrolle ersetzt sein, wobei die Aufwickelspule - reibungsschlüssig angetrieben wird.
Im folgenden wird ein weiteres Ausführungsbeispiel der Bandkassette unter Bezug auf die in den Fig. 14 bis 17 erläutert. In den Fig. 14 bis 17 sind diejenigen Bauteile, die bereits an Hand der Fig. 1B, 1e, 2 und 3 behandelt worden sind, mit denselben Bezugszeichen versehen und werden nicht mehr eigens beschrieben.
Die Bandkassette --140-- ist genauso aufgebaut wie die Bandkassette --10-- mit Ausnahme der Ausbildung des unteren Flansches --142-- der Aufwickelspule --141--.
Der untere Flansch --142-- der Aufwickelspule --141-- ist vom inneren zum äusseren Umfang eben gestaltet und am äusseren Umfang mit einem Zahnkranz --142a-- versehen, der mit der Bremse --38-- zusammenwirkt, um die Aufwickelspule --141-- wie bei der Kassette --11-- gegen Drehung zu sichern.
An der Unterseite des unteren Flansches --142-- ist ein zweiter Zahnkranz --142b-- vorgesehen, dessen Durchmesser d3 geringer als der des Flansches --142-- und im wesentlichen gleich dem der Nabe --28-- ist. Dieser Durchmesser d3 ist geringer als derjenige des entsprechenden Zahnkranzes am Umfangsteil --27a-- der Kassette --10-- gemäss Fig.3 und beträgt beispielsweise die Hälfte dieses Zahnkranzes.
Auf einem am Unterteil --15-- angeordneten Bolzen --144-- ist ein Ritzel --143-- gelagert, das an einer Stelle angeordnet ist, die unterhalb des Flansches --142-- liegt. Das Ritzel --143-kämmt einerseits mit dem Zahnkranz --142b-- und ragt anderseits durch das Fenster --37-- aus dem Unterteil --15-- heraus. Der Durchmesser des Ritzels --143-- ist im wesentlichen gleich gross wie derjenige des Zahnkranzes --142b--.
Die eben beschriebene Kassette --140-- wird von einem Adapter aufgenommen, der anders aufgebaut ist als der in Fig. 10 dargestellte Adapter --60--. Fig. 18 zeigt die untere Hälfte
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ist, jedoch ein anderes Getriebe --151-- besitzt. Dieses Getriebe --151-- weist ein Zahnrad --152-mit einem Loch --152a-- zur Aufnahme der Antriebswelle für die Aufwickelspule und umfänglich
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der Kassette-10-. Fig. 19 zeigt die in die untere Hälfte --150-- des Adapters eingesetzte Kassette --140--. In eingesetztem Zustand kämmt das Ritzel --143-- mit dem Ritzel --74--.
Gemäss Fig. 13 lässt sich der mit der Kassette --140-- versehene Adapter in ein normales Aufnahmeund/oder Wiedergabegerät --120-- einsetzen. Während der Aufnahme und der Wiedergabe greift das Zahnrad --152-- in die Aufwickelspule-122-ein (vgl. Fig. 11) und treibt diese im Uhrzeigersinn an.
Die Drehung des Zahnrades --152-- wird über die Ritzel --153, 74 und 143-- auf den Zahnkranz --142b-- übertragen. Auf diese Weise wird die Aufwickelspule --141-- im Uhrzeigersinn in Drehung versetzt und das Magnetband --12-- auf die Nabe --28-- aufgewickelt. Die Nabe - muss sich natürlich mit einer vorbestimmten Drehzahl drehen, damit kein Durchhang des Magnetbandes --12-- auftritt, das mit konstanter Geschwindigkeit zugeführt wird. Da anderseits der Durchmesser d2 der Nabe --28-- der Aufwickelspule --141-- klein ist, nimmt diese vorbestimmte Drehzahl einen sehr grossen Wert an. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung ist aber der Durchmesser d3 des Zahnkranzes --142b-- der Aufwickelspule --141-- relativ klein.
Daher brauchen die Ritzel --153, 74 und 143-- lediglich mit einer Drehzahl umlaufen, die im Vergleich zur ersten Ausführungsform der Erfindung erheblich niedriger ist. Somit funktioniert das Getriebe --151-- in zuverlässiger Weise und hat eine lange Lebensdauer.
Da der Durchmesser d3 des Zahnkranzes --142b-- der Aufwickelspule --141-- klein ist,
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spruchen. Somit kann der Durchmesser der Nabe --28-- der Aufwickelspule --141-- weiter vermindert werden, so dass in der Kassette --140--, eine grössere Bandlänge untergebracht werden kann.
Im Gegensatz zum Ritzel --143--, das innerhalb der Kassette --140-- gelagert ist, ist das Ritzel --153-- im Kassettenadapter vorgesehen. Daher dreht sich die Aufwickelspule --141-- in derselben Richtung wie die zugeordnete Antriebswelle --122--, wobei das Magnetband --12-- in gleicher Weise aufgewickelt wird wie bei einer Normalkassette. Dies trifft übrigens auch für die erstbeschriebene Kassette --10-- zu.
In dem Fall, dass die Kassette --140-- in das Kompaktgerät-100-eingesetzt wird, greift das Ritzel --143-- in das Antriebsritzel --112-- des Kompaktgerätes --100-- ein. Dabei dreht sich das Antriebsritzel --112-- in entgegengesetzter Richtung zu derjenigen, in der es sich bei Verwendung der ersten Kassette --100-- drehte. Jedenfalls wird die Aufwickelspule --141-- über das Ritzel --143-- im Uhrzeigersinn angetrieben, wie dies auch bei Verwendung des Adapters der Fall ist.
Bei jedem Ausführungsbeispiel der Erfindung kann an Stelle des Zahnkranzes am unteren Flansch der Aufwickelspule und gegebenenfalls des Ritzels eine Gummirolle zur Übertragung der Drehbewegung verwendet werden. In diesen Fällen wird also die Aufwickelspule reibungsschlüssig angetrieben.
Ferner kann an Stelle der dargestellten Stirnverzahnung des Getriebes ein Kegelradgetriebe vorgesehen sein. In diesem Fall ist ein Kegelrad auf einer waagrecht im Adapter angeordneten Welle gelagert, greift durch eine Öffnung in der Unterseite der Kassette ein und kämmt mit einem Kegelrad, das am unteren Flansch --27-- der Aufwickelspule --22-- vorgesehen ist, wobei die Achsen der Kegelräder senkrecht zueinander angeordnet sind.