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Die Erfindung bezieht sich auf eine Antriebseinrichtung für Boote, mit einer in einer nach hinten offenen Kammer um eine horizontale Querachse schwenkbar angeordneten Klappe, an welcher ein Gestänge gelenkig angreift, das an eine Betätigungseinrichtung angelenkt ist.
Als Antrieb für kleine, im wesentlichen nur der Freizeitgestaltung dienende Boote wurden bisher Paddel und Ruder sowie vereinzelt auch Schaufelräder, die über einen Kettenantrieb über Pedale antreibbar sind, verwendet.
Bei den Paddeln, die meist nur als Antrieb für eher schmale Boote verwendet werden, deren Benützung ein erhebliches Mass an Geschicklichkeit des Benützers erfordert, ergibt sich der Nachteil, dass allein das Halten des Paddels etwa in Kopfhöhe eine entsprechende Kraftanstrengung des Benützers erfordert, die nichts zum Vortrieb beiträgt.
Bei den Rudern erfordert das Anheben der Ruder und das Bewegen derselben in die Eintauchposition ebenfalls eine erhebliche Kraftanstrengung, die nichts zum Votrieb des Bootes beiträgt.
Bei dem Antrieb mittels Schaufelrad ergibt sich der Nachteil, dass ein solcher einen relativ starren und strömungstechnisch eher ungünstigen Aufbau des Bootes erfordert.
Weiters wurde ein Schiffsantrieb der eingangs erwähnten Art durch die US-PS Nr. 1, 697, 043 bekannt, bei dem die Betätigungseinrichtung durch einen an dem Gestänge direkt angreifenden Motor gebildet ist. Eine solche Lösung ist für kleine durch Muskelkraft angetriebene Boote wegen des dabei erforderlichen grossen Kraftaufwandes ungeeignet. Ziel der Erfindung ist es, eine Einrichtung der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, die sich für kleine durch Muskelkraft bewegbare Boote eignet. Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die Betätigungseinrichtung aus einem Handhebel besteht, der im Bereich vor der Angriffsstelle des Gestänges an der Oberseite des Bootskörpers angelenkt ist, und dass die nach hinten offene Kammer am vorderen Ende des Bootes vorgesehen und durch eine U-förmige Abwinkelung des Bootsbodens nach unten gebildet ist.
Durch diese Massnahmen wird ein sehr einfacher und leicht herstellbarer Antrieb für kleine Boote erreicht, der sich ohne weiteres durch einfaches Anheben und Niederdrücken des Handhebels betätigen lässt. Dabei trägt aber jede Krafteinwirkung auf den Handhebel durch den Benutzer zum Vortrieb des Bootes bei, wodurch gegenüber den bisherigen Antrieben für kleine Boote eine wesentliche Verbesserung des Verhältnisses von Krafteinsatz zum erreichten Vortrieb des Bootes erreicht wird. Auch lässt der Antrieb eine sehr flache Bauweise des Bootes zu, wodurch sich ein solches Boot auch zum Befahren von sehr seichtem Gewässer eignet.
Die Erfindung wird nun an Hand der Zeichnung näher erläutert. Die Zeichnung zeigt ein mit einem erfindungsgemässen Antrieb versehenes Luftkammerboot, bei dem der vordere Teil im Schnitt dargestellt ist. Dieses Boot besteht im wesentlichen aus einem rasch zerleg- und zusammensetzbaren Hauptrahmen --1-- vorzugsweise aus einem Plastikmaterial. Die Teile --1'und 1"-- sind untereinander und mit dem Bugteil --2-- mittels nicht dargestellter Laschen und Flügelmuttern verbunden. Dadurch ergibt sich auch der sehr wesentliche Vorteil, dass die Grösse des Bootes an die jeweiligen Erfordernisse angepasst werden kann, z. B. in der Weise, dass der Hauptrahmen durch Einfügen weiterer Rahmenteile vergrössert wird.
Die Rahmenteile --1'und 1"-- und der Bugteil --2-- sind mit Luftkammern--3 bzw. 3'--mittels Riemen--4--verbunden und durch Spreizspanten auseinander gehalten, um für den nötigen Auftrieb zu sorgen. Diese Luftkammern - 3, 3'-können an beliebigen Stellen des Rahmens mit diesem verbunden werden, wodurch eine entsprechende Anpassung an die jeweiligen Erfordernisse möglich ist. Die im hinteren Bereich des Bootes angeordneten Luftkammern-3'-tragen auch eine Sitzbank--5--und die beiden Rahmenteile stützen eine Beinstütze--6--ab.
Die erfindungsgemässe Antriebseinrichtung ist im Bugteil des Bootes angeordnet. Dieser Bugteil ist im wesentlichen durch eine U-förmige Abwinkelung des Bootsbodens gebildet. In der dadurch gebildeten Kammer --7-- ist eine Klappe --8-- auf einer Achse --9-- schwenkbar gehalten. Diese Klappe --8-- ist im Bereich ihres freien Endes mit einer Stange --10-- gelenkig verbunden, die im Bereich ihres zweiten Endes gelenkig mit einem Handhebel --11-- verbunden ist.
Dieser Handhebel --11-- ist über eine in auf dem Bugteil --2-- befestigten Lagerböcken - -12-- gehaltene Achse --13-- schwenkbar abgestützt.
Der Vorderteil des Bugteils --2-- bzw. die Vorderseite der Kammer --7-- ist mit einer strömungsgünstigen Verkleidung --14-- versehen.
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Durch Auf- und Abbewegen des Handhebels --11-- wird über die Stange --10-- auch die
Klappe --8-- mitbewegt. Dadurch wird das in der Kammer --7-- befindliche Wasser nach hinten ausgedrückt, wodurch dem Boot ein Schub nach vorne erteilt wird. Dabei wird sowohl beim Anheben des Handhebels --11-- wie auch beim Niederdrücken des Handhebels Wasser nach hinten ausgestossen und so bei jedem Hub des Handhebels Schub erzeugt. Auf Grund des als einarmiger Hebel ausgebildeten Handhebels --11-- kann die Klappe --8-- mit relativ geringem Kraftaufwand in rascher Folge auf- und abbewegt werden, wodurch dem Boot eine relativ hohe Geschwindigkeit erteilt werden kann.
Die Luftkammern --3, 3'-- weisen verschiedene Grössen auf, so dass diese ineinandergesteckt werden können, wodurch diese leicht gestapelt werden können.