AT37911B - Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern für elektrische Glühlampen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern für elektrische Glühlampen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   Glühkörpern   für   elektrische Glühlampen.   



   Durch das Stammpatent Nr. 29839 und durch die Zusatzpatente Nr. 29840, Nr.   32522,   Nr. 33213, Nr. 33214 ist ein Verfahren zur Erzeugung von   Glühkörpern   für elektrische   Glühlampen   geschützt, bei welchem feinst gepulverte, hochschmelzende Metalle oder Metalloide mit solchen Metallen oder Metalloiden im kolloidalen Zustand zu plastischen Massen verarbeitet werden, die man dann in die gewünschte Form bringt und durch Erhitzen bis zur Weissglut in gebrauchsfertige Glühfäden umwandelt. 



   Nach dem III. Zusatzpatent W. 32953 werden bei diesem Verfahren die kolloidalen Metalle oder   Metalloide   ganz oder teilweise durch koloidale Oxyde oder Hydroxyde schwer schmelzbarer Metalle ersetzt. 



   Die kolloidalen Metalle und Metalloide sowie die Oxyde und Hydroxyde der ersteren spielen dabei die Rolle eines Bindemittels, welches sich bei der nachfolgenden Erhitzung in   einen   verwandelt, der mit den zu verbindenden festen Teilchen identisch ist oder damit im Endstadium eine feste Lösung bildet. 



   Nach diesem Verfahren wird also vermieden, dass durch das Bindemittel Stoffe (insbesondere Kohle) in die Masse des gebrauchsfertigen   Glühköpers eingeführt werden, welche gegenü@   er letzterer heterogen sind oder zur Bildung von Verbindungen (z. B. Karbiden) Veranlassung geben könnten, welche die Schmelztemperatur des   Glühkorpera oder   dessen Lebensdauer herab drücken. 



   Ziemlich zahlreiche der so   alf   Bindemittel zu verwendenden Kolloide, beispielsweise jene von Platin, Osmium, Uran etc. zeigen ein der kolloidalen Goldlösung ähnliches Verhalten, d. h. sie lassen sich nur in äusserst niedriger Konzentration darstellen und werden sehr leicht irreversil el koaguliert. Dies erschwert das Arbeiten mit diesen Kolloiden in sehr erheblichem Masse. Diesem Mangel wird nach vorliegender Erfindung, dadurch begegnet, dass man den als Bindemittel zu verwendenden Kolloiden der Metalle, Metalloide und der Oxyde oder Hydroxyde der ersteren organische, sogenannte Schutzkolloide zusetzt, beispielsweise Gelatine, Traganth,   Gummi arabi-   cum,   Lysall) insäure   und dergl.

   Diese relativ geringen Zusätze von organischen   Schut ? ko) ! oiden   (und bei der Lysalbinsäure auch deren Zersetzungsprodukte) haben bekanntlich die Eigenschaft kolloidale Lösungen anorganischer Stoffe länger völlig flüssig zu erhalten oder die Beständigkeit solcher Lösungen zu erhöhen. Bei der vorliegenden Erfindung spielt diese Eigenschaft der Schutz- 
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 zu werden, nicht in Form von flüssigen kolloidalen Lösungen belassen werden dürfen. Dagegen erleichtert, wie die Erfahrung lehrt, der Zusatz von sogenannten organischen Schutzkolloiden zu den beispielsweise nach dem Verfahren des Stammpatentes angewendeten Gemengen von anorganischen Kolloiden die Verarbeitung der letzteren zu Glühfäden sehr erheblich, gegenüber der Verarbeitung der reinen anorganischen Kolloide, welche Vorsicht und Übung erfordert.

   Möglicherweise liegt dieser Vorteil darin,   dass   durch Verwendung von solchen Schutzkolloiden bei *) Erstes Zusatz-Patent Nr. 29840, zweites Zusatz-Patent Nr.   32522, drittes Zusatz-Patent     Nr.     32953.   viertes Zusatz-Patent Nr. 33213,   fülútes   Zusatz-Patent Nr. 33214,   sechstes Zusatz-Patfnt   Nr. 33444. 

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  Herstellung der plastischen Massen nach den eingangs genannten Patenten, die innere Reibung der Kolloide verringert wird oder darin, dass die Metallkoloide vor Entladung oder vor Oxydation geschützt werden. 



   Auch erhöht dieser Zusatz von Schutzkolloiden in manchen Fällen die Bindekraft und auch die Bildsamkeit des mit Hilfe derselben nach den eingangs genannten Patenten dargestellten   Pressmaterials,   was der Herstellung dünner Glühfäden zustatten kommt. 



   Bekanntlich tritt bei Zusatz von Metallsalzen und Metalloxyden z. B. Quecksilber-, Bleiund Kupfersalzen, sowie von arseniger Säure,   Wolframsäure ; Molybdänsäure, Phosphorwolfram-   säure etc. zu organischen Kolloiden, wie Albumin und Albuminoiden z. B. Eiweiss und Gelatine eine Fällung ein und die aus dem Fällungsmittel und dem organischen Kolloid entstehende Verbindung stellt eine mehr oder minder plastische bis hornartig zähe Masse dar, die alle Eigenschaften eines komplexen   Kolloidkoaguluns   hat. Diese Fällungsprodukte sind gleichfalls zur Erzeugung von   Glühfäden   vorgeschlagen worden. Diese Reaktion wird bekanntlich nicht unter der   schutzwirkung   der organischen Kolloide verbanden.

   Demzufolge tritt auch gemäss vorliegender Erfindung eine derartige Fällung zum Teil wegen der geringen Menge der organischen 
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   Nach vorliegender Erfindung wird demnach so verfahren, dass man den zu verwendenden anorganischen Kolloiden geringe Mengen organischer Schutzkolloide in dem, dem jeweiligen Zwecke   entsprechenden Verhältnisse zusetzt,   jedoch ohne dass die oberwähnten, komplexen Verbindungen entstehen, dieses Gemisch in der in den eingangs genannten Patenten dargelegten Weise zu einer plastischen Masse verarbeitet, aus dieser Körper von geeigneter Gestalt formt und letztere nach dem Trocknen eventuell unter Ausschluss von Luft oder in reduzierender Atmosphäre allmählich bis zur Weissglut erhitzt. 



   Durch den Zusatz solcher organischer Schutzkolloide zu den anorganischen Kolloiden wird in die Glühkörper Kohlenstoff eingeführt, wodurch, wie oben erwähnt, die praktische Verwendbarkeit der so   erhaltenen Glühkörper   und insbesondere deren Lebensdauer beeinträchtigt wird, ein Mangel, der für manche Zwecke (beispielsweise für Lampen von niedriger Spannung) von untergeordneter Bedeutung ist. Es wird indessen stets vorzuziehen sein, den Zusatz von organischen Schutzkolloiden tunlichst niedrig zu halten. 



   Die Atmosphäre, in welcher das Glühen vorgenommen wird, kann auch Wasserdampf enthalten, der in der Glühhitze in der bei der Wassergasbereitung benützten Weise mit Kohle in Reaktion tritt und so den Kohlenstoffgehalt des Fadens verringert oder nahezu beseitigt. Die Anwendung dieser bekannten Reaktion zur Verringerung des   Kohlenstongehaltes   der nach vorliegendem Verfahren erhaltenen Glühkörper bildet jedoch keinen Gegenstand der vorliegenden Erfindung. 



   Nach dem Erhitzen bis zur Weissglut sind die Glühkörper gebrauchsfertig. 
 EMI2.2 


Claims (1)

  1. Ausführungsform den Verfahrens zur Herstellung von Glühkörpem für elektrische Glüh- lampen nach Patent 29839, dadurch gekennzeichnet, dass den anorganischen Kolloiden organische Schutzkolloide zugesetzt werden.
AT37911D 1904-01-25 1906-05-31 Verfahren zur Herstellung von Glühkörpern für elektrische Glühlampen. AT37911B (de)

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