<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf ein längenverstellbares Ladenband für einen Fenster- oder
Türladen, bestehend aus einer Bandhülse zur Aufnahme des Bandzapfens und aus einer an dem
Laden anschraubbaren Anschlagplatte mit einem daran angeordneten, rechtwinkelig gekröpften, bandförmigen Träger, der längenverstellbar mit der Bandhülse verbunden ist.
Ladenbänder dieser Art werden an der Sichtfläche des Ladens angeschraubt, wobei die An- schlagplatte sehr unterschiedlich ausgebildet sein kann, um das Gewicht unterschiedlicher Läden ohne Gefahr für ein Ausreissen der Befestigungsschrauben abtragen zu können. So werden beispiels- weise die Ladenbänder als Langband, Kreuzband oder Winkelband ausgebildet. Allen diesen Laden- bändern ist die Anpassung an die jeweilige Ladenstärke gemein, u. zw. über den abgekröpften, bandförmigen Träger, der längenverstellbar mit der Bandhülse verbunden ist. Trotz der unterschied- lichen Ausführungsformen bekannter Ladenbänder für unterschiedliche Ladengrössen und-gewichte besteht allerdings die Gefahr, dass die Läden im Laufe der Zeit absinken, was ein Nachstellen der Bänder erfordern würde.
Dieses Nachstellen ist bei den bekannten Bandkonstruktionen jedoch kaum möglich, weil die Anschlagplatten zu diesem Zweck auf den Läden versetzt werden müssten, wie dies beispielsweise für das Versetzen von Steinkloben bekannt ist (DE-PS Nr. 283270). Dabei wird der Kloben über eine Anschlagplatte an einem eingemauerten, metallischen Ankerstück mit
Hilfe von Klemmschrauben angeklemmt, die durch Langlöcher greifen, so dass eine Klobenverstellung im Bereich der Langlöcher möglich ist. Da jedoch bei Läden kaum ein metallisches Ankerstück zum Anklemmen der Anschlagplatte vorgesehen werden kann, müssten die Befestigungsschrauben für die Anschlagplatte versetzt werden, was wegen des geringen Versetzungsweges auf Schwierig- keiten stösst.
Zur festen Verankerung eines Möbelscharniers ist es schliesslich bekannt (CH-PS Nr. 575533), die Scharnierteile mit Hilfe eines Einbohrzapfens zu befestigen. Eine solche Befestigung stellt zwar einen guten Halt sicher, doch wird durch den Einbohrzapfen eine Verstellung ausgeschlossen.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Ladenband der eingangs geschilderten
Art so zu verbessern, dass trotz der Verstellbarkeit der Anschlagplatte eine ein Ausreissen der Anschlagplatte auch bei höheren Ladengewichten ausschliessende Lastabtragung gewährleistet wird.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass die Anschlagplatte in an sich bekannter Weise einen Einbohrzapfen trägt, der einen gegenüber der Zapfenachse exzentrischen, schwergängig verdrehbar in der Anschlagplatte gelagerten Kopf aufweist.
Da auf Grund der exzentrischen Anordnung des Kopfes des Einbohrzapfens gegenüber der
Zapfenachse der Einbohrzapfen bei einer Drehverstellung gegenüber der Anschlagplatte versetzt wird, ergibt sich bei einem in eine Einsteckbohrung des Ladens eingreifenden Einbohrzapfen eine Versetzungsmöglichkeit des Ladens gegenüber dem Band, so dass durch eine entsprechende Drehverstellung der Einbohrzapfen der Fenster- oder Türladen in seiner Ebene nicht nur gehoben und gesenkt, sondern auch verdreht werden kann. Damit ist eine allen Anforderungen entsprechende Nachstellmöglichkeit gegeben, die kein Abnehmen des Ladens erfordert, weil die Ladenbänder angeschlagen bleiben können. Der in eine Einsteckbohrung des Ladens eingreifende Einbohrzapfen übernimmt ja die wesentliche Lastabtragung, so dass der Tragfähigkeit der Befestigungsschrauben eine geringere Bedeutung zukommt.
Aus diesem Grunde könnten auch die Befestigungsschrauben unter Umständen versetzt werden, ohne dass die Tragfähigkeit der Verbindung entscheidend vermindert wäre. Vorteilhafter ist es jedoch, wenn die Befestigungsschrauben nicht versetzt werden müssen. Dies kann durch eine entsprechende Erweiterung der in der Anschlagplatte vorgesehenen Durchtrittslöcher gegenüber dem Schaftdurchmesser der Befestigungsschrauben im Ausmass des jeweils maximalen Stellweges sichergestellt werden. Zur Nachstellung eines Ladens brauchen folglich lediglich die Befestigungsschrauben der Anschlagplatte gelockert zu werden, um über eine Verdrehung des Einbohrzapfens die gewünschte Ladenlage zu erhalten, die durch das Anziehen der Befestigungsschrauben und das damit verbundene Festklemmen der Anschlagplatte am Laden festgehalten wird.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, das ein erfindungsgemässes Ladenband für einen Fenster- oder Türladen im Schaubild zeigt.
Das dargestellte Ladenband --1-- für einen Laden --2-- besteht im wesentlichen aus einer Bandhülse --3--, die zur Aufnahme eines nicht dargestellten Bandzapfens dient, und aus einer Anschlagplatte --4--, an die ein rechtwinkelig abgekröpfter, bandförmiger Träger --5-- angesetzt
<Desc/Clms Page number 2>
ist. Dieser Träger --5-- ist in einer Gleitführung--6--der Bandhülse--3--verschiebbar gehalten und kann in verschiedenen Einschubstellungen mit Hilfe einer nicht dargestellten Klemmschraube an der Bandhülse --3-- festgeklemmt werden, so dass über die Längenverstellung des bandförmigen Trägers --5-- eine Anpassung an unterschiedliche Ladenstärken und Rahmen möglich ist.
Die Anschlagplatte --4-- trägt einen Einbohrzapfen --7--, der einen zylindrischen Kopf --8-- aufweist, mit dessen Hilfe der Einbohrzapfen --7-- schwergängig verdrehbar in der Anschlagplatte --4-- gehalten ist. Da der Kopf --8-- des Einbohrzapfens --7-- gegenüber der Zapfenachse exzentrisch angeordnet ist, wird bei einer Drehverstellung des Kopfes --8-- der Ein- bohrzapfen --7-- gegenüber der Anschlagplatte --4-- verstellt.
Ist der Einbohrzapfen--7-bei der Befestigung des Ladenbandes--1--am Laden--2--in eine Einsteckbohrung--9--einge- schlagen, so wird auf Grund des exzentrisch angesetzten Kopfes --8-- des Einbohrzapfens --7-der Laden --2-- gegenüber der Anschlagplatte --4-- verstellt, wenn der Einbohrzapfen--7-verdreht wird, was mit Hilfe eines Schraubenziehers durchgeführt werden kann, der an einem
EMI2.1
sondern auch verdreht werden. Die mögliche Ladennachstellung genügt daher allen Anforderungen.
Die Anschlagplatte --4-- wird in ihrer Lage gegenüber dem Laden --2-- durch zwei Befestigungsschrauben--11--festgelegt, die durch Durchtrittslöcher --12-- in der Anschlagplatte --4-- hindurch in den Laden --2-- eingeschraubt werden. Da die Durchtrittslöcher--12--gegen- über dem Schaftdurchmesser der Befestigungsschrauben --11-- erweitert sind, brauchen die Befestigungsschrauben zum Nachstellen des Ladens --2-- nicht völlig gelöst, sondern nur gelockert zu werden, um eine Verstellung durchführen zu können. Das Ladengewicht wird über den Einbohrzapfen --7-- abgetragen, was ein Abnehmen des Ladens während des Einstellens unnötig macht und die Einstellarbeiten wesentlich erleichtert.