AT378164B - Lastaufnahmevorrichtung, insbesondere fuer baumstaemme - Google Patents

Lastaufnahmevorrichtung, insbesondere fuer baumstaemme

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AT378164B
AT378164B AT416883A AT416883A AT378164B AT 378164 B AT378164 B AT 378164B AT 416883 A AT416883 A AT 416883A AT 416883 A AT416883 A AT 416883A AT 378164 B AT378164 B AT 378164B
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Karl Dipl Ing Knell
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Steyr Daimler Puch Ag
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Description


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   Die Erfindung betrifft eine Lastaufnahmevorrichtung, insbesondere für Baumstämme, bei der die Last mittels eines   Würgeseiles od. dgl.   an der Aufnahmevorrichtung und diese an einem Förder- seil   od. dgl.   angehängt bzw. anhängbar ist und die Aufnahmevorrichtung einen schwenkhebelartigen
Halter für das Würgeseil   od. dgl.   aufweist, der beim Eintritt in seine Schliessstellung zunächst durch einen von Hand aus verstellbaren Hilfsriegel und in der Schliessstellung sodann von einem bei Belastung durch das Lastgewicht gegen Federkraft an die Stelle des Hilfsriegels schiebbaren und bei Entlastung durch Dämpfung verzögert   rückschiebbaren   Hauptriegel sperrbar ist. 



   Bei einer bekannten Lastaufnahmevorrichtung dieser Art (AT-PS Nr. 347077) weist das Vorrichtungsgehäuse eine Aufnahmeausnehmung auf, in die das eine Ende einer um die Last bzw. den Baumstamm   geschlungenen Würgekette   eingelegt wird. Diese Aufnahmeausnehmung wird dann durch einen schwenkbaren Halter verschlossen, der in seiner Schliessstellung durch den Hilfsriegel sperrbar ist. Der Hauptriegel ist mit einem am Förderseil   od. dgl.   angehängten Kolben verbunden, der bei Belastung durch das Lastgewicht gegen die Kraft einer Feder verschoben bzw. in eine Ausnehmung des schwenkbaren Haltebügels zum Eingriff gebracht wird, wobei er den Hilfsriegel verdrängt.

   Der Zylinder, in dem der Kolben gleitet, weist eine hydraulische Füllung auf und der Kolben besitzt eine die beiden Zylinderräume verbindende Drosselleitung sowie eine parallel geschaltete Überströmleitung mit einem Rückschlagventil. Diese Konstruktion hat den Vorteil, dass der schwenkbare Halter bei Belastung der Aufnahmevorrichtung durch das Lastgewicht vom Hauptriegel selbständig versperrt ist und dass sich diese Sperre zum Abladen der Last selbständig löst, wenn die Belastung durch die Last aufhört. Dabei bleiben aber kurzzeitige Entlastungen, wie sei beim Transport von Baumstämmen im Gelände häufig vorkommen, unberücksichtigt, weil sich durch die hydraulische Füllung des Zylinders und die Drosselleitung eine Verzögerung der Kolbenbewegung und damit der Öffnungsbewegung des Hauptriegels ergibt. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass auch diese bekannte Lastaufnahmevorrichtung verbesserungsbedürftig ist. Da nämlich der die Aufnahmeausnehmung für die Würgekette   od. dgl.   verschliessende, schwenkbare Halter aussen einseitig am Vorrichtungsgehäuse gelagert ist, und im praktischen Betrieb häufig mehrere solche Aufnahmevorrichtungen unmittelbar nebeneinander am Förderseil   od.

   dgl.   hängen, können sich die Aufnahmevorrichtungen hinsichtlich der Schwenkbewegung des 
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 die Verzögerung der Öffnung des Hauptriegels durch die gedrosselte Überleitung des hydraulischen Mittels von einem Zylinderraum zum andern von der Viskosität des hydraulischen Mittels abhängt und dass sich diese Viskosität bei schwankender Temperatur ändert, so dass man je nach der Wetterlage und der augenblicklichen Sonnenbestrahlung der Vorrichtung mit verschieden langer Verzögerung rechnen muss. 



   Es ist zwar auch schon eine Lastaufnahmevorrichtung bekannt, die wenigstens zwei Paare zangenartig angeordneter zweiarmiger Schwenkbacken mit je einem pneumatisch beaufschlagten Dämpfungskolben aufweist (US-PS Nr. 3, 208, 789). Dabei handelt es sich aber um eine insbesondere zum Schienentransport dienende Vorrichtung, bei der die Schwenkbacken unmittelbar an der Last, also der Schiene   od. dgl.   angreifen, ohne Sperre bloss durch das Lastgewicht in der Schliessstellung gehalten und durch den Dämpfungskolben in ihrer Schliessbewegung verzögert werden, so dass ganz andere Verhältnisse vorliegen. 



   Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs geschilderte Lastaufnahmevorrichtung so zu verbessern, dass keine Funktionsstörungen zufolge gegenseitiger Behinderung mehrerer unmittelbar nebeneinanderhängender oder angeordneter Vorrichtungen zu befürchten sind und die gewünschte Verzögerung der Riegelöffnung unabhängig von den äusseren Bedingungen ihren vorbestimmten Wert beibehält. 



   Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Halter in an sich bekannter Weise aus zwei zangenartig angeordneten zweiarmigen Schwenkbacken besteht, die mit ihren freien Armen ein Aufnahmemaul für das Würgeseil   od. dgl.   bilden, dass zwischen die andern vorrichtungsseitigen Arme der Schwenkbacken der Hauptriegel sowie der Hilfsriegel wechselweise einschiebbar sind und dass ein in der Vorrichtung normal zu der von den Schwenkachsen der Schwenkbacken bestimmten Ebene verschiebbar geführtes Joch vorgesehen ist, das sich im Vorrichtungsgehäuse über wenig- 

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 stens eine Feder gegen das auf dieses Joch einwirkende Lastgewicht abstützt, jeweils am letzten Teil seiner Schiebebewegung in die Schliesslage der Backen den in gleicher Richtung geführten Hauptriegel mitnimmt und, wie an sich ebenfalls bekannt,

   mit wenigstens einem pneumatisch beaufschlagten Dämpfungskolben für die Dämpfung seiner Schiebebewegung verbunden ist. 



   Da also zwei zweiarmige Schwenkbacken vorgesehen sind, die zangenartig zusammenwirken, können diese Schwenkbacken symmetrisch zu der Achse des Vorrichtungsgehäuses, die mit den in Strecklage fluchtenden Achsen des   Würge- und   Förderseiles   od. dgl.   zusammenfällt, angeordnet werden und es sind keine einseitig ausladenden bzw. ausschwenkenden Teile vorhanden, deren Bewegung gegenseitig behindert würde. Ausserdem können die Schwenkachsen der beiden Schwenkbacken ohne weiteres einen solchen Abstand voneinander erhalten, dass nach der Entriegelung ein 
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   Da der Dämpfungskolben pneumatisch und nicht hydraulisch beaufschlagt ist, werden Viskositäts- einflüsse des Mediums ausgeschaltet. Ist das Würgeseil   od. dgl.   aufgenommen, so wird der Halter von Hand aus geschlossen und mittels des Hilfsriegels vorläufig gesperrt. Tritt nun Belastung durch Zug am Förderseil   od. dgl.   auf, so wird zunächst nur das Joch gegen die Federkraft ver- schoben. Erst am Ende dieser Schubbewegung nimmt das Joch den Hauptriegel mit und verbringt ihn unter Verdrängung des Hilfsriegels in die Sperrstellung. Durch diesen vergleichsweise langen
Verschubweg des Joches wird es erst möglich, mit einem pneumatischen Dämpfer auszukommen. 



   Eine besonders zweckmässige und kompakte Konstruktion wird dadurch erreicht, dass ein sich in Schubrichtung des Joches erstreckender, aus dem Vorrichtungsgehäuse an der dem Aufnahme- maul entgegengesetzten Seite austretender Bügel vorgesehen ist, in den einerseits das Förderseil   od. dgl.   einhängbar ist und an dem anderseits das Joch befestigt ist, wobei der Hauptriegel und der Hilfsriegel von den Bügelschenkeln durchsetzt sind und der gegenüber dem Joch bewegliche Hauptriegel durch eine den Hauptriegel durchsetzende, am Joch befestigte Stange mit einem den Hauptriegel beim Öffnen aus einer Sperrstellung mitnehmenden Endanschlag gekuppelt ist. Mit Hilfe dieser Stange erfolgt jeweils die Mitnahme des Hauptriegels erst am Ende der Jochbewegung. 



   Um nach dem Öffnen des Hauptriegels bei erfolgter Entlastung der Vorrichtung ein ungewolltes Nachrutschen des Hilfsriegels und damit eine neuerliche funktionsstörende Sperrung des Halters zu vermeiden, ist für die Offenstellung des Hilfsriegels eine gefederte Rasteinrichtung vorgesehen. 



   In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt,   u. zw.   zeigen Fig. 1 eine Lastaufnahmevorrichtung im Längsschnitt, wobei in der rechten Hälfte der Zeichnungen die Stellung bei geöffnetem Halter ohne Last und in der linken Hälfte die Stellung bei geschlossenem und belastetem Halter dargestellt sind, Fig. 2 einen zugehörigen Querschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 einen Längsschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 bei geschlossenem Halter bzw. belasteter Vorrichtung. 



   In einem   Gehäuse --1-- ist   ein Halter untergebracht, der aus zwei zangenartig angeordneten zweiarmigen Schwenkbacken --2-- besteht, die mit ihren unteren   Armen --3-- ein   Aufnahmemaul --4-- für das nicht dargestellte Würgeseil   od. dgl.   bilden. Die im   Gehäuse --1-- gelagerten   Schwenkachsen der Schwenkbacken --2-- sind mit --5-- bezeichnet. Im oberen Teil des Gehäuses --1-- ist ein Hilfsriegel --6-- angeordnet, der bei geschlossenem   Aufnahmemaul --4-- (Fig. 1   linke Bildhälfte) zwischen die aufwärts gerichteten   Arme--7--der Schwenkbacken--2-einschieb-   bar ist.

   Mit --8-- sind Bohrungen bezeichnet, die eine Druckfeder und eine Kurbel aufnehmen, welch letztere in der Ruhestellung des Hilfsriegels --6-- in Gehäusevertiefungen einrastet und ihn in der Ruhestellung haltet. 



   Im   Gehäuse --1-- ist   ferner ein normal zu der von den Schwenkachsen --5-- der Schwenkbacken --2-- bestimmten Ebene verschiebbarer   U-Bügel --9-- gelagert,   der an der dem Aufnahmemaul --4-- entgegengesetzten Seite aus dem   Gehäuse --1-- austritt   und an dem das Förderseil od. dgl. angreift.

   Der   Bügel --9-- durchsetzt   sowohl den Hilfsriegel --6-- als auch einen im Gehäuse verschiebbaren   Hauptriegel --10-- und   ist unten an einem im Gehäuse ebenfalls verschiebbar geführten   Joch --11-- befestigt.   Das Joch --11-- ist durch zwei diametral angeordnete Druck-   federn --12-- im   Gehäuse abgestützt und mit zwei pneumatisch beaufschlagten Kolben --13-- starr verbunden, wobei von den Zylindern der Kolben --13-- eine Bohrung --14-- zu einer Drosselstelle   Führt.   Ausserdem kann noch eine mit einem Rückschlagventil versehene Auslassbohrung angeordnet 

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 sein.

   Der Hauptriegel --10-- ist mit dem Joch --11-- nicht unmittelbar, sondern über eine Stan-   ge --15-- gekuppelt,   die einen   Endanschlag --16-- aufweist.   



   Bevor eine Last an die Aufnahmevorrichtung angehängt wird, befindet sich die Vorrichtung in der in der rechten Hälfte der Fig. 1 dargestellten Stellung. Es lässt sich daher das Würgeseil   od. dgl.   leicht in das Aufnahmemaul --4-- einbringen und durch Schliessen der Schwenkbacken - festhalten, wobei der   Hilfsriegel --6-- abwärts   geschoben wird und die oberen   Arme --7--   der Schwenkbacken --2-- auseinanderspreizt, so dass die Schliessstellung erhalten bleibt. Wird nun 
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 der letzten Phase der Bewegung den Hauptriegel --10-- zwischen die Arme --7-- der Schwenk- backen einführt und dabei den Hilfsriegel --6-- wieder in seine Ruhelage drängt.

   Hört die Be- lastung auf, so entspannen sich die Federn, wobei aber die Rückschubbewegung verzögert erfolgt, da die Kolben Luft ansaugen müssen, die über die Drosselstelle eindringt. Der Endanschlag-16- nimmt schliesslich den Hauptriegel --10-- wieder abwärts aus dem Bereich der Arme --7-- der
Schwenkbacken --2-- und letztere öffnen sich unter dem Gewicht des aufgenommenen Würgeseiles, so dass dieses freikommt. Zufolge der Verzögerung der Öffnungsbewegung der Schwenkbacken --2-- durch die pneumatisch beaufschlagten Kolben --13-- und der mittelbaren Kupplung des Joches mit dem Hauptriegel --10-- über die   Stange --15-- führen   kurzzeitige Entlastungen der Aufnahmevor- richtung nicht zu einem selbständigen Öffnen der Schwenkbacken --2--. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Lastaufnahmevorrichtung, insbesondere für Baumstämme, bei der die Last mittels eines Würgeseiles   od. dgl.   an der Aufnahmevorrichtung und diese an einem Förderseil   od. dgl.   angehängt bzw. anhängbar ist und die Aufnahmevorrichtung einen schwenkhebelartigen Halter für das Würgeseil   od.

   dgl.   aufweist, der beim Eintritt in seine Schliessstellung zunächst durch einen von Hand aus verstellbaren Hilfsriegel und in der Schliessstellung sodann von einem bei Belastung durch das Lastgewicht gegen Federkraft an die Stelle des Hilfsriegels schiebbaren und bei Entlastung durch Dämpfung verzögert   rückschiebbaren   Hauptriegel sperrbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter in an sich bekannter Weise aus zwei zangenartig angeordneten zweiarmigen Schwenkbacken (2) besteht, die mit ihren freien Armen (3) ein Aufnahmemaul (4) für das Würgeseil   od.

   dgl.   bilden, dass zwischen die andern vorrichtungsseitigen Arme (7) der Schwenkbacken (2) der Hauptriegel (10) sowie der Hilfsriegel (6) wechselweise einschiebbar sind und dass ein in der Vorrichtung normal zu der von den Schwenkachsen (5) der Schwenkbacken (2) bestimmten Ebene verschiebbar geführtes Joch (11) vorgesehen ist, das sich im Vorrichtungsgehäuse   (1)   über wenigstens eine Feder (12) gegen das auf dieses Joch (11) einwirkende Lastgewicht abstützt, jeweils am letzten Teil seiner Schiebebewegung in die Schliesslage der Backen (2) den in gleicher Richtung geführten Hauptriegel (10) mitnimmt und, wie an sich ebenfalls bekannt, mit wenigstens einem pneumatisch beaufschlagten Dämpfungskolben (13) für die Dämpfung seiner Schiebebewegung verbunden ist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein sich in Schubrichtung des Joches (11) erstreckender, aus dem Vorrichtungsgehäuse (17) an der dem Aufnahmemaul (4) entgegengesetzten Seite austretender Bügel (9) vorgesehen ist, in den einerseits das Förderseil od. dgl. einhängbar ist und an dem anderseits das Joch (11) befestigt ist, wobei der Hauptriegel (10) und der Hilfsriegel (6) von den Bügelschenkeln durchsetzt sind und der gegenüber dem Joch (11) bewegliche Hauptriegel (10) durch eine den Hauptriegel durchsetzende, am Joch (11) befestigte Stange (15) mit einem den Hauptriegel (10) beim Öffnen der Backen (2) aus seiner Sperrstellung mitnehmenden Endanschlag (16) gekuppelt ist.
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die Öffnungsstellung des Hilfsriegels (6) eine gefederte Rasteinrichtung (8) vorgesehen ist.
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