<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für eine aus einem Mast mit einem daran be- festigten Segel bestehende Segeleinrichtung vorzugsweise eines Segelbrettes, zum Aufstellen der
Segeleinrichtung auf dem Boden zwecks Trocknens des Segels.
Für die Segler und besonders für die immer stärker zunehmende Anzahl derer, die den Segel- sport in Form des sogenannten Windsurfens betreiben, ist das Trocknen der nassgewordenen Segel ein Problem, mit dessen Lösung sich die Erfindung befasst.
Ist doch das Ablegen des etwa auf einer Wiese ausgebreiteten nassen Segels stets mit der
Gefahr von Beschädigungen bzw. Fleckenbildungen verbunden und das Trocknen erfolgt dabei im wesentlichen bloss auf der Oberseite.
Ein Trocknen des Segels aber beispielsweise in der Form, dass der Surfer den Mast so lange aufrecht hält, bis das daran befestigte Segel völlig trocken geworden ist, stellt dermassen hohe
Anforderungen an Kraft, Geduld und Ausdauer der Betreffenden, dass bloss in seltenen Fällen von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird.
Das Verpacken eines feuchten oder gar nassen Segels ist aber mit der Gefahr verbunden, dass durch Schimmelbildung und andere schädliche Einflüsse der Gebrauchswert und die Lebens- dauer des Segels leidet, weshalb der dringende Bedarf nach einer einfach zu handhabenden und kostengünstigen Mast-Haltevorrichtung besteht.
Eine solche Vorrichtung ist erfindungsgemäss gekennzeichnet durch einen an den Mast anleg- baren und mit diesem mittels einer Befestigungsschnur, vorzugsweise eines Masttampens, verbind- baren, den Mast schalen-oder gabelartig auf einem Teil seines Umfangs umfassenden Haltebügel, der in seinem oberen Anlagebereich einen auskragenden Ansatz mit einer Aufnahme zum Befestigen des einen Endes einer Spannschnur aufweist, und an dem in seinem unteren Anlagebereich zwei weitere Spannschnüre angebracht sind, wobei die Spannschnüre mit ihren freien Enden jeweils an einem im Boden verankerten Befestigungsstück, vorzugsweise einem Hering, unter Spannung fixierbar sind.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist der Haltebügel aus einem oder mehreren teil- zylinder-, U- oder V-förmig etwa der Mastumfangsfläche im Anlagebereich entsprechend gebogenem (n)
Formteil (en) oder einem dementsprechend geformten Drahtgestell gebildet und mit einem flansch- artigen Stegteil versehen, an dessen unterem Ende die beiden weiteren Spannschnüre befestigt sind und der zum Festlegen der Befestigungsschnur bzw. des Masttampens vorzugsweise mehrere
Löcher aufweist.
Hinsichtlich des angeführten Formteils wird bemerkt, dass dieser vorzugsweise aus einem Blechteil besteht, aber auch aus einem entsprechend geformten Gussteil aus Metall oder einem geeigneten Kunststoff und gegebenenfalls auch aus einer Werkstoffkombination hergestellt sein kann.
Die Erfindung wird nun an Hand der zwei Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 ein am Mast in bekannter Weise durch Aufstecken befestigtes und durch Verspannen des Mastes mittels der erfindungsgemässen Haltevorrichtung zum raschen Trocknen aufstellbares Segel eines Segelbrettes, Fig. 2 eine Ausführungsform der mit dem Mast verbundenen Haltevorrichtung und die Fig. 3 und 4 je eine Ausführungsform des Haltebügels in perspektivischer Darstellung.
Das Segel --2-- für ein Segelbrett hat-wie allgemein bekannt - am Mast --1-- eine etwa in Brusthöhe befindliche Aussparung--3--, weil in diesem Bereich der zur Handhabung des Segels --2-- nötige (in Fig. 1 nicht dargestellte) Gabelbaum mit dem sogenannten Masttampen--12-- einer im allgemeinen 6 bis 8 mm dicken Segelschnur, am Mast --1-- befestigt wird.
Nach dem Abnehmen des Gabelbaums bietet sich diese freiliegende Stelle des Mastes --1-- und natürlich auch der Masttampen --12-- für die Anlage und das Verschnüren der Haltevorrichtung an, u. zw. in der Weise, dass der Haltebügel --4 bzw. 4'-- mit dem Schnurende durch dessen Einziehen in die Befestigungslöcher --11-- verbunden, zunächst in Schräglage mit seinem Oberteil an dem Mast --1-- angelegt, mit diesem verschnürt und durch Herunterkippen zur vollen Anlage auch des unteren Bügelteils am Mast festgezurrt wird.
Zweckmässig erfolgt dabei das Verschnüren in der Weise, dass der Masttampen--12--oder die gegebenenfalls an seiner Stelle verwendete Befestigungsschnur am oberen Anlagebereich des Haltebügels --4 bzw. 4'-- etwa mittig angreift, denn auf diese Weise wird sichergestellt, dass
<Desc/Clms Page number 2>
die mittels der Spannschnur --6-- erzeugte Spannkraft sich auch voll im Sinne einer Anpress- wirkung für den Haltebügel auswirkt.
Die an der durch das auskragende spitze Ende des Haltebügels --4-- gebildeten Aufnahme --5-- befestigte Spannschnur --6-- wird nun in der für Zeltschnüre üblichen Weise an einem
Hering --17-- befestigt, der in passender Entfernung vor dem Mast etwa entgegengesetzt zur herr- schenden Windrichtung (s. den vor dem Mast gezeichneten Pfeil W in Fig. l) im Boden verankert wurde.
Im Stegteil --10-- des Haltebügels --4-- ist zur spannwirksamen Befestigung zweier weiterer Spannschnüre--7, 8--in dessen unterem Anlagebereich noch eine Bohrung --13-- vorgesehen, um die für die Masthalterung erforderliche Dreipunkt-Verspannung vornehmen zu können. Dabei ist es natürlich belanglos, ob diese beiden Spannschnüre --7, 8-- in Form zweier gesonderter
Schnüre oder einer einzigen, mittig befestigten Schnur entsprechend grösserer Länge vorhanden sind.
Wie sich bei der Erprobung der erfindungsgemässen Haltevorrichtung gezeigt hat, ist es einer erwachsenen Person auch ohne übermässige Geschicklichkeit möglich, den mit dem Haltebügel ver- sehenen Mast mit einer Hand aufrechtzuhalten und mit der andern die drei Spannschnüre--6,
7, 8-- der Reihe nach mit den vorher in den Boden gerammten Heringen--17--mittels einer
Schlaufe zu verbinden und durch Anziehen der Enden und Umklappen der dafür gebräuchlichen einfachen Klemmteile--18--, die zum Halten des aufgestellten Mastes erforderliche Spannkraft hervorzubringen und zu fixieren.
Wenngleich sich der in den Fig. 1 bis 3 gezeigte Haltebügel --4-- mit dem zur Anlage an den Mast konstruierten Drahtgestell--9--und dem angeschweissten Stegteil --10-- sehr gut bewährt hat, sind selbstverständlich auch abgewandelte Ausführungsformen im Rahmen der Erfindung möglich. Eine davon ist in Form des Haltebügels --4'-- in Fig. 4 dargestellt.
Dieser Haltebügel --4'-- besteht aus einem teilzylinderförmig gebogenen Blechkragen--14--mit angeschweisstem Stegteil--15--, an dessen oberem abstehenden Ende sich die Bohrung --5'-- als Spannschnurbefestigung für die nicht dargestellte Spannschnur --6-- befindet. Davon abgesehen entspricht die Ausbildung des Stegteils --15-- weitgehend derjenigen des Stegteils --10-- für das Drahtgestell--9--.
Zusätzlich zu den Befestigungslöchern --11-- für den Masttampen--12-- (bzw. eine entsprechende Verbindungsschnur) und die Bohrung --13-- für die seitlichen Spannschnüre--7 und 8--ist hier noch ein Loch --16-- vorgesehen, damit ein Verrutschen der Bügelbefestigung, also des Masttampens --12-- aus der mittigen Befestigungslage sicher vermieden ist.
Der Blechkragen --14-- könnte zwecks Materialeinsparung auch 2-teilig in Form einer oberen sowie einer unteren Hälfte ausgeführt sein und es versteht sich, dass anstatt einer Schweissverbindung der Teile auch das Metallkleben angewandt werden bzw. ein beispielsweise durch Formgiessen hergestellter Haltebügel zum Einsatz kommen kann.
Wenngleich die erfindungsgemässe Haltevorrichtung im Zusammenhang mit dem Trocknen von Segeln für Segelbretter besprochen wurde, kann sie auch bei andern kleineren Segeln abgewandt werden, die mit einem Mast verbunden sind.
**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.