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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Stanzen von Löchern in Dachrinnen aus Blech oder Kunststoff mit einem im wesentlichen halbkreisförmig ausgebildeten Bügel, der starr mit einem Handgriff verbunden ist, wobei im Bügel ein mit Hilfe eines am Bügel verschwenkbar ge- lagerten Betätigungshebels vorschiebbarer Bolzen gelagert ist und wobei im Bügel eine Schnitt- buchse eingesetzt ist, in die ein am freien Ende des Bolzens vorgesehener Lochstempel zum
Ausführen der Stanzarbeit einschiebbar ist.
Dachrinnen aus Blech oder Kunststoff werden miteinander zu längeren Einheiten dadurch verbunden, dass im Überlappungsbereich benachbarter Dachrinnenabschnitte Löcher erzeugt und die Dachrinnenabschnitte durch in die Löcher eingesetzte Nieten miteinander verbunden werden.
Insbesondere das bisher übliche Bohren der Löcher gestaltet sich ausserordentlich schwierig, weil nicht nur ein dem Bohrerdruck entsprechender Gegendruck aufgebracht werden muss, sondern weil auch für eine Stromversorgung der normalerweise verwendeten elektrischen Bohrmaschinen zu sorgen ist.
Händisch zu betätigende Stanzen sind in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt- geworden. Stanzwerkzeuge mit bügelartigen Führungen sind aus der US-PS Nr. 898, 397 und
Nr. 3,335, 494 bekannt. Diese bekannten Stanzen sind aber für das Stanzen von Löchern in Dach- rinnen nicht geeignet. Bei der Stanze nach der US-PS Nr. 3,335, 494 wird der Stanzbolzen von einer
Rückholfeder in seine Ausgangslage gedrückt. Ein weiteres Öffnen der Stanze ist nicht möglich, weil der Bewegungsbereich der Betätigungshebel durch Anschläge begrenzt ist. Bei der Stanze der
US-PS Nr. 898, 397 fehlt die Rückholfeder für den Stanzbolzen, so dass eine Einhandbedienung nicht möglich ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute und leicht zu bedienende
Vorrichtung zum Stanzen von Löchern in Dachrinnen zur Verfügung zu stellen, die eine Einhand- bedienung zulässt.
Erfindungsgemäss zeichnet sich die Vorrichtung der eingang genannten Gattung dadurch aus, dass der Betätigungshebel an seinem am Bügel verschwenkbar gelagerten Ende Zähne aufweist, die in eine Zahnung des wie an sich bekannt entgegen der Kraft einer Rückholfeder vorschiebbaren Bolzen eingreifen, dass der Handgriff in der Richtung des Bolzens ausgerichtet ist und dass im Handgriff ein von einem Anschlag zurückschiebbarer Druckbolzen aufgenommen ist, der von einer im Handgriff aufgenommenen Druckfeder in Richtung auf den Bolzen beaufschlagt ist und der die Ruhestellung des Bolzens und des Betätigungshebels definiert.
Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung können durch Betätigen des Betätigungshebels die für die Nietverbindung benötigten Löcher ohne jede Stromversorgung erzeugt werden, wobei es auch nicht notwendig ist, beim Stanzen der Löcher gegenzuhalten, da bei Verwendung der erfindungsgemässen Vorrichtung keine auf die Dachrinne einwirkenden resultierenden Kräfte auftreten.
Dadurch, dass der Bügel bei der erfindungsgemässen Vorrichtung etwa halbkreisförmig ausgebildete ist, ist er auch der Querschnittsform von Dachrinnen angepasst, was die Handhabung der erfindungsgemässen Vorrichtung wesentlich erleichtert.
Die Einhandbedienung ist dadurch erleichtert, dass im Handgriff ein verschiebbarer Druckbolzen aufgenommen ist, der von einer ebenfalls im Handgriff aufgenommenen Druckfeder beaufschlagt ist und der die Ruhestellung des Bolzens und des Betätigungshebels definiert. Mit Vorteil ist dabei vorgesehen, dass der Druckbolzen einen Kopf aufweist, der in der Wirkstellung des Druckbolzens an einer Ringschulter zwischen der die Druckfeder aufnehmenden Bohrung und der einen kleineren Durchmesser aufweisenden Bohrung, in welcher der Druckbolzen verschiebbar aufgenommen ist, anliegt. Bei dieser Ausführungsform wird der Bolzen von der Rückholfeder in Anlage an das dem hinteren Ende des Bolzens zugekehrte vordere Ende des Druckbolzens gedrückt.
Die Länge des Druckbolzens bzw. die Lage seines vorderen Endes ist so gewählt, dass in dieser Lage der Betätigungshebel und der mit dem Bügel verbundene Handgriff mit einer Hand erfasst werden können. Trotzdem ist es auf Grund der federnden Abstützung des im Handgriff aufgenommenen Druckbolzens möglich, den Bolzen durch Verschwenken des Betätigungshebels weiter zurückzuziehen, um zwischen der Schnittbuchse und dem Lochstempel zum Einsetzen der erfindungsgemässen Vorrichtung in eine Dachrinne genügend Raum zu schaffen, um sie am Rinnenwulst vorbeibewegen zu können.
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Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des in der Zeichnung schematisch in Seitenansicht wiedergegebenen Ausführungsbeispieles.
Die Vorrichtung zum Stanzen von Löchern besitzt einen Bügel-l-aus Leichtmetall, z. B.
Aluminium, der durch Rippen --2, 3 und 4-- verstärkt ist. Am einen Ende des Bügels-l-trägt dieser einen Handgriff --5--.
Am andern freien Ende --6-- des Bügels --1-- ist auswechselbar eine Schnittbuchse --7-- mit Bohrung --8-- eingesetzt. In einem mit dem Bügel --1--, vorzugsweise einstückig verbundenen Führungsteil --9-- ist ein Bolzen --10-- verschiebbar geführt. Der Führungsteil --9-- weist zwei Führungsbohrungen --11 bzw. 12-- aufweisende Teile --13 bzw. 14-- auf.
Zwischen den beiden die Führungsbohrungen --11 und 12-- aufweisenden Teilen --13 und 14-- des Führungsteiles --9-- ist eine Rückholfeder --15-- vorgesehen, die zwischen dem griffseitigen Ende des Teils --13-- und einem Widerlagerstift --16-- des Bolzens --10-- eingesetzt ist.
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Ende gegebenenfalls auswechselbar einen Lochstempel --17--.
Zur Betätigung des Bolzens --10-- zur Ausführung der Stanzarbeit ist am Bügel-l-ein
Betätigungshebel --18-- um eine Achse --19-- verschwenkbar gelagert. Der Betätigungshebel - 18-trägt Zähne-20-, die in eine Zahnung --21-- im Bereich des hinteren Endes des Bolzens - eingreifen. Durch Verschwenken des Betätigungshebels --18-- in Richtung auf den Hand- griff-S-zu wird der Bolzen --10-- und damit der Lochstempel --17-- vorgeschoben und nach Ausführung der Stanzarbeit von der Rückholfeder --15-- wieder zurückbewegt.
Das Ausmass des Rückhubes des Bolzens --10-- und damit die Rückschwenkung des Betätigungshebels --18-- wird von einem Druckbolzen --22-- definiert. Der Druckbolzen --22-- ist in einer Bohrung --23-- im Handgriff --5-- geführt. Eine in einer durchmessergrösseren Bohrung --24-aufgenommene Druckfeder --25-- drückt den Kopf --26-- des Druckbolzens --22-- gegen eine im Handgriff --5-- zwischen den Bohrungen --23 und 24-- vorgesehene Ringschulter --27--. Die die Druckfeder --25-- aufnehmende Bohrung im Handgriff --5-- ist durch eine Verschlussschraube - verschlossen.
Dadurch, dass der Druckbolzen --22--, welcher die Ausgangsstellung des Bolzens --10-- definiert, federnd abgestützt ist, kann durch Verschwenken des Betätigungshebels --18-- vom Griff-5-- weg der Lochstempel --17-- von der Schnittbuchse --7-- weiter wegbewegt werden, damit zwischen den genannten Bauteilen genügend Raum für den Hindurchtritt eines Rinnenwulstes beim Ansetzen bzw. Abnehmen der Vorrichtung an eine bzw. von einer Dachrinne vorhanden ist.
Sobald der Betätigungshebel --18-- ausgelassen wird, drückt die steifer als die Rückholfeder --15-- ausgebildete Druckfeder --25-- den Druckbolzen --22-- in die in der Zeichnung gezeigte Ausgangsstellung zurück, so dass der Betätigungshebel wieder in seiner eine Einhandbedienung erlaubende Stellung gelangt.
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