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Die Erfindung betrifft ein quer zur Fensterebene verstellbares Ecklager für Drehkipp-Flügel, mit einer in jeder Einstellung des Ecklagers wirksamen Aushebesicherung bei gekipptem Flügel, bei dem in einem in eine Vertiefung eines Rahmens einsetzbaren, nach der Rahmenfalz-Umfangsfläche freiliegenden Ecklagergehäuse ein Schaft durch eine drehbare Schraube verstellbar geführt ist, dessen aus dem Ecklagergehäuse herausragendes Ende ein Lager für einen Lagerzapfen bildet, der eine Stütze und eine Führung für einen an dem Flügel befestigten Gelenkteil bildet.
Ein verstellbares Ecklager dieser Gattung ist durch das DE-GM 7519508 bekannt. Es hat den
Vorteil, dass mit seiner Hilfe der auf ihm abgestützte Flügel jederzeit quer zur Ebene des Rahmens verstellt werden kann, um den jeweils wünschenswerten Dichtschluss zwischen Flügel und Rahmen bei geschlossenem Flügel zu erreichen.
Nachteilig bei einer Ausführungsform dieses bekannten Ecklagers ist jedoch, dass der Flügel sich in seiner Kippöffnungsstellung in manchen Fällen - auch von aussen her-ausheben lässt, wenn der die Stütze und die Führung bildende Lagerzapfen eine bestimmte Längenabmessung unterschreitet. Aus praktischen Gründen, nämlich zum Zwecke des Ein- und Aushängens eines in Drehstellung geöffneten Flügels, ist es jedoch zweckmässig, den Lagerzapfen des Ecklagers nur so lang wie unbedingt nötig, aber so kurz wie möglich zu gestalten.
Um dabei das Ausheben des in Kippstellung geöffneten Flügels, insbesondere von aussen her, zu verhindern, ist es dann jedoch notwendig, eine besondere Aushebesicherung vorzusehen.
Es ist bereits, beispielsweise durch die DE-AS 1078010, Fig. 16, bekannt, eine solche Aushebesicherung mit einem Ecklager für Drehkipp-Flügel baulich zu vereinigen. Hiebei ist der am Flügel befestigte Gelenkteil am unteren Ende seiner Gelenkhülse mit einer nach hinten gegen den Rahmen hin vorspringenden Nase versehen, die in der Schliessstellung und in Kippstellung des Flügels in eine raumseitig offene Nut des Ecklagerbockes hineinragt und dadurch den Flügel gegen nach oben gerichtete Kräfte am Rahmen abstützt.
Diese bekannte Aushebesicherung kann jedoch nicht in Verbindung mit einem quer zur Fenster- oder Türebene verstellbaren Ecklager verwendet werden, weil ihre zusammenwirkenden Elemente relativ zueinander nur eine geringe Eingriffstiefe haben und daher schon nach einer geringfügigen Verstellung ausser Eingriff kommen und unwirksam würden.
Es ist zwar auch bereits der Vorschlag gemacht worden (Zeitschrift "Holz im Handwerk-Die österreichische Möbelzeitschrift", Heft 2/75, Seite 28, linke Spalte, ZI. 8 bis 21), eine Aushebesicherung in der Nähe des Ecklagers zwischen den Falzumfangsflächen von Flügel und Rahmen anzuordnen. Diese Aushebesicherung besteht dabei aus einem L-förmigen Anschlagblech, das an der Flügelfalz-Umfangsfläche anzuschrauben ist, und aus einem den waagrechten Schenkel dieses Winkelstücks übergreifenden Nocken, der an der Rahmenfalz-Umfangsfläche befestigt werden muss. Die Teile dieser Aushebesicherung sind dabei völlig unabhängig vom Ecklager und müssen daher besonders angeschraubt werden.
Da ausserdem das Ecklager mit einem Gewindezapfen unmittelbar in eine Bohrung des Rahmens eingeschraubt ist und nach Aushängen des Flügels durch entsprechendes Verdrehen um die Bolzenachse quer zur Rahmenebene verstellt werden kann, muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die gesondert zu befestigenden Teile der Aushebesicherung eine solche Relativlage zueinander erhalten, dass sie auch nach dem Verstellen des Ecklagers noch bestimmungsgemäss zusammenwirken können. Der Anschlagsaufwand für diese bekannte, im Wirkbereich des Ecklagers vorzusehende Aushebesicherung ist daher beträchtlich und erfordert eine hohe Geschicklichkeit.
Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieser Nachteile. Die Erfindungsaufgabe liegt demnach in der Schaffung eines quer zur Fensterebene verstellbaren Ecklagers der eingangs erwähnten Art, mit dem ohne weiteres eine in jeder Einstellage des Ecklagers wirksame Aushebesicherung für den gekippten Flügel erreicht wird.
Die Lösung dieses Problems besteht nach der Erfindung im wesentlichen darin, dass der flügelseitige Gelenkteil einen zwischen die Flügelfalz-Umfangsfläche und die Rahmenfalz-Umfangsfläche eingreifenden Lappen aufweist, der eine parallel zur Flügelebene gegen das Ecklagergehäuse hin vorstehende Nase aufweist, welche in Schliess- und Kippstellung des Flügels in eine gegen die Flügelfalz-Umfangsfläche hin und nach der Raumseite offene Vertiefung des Ecklagergehäuses eingreift.
Da sich der mit dem flügelseitigen Gelenkteil verbundene Lappen quer zur Fensterebene ge-
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nügend weit zwischen die Falzumfangsfläche von Flügel und Rahmen hinein erstrecken kann und auch das Ecklagergehäuse sich mit einer entsprechenden Tiefe einbauen lässt, bleiben Nase und
Vertiefung auch bei der grösstmöglichen Verstellung des Ecklagers so miteinander in Eingriff, dass bei gekipptem Flügel die Aushebesicherung in jedem Fall gewährleistet ist.
Es hat sich erfindungsgemäss dabei als vorteilhaft erwiesen, den Lappen des flügelseitigen
Gelenkteiles als einen an der Flügelfalz-Umfangsfläche unmittelbar bzw. mittelbar anliegenden An- schraublappen auszubilden, beispielsweise dergestalt, dass der flügelseitige Gelenkteil als soge- nanntes Winkel-Falzband ausgeführt wird.
Damit wenigstens der flügelseitige Gelenkteil in ein und derselben Ausführungsform wahlweise rechts und links verwendbar ist, wird vorgeschlagen, den flügelseitigen Gelenkteil mit dem Anschraublappen symmetrisch zu einer die Gelenkachse rechtwinkelig schneidenden Ebene auszubilden, wobei der Anschraublappen zwei spiegelgleiche Nasen hat. Hiebei muss natürlich das im Rahmen angeordnete Gehäuse des Ecklagers an seiner falzseitig freiliegenden Fläche in entsprechendem Abstand übereinander mit zwei Vertiefungen versehen sein, die dann die Nasen in der Schliessstellung des Flügels aufzunehmen vermögen. Dabei ist Vorsorge getroffen, dass in jedem Falle, d. h. auch bei dem grösstmöglichen Kippöffnungswinkel eines Flügels, zumindest die untere Nase und die untere Vertiefung miteinander als Aushebesicherung in Eingriff sind.
Selbstverständlich ist die erfindungsgemäss ausgebildete Aushebesicherung in der gleichen Ausführung auch in Verbindung mit einem Ecklager verwendbar, bei dem der über die raumseitige Stirnfläche des Gehäuses vorstehende und eine Lagerstelle für den Lagerzapfen des flügelseitigen Gelenkteiles bildende Teil nicht quer zur Fenster- oder Türebene verstellbar ist.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung an einem Ausführungsbeispiel gezeigt, u. zw. zeigen Fig. l in räumlicher Durchsicht das Ecklager in der der Schliessstellung des Flügels entsprechenden Stellung und Fig. 2 das Ecklager der Fig. l entsprechend jedoch in Kippöffnungsstellung des Flügels.
Das in den Zeichnungen gezeigte Ecklager-l-für Drehkipp-Flügel besteht aus einem Ge- häuse --2--, welches in eine Ausfräsung an einer unteren Ecke des Rahmens eingesetzt werden kann, so dass es mit seiner einen Längsseitenfläche --2'-- an der Rahmenfalz-Umfangsfläche freiliegt.
In diesem Gehäuse --2-- ist ein Schaft --3-- quer zur Ebene des Rahmens verschiebbar geführt, dessen aus dem Gehäuse --2-- herausragendes Ende --4-- ein horizontales Lager --5-- bildet, um das ein Lagerzapfen --6-- zumindest begrenzt drehbeweglich ist.
Auf den Lagerzapfen --6-- kann ein Gelenkteil --7-- mit seiner Gelenkhülse --8-- derart gesteckt werden, dass sich das untere Ende dieser Gelenkhülse --8-- auf einem Stützbund --9-- des Lagerzapfens --6-- abstützt.
An die Gelenkhülse --8-- des Gelenkteiles --7-- schliesst sich einstückig eine Z-förmig gekröpfte Platte --10-- an, deren quer zur Flügelebene gerichteter Flansch --11-- seitlich an der Überschlags-Umfangsfläche des Flügels vorbeiführt. Der sich rechtwinklig daran anschliessende Steg
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derart, dass er von einer in der raumseitigen Stirnfläche des Gehäuses --2-- vorgesehenen seichten Vertiefung --2''-- aufgenommen wird. Der wieder im rechten Winkel zum Steg --12-- ausgebildete Lappen --13-- der verkröpften Platte --10-- liegt an der Flügelfalz-Umfangsfläche bzw. am aufrechten Schenkel eines mit dieser verbundenen Anschraublappen --14-- an und bildet den eigentlichen Anschraublappen des Gelenkteiles --7--.
An die obere und die untere Querkante des Lappens - ist jeweils eine Nase --15-- angeformt, die sich parallel zur Flügelebene in Richtung gegen die Rahmenfalz-Umfangsfläche erstreckt. Dabei ragen die Nasen --15-- jeweils in Vertiefungen - hinein, die sich an der Längsseitenfläche --2"-- des Gehäuses --2-- befinden und die sowohl nach der Raumseite hin als auch nach der Flügelfalz-Umfangsfläche hin offen ausgebildet sind.
Die Anordnung der Nasen --15-- am Anschraublappen --14-- des Gelenkteiles --7-- ist dabei so getroffen, dass zumindest die untere Nase --15-- auch in der Kippöffnungsstellung des Flügels (Fig. 2) zumindest teilweise innerhalb der unteren Vertiefung --16-- des Gehäuses --2-- verbleibt
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Selbstverständlich sind die Nasen -15- am Anschraublappen --14- so vorgesehen, dass die untere Nase-15--auch dann mit der Vertiefung --16-- im Eingriff bleibt, wenn der an seinem vorderen Ende --4-- die Lagerstelle --5-- für den Lagerzapfen --6-- bildende Schaft --3-- über die (nicht gezeigte) Schraube um das in der Praxis erforderliche, grösstmögliche Ausmass aus dem Gehäuse --2-- herausgeschoben worden ist.
Erwähnenswert ist noch, dass der Gelenkteil-7-insgesamt, d. h. auch dessen Anschraublappen --14--, zu einer die Gelenkachse rechtwinkelig schneidenden Ebene symmetrisch ausgebildet ist, so dass er sich sowohl für Rechts- als auch für Linksanordnung eignet und dabei jeweils eine seiner spiegelgleichen Nasen --15-- mit der unteren Vertiefung --16-- des Gehäuses --2-- die Aushebesicherung für den Flügel bilden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Quer zur Fensterebene verstellbares Ecklager für Drehkipp-Flügel, mit einer in jeder Einstellung des Ecklagers wirksamen Aushebesicherung bei gekipptem Flügel, bei dem in einem in eine Vertiefung eines Rahmens einsetzbaren, nach der Rahmenfalz-Umfangsfläche freiliegenden Ecklagergehäuse ein Schaft durch eine drehbare Schraube verstellbar geführt ist, dessen aus dem Ecklagergehäuse herausragendes Ende ein Lager für einen Lagerzapfen bildet, der eine Stütze und eine Führung für einen an dem Flügel befestigten Gelenkteil bildet, dadurch gekennzeichnet, dass der flügelseitige Gelenkteil (7) einen zwischen die Flügelfalz-Umfangsfläche und die Rahmenfalz-Umfangsfläche eingreifenden Lappen (13) aufweist, der eine parallel zur Flügelebene gegen das Ecklagergehäuse (2) hin vorstehende Nase (15) aufweist,
welche in Schliess- und Kippstellung des Flügels in eine gegen die Flügelfalz-Umfangsfläche hin und nach der Raumseite offene Vertiefung (16) des Ecklagergehäuses (2) eingreift.