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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Förderung der Anzeigetätigkeit von Suchhunden, insbesondere einen seitlich abnehmbaren Deckel eines zumindest teilweise unterirdischen Raumes zur Ausbildung von Suchhunden. Von einem Suchhund wird gefordert, dass er intensiv und aus- dauernd nach der Witterung von Menschen spürt und sodann die Stelle, an welcher die Witterung am intensivsten austritt, sowohl durch Bellen als auch durch Scharren anzeigt. Beide Anzeigearten sind erforderlich. Bellen ist unbedingt notwendig, wenn der selbständig suchende Hund, z. B. in einem Trümmergelände, den Blicken des Hundeführers entzogen ist, das Scharren, um genau jene oft sehr kleine Öffnung anzuzeigen, an welcher die intensivste Witterung austritt.
Gewünscht wird, dass beide Arten der Anzeige spontan begonnen und bis zur genauen Ortsbestimmung durch den
Hundeführer fortgesetzt werden. Es hat sich für vorteilhaft erwiesen, Übungen für solche Anzei- gen, um nicht die Suchfreude zu beeinträchtigen, nicht in einem Suchgelände, sondern bei speziel- len Anzeigelöchern durchzuführen. Derartige Räume bestehen meist aus etwa waagrecht eingegra- benen Betonrohren, deren freiliegende Öffnung, nachdem ein Helfer darin Platz genommen hat, durch einen Deckel verschlossen werden kann. Vor diesem Deckel wird sodann weiches, das Schar- ren des Hundes begünstigendes Material angeschüttet.
Aus einer gewissen Entfernung, welche durch die Notwendigkeit einer selbständigen Arbeit bedingt ist, wird dann der Hund vom Hunde- führer zur Anzeige des versteckten Helfers aufgefordert und bei Erfüllung dieser Aufgabe möglichst spontan gelobt, nach Freilegung der Öffnung des Deckels durch den Helfer mit Futter- stückchen belohnt. Die Schnelligkeit, mit welcher das Lob ausgesprochen und die Belohnung er- teilt wird, ist ausschlaggebend dafür, wie schnell der Hund seine Anzeigetätigkeit mit der Be- lohnung verknüpft, also begreift, welches Verhalten von ihm gewünscht wird.
Die bisher üblichen Deckel aus undurchsichtigen festen Stoffen wiesen folgende Nachteile auf : Der Witterungsaustritt erfolgt nahezu gleichmässig am ganzen Umfang des Deckels, so dass der Hund oft spätestens nach Freilegung des oberen Deckelrandes durch Wegscharren des ange- häuften Materials die weitere Scharrtätigkeit einstellt. Der Helfer ist erst nach Freilegung des
Deckels und dessen Öffnung in der Lage, beim Hund durch Darbietung von Futterstücken das
Interesse an der zu findenden Person zu festigen, wie auch der Helfer überhaupt erst nach einer teilweisen Öffnung des Deckels in direkten Kontakt mit dem Hund treten kann.
Zur Vermeidung dieser Nachteile wird erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass der Deckel im unteren Bereich eine gegen das Eindringen von Anschüttmaterial verschliessbare, etwas über faust- grosse Öffnung aufweist, wobei zur geruchsdichten Abdeckung des Raumes eine sich mit Ausnahme eines Abschnittes im Bereich der Öffnung entlang des Deckelrandes erstreckende Dichtung vorgesehen ist. Beispielsweise ist es möglich, im untersten Bereich des Deckels einen Schieber anzubringen, welcher vorerst gegen das Eindringen des Anschüttmaterials wirkt, nach Wegscharren dieses Materials aber vom Helfer in einem etwa faustgrossen Ausmass geöffnet werden kann. Dadurch kann der Helfer, ohne zuerst den Deckel entfernen zu müssen, den Hund bei einer Anzeige durch Bellen spontan belohnen.
Die Dichtung gewährleistet dabei, dass die Witterung des Helfers nicht am oberen Deckelrand austreten kann, sondern durch das ganze angehäufte Material streichen muss. Schlussendlich hat es sich für vorteilhaft erwiesen, den Deckel des Anzeigeloches in Augenhöhe des Helfers mit einem kleinen Fenster zu versehen, da es damit dem Helfer möglich wird, sich bereits bei den ersten Ansätzen einer Anzeige durch den Hund auf die spontan zu verabreichende Belohnung einzustellen und diese Belohnung auch gezielt anzubieten.
Nachstehend wird nun die Erfindung an Hand der Zeichnung näher beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein. Die Zeichnung zeigt einen Längsschnitt durch einen unterirdischen Raum in Form eines Betonrohres mit einem erfindungsgemässen Deckel. 1
Ein mit Ausnahme einer Stirnseite im Gelände eingegrabenes Betonrohr-l-mit ausreichendem Raum --8-- zur Aufnahme eines Helfers kann seitlich mit einem Deckel --2-- gänzlich verschlossen werden. Dieser Deckel weist im unteren Bereich eine etwas über faustgrosse verschliessbare Öffnung --3-- auf, an welcher die vom Helfer ausgehende Witterung austreten kann, während ausserhalb dieses Abschnittes der Deckel vermittels einer Dichtung --4-- mit dem Betonrohr-lluftdicht abschliesst.
Nach Einsetzen des Deckels durch den Helfer wird auf der Deckelaussenseite je nach Ausbildungsstand des Hundes eine grössere oder kleinere Menge von weichem, zum Scharren animierendem Material --5-- angeschüttet. Während der Hund dieses Material wieder weg-
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scharrt, wird er vom Helfer durch das im Deckel befindliche Fenster --6-- beobachtet, notfalls durch Zurufe zu einer intensiveren Anzeigetätigkeit animiert, nach gänzlicher Freilegung des Deckels durch die mit dem Schieber --7-- gegen das Eindringen des Anschüttmaterials verschlossen gewesene Öffnung --3-- bei einer gewünschten Anzeige mit Futterstückchen spontan belohnt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Seitlich abnehmbarer Deckel eines zumindest teilweise unterirdischen Raumes zur Ausbildung von Suchhunden, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (2) im unteren Bereich eine gegen das Eindringen von Anschüttmaterial (5) verschliessbare, etwas über faustgrosse Öffnung (3) aufweist, wobei zur geruchsdichten Abdeckung des Raumes (8) eine sich mit Ausnahme eines Abschnittes im Bereich der Öffnung (3) entlang des Deckelrandes erstreckende Dichtung (4) vorgesehen ist.