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Die Erfindung betrifft einen Solarkollektor, der an der Sonne zugewandten Seite eine trans- parente Abdeckung und an der Rückseite einen wannenförmigen selbsttragenden Isolierkasten auf- weist, wobei zwischen der Abdeckung und dem Boden des Isolierkastens flüssigkeitsgekühlte Absorber angeordnet sind.
Es sind Solarkollektoren in vielen Variationen bekannt. Im wesentlichen bestehen aber diese bekannten Solarkollektoren aus vier Einzelheiten, nämlich einem aus Aluminium oder rostfreiem Stahl bestehenden Rahmen, einer Isolierung, einem mit einer Kühlschlange versehenen Absorber und einer transparenten Abdeckung. Diese bekannten Solarkollektoren haben aber den gravierenden Nachteil, dass bei einem Einbau in ein Dach Abdichtungshilfen in Form von Eindeckrahmen erforderlich sind.
Bei einem Aufbau auf ein Dach ist aber anderseits das relativ grosse Gewicht dieser Solarkollektoren von Nachteil.
Ein weiterer Nachteil dieser bekannten Solarkollektoren ist aber darin zu sehen, dass zwischen dem Absorber und dem Metallrahmen Kältebrücken auftreten können, die einen Leistungsverlust zur Folge haben.
Darüber hinaus sind die aufwendigen Gesamtkonstruktionen sehr kostenintensiv, da ja die Anfertigung des Rahmens sowie die anschliessende Montage der drei weiteren Einzelteile erforderlich sind.
Gemäss der DE-OS 2600973 ist eine Empfängervorrichtung einer Sonnenenergieanlage bekannt, in der ein Solarkollektor beschrieben ist, der an der der Sonne zugewandten Seite eine transparente Abdeckung und an der Rückseite einen wannenförmigen Isolierkasten aufweist, wobei zwischen der Abdeckung und dem Boden des Isolierkastens flüssigkeitsgekühlte Absorber angeordnet sind.
Ferner ist aus der DE-OS 2523976 ein Installationskanal bekannt, mit dem es möglich ist, bei Aneinanderfügen mehrerer solcher Kollektoren eine fugenlose Berührungsfläche zwischen den Kollektoren zu erreichen. Diese fugenlosen Berührungsflächen werden jedoch durch aufwendige Schweissnähte hergestellt, wodurch dieses Verfahren äusserst arbeitsintensiv und kostenaufwendig ist.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Solarkollektor der eingangs angeführten Art zu schaffen, der die Nachteile der bekannten Solarkollektoren vermeidet und der auch bei einer Aneinanderreihung von einzelnen Solarkollektoren zu einem Solardach keine Probleme aufweist.
Die Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Isolierkasten, wie an sich bei Sonnenkollektoren bekannt, aus geschäumtem Polystyrol oder Polyurethanschaum besteht und an der einen zur Kollektorebene senkrechten Aussenseite eine nach oben offene Nut und an der dieser gegenüberliegenden Aussenseite einen nach unten weisenden nasenförmigen Vorsprung zum Eingreifen in die Nut eines anschliessenden Sonnenkollektors aufweist, wobei die Querschnittsform des nasenförmigen Vorsprunges der Querschnittsform der Nut entspricht. Mit der Erfindung ist es möglich, einen Solarkollektor herzustellen, dessen Gewicht äusserst gering ist. Ausserdem ist auch der Wirkungsgrad dieses erfindungsgemässen Solarkollektors ausserordentlich günstig, da keine Kältebrücken auftreten können.
Dies deshalb nicht, da kein aus Metall bestehender Rahmen mehr notwendig ist. Dadurch, dass der Isolierkasten an einer Breitseite eine nach oben offene Nut und an der korrespondierenden Breitseite einen nach unten weisenden nasenförmigen Vorsprung aufweist, ist die Möglichkeit gegeben, die einzelnen Solarkollektoren zu einem Solardach zusammenzubauen. Ein mit diesen erfindungsgemässen Solarkollektoren aufgebautes Solardach hat auch weiters den Vorteil, dass bei der Investitionsrechnung die Dachziegel od. dgl. nicht mehr berücksichtigt werden. Auch der Wasserabfluss bei Regen ist gewährleistet.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der Isolierkasten an den die Aussenseite nit der Nut und die Aussenseite mit dem Vorsprung verbindenden Aussenseite je eine stufenförmige A. usnehrnung auf. Dadurch wird einerseits eine geringe Bauhöhe bei einer Montage am Dach erzielt md anderseits kann sich der meist doch schräg liegende Solarkollektor an den Montageleisten abstützen.
An Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles wird die Erfindung läher erläutert. Fig. l zeigt im Schnitt den Aufbau des Solarkollektors, Fig. 2 einen um 90 gelrehten Schnitt und Fig. 3 einen Ausschnitt aus einem Solardach.
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Gemäss Fig. 1 besteht der Solarkollektor aus dem Isolierkasten --1--, dem mit einer Kühl- schlange --4-- versehenen Absorber --2-- und einer Abdeckung --3--. Die Abdeckung --3-- wird auf den Isolierkasten-l-derart aufgebracht, dass der Isolierkasten-l-mit einem Anstrich, der auf Polyurethanbasis beruht, bestrichen wird. Dieser Anstrich hat die Aufgabe, den Isolier- kasten-l-vor Witterungseinflüssen zu schützen. Ausserdem übernimmt er die Funktion des Klebers.
Um den Absorber --2-- in den Isolierkasten --1-- einbauen zu können, werden Distanzstücke --5--, die aus Holz sein können, verwendet.
Der Isolierkasten-l-ist als selbsttragender Teil ausgebildet und besteht aus aufgeschäum- tem Polystyrol oder einem Polyurethanschaum od. dgl. Diese Wahl des Werkstoffes hat den Vorteil, dass der komplette Solarkollektor ausserordentlich leicht ist.
Um nun aus den einzelnen Solarkollektoren ein Solardach herstellen zu können, weist der Isolierkasten-l-an einer Seite eine nach oben offene Nut --6-- auf. An der korrespondierenden
Seite ist ein nach unten weisender nasenförmiger Vorsprung --7-- vorgesehen. Dieser nasenförmige
Vorsprung --7-- ist so ausgelegt, dass dieser in die Nut --6-- nächstfolgenden Solarkollektors passt.
Dadurch ergibt sich eine Überdeckung, die ähnlich ist, wie bei Dachziegel.
Damit sich die Solarkollektoren an den Montageleisten abstützen können, weist der Isolier- kasten-l-an den den mit Vorsprung bzw. Nut --6-- angrenzenden Seitenflächen je eine stufen- förmige Ausnehmung --6-- auf (Fig. 2). Um noch eine weitere Abstrahlung der Wärme von den Kühl- schlangen --4-- der Absorber --2-- zu verhindern, wird in eine Vertiefung des Isolierkastens-l- weitere Isolation, beispielsweise in Form von Tel-Wolle, eingebracht.
Die groben Aussenabmessungen dieser Solarkollektoren können bei 2000 x 1000 x 120 liegen.
Gemäss Fig. 3 ist eine Verbindung von drei Solarkollektoren, die einen Ausschnitt aus einem Solardach zeigen, dargestellt. Der Solarkollektor --11-- überlappt den Solarkollektor --12-- in Richtung vom Dachfirst zur Dachrinne. Der Solarkollektor --13-- schliesst sich mittels der Vorsprung --7--/Nut --6--/Verbindung seitlich an. Durch die Überlappung einerseits, wie auch durch die doch grössere Nut --6-- gegenüber dem Vorsprung --7-- anderseits, ist eine Abdichtung gegen Regenwasser usw. gegeben. Dies ist vor allem dann gegeben, wenn die Solarkollektoren praktisch als Solardach verwendet werden.
Ein weiterer Vorteil der Solarkollektoren ist darin zu sehen, dass die Ausnehmung --8-- derart bemessen sein kann, dass sich der Solarkollektor --11-- am Balken --14-- abstützen kann.
Durch die Ausnehmung --8-- des Isolierkastens ist ein weiterer Vorteil dadurch gegeben, dass die Bauhöhe bei einer Montage am Dach gering ist, da die Montagebalken keinen zusätzlichen Raum einnehmen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Solarkollektor, der an der der Sonne zugewandten Seite eine transparente Abdeckung und an der Rückseite einen wannenförmigen selbsttragenden Isolierkasten aufweist, wobei zwischen der Abdeckung und dem Boden des Isolierkastens flüssigkeitsgekühlte Absorber angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkasten (1), wie an sich bei Sonnenkollektoren bekannt, aus geschäumtem Polystyrol oder Polyurethanschaum besteht und an der einen zur Kollektorebene senkrechten Aussenseite eine nach oben offene Nut (6) und an der dieser gegenüberliegenden Aussenseite einen nach unten weisenden nasenförmigen Vorsprung (7) zum Eingreifen in die Nut (6) eines anschliessenden Sonnenkollektors aufweist, wobei die Querschnittsform des nasenförmigen Vorsprunges (7) der Querschnittsform der Nut (6) entspricht.