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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Kreiselapparat, dessen RotaMonsachae ganz oder teilweise in der Horizontalebene gefesselt ist und daher Schwingungen um die NordSüdrichtungalsGleichgewichtslageausführt.
Wird ein derartiger Kreiselapparat auf einer ruhenden Unterlage aufgestellt, so kommt die Kreiselachse unter dem dämpfenden Einfluss der Reibung nach einer gewissen Zeit in der Nord-Südrichtung zur Ruhe. Anders verhält sich der Kreisel jedoch auf einer bewegten Unterlage, wie sie beispielsweise ein Schiff darstellt. Hier bilden die Reibungen einen Impuls für Schwingungen. Ferner werden durch sseschleunigungsdrücke, wie sie bei Geschwindigkeita- änderungen des Schiffes entstehen, Schwingungen hervorgerufen.
Aus diesen Gründen wird ein Kreiselkompass, der im allgemeinen eine grosse Masse besitzt, niemals zur Ruhe kommen und deshalb für die Schifffahrt unbrauchbar sein, wenn er nicht mit einer Dämpfungseinrichtung versehen ist, die von dem Aufstellungsort, also etwa von den Schiffsbewegungen, unabhängig ist.
Nach dieser Erfindung soll nun eine Dämpfung der Schwingungen solcher Kreisel um die Nord-Südrirltung in der Weise herbeigeführt werden, dass beim Eintritt. von Schwingungen
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wird die Winkelverdrehung benutzt, die beim Eintritt von Ausschwingungen der Rotationsachse aus der Nord-Südlage zwischen der Rotationsachse und der Horizontalebene eintritt. Der Winkel ist nach Grösse und Richtung proportional der Geschwindigkeit der Schwingung. Man bringt an dem Kreiselapparat ein Pendel an, das in der Normallage des Apparates mit der Rotationsachse einen bestimmten Winkel bildet, dann kann die Winkeländerung, die infolge von Schwingungen eintritt, in irgend einer Weise zur Auslösung und Regelung von Dämpfungs kräften ausgenützt werden.
Unter pendel sollen hier alle Vorrichtungen verstanden werden, die unter dem Einfluss der Schwerkraft eine bestimmte Stellung zur Erdoberfläche einnehmen, also ausser dem eigentlichen i'ende ! auch Wagebalken. Libellen, kardanische Gehänge u. dgl.
111 der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform des Kreiselapparates dargestellt.
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Das Gehäuse. 9 ist nach aussen völlig geschlossen, his auf die Öffnungen 12 und das Rohr 13. welches an die Seitenwand des Gehäuses angeschlossen ist und sich unten in die beiden quer zur Roationsachse gesteilten Düsen 14 und 15 gabelt. Wird die Schwungmasse des Kreisels in Drehung versetzt, so saugt sie durch die Öffnungen 12 Luft an. die durch das Rohr 13 und die
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Wirkung der Schwerkraft in senkrechter Lage verharrt, gegen die Richtung der Rotationsachse. d. h. das Pendel misst die Grösse und die Richtung der Elevation.
Die aus den Düsen 14 und 15 bei der Rotation des Kreisels ausgestossenen Luftstrahlen erzeugen Reaktionsmomente, die das Kreiselgehäuse 9 und damit auch die in diesem gelagerte Rotationsachse um die senkrechte Achse zu drehen streben. In der Normalstellung heben diese beiden Reaktionsmomente einander auf, da die Anordnung so getroffen ist, dass an beiden Düsen die Momente einander gleich sind. Schwingt nun das Gehäuse 9 mit der Rotationsachse gegenüber dem in senkrechter Lage verharrenden Pendel 17 in senkrechter Richtung aus. wie vorher beschrieben, so verstellen sich die Schieber 18 und 19 gegenüber den Düsen 14 und 15, und der Luftstrahl wird in der einen Düse mehr und iu der anderen weniger wie vorher gedrosselt.
Dadurch werden die Reaktionsmomente ungleich und das eine überwiegende Moment sucht eine Drehung des Kreisels um seine senkrechte Achse herbeizuführen. Bei richtiger Anordnung der Schieber ist es auf diese Weise möglich, die Reaktionsmomente der austretenden Luftstrahlen
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richtung gedämpft werden.
Es ist nicht notwendig, dass der Neigungswinkel der Rotationsachse an dem Kreisel selbst
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sein muss.
PATENTANSPRÜCHE : i. Kreiselapparat, dessen Rotationsachse in der Horizontaiebene teilweise gefesselt ist und daher Schwingungen um die Nord-Südrichtung ausführt. dadurch gekennzeichnet, dass an dem kreiselapparat ein Pendel angeordnet ist. das proportional der beim Eintritt von
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