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Die Erfindung betrifft eine Füllarmatur für das Abfüllen von Flüssiggas in Flüssiggasflaschen, die ein aufgesetztes Ventil mit einem hintergreifbaren Anschlussteil aufweisen, mit im Kreis verteilten Eingriffselementen, mit einem diese von aussen beaufschlagenden, axial verschiebbaren Spannelement, und mit einem im Inneren angeordneten, an den Anschlussteil des Ventils ansetzbaren Anschlussstutzen.
Eine derartige Füllarmatur beschreibt beispielsweise die DE-PS Nr. 1161291.
Der Anschlussstutzen ist von mehreren Spannsegmenten umgeben, die als zweiarmige Hebel ausgebildet sind. Deren Drehachsen sind durch einen Ringwulst des Anschlussstutzens gebildet, und die Spannsegmente werden durch gasschlauchanschlussseitig auf die zweiten Hebelarme einwirkende Federringe in Ruhestellung gespreizt gehalten. Zur Fixierung der Spannsegmente am Ventilanschlussteil, der ein Aussengewinde aufweist, sind die Spannsegmente ventilseitig mit als Eingriffselemente wirkenden Innengewindeabschnitten und mit sich konisch zum Ende hin erweiternden Aussenflächen versehen. Eine axial verschiebbare Hülse umgibt die Spannsegmente und weist sich ebenfalls konisch erweiternde Innenflächen auf.
Zur Fixierung der Füllarmatur wird sie nun an den Ventilanschlussteil angesetzt, und die Hülse axial in Richtung des Ventils verschoben, wodurch die konischen Flächen der Spannsegmente und der Hülse aufeinander auflaufen, so dass die gespreizt gehaltenen Spannsegmente zusammengedrückt werden. Die Innengewindeabschnitte der Spannsegmente rasten dabei in das Aussengewinde des Ventilanschlussteils ein, womit die Verbindung hergestellt ist. Zur Arretierung der Hülse in dieser Stellung ist ein Bajonettverschluss ausgebildet, indem ein am Anschlussstutzen vorgesehener Stift in einer L-förmigen Ausnehmung der Hülse geführt ist.
Diese Füllarmatur erleichtert in gewisser Hinsicht das Befüllen von Gasflaschen, etwa gegen- über Armaturen mit aufschraubbaren Anschlussstutzen, es ist jedoch auch das Verschieben und Verdrehen der Hülse ein Arbeitsvorgang, der durch die ständige Wiederholung insgesamt einen erheblichen Kraftaufwand erfordert. Des weiteren muss, um eine gasdichte Verbindung zwischen der Armatur und dem Ventil zu erzielen, beim Ansetzen der Armatur eine händische Anpressung vorgenommen werden, die erst nach dem Eingriff der Spannsegmente aussetzen darf.
Andere in der Praxis bekannte Füllarmaturen weisen federbelastete Hebelübersetzungen für die Spannsegmente auf, die zum Aufsetzen auf den Ventilanschlussteil gespreizt werden müssen, und zu diesem Zweck mit zwei zueinander bewegbaren Handgriffen versehen sind. Auch bei diesen Armaturen, bei denen ein federndes Rückschlagventil vorgesehen ist, erfordert die ständige händische Betätigung der Handgriffe einen erheblichen Kraftaufwand.
Die Erfindung hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, eine Füllarmatur der eingangs genannten Art so zu gestalten, dass deren gasdichte Anbringung am Flaschenventil wesentlich erleichtert wird.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Anschlussstutzen axial ebenfalls verschiebbar und mit dem Spannelement gekoppelt ist, wobei für deren gemeinsame axiale Bewegung eine druckmittelbetätigte Verschiebeeinrichtung vorgesehen ist.
Nach der erfindungsgemässen Lösung wird also das Spannelement druckmittelbetätigt axial verschoben, wobei diese Bewegung gleichzeitig zur Anpressung des Anschlussstutzens an den Anschlussteil des Ventils herangezogen wird. Nach Ansetzen der Füllarmatur an den Ventilanschlussteil und Betätigung der Verschiebeeinrichtung schiebt sich das Spannelement nach vorne und drückt die Eingriffselemente nach innen. Die weitere Verschiebung, während der die formschlüssi- e Verbindung bereits gegeben ist, führt zu einer Anpressung des Anschlussstutzens an den Ventil- anschlussteil, und damit auch zu einer gasdichten Verbindung, ohne dass vom Bedienungspersonal 3in diesbezüglicher Krafteinsatz erforderlich ist.
Am Anschlussstutzen ist ein unter Federbelastung stehender Anpressteil vorgesehen, wobei sich diese Feder während des Verschiebevorganges komprimiert. Dabei sind zwei Möglichkeiten denkbar. Nach der ersten ist der Verschiebeweg des Spannelementes nicht durch den maximalen Kolbenlub, sondern durch die Eingriffselemente begrenzt, wobei beim Ansetzen der Füllarmatur zwischen lem Anschlussstutzen und dem Ventilanschlussteil ein nur kleiner Abstand gegeben ist, der geringer ils der Verschiebeweg des Spannelementes ist. Die Anpressung des Anschlussstutzens erfolgt daher Kurz nach dem Eingreifen der Eingriffselemente in die Vertiefungen des Ventilanschlussteils
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und erreicht das Höchstmass bei der Blockierung des Verschiebeweges des Spannelementes, während der maximale Kolbenhub einen grösseren Verschiebeweg erlauben würde.
Nach der zweiten Möglichkeit ist der Verschiebeweg des Spannelementes nicht durch die Eingriffselemente, sondern durch den maximalen Kolbenhub begrenzt. In diesem Fall kann beim Ansetzen der Füllarmatur der Abstand zwischen dem Ventilanschlussteil und dem Anpressteil des Anschlussstutzens grösser sein als der für die Anpressung der Eingriffselemente unbedingt erforderliche Verschiebeweg, und muss nur geringer als der maximale Kolbenhub sein.
Im Inneren des Anschlussstutzens ist weiters ein federbeaufschlagtes Rückschlagventil vorgesehen, das sich bei der Anpressung an den Ventilanschlussteil öffnet und den Durchtritt des Flüssiggases ermöglicht.
In einer ersten Ausführung ist vorgesehen, dass der Anschlussstutzen am Kolben der Verschiebeeinrichtung angeordnet ist, und an dem aus dem Zylinderboden ragenden Ende der Kolbenstange ein Verbindungsstück befestigt ist, das mit dem Spannelement verbunden ist. Bevorzugt ist dabei weiters vorgesehen, dass zur Verbindung zwischen dem Verbindungsstück und dem Spannelement zumindest zwei Führungsstangen vorgesehen sind, die in radial nach aussen weisenden Fortsätzen des Zylinderbodens gleitend geführt sind, woraus sich eine besonders einfache Führung des Spannelementes ergibt.
Die Kolbenstange kann als Rohr ausgeführt sein, und an ihrem freien Ende das Anschlussstück für den Flüssiggasschlauch tragen. In einer bevorzugten Ausführung, die die kürzestmögliche Bauart gestattet, ist jedoch vorgesehen, dass der Anschlussstutzen radial abstehend ein Anschlussstück für den Flüssiggasschlauch aufweist, das durch einen Längsschnitt in der Zylinderwand ragt.
Nachstehend wird nun die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher beschrieben, ohne je-
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l, Fig. 3stutzen --10-- auf, der an einen Anschlussteil eines Flaschenventils-25-- (Fig. 3) anpressbar ist, und eine hintergreifbare Ringnut --26-- aufweist. Der Anschlussstutzen ist mit dem Kolben-8-einer druckmittel-, vorzugsweise pressluftbetätigten Verschiebeeinrichtung verbunden, die dessen Verschiebung bewirkt. Der Kolben --8-- ist in einem Zylinder --3-- angeordnet, der in seinem flaschenventilseitigen Teil --27-- als Gehäuse für den Anschlussstutzen --10-- aus- gebildet ist und diesen axial führt.
In ein Innengewinde des flaschenventilseitigen Teils --27-ist eine hülsenförmige Spannzange --4-- eingeschraubt, dessen aus dem Teil --27-- vorstehender Bereich achsparallel geschlitzt ist und federnde Spannsegmente --5-- bildet, die im vorderen Bereich als Eingriffselemente -38-- wirkende Verdickungen aufweisen, und zum in axialer Richtung formschlüssigen Eingriff in die Ringnut --26-- des Flaschenventils --25-- bestimmt wird.
Am flaschenventilseitigen Ende des Anschlussstutzens --10-- ist ein hülsenförmiger Anpressteil --11-- axial verschiebbar angeordnet, der von einer Rückschlagfeder --12- beauf- schlagt ist, die sich am Anschlussstutzen --10-- abstützt. Im Anschlussstutzen --10-- ist weiters
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-13-- vorgesehen,der -14-- steht, die sich am Kolben --8-- abstützt. Aus dem Anschlussstutzen --10-- ragt ein mit dem Ventilteller --15-- des Rückschlagventils --13-- verbundener Stift --37-- in den hülsenförmigen Anpressteil -11--, wobei er eine im Querschnitt grössere Öffnung des Anschlussstutzens-10-durchtritt,
durch die bei geöffnetem Rückschlagventil --13-- das Flüssig-
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des Rückschlagventils-13--,zwischen der Bohrungswand und dem Ventilkörper gebildet sind. Die Kolbenstange --7--, die in den Kolben --8-- eingesetzt ist, ragt durch eine zentrale Öffnung des Zylinderbodens --2-- an der dem Flaschenventil --25-- abgewendeten Seite aus dem Zylinder --3--, wobei an deren freiem Ende ein Verbindungsstück -18-- befestigt ist.
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Mit dem Verbindungsstück --18-- sind zwei achsparallele Führungsstangen --19-- verbunden, die sich längs dem Zylinder-3-erstrecken und in Bohrungen in radial abstehenden Fort-
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Zylinderbodens-2-gleitendZylinderraum-32-erfolgt über eine Einlassöffnung-33-, die im Zylinderboden --2-- vorgesehen ist und das Ende eines im Zylinderboden --2-- vorgesehenen, etwa L-förmigen Kanals --29-bildet. Seitlich an den Zylinderboden --2-- ist ein Steuerblock --23-- angeschlossen, an dem ein Handgriff-24-befestigt ist, in dem ein Steuerschieber --30-- angeordnet, und der mit einem
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--28- fürSteuerschieber --30-- in die in Fig. 2 dargestellte Lage gebracht.
In dieser Stellung kann das Druckmedium über das Anschlussstück --28-- und den Zuflusskanal --31-- in die Bohrung des Steuer- blockes --23- für den Steuerschieber-30-, der ein Zweiwegeventil bildet, einströmen, von der es über den Luftkanal --29-- in den Zylinderraum --32-- gelangt. Der Kolben --8-- wird ent-
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-6-- nachtils-25-. Beim weiteren Vorschub legt sich nach Zurücklegung der Distanz b der Anpressteil-11-des Anschlussstutzens an den Anschlussteil des Flaschenventils --25-- und wird in weiterer Folge unter Komprimierung der Rückstellfeder --12- an den Anschlussteil gasdicht angepresst.
Während dieses letzten Teils der Vorschubbewegung öffnet sich das Rückschlagventil --13--, da der Stift-37-gegen die Wirkung der Rückstellfeder-14-durch die Anlage am Ventilanschlussteil verschoben wird, so dass das Flüssiggas in die Flaschen einströmen kann. Das Flüssig-
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so dass das Spannelement --20- in der in Fig. 3 strichliert gezeigten Endstellung liegt.
Die Flächen-21, 22-sind in dieser Ausführung so aufeinander abgestimmt, dass nach Eingriff der Eingriffselemente-38-in die Ringnut-26-der weitere Vorschub des Spannelementes --20-- möglich ist.
Es kann jedoch, um auch eine ausreichende Anpressung der Spannsegmente bei unterschied-
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schubweg des Spannelementes --20-- sein, um eine gasdichte Anpressung des Anpressteils --11-- an den Ventilanschlussteil zu erzielen.
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medium entweicht daher unter der Wirkung der Rückstellfeder --6-- aus dem Zylinder- raum-32--, wodurch sich das Rückschlagventil --13-- schliesst, die Anpressung des Anpress- teils --11-- aufgehoben, das Spannelement -20-- zurückgezogen und die Eingriffselemen- te --38-- der elastischen Spannsegmente --5-- aus der Ringnut --26-- gelöst werden.
In der Ausführung nach Fig. 4 werden bei sonst im wesentlichen gleichem Aufbau die Ein- griffselemente --38-- durch Kugeln gebildet, die in die Ringnut --26-- des Flaschenven- tils --25-- bei der Verschiebung des Spannelementes --20-- eingedrückt werden. Zu diesem Zweck ist der aus dem Teil --22-- vorstehende Bereich --42-- der Spannzange --4-- nicht, wie beim
Ausführungsbeispiel nach Fig. l, mit federnden Spannsegmenten versehen, sondern ebenfalls um- fangsgeschlossen und mit Ausnehmungen --43-- versehen, in denen die die Eingriffselemen- te -38-- bildenden Kugeln radial bewegbar gelagert sind. In der in Fig. 4 gezeigten Offenstel- lung sind die Kugeln ausserhalb der zylindrischen Innenfläche des Bereiches --42-- durch den End- abschnitt des Spannelementes -20-- gehalten.
Nach Anschluss an das Flaschenventil --25-- wer- den bei der axialen Verschiebung des Anpressteils --11--, mit dem die Führungsstangen--19-- gekoppelt sind, die Kugeln durch die konische Lauffläche --22-- des Spannelementes -20-- radial nach innen gedrückt, so dass sie teilweise aus den Ausnehmungen --43-- vorstehen, und die in
Fig. 5 gezeigte Stellung erreichen. Die vorstehenden Teile der Kugeln greifen dabei in die Ring- nut-26-des Flaschenventils-25-ein und bewirken die Verbindung zwischen der Füll- armatur-l-und dem Flaschenventil --25--, die die dichtende Anpressung des Anpress- teils an das Flaschenventil --25-- in weiterer Folge ermöglicht.
Beim Zurückziehen des Spannelementes --20-- wird die radiale Bewegung der Kugeln nach aussen freigegeben, so dass sie aus der Ringnut --26-- des Flaschenventils --25-- austreten und die Füllarmatur-l-wieder abgenommen werden kann.