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Die Erfindung bezieht sich auf einen als Verkaufsbehälter dienenden Becher aus Kunststoff, dessen Randumriss wenigstens eine Symmetrieachse aufweist, wobei der Becher einen mit seinem Rand bündig abschliessenden, nach innen ragenden, im wesentlichen in einer Ebene liegenden Randbord aufweist. Ein Verkaufsbehälter mit diesen Merkmalen ist aus der DE-OS 2714919 bekanntgeworden.
Die Erfindung zielt nun darauf ab, den Behälter so auszugestalten, dass er nach Entleerung einer sinnvollen Verwendung zugeführt werden kann, und besteht im wesentlichen darin, dass die Oberfläche des Randbordes in an sich bekannter Weise Erhebungen und Vertiefungen aufweist, wobei jeder Erhebung bezüglich der Symmetrieachse eine Vertiefung spiegelbildlich gegenüberliegt und wobei die Erhebungen eines Bechers unter Klemmung in die Vertiefungen eines zweiten Bechers passen, und dass am Innenrand des Randbordes ein Absatz für die Aufnahme einer Abdeckscheibe vorgesehen ist.
Auf diese Art wird eine doppelte Verwendung des Bechers ermöglicht. Der Becher dient als Verkaufspackung, und es sind zwei solche erfindungsgemässe identische Verkaufspackungen bzw.
Becher zu einem geschlossenen Hohlkörper zusammensetzbar, so dass der Becher nach Aufbrauch des Inhaltes als Spielzeug, als geschlossener Becher, als Dose, usw. verwendet werden kann. Dies hat nicht nur den Vorteil eines Anreizes zum Kauf, sondern hat vor allem den Vorteil, dass dieser Becher in den meisten Fällen nicht auf der Strasse weggeworfen wird, sondern dass die Becher gesammelt werden und daher einer Umweltverschmutzung weitgehend vorgebeugt wird.
Die erfindungsgemässe Ausbildung des Randbordes mit spiegelbildlich zur Symmetrieachse angeordneten Erhebungen und Vertiefungen bietet die Möglichkeit, mit einer einzigen Form das Auslangen zu finden. Hiebei ist der Becher vorzugsweise aus Kunststoff in eine Form geblasen. Dadurch, dass am Innenrand des Randbordes ein Absatz für die Aufnahme einer Abdeckscheibe vorgesehen ist, kann der gefüllte Becher für den Verkauf verschlossen sein. Dadurch, dass für die Halterung der Abdeckscheibe Vorsprünge zwischen den Erhebungen und Vertiefungen vorgesehen sind, wird das Ausformen des Bechers erleichtert.
Gemäss der Erfindung ist zweckmässig die Ausbildung so getroffen, dass zwei Erhebungen oder Vertiefungen an zwei bezüglich der Symmetrieachse einander gegenüberliegenden Seiten des Becherrandes auf einer die Symmetrieachse schneidenden Geraden liegen. Vorzugsweise schneiden die die Erhebungen und/oder Vertiefungen verbindenden Geraden die Symmetrieachse in einem gemeinsamen Punkt. Ein sicherer Zusammenhalt zweier zu einem geschlossenen Hohlkörper zusammengesetzter Becher ergibt sich, wenn in Umfangrichtung des Randbordes auf eine Erhebung eine Vertiefung folgt. Zweckmässig sollen hiebei die die Symmetrieachsen schneidenden Geraden, welche jeweils eine Erhebung mit einer Erhebung oder Vertiefung verbinden, untereinander gleiche Winkel einschliessen.
Der Becher kann eine beliebige Hohlform aufweisen, wobei es nur massgeblich ist, dass die Vertiefungen und Erhebungen die eingangs definierte Symmetriebedingung erfüllen, um das Zusammensetzen zu einem geschlossenen Hohlkörper zu ermöglichen. Gemäss der Erfindung kann beispielsweise der Becher als Halbkugel mit kreisringförmigem Randbord oder in an sich bekannter Weise als halber Würfel mit quadratischem Randbord ausgebildet sein. Im ersteren Fall ergibt sich beim Zusammensetzen zweier Becher eine Kugelgestalt. Eine in dieser Weise aus zwei Bechern zusammengesetzte Kugel kann als Ball usw. verwendet werden. Ein aus zwei Bechern zusammengesetzter Würfel kann als Dose oder auch als Spielzeug verwendet werden.
Bei diesen beiden Bechergestalten, Halbkugel und halber Würfel, genügen zwei Erhebungen und zwei Vertiefungen für das Zusammensetzen zu einem geschlossenen Hohlkörper.
Die Erhebungen und Vertiefungen sind so ausgebildet, dass beim Zusammensetzen von zwei Bechern die Erhebungen satt in die Vertiefungen einschnappen. Wenn ein solcher geschlossener Hohlkörper als Dose verwendet werden soll, ist es wesentlich, dass die Verbindung der beiden Becher verhältnismässig leicht lösbar ist, damit die Dose geschlossen und geöffnet werden kann. Je nach der Festigkeit der Klemmung kann man somit die für das Öffnen des geschlossenen Behälters erforderliche Öffnungskraft variieren.
Gemäss der Erfindung kann hiebei jede Erhebung und jede Vertiefung in Umfangsrichtung des Randbordes in an sich bekannter Weise schwalbenschwanzförmigen Querschnitt aufweisen oder es kann bei jeder Erhebung und bei jeder Vertiefung eine quer zur Radialen stehende Begrenzungsfläche hinterschnitten sein. Im letzteren Falle ist es möglich, durch Druck auf entsprechende Stellen die beiden Becher so zu deformieren, dass sie leicht auseinandergenommen werden können, wobei
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beispielsweise im Falle einer Halbkugel der kreisrunde Becherrand etwas oval deformiert wird. Wird aber auf die entsprechenden Stellen kein Druck ausgeübt, so kann die Verbindung zwischen den beiden Bechern so fest sein, dass der aus zwei Bechern gebildete Hohlkörper als widerstandsfähiges Spielzeug, beispielsweise im Falle einer Halbkugel als Ball, verwendet werden kann.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht, welches einen ungefähr halbkugelförmigen Becher zeigt, wobei zwei zusammengesetzte
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1II - II der Fig. 3 darstellt. Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf den Rand des Bechers. Die Fig. 4 und 5 zeigen im grösseren Massstab einen Schnitt durch den Rand des Bechers, wobei Fig. 4 dem Schnitt nach Fig. 1 und Fig. 5 dem Schnitt nach Fig. 2 entspricht.
Der Becher-l-ist ungefähr halbkugelförmig ausgebildet und weist an seinem Rand --2-einen nach innen ragenden ringförmigen Randbord --3-- auf. Dieser Randbord --3-- weist an seiner Oberfläche zwei einander gegenüberliegende Erhebungen --4-- und zwischen diesen zwei einander gleichfalls gegenüberliegende Vertiefungen --5-- auf. Die Erhebungen --4-- passen in die Vertiefungen --5-- und klemmen in diesen, wenn zwei Becher in der Weise zusammengesetzt werden, dass die Radialen-6, 6'-des einen Bechers, auf welchen die Erhebungen --4-- liegen, mit den Radialen --7, 7'-- des andern Bechers, auf welchen die Vertiefungen --5-- liegen, zusammenfallen.
Dann liegen die Symmetrieachsen --17-- der Randumrisse beider Becher in einer Linie, welche die Achse der Apfelgestalt darstellt.
Die Becher bestehen aus Kunststoff und sind in bekannter Weise aus einem Schlauch in eine Form geblasen. Die Erhebungen --4-- weisen gemäss Fig. 4 eine quer zur Radialen --6-- liegende Begrenzungsfläche --8-- auf. Die Vertiefungen --5-- weisen gemäss Fig. 5 eine quer zur Radialen - liegende Begrenzungsfläche --9-- auf. Diese Begrenzungsflächen --8 und 9-- sind, wie die Zeichnungen zeigen, hinterschnitten. Beim Zusammensetzen drückt sich daher der Ringbord --3-des Bechers etwas oval, so dass die Erhebungen --4-- auf grösseren Radius und die Vertiefungen - auf kleineren Radius gelangen. Dadurch ist es möglich, die Erhebungen --4-- in die Vertiefungen --5-- zum Einschnappen zu bringen.
Um dies zu erleichtern, sind die Kanten --10-- der Erhebungen und die Ränder --11-- der Vertiefungen abgerundet. Je nach dem Ausmass der Hinterschneidung ist die Verbindung zweier zusammengesetzter Becher fester oder schwächer. Durch Druck in Richtung des Pfeiles --12-- in Fig. 5 auf die Stelle, an welcher die Vertiefungen --5-- angeordnet sind, können die Becher oval gedrückt werden und es kann auf diese Weise das Lösen der Verbindung und auch das Herstellen der Verbindung erleichtert werden. Der Hohlraum des etwa halbkugelförmigen Bechers ist mit --13-- bezeichnet. Beim Zusammensetzen zweier Becher entsteht ein geschlossener Hohlraum, welcher aus zwei Hohlräumen --13-- besteht.
Beim Verkauf des gefüllten Bechers ist die Öffnung --14-- durch eine nicht dargestellte Scheibe, auf welcher auch eine Aufschrift angebracht sein kann, verschlossen. Diese Scheibe wird in einen ringförmigen Absatz --15-- (Fig. 3) eingesetzt. --16-- sind Vorsprünge, hinter welchen diese Scheibe einschnappt. Diese Vorsprünge sind zwischen den Erhebungen --4-- und Vertiefungen - versetzt angeordnet. Durch diese Versetzung wird eine Ausformung des in eine Form geblasenen Bechers aus der Form erleichtert.
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