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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anschliessen eines Saugrohres an einer Ansaug- öffnung eines fahrbaren Vakuum-Druck-Fasses, mit einem Führungstrichter und einem Füllrohr, von dessen einem, hinteren Ende ein Saugrohr ausgeht und dessen anderes, vorderes Ende dem Führungstrichter zugeordnet ist.
Vakuum-Druck-Fässer werden beispielsweise in der Landwirtschaft verwendet, um auf landwirtschaftliche Nutzflächen Gülle als Dünger verteilt aufzubringen. Diese fahrbaren Vakuum- - Druck-Fässer besitzen eine angebaute Pumpe, mit der die Gülle über eine Austragöffnung verteilt bzw. nach entsprechender. Umschaltung durch eine Ansaugöffnung zur Füllung des Vakuum-Druck-Fasses angesaugt werden kann. Bei den bisher bekannten Vakuum-Druck-Fässern musste der Fahrer bei jedem Füllvorgang von der Zugmaschine absteigen, um den Saugschlauch an die Ansaugöffnung anzukuppeln. Hierauf musste er wieder das Zugfahrzeug besteigen, um die nötigen Handgriffe für das Füllen des Vakuum-Druck-Fasses vorzunehmen.
Nach Beendigung des Füllvorganges musste der Saugschlauch wieder abgekuppelt werden und erst dann konnte das Verteilen von Gülle od. dgl. fortgesetzt werden.
Es sind daher schon Vorrichtungen der eingangs genannten Gattung vorgeschlagen worden, die ein selbsttätiges Anschliessen des Saugrohres an der Ansaugöffnung des Vakuum-Druck-Fasses ermöglichen sollen. Diese z. B. aus der AT-PS Nr. 275216 und der DE-OS 2007644 bekannten Einrichtungen erfordern aber eine besonders hohe Aufmerksamkeit, da die Füllrohre nicht oder in nur sehr beschränktem Ausmass beweglich sind, so dass ein zu weites Zurücksetzen des Vakuum- - Druck-Fasses Beschädigungen oder zumindest eine nicht vakuumdichte Verbindung zwischen Ansaugöffnung und Füllrohr zur Folge hat.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs genannten Gattung zu schaffen, mit welcher der Saugschlauch ohne händisches Zutun an der Ansaugöffnung angeschlossen werden kann, ohne dass die zuvor erwähnte zeitraubende, erhöhte Aufmerksamkeit aufgewendet werden muss.
In Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, dass das etwa horizontal verlaufende und gestreckte Füllrohr in einer Führung, die an einem, wie an sich bekannt, ortsfesten Stativ befestigt ist, entgegen der Kraft einer Feder axial verschiebbar aufgenommen ist und dass die das Füllrohr tragende Führung am Stativ um zwei zueinander senkrecht stehende Achsen verschwenkbar aufgehängt ist, wobei der Verschwenkbereich durch Anschläge begrenzt ist.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung genügt es, das Vakuum-Druck-Fass zurückzusetzen, bis das vordere Ende des Rohres an der Ansaugöffnung des Vakuum-Druck-Fasses anliegt und gegen diese gedrückt wird. Das andere Ende des axial verschiebbaren Rohres ist ständig mit dem zu einem Güllebehälter führenden Saugschlauch verbunden, so dass keine weiteren Handgriffe beim Anschliessen des Saugschlauches notwendig sind. Eine sichere Verbindung zwischen Saugschlauch und dem vorderen Ende des Rohres ist auch beim Füllvorgang gewährleistet, weil das Rohr durch den beim Füllvorgang herrschenden Unterdruck zuverlässig gegen die in der Ansaugöffnung üblicherweise vorgesehene elastische Dichtung gedrückt wird.
Dadurch, dass weiters das Füllrohr nicht nur axial verschiebbar und verschwenkbar aufgehängt ist, braucht beim Zurückversetzen des Vakuum-Druck-Fasses nicht so genau gezielt werden wie bei den bekannten Einrichtungen. Dadurch, dass die das Rohr tragende Führung am Stativ um zwei zueinander senkrecht stehende Achsen durch Anschläge begrenzt verschwenkbar aufgehängt ist, ist weiters auf besonders einfache Art gewährleistet, dass das Rohr vom Führungstrichter zur Ansaugöffnung des Vakuum-Druck-Fasses geführt werden kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Federkraft, welche das Rohr gegen die Ansaugöffnung des Vakuum-Druck-Fasses drückt, dadurch aufgebracht, dass zwischen der das Rohr aufnehmenden Führung und einer am Rohr in der Nähe seines vorderen Endes vorgesehenen Ringschulter eine Schraubenfeder vorgesehen ist.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass am Stativ eine Peilvorrichtung vorgesehen ist, deren Peilpunkt einem am Vakuum-Druck-Fass oben vorgesehenen Peilpunkt zugeordnet ist, wenn das Ende des Rohres im Trichter aufgenommen ist und an der Ansaugöffnung anliegt. Bei dieser Ausführungsform genügt es zum Anschliessen
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des Saugschlauches an der Ansaugöffnung, den Peilpunkt an der Peilvorrichtung und den Peilpunkt am Fass aufeinander zu bewegen, wodurch eine weitere Vereinfachung insoferne erreicht wird, als das "Zielen" beim Zurücksetzen des Vakuum-Druck-Fasses erheblich vereinfacht wird.
Darüber hinaus kann die Peil vorrichtung so eingestellt werden, dass beim Zusammentreffen der beiden Peilpunkte die nötige Federkraft einen sicheren Anschluss des Rohres an der Ansaugöffnung gewährleistet.
Damit die erindungsgemässe Vorrichtung an verschiedene Grössen von Vakuum-Druck-Fässern angepasst werden kann, kann im Rahmen der Erfindung vorgesehen sein, dass die Peil vorrichtung aus mehreren, längenveränderlichen und/oder gegeninander verstellbaren Abschnitten besteht.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist nicht nur für Vakuum-Druck-Fässer mit an ihrem hinteren Ende vorgesehenen Ansaugöffnungen geeignet, sondern sie kann auch bei Vakuum-Druck-Fässern mit seitlich angeordneter Ansaugöffnung verwendet werden.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung des in den Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsbeispieles. Es zeigt : Fig. 1 die Vorrichtung zum Anschliessen in Draufsicht und Fig. 2 die Vorrichtung aus Fig. 1 in Seitenansicht.
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einen Krümmer aufweisen, der mit einer Prallfläche zum Verteilen der Gülle ausgerüstet ist.
Die Anschliessvorrichtung --4-- weist ein im wesentlichen waagrecht verlaufendes Füllrohr - auf, das von einem aus zwei teleskopartig ineinandergeschobenen Rohren--6 und 7-- be- stehenden Stativ verschwenkbar und axial verchiebbar getragen wird. Das Stativ ist über sein Rohr --7-- ortsfest, beispielsweise im Boden, verankert oder es steht auf einer Basisplat-
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Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, ist das Füllrohr --5-- um zwei zueinander senkrecht stehende Achsen, u. zw. um eine horizontale Achse --8-- und eine vertikale Achse --9-- verschwenkbar mit dem Stativ --6, 7-- verbunden, wobei der Verschwenkbereich durch Anschläge --10 bzw. 11-- begrenzt ist. Normalerweise wird man den Verschwenkbereich des mit einem Ringwulst - ausgerüsteten vorderen Endes --13-- des Füllrohres --5-- so wählen, dass er nicht grösser ist als die weite Öffnung eines z. B. an der Ansaugöffnung --2-- befestigten Führungstrichters Wie gezeigt, kann der Führungstrichter --14-- an der Ansaugöffnung --2-- mit Hilfe eines Schnellverschlusses befestigt sein.
Wie erwähnt, ist das Füllrohr --5-- axial verschiebbar gelagert. Hiezu sind zwei ringförmige Führungen --15-- vorgesehen, die über eine Trägerplatte --16-- an der von der Achse --9-getragenen Gelenklasche --17-- befestigt sind. Zwischen der vorderen Führung --15-- und einer im Bereich des vorderen Endes-13-- des Füllrohres-5-- angeordneten Ringschulter - ist eine Schraubendruckfeder --19-- vorgesehen, die das Füllrohr --5-- nach vorne, d. h. in Fig. 1 nach rechts, drückt.
Die Feder --19-- drückt daher das vordere Ende --13-- des Füllrohres-5-- gegen eine in der Ansaugöffnung --2-- vorgesehene, nicht gezeigte Ringdichtung, wenn das Vakuum-Druck-Fass hinreichend weit auf die Vorrichtung --4-- zu versetzt worden ist.
Am dem Ringwulst --12-- gegenüberliegenden Ende --20-- des Füllrohres --5-- ist über eine nicht gezeigte Kupplung ein Vakuum-Schlauch anschliessbar, der zu einem Gülle-Vorratsbehälter, aus dem das Vakuum-Druck-Fass-l-gefüllt werden soll, führt.
Am Stativ, beispielsweise an dessen im Erdboden verankerten Rohr --7--, ist eine Peilvorrichtung --21-- befestigt. Die Peilvorrichtung --21-- besteht aus einem am Rohr --7-- höhenver- stellbar befestigten Ausleger --25--, an dessen freiem Ende ein Profilrohr--14-- verstellbar vorgesehen ist, das seinerseits verstellbar ein weiteres Rohr --23-- trägt. Am Rohr --23-- ist seitlich verschiebbar ein Peilpunkt --22-- befestigt. Ein weiterer Peilpunkt --26-- ist an der Oberseite des Vakuum-Druck-Fasses --1-- befestigt.
Durch entsprechende Justierung der Peilvorrichtung --21-- und des Peilpunktes --22-- wird erreicht, dass beim Aneinanderliegen der beiden
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Peilpunkte-22 und 26-- das den ringförmigen Wulst --12-- tragende Ende --13-- des Füllrohres - mit dem nötigen Anpressdruck am Ansaugstutzen --2-- anliegt.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann auch in Verbindung mit einem Vakuum-Druck-Fass mit seitlichem Ansaugstutzen --2-- verwendet werden. In diesem Fall wird am Ansaugstutzen ein 90 -Krümmer angeschlossen, so dass er in Fahrtrichtung weist.
An Stelle des flexiblen, in den Vorratsbehälter, aus dem das Vakuum-Druck-Fass gefüllt werden soll, führenden Saugschlauches kann auch eine Rohrleitung (Saugrohr) vorgesehen sein. Dies insbesondere, wenn das Stativ am Boden verankert ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Anschliessen eines Saugrohres an einer Ansaugöffnung eines fahrbaren Vakuum-Druck-Fasses, mit einem Führungstrichter und einem Füllrohr, von dessen einem, hinteren Ende ein Saugrohr ausgeht und dessen anderes, vorderes Ende dem Führungstrichter zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das etwa horizontal verlaufende und gestreckte Füllrohr (5) in einer Führung (15,16), die an einem, wie an sich bekannt, ortsfesten Stativ (6,7) befestigt ist, entgegen der Kraft einer Feder (19) axial verschiebbar aufgenommen ist und dass die das Füllrohr (5) tragende Führung (15, 16) am Stativ (6,7) um zwei zueinander senkrecht stehende Achsen (8,9) verschwenkbar aufgehängt ist, wobei der Verschwenkbereich durch Anschläge (10,11) begrenzt ist.