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Die Erfindung betrifft einen Behälter zum Lagern und Konservieren landwirtschaftlicher Futtermittel, insbesondere Anwelkgras, Grüngras, Grünmais od. dgl., welcher Behälter etwa waagrecht angeordnet ist, und an einer oder beiden Stirnseiten eine gasdicht verschliessbare Einbringöffnung aufweist, wobei an einer Stirnseite des Behälters eine zumindest den grössten Teil dieser Stirnfläche einnehmende, elastische Folie vorgesehen ist, die mit dem übrigen starr ausgebildeten Teil des Behälters gasdicht verbindbar ist und die Einbringöffnung im höchsten oder annähernd höchsten Punkt der Stirnseite des Behälters angeordnet ist, wobei der Behälter in seinem starren Teil mindestens eine im Abstand von der elastischen Folie angeordnete Absaugöffnung'auf- weist, die wahlweise mit einer Absaugeinrichtung verbindbar ist,
wobei-gegebenenfalls der Umfangsrand des starren Teiles des Behälters einen nach aussen überstehenden Wulst aufweist, nach Patent Nr. 363036.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Behälter nach dem Stammpatent vor allem hinsichtlich der Halterung der Folie weiter zu verbessern. Hiezu schlägt die Erfindung vor, die elastische Folie, vorzugsweise unter Zwischenschaltung einer elastischen Dichtung, auf den Rand des Behälters aufzuschieben und mittels wenigstens eines Spanngliedes, z. B. eines Drahtseiles, Stahlbandes od. dgl., an dem Behälter dicht abschliessend zu befestigen, wobei die Folie vorzugsweise den Wulst übergreift. Durch, diese Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes wird eine feste Verbindung zwischen der Folie und dem Behälter erreicht, die auch einen dichten Abschluss zwischen Folie und Behälter sicherstellt. Eine Kontrolle der Dichtheit des Behälters ist durch visuelle Beobachtung der Folie möglich. Im Falle einer Undichtheit zeigt sich ein Erschlaffen der Folie.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind die beiden Enden des Spanngliedes einander kreuzend bzw. übergreifend angeordnet. Dies ergibt mindestens einen den ganzen Umfang umgreifenden besonders guten Halt der Folie.
Um das Spannglied besonders wirkungsvoll und ohne grossen Aufwand unter Zugspannung zu setzen, sind in einer besonderen Ausführung des Erfindungsgegenstandes die beiden Enden des Spanngliedes durch eine mechanische oder druckmittelbetätigbare Einrichtung, z. B. eine Klinke mit Klinkenrad, eine Gewindespindel oder durch einen Arbeitszylinder gegeneinander spannbar.
Die Behälterachse kann unter einem Winkel in der Grössenordnung von 50 gegen die Waagrechte geneigt sein. Dies begünstigt die Gutverteilung im hinteren Teil des Behälters, bewirkt eine gewisse Vergleichmässigung der Druckverteilung und erleichtert die Abführung der Sicker- säfte.
Ist die Einbringöffnung an der Folie angeordnet, so ergibt sich eine Verbesserung der Halterung der Folie, wenn in besonderer Ausgestaltung der Erfindung, die Einbringöffnung durch, z. B. Torsions-oder Schraubenfedern vorgespannte, gegeneinander schwenkbare Hebelarme gehalten und geführt ist. Dadurch gelingt es, die Folie und auch die Einfüllöffnung in einer das Befüllen des Behälters besonders erleichternden Stellung zu halten und die Folie vor Beschädigung zu schützen. In konstruktiver Weise besonders einfach ist es hiebei, wenn die Hebelarme gemeinsam an einem ortsfesten Steher schwenkbar gelagert sind, wobei bevorzugt ein Hebelarm unter dem Einfluss einer Feder steht, die bestrebt ist, den Hebelarm anliegend an einem ortsfesten Anschlag zu halten.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert.
Es zeigen : Fig. l in Seitenansicht einen erfindungsgemässen Behälter, dessen Schräglage übertrieben dargestellt ist, Fig. 2 eine Spanneinrichtung zum Befestigen der Folie am Behälter, im vergrösserten Massstab, Fig, 3 eine Variante zu Fig. 2 und Fig. 4 die Befestigung der Folie am Behälter, im Schnitt und im vergrösserten Massstab.
In Fig. 1 erstreckt sich der Behälter-l-zum Teil über und zum'Teil unter die Boden- fläche-12-. Der annähernd zylindrische Mantel --5-- des Behälters --1-- ist starr und liegt auf einer Lagerfläche --12'-- auf. Das Material für den Mantel --5-- des Behälters --1-- kann jedoch soweit plastisch sein, als es selbsttragend die Form beibehält (plastisch-formbeständig). Beispielsweise kann der Behälter aus verschweissten, insbesondere mit Stahl- bzw. Gewebeeinlagen verstärkten, plastischen Kunststoffbahnen bestehen und am Umfang mit Bändern, Rippen
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od. dgl. verstärkt sein.
Der Behälter kann auch aus formfesten, beispielsweise faserverstärkten Kunststoffen bestehen oder aus Stahl- oder Aluminiumblechen zusammengesetzt werden. Der Behälter kann einstückig oder mehrteilig ausgebildet werden. Die Neigung des Behälters-l-zum Boden kann den Betriebserfordernissen entsprechend gewählt werden. Ein Winkel in der Grössenordnung von 50 erscheint günstig. Der Behälter-l-kann einen beliebigen, gerundeten, z. B. einen kreisrunden, ovalen, eiförmigen, elliptischen Querschnitt haben bzw. kann dieser die Form eines Gleichdick haben.
Der Behälter-l-ist an seinem tiefer gelegenen Ende mit einer starr ausgebildeten Stirnfläche --2-- und an seinem höher gelegenen Ende mit einer haubenförmigen, elastischen Folie --4-- versehen, in der eine Einbringöffnung --3-- vorgesehen ist. Der Behäl- ter-l-kann auch an beiden Stirnseiten mit einer elastischen Folie --4-- abgeschlossen sein.
Die haubenförmige, elastische Folie --4-- ist nach oben hin verlängert und besitzt etwa die Form eines Zylinder- bzw. Kegelstumpfes. Der Einholweg der Folie im oberen Bereich des Behälters soll mindestens dreimal so gross sein wie an seinem unteren Teil (beim Nachfüllen liegt das Gut im oberen Teil verhältnismässig locker und es ist ein längerer Einholweg erforderlich, um auch im oberen Teil eine angenähert gleichstarke Verdichtung wie im unteren Teil zu erlangen). Der Behälter --1-- ist an seinem der Folie --4-- zugewandten Seitenbereich mit einem umlaufenden Wulst --16-- versehen, der gegebenenfalls mit einer Drahteinlage --17-- od.dgl. verstärkt ist. Die Folie --4-- ist unter Zwischenschaltung einer elastischen Dichtung, z.
B. eines Weichgummibandes --18--, auf den Rand des Behälters --1-- aufgeschoben und wird mittels eines Spanngliedes-19-, z. B. eines Drahtseiles, Stahlbandes od. dgl. an dem Behälter-l-dicht befestigt. Mittels des Spànngliedes --19--, welches die Folie --4-- umschlingt, kann diese fest an den Behälter-l-angepresst und somit ein dichter Abschluss zwischen Behälter und Folie erreicht werden (Fig. 4). Hiebei ist es zweckmässig, dass die Enden des Spanngliedes --19-- sich kreuzen bzw. einander übergreifen.
Die beiden Enden des Spanngliedes --19-- können durch Spanneinrichtungen mechanisch, pneumatisch oder hydraulisch usw. gegeneinander gespannt werden. Fig. 2 zeigt in diesem Zusammenhang eine mechanische Vorrichtung, mittels welcher die beiden Enden-19', 19"-des Spanngliedes --19-- gegeneinander spannbar sind. Diese Vorrichtung besteht aus einem Klinkenrad --20-- mit einer Klinke --21-- und einem Spannhebel --22--, die auf einem. gemeinsamen Rahmen --23- angeordnet sind. Durch Betätigen des Spannhebels --22-- wird das Klinkenrad --20-- verdreht, an welchem die Enden des Spanngliedes --19-- einander gegenüberliegend angeordnet sind, u. zw. festgehalten sind, wodurch die Enden des Spanngliedes --19-- gegeneinander gespannt werden.
Fig. 3 zeigt eine druckmittelbetätigbare Einrichtung zum Spannen des Spanngliedes --19--, die aus einer Handpumpe --24a--, einem doppeltwirkenden Arbeitszylinder --24-- sowie aus zwei Kolben --25, 26-- mit daran gelagerten Rollen --27, 28-- besteht.
Durch Verschiebung der Arbeitskolben --25, 26-- wird hiebei das Spannen des Spanngliedes --19-- bewirkt. Eine seitlich des Arbeitszylinders --24-- angeordnete, an den Bolzen der Kolben --25, 26-- angelegte Feder --26a-- führt die Kolben --25, 26-- in die Ausgangsstellung zurück. Die Einbringöffnung --3-- ist etwa im oberen Bereich der Folie --4-- vorgesehen. Die Einbringöffnung --3-- kann mittels eines Verschlusses --15-- dicht abgeschlossen werden. Die Befestigung des Verschlusses --15-- kann analog zur Befestigung der Folie --4-- am Behälter --1-- ausgeführt werden.
Die Folie --4-- ist in einem weitmaschigen Stützkorb --30-- gehaltert, der dabei im wesentlichen den unteren Teil der Folie --4-- umschliesst. Der Stützkorb --30-- ist mittels eines Doppelspanngelenkes --31, 32-- an dem Mantel --5-- des Behälters --1-- angelenkt und in bezug auf diesen spannbar. Das Gelenk --31-- ist hiebei etwa im Bereich des oberen Randes des Stützkorbes --30-- und das Gelenk --32-- etwa im Bereich des unteren Randes des Stützkorbes --30-- angeordnet. Der Stützkorb --30-- kann auch am Boden oder am verfahrbaren Gebläse --14-- ab- gestützt sein.
An der höchsten Stelle des Behälters-l-ist ein Anschluss --13-- für eine Absaugeinrichtung zum Erzeugen eines Unterdruckes in dem Behälter-l-vorgesehen. Es wäre jedoch auch möglich, einen solchen Anschluss --13'-- im oberen Bereich der Stirnwand --2-- vorzusehen. In der Praxis können beide Absauganschlüsse --13, 13'-- oder es kann alternativ ein Anschluss
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vorgesehen sein. Ober der oder den Absaugöffnung (en) kann eine gelochte (siebförmige) Abdeckung --35-- vorgesehen sein.
Zur Halterung der verstärkt ausgebildeten Einbringöffnung --3-- dienen zwei mittels Federn --8-- vorgespannte Hebelarme --6, 7--, die gelenkig miteinander verbunden sind. Ein Hebelarm --7-- ist an einem ortsfesten Steher --9-- des Behälters --1-- angelenkt und das freie Ende des andern Hebelarmes --6-- ist mittels Karabiners --29-- usw. an einer Öse --33-- am Hals der Einbringöffnung --3-- eingehängt. Entsprechende Anschläge --11-- am ortsfesten Steher-9bzw. am Hebel halten die Einbringöffnung --3-- in der gewünschten Stellung. Beim Absaugen des Behälters-l-gehen die Hebel --6, 7-- mit der einziehenden Folie --4-- mit und holen diese
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oder es wird eine eigene Überdachung vorgesehen.
Bei Aufstellung der Behälter --1-- im Freien könnte bei geöffneten Behältern Regenwasser eindringen. Um dies zu vermeiden, ist für solche Fälle eine dünne Plastikfolie vorgesehen, die am Rand des Behälters mittels Schlaufen usw. eingehängt wird. Bei der Entnahme des Gutes (wobei natürlich die elastische Haube bereits abgenommen ist) wird die untere Hälfte der Plastikfolie ausgehängt und nach oben geklappt bzw. gehängt.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet wie folgt :
Der Behälter --1-- wird durch die Einbringöffnung --3-- mit Gut befüllt. Während des Füllvorganges wird die mit dem Gut einströmende und durch das Gut aus dem Behälter-l-ver- drängte Luft durch die Einbringöffnung --3-- abgeführt. Nach dem Befüllen des Behälters-l- wird die Einbringöffnung --3-- dicht abgeschlossen. Danach wird die Absaugeinrichtung an die Ansaugöffnung-13 bzw. 13'-angeschlossen und die Luft aus dem Behälter --1-- abgesaugt.
Durch das Absaugen eines Teiles der im Behälter-l-befindlichen Luft entsteht in dem Behäl- ter-l-ein Unterdruck, wobei die Gutteilchen aneinandergedrückt werden. Die elastische Folie --4-- wird dabei durch den entstehenden Unterdruck in Richtung auf das Behälterinnere. gezogen und verformt sich sichtbar. Dann kann Gut nachgefüllt werden. Der Nachfüllvorgang kann wiederholt werden, bis die angestrebte Füllung bzw. der angestrebte Unterdruck erreicht ist. Der Behälter-l-verbleibt sodann im abgeschlossenen, d. h. dicht verschlossenen Zustand, bis die Vergärung beendet ist oder das Gut entnommen wird.
Falls während dieser Zeit Luft in den Behälter-l-gelangen sollte, so wird die Folie schlaff, was durch visuelle Kontrolle leicht feststellbar ist. Allfällige Störungen können somit unverzüglich behoben werden.
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