AT366259B - Verfahren zum inhibieren der bildung von fettsaeuren aus dem abbau von hautsekreten durch corynebacterium - Google Patents

Verfahren zum inhibieren der bildung von fettsaeuren aus dem abbau von hautsekreten durch corynebacterium

Info

Publication number
AT366259B
AT366259B AT445575A AT445575A AT366259B AT 366259 B AT366259 B AT 366259B AT 445575 A AT445575 A AT 445575A AT 445575 A AT445575 A AT 445575A AT 366259 B AT366259 B AT 366259B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
fatty acids
skin
salt
ethylenediaminetetraacetic acid
Prior art date
Application number
AT445575A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA445575A (de
Original Assignee
Personal Products Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Personal Products Co filed Critical Personal Products Co
Priority to AT436478A priority Critical patent/AT365446B/de
Publication of ATA445575A publication Critical patent/ATA445575A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT366259B publication Critical patent/AT366259B/de

Links

Landscapes

  • Cosmetics (AREA)
  • Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Inhibieren der Bildung von Fettsäuren aus dem Abbau von Hautsekreten durch Corynebacterium. 



   Der Unterarmgeruch bzw. der Geruch der Achselhöhlen stellt ein seit langem existierendes Problem dar. Der Schweiss der Achselhöhle besteht aus Sekreten der apokrinen und ekkrinen Schweissdrüsen, die sich im Achselbereich finden. Obwohl der ekkrine Schweiss überwiegend aus Wasser und Salz besteht, enthält der apokrine Schweiss eine Vielzahl von Substanzen, einschliesslich Protein, Kohlenhydrate und Lipide. Auf den Hautoberflächen im Achselhöhlenbereich ist eine Vielzahl von Mikroorganismen, darunter Staphylococcen und Corynebakterien, vorhanden.

   Es hat sich erwiesen, dass die mikrobiologische Zersetzung der Lipide des apokrinen Schweisses, die zu der Bildung hiedrigmolekularer Fettsäuren führt, einer der Hauptgründe für unangenehme Gerüche im Achselbereich ist (Borick et al., Antimicrobial Agents Annual   [ 1960],   Seiten 647 bis 651, Plenum Press, Inc. New York). 



   Zur Bekämpfung der unangenehmen Gerüche von Körperprodukten, wie Schweiss und Menstruationsflüssigkeit, und zur Linderung von unangenehmen Störungen, wie. Akne, sind Germizide und Antibiotika verwendet worden. So war einst Hexachlorphen ein beliebter Bestandteil von Präparaten zur Bekämpfung des Schweissgeruches, während Antibiotika, wie Tetracyclin, mit Erfolg für die Behandlung von Akne eingesetzt wurden. Jedoch wurden diese Ergebnisse der Einwirkung von Germiziden und Antibiotika durch eine Abtötung der Organismen erzielt, was eine Störung des normalen Gleichgewichts der Mikroorganismen zur Folge hat.

   Wie gut bekannt ist, wird durch das Abtöten nichtpathogener Organismen die Ansiedlung opportunistischer Organismen, wie pathogener Bakterien, Hefen oder Fungi begünstigt, deren Anwesenheit sich in Fieberzuständen, Entzündungszuständen, Dermatitis oder   ändern unerwünschten   Erscheinungen manifestieren kann. Somit ist es erwünscht, die Bekämpfung der unerwünschten Körpergerüche oder die Pflege von mit Corynebacterium besiedelter Haut derart zu bewirken, dass keine wesentliche Abtötung der nichtpathogenen Mikrobenflora erfolgt. Weiterhin ist es wünschenswert, die Ergebnisse zu erzielen ohne Beeinträchtigung des Menschen. 



   Bei andern Methoden zur Bekämpfung der unerwünschten Probleme wurden Produkte verwendet, die auf den verursachenden Wirkstoff nach dessen Bildung einwirken. Diese Methode ist im allgemeinen nicht zufriedenstellend, da sie die Anwendung relativ grosser Mengen des Behandlungsmittels und/oder lange Behandlungsdauern erfordert. Weiterhin sind die Ergebnisse nicht in allen Fällen vollständig zufriedenstellend gewesen, sowohl was die Vollständigkeit der Bekämpfung als auch das Vermeiden von Nebenreaktionen angeht. Es ist daher äusserst erwünscht, die unerwünschten Probleme dadurch zu lösen, dass man die Bildung des Materials verhindert, das diese Probleme verursacht. 



   Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die oben genannten Probleme sowie eine Reihe weiterer unerwünschter Effekte auf Mikroorganismen zurückgehen, die in ähnlicher Weise einwirken, so dass die verschiedenen Probleme in ähnlicher Weise gelöst werden können. Es hat sich ferner   gezeigt, dass   diese Bekämpfung ohne eine wesentliche Abtötung der meisten Mikroorganismen der Bakterienflora bewirkt werden kann. 



   Es hat sich erfindungsgemäss gezeigt, dass eine Reihe der unerwünschten Probleme, wie der Unterarmgeruch und die Pflege von mit Corynebacterium besiedelter Haut, die durch die Bildung unerwünschter Produkte auf der Körperoberfläche verursacht werden, welche durch die Einwirkung von Mikroorganismen auf Lipoidmaterialien in Hautsekreten gebildet werden, dadurch gelöst werden kann, dass man die Bildung der unerwünschten Produkte dadurch inhibiert, dass man auf die Haut in einer zur Inhibierung der Bildung der genannten Fettsäuren wirksamen Menge eine Zusammensetzung aufbringt, die einen für die topische Anwendung geeigneten kosmetischen Träger und als einzigen Wirkstoff ein wasserlösliches Salz von Äthylendiamintetraessigsäure in einer Konzentration von wenigstens 0, 05% Masse dieser Säure in der Zusammensetzung, bezogen auf die Masse der freien Säure, enthält,

   wobei diese Zusammensetzung die Lebensfähigkeit des genannten Corynebacteriums nicht beeinträchtigt. 



   Zum Unterschied von bekannten Produkten, die zufolge ihrer bakteriziden Wirkung Mikroorganismen abtöten, wird durch die Anwendung der erfindungsgemäss eingesetzten Zusammensetzungen die Lebensfähigkeit von Corynebakterien nicht beeinträchtigt. Salze von Äthylendiamintetraessigsäure 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sind zwar schon in Körperpflegemitteln verwendet worden, jedoch stets nur in Kombination mit einem Bakterizid und nicht als alleiniger Wirkstoff. Es war nicht vorherzusehen, dass Äthylendiamin- tetraessigsäure in der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Anwendungsart die unerwünschte Bilduhg der Fettsäuren unterbinden kann, ohne hiebei die Lebensfähigkeit nichtpathogener Bakterien zu stören. 



   Der   Ausdruck"Lipoidmaterialien   in   Hautsekreten" umfasst   Lipide (im Sinne der chemischen
Terminologie), die in Körperflüssigkeiten vorhanden sind, die ihrerseits als Sekrete abgeschieden, ausgeschieden oder ausgeschwitzt werden. Somit steht die   Bezeichnung"Sekrete"auch   für Abfall-   flüssigkeiten.   Typische Sekrete sind Talg, Schweiss, usw. 



   Bei den Lipiden, die erfindungsgemäss von Bedeutung sind, handelt es sich nicht nur um
Triglyceride, sondern auch um Phospholipide. Die Triglyceride können durch die folgende allge- meine Formel 
 EMI2.1 
 wiedergegeben werden, wobei in dieser und den folgenden Formeln die angegebenen Gruppen R jeweils für gleichartige oder verschiedene Kohlenwasserstoffgruppen stehen, die von Fettsäuren abgeleitet sind. Die erfindungsgemäss bedeutungsvollen Phospholipide sind Phosphotriglyceride, die durch die folgende allgemeine Formel 
 EMI2.2 
 wiedergegeben werden können, in der R die oben angegebene Bedeutung besitzt und B für den Rest einer Alkohol-Amin-Verbindung, wie eines Aminoalkohols, einer quatären Hydroxyammoniumbase oder einer Hydroxyaminosäure, steht. 



   Die Produkte, die durch die Einwirkung von Mikroorganismen auf Lipoidmaterialien gebildet werden oder gebildet werden können, sind ähnlich jenen Produkten, die bei der chemischen Hydrolyse gebildet werden können. Somit werden gemäss der folgenden Gleichung aus den Triglyceriden der allgemeinen Formel   (I)   Fettsäuren und Glycerin gebildet : 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
Da die Gruppen R voneinander verschieden sein können, können verschiedene Fettsäuren gebildet werden. Unter den Fettsäuren, die dabei gebildet werden können, finden sich die unangenehm riechenden niedrigmolekularen Fettsäuren, wie Buttersäure, Isobuttersäure, Isovaleriansäure usw., die die Probleme des Unterarmgeruchs verursachen.

   Diese und andere Fettsäuren, einschliesslich der höhermolekularen Fettsäuren (mit bis zu 18 Kohlenstoffatomen), können die Gründe für andere   unerwünschte   Probleme sein, wie Entzündungszustände der Haut. 



   Die Fettsäuren können auch aus den Phospholipiden der allgemeinen Formel (II) gebildet werden : 
 EMI3.1 
 In den nachstehend beschriebenen Voruntersuchungen hat sich gezeigt, dass Phospholipide eine Quelle für unangenehm riechende Fettsäuren darstellen. 



   Es ist weiter anerkannt, dass die unerwünschten Fettsäuren als Ergebnis der Wirkung der Mikroorganismen auch in anderer Weise gebildet werden können, so dass die Kontrolle dieser Fettsäuren ebenfalls umfasst ist. Es wird jedoch angenommen, dass die obigen Bildungswege die Hauptquelle der Fettsäuren darstellen. 



   Der Ausdruck "Stelle der Bildung" steht für die Stelle oder den Ort, wo die Lipoidsekrete vorliegen und durch die Mikroorganismen angegriffen werden. 



   Normalerweise treten die Lipoidmaterialien auf der Körperoberfläche bzw. der Hautoberfläche und deren Umgebung auf. Dies umfasst auch die Vagina. 



   Für bestimmte Anwendungszwecke bevorzugte Salze sind einwertige Salze, wie die Natriumsalze und die Kaliumsalze. Für gewisse andere Anwendungszwecke sind die Alkanolaminsalze bevorzugt, insbesondere die der Di- und Trialkanolamine, wie Triäthanolamin, Diäthanolamin, Triisopropanolamin usw. 



   Die erfindungsgemäss zur Anwendung gelangenden Salze der Äthylendiamintetraessigsäure sind in Mengen nützlich, die eine Endkonzentration von mindestens 0, 01% Masse, bezogen auf die Hautsekrete, ergeben. Die obere Grenze wird überwiegend durch praktische Gegebenheiten festgelegt. 



  Ganz allgemein wird kein weiterer Vorteil durch Zugabe einer Menge erreicht, die eine Konzentration von mehr als etwa 0,5% Masse, bezogen auf die Hautsekrete, ergibt. Die bevorzugten Mengen hängen von dem Zweck, dem Ort, der Auftragungsart und der besonderen Verbindung ab. Wenn die Mikroorganismenpopulation gross ist, werden vorzugsweise grössere Mengen verwendet. Die innerhalb des breiten Bereiches liegenden bevorzugten Bereiche ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der besonderen Verwendung und der Auftragungsart. 



   Die Salze der Äthylendiamintetraessigsäure können in verschiedenartiger Weise auf die Stelle aufgetragen werden, wo durch die Einwirkung der Mikroorganismen die unerwünschten Produkte gebildet werden. 



   Gemäss der Erfindung werden die Salze der Äthylendiamintetraessigsäure topisch auf die'Hautoberflächen aufgetragen, was mit Hilfe eines geeigneten kosmetischen Trägermaterials erfolgt, wobei man das Material in einer solchen Menge auf die Hautoberfläche aufträgt, dass sich eine Konzentration von mindestens 0,01% Masse, bezogen auf die Hautsekrete, ergibt. Das Auftragen erfolgt vorzugsweise vor dem Austreten der Körperflüssigkeit, um die Bildung der unerwünschten Produkte im wesentlichen vollständig zu verhindern. Die Auftragung kann jedoch auch anschliessend auf die Freisetzung der Körpersekrete erfolgen, wobei in diesem Fall die Einwirkung der Mikroorganismen auf die Körpersekrete auf ein Minimum gebracht wird.

   Das topische Auftragen auf die Hautoberfläche ist sowohl zur Pflege einer mit Corynebacterium besiedelten Haut, als auch zum Inhibieren der Entwicklung schlechter Gerüche geeignet. Wenn das Auftragen auf   topischem   Wege erfolgt, kann das Trägermaterial in fester, flüssiger, Sprühform oder in halbfester Form in kosmetischen Trägermaterialien vorliegen, die für die topische Anwendung geeignet sind. Träger- 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 materialien, in die die Salze der Äthylendiamintetraessigsäure eingearbeitet werden können, schliesslich Lotionen, Salben,   Aerosolsprühlösungen,   wässerige Lösungen, Cremes, Pulvermischungen, Gelstifte u. dgl. ein.

   Die verschiedenen Additive und Verdünnungsmittel umfassen Salbenadditive, wie   Polyoxyäthylensorbitanmonooleat, Polyoxyäthylensorbitantrioleat ; oberflächenaktive Mittel   und Emulgatoren, wie Laurylsulfat, Natriumcetylsulfat, Glycerinmonostearat, Diäthylaminoäthylalkylamidphosphat, Isopropylmyristat, Octylalkohol-, Glycerin- und Glykol-Ester von Stearinsäuren ; Glykole, wie Propylenglykol ; andere Polyhydroxyverbindungen, wie Glycerin und Sorbit ; Alkohole wie Äthanol oder   Isopropanol ; Hamamelis-Wasser ; Duftstoffe ;   ätherische Öle ; Treibmittel, wie halogenierte Kohlenwasserstoffe, beispielsweise Dichlordifluormethan, Dichlorfluoräthan usw., Kohlendioxyd und Stickstoff ; feste Verdünnungsmitte, wie Calciumcarbonat, Stärke, Bentonit und Talkum ; und silikonartige Flüssigkeiten, wie Polysiloxanflüssigkeiten.

   Die Auswahl der besonderen Trägermaterialien hängt von dem Verwendungszweck ab. 



   Bei für die topische Auftragung geeigneten Zubereitungen werden die Salze der Äthylendiamintetraessigsäure in einer Menge von mindestens 0, 05% Masse der Zusammensetzung, bezogen auf die. freie Säure, verwendet. Dies ist wegen des Verdünnungseffektes und der möglichen teilweisen desaktivierenden Wirkung des Trägermaterials erwünscht. Die Salze müssen in dementsprechend grösseren Mengen vorhanden sein und können sogar den Hauptbestandteil der Zubereitung ausmachen, obwohl dies aus praktischen Überlegungen heraus weniger erwünscht ist. Die Salze der Äthylendiamintetraessigsäure werden vorzugsweise in Form der Alkanolaminsalze eingesetzt. Wenn ein wässeriges Trägermaterial verwendet wird, kann das Salz in der Zubereitung gebildet werden, indem man die freie Säure und das Alkanolamin in das wässerige Trägermaterial einmischt. 



   Wenn die Salze der Äthylendiamintetraessigsäure in eine Lotion, eine Creme oder eine Aerosolzubereitung eingearbeitet werden, kann das Salz in einem Lösungsmittel zugesetzt werden, das mit dem System, in das es eingearbeitet wird, verträglich ist, wie Wasser, Glycerin, Propylenglykol, Tripropylenglykol, Methyläther, Äthanol, usw. Alternativ kann das Salz zu der Endzubereitung zugesetzt und innig damit vermischt werden. Dies ist die bevorzugte Methode zur Herstellung von Stäubepudern sowie zur Herstellung von wässerigen Lösungen, beispielsweise jenen auf der Grundlage von Hamameliswasser. 



   Die oben beschriebenen Zubereitungen werden auf die Stelle der Haut aufgetragen, an der die unerwünschten Materialien durch die verschiedenen Mikroorganismen gebildet werden. Die Mikroorganismen, die zur Bildung von Substanzen führen, die den Achselschweissgeruch verursachen, sind jene, die normalerweise auf der Hautoberfläche vorliegen, wovon die Bakterien der genera Corynebacterium und Staphylococcus die wichtigsten sind. Corynebakterien finden sich auch dort, wo Säuren gebildet werden, die zu den unerwünschten Entzündungszuständen der Haut beitragen könnten, was eine besondere Pflege von mit Corynebacterium besiedelter Haut erfordert. Durch die 
 EMI4.1 
 



  Es wird angenommen, dass das Salz der Äthylendiamintetraessigsäure dadurch einwirkt, dass der notwendige metallische Cofaktor für die enzymatische Bildung der Fettsäuren entfernt wird. Die Erfindung soll jedoch durch theoretische Überlegungen nicht eingeschränkt werden, wobei festzuhalten ist, dass die Unterbindung der Fettsäureproduktion erreicht werden kann, ohne dass eine schädliche Wirkung auf die Mikrobenflora ausgeübt wird. 



   Die Wirksamkeit der Salze der Äthylendiamintetraessigsäure beim Inhibieren der Bildung unerwünschter Fettsäuren aus den Lipiden wird mit Hilfe gaschromatographischer Analysen untersucht, während die Wirksamkeit der Geruchsbekämpfung mit Hilfe organoleptischer Methoden bewertet wird. 



   Bei der gaschromatographischen Analyse erfolgt ein Vergleich mit bekannten Säuren. Die angewandte Methode ist die folgende : Man extrahiert die Fettsäuren mit Hilfe von Diäthyläther aus den angesäuerten Testproben und bestimmt sie gaschromatographisch unter Verwendung eines Gaschromatographen (Hewlett-Packard 7620A), der mit einer Glassäule ausgerüstet ist, die eine Länge von 1, 83 m, einen Innendurchmesser von 2 mm aufweist und mit Porapak QS 80 gefüllt ist. Das Instrument ist von   1350C   bis zu einer oberen Grenze von   2350C   und bei einer Heizgeschwindigkeit von   4 C/min   programmiert und hält die obere Temperaturgrenze während 6 min. Als Trägergas wird Helium mit einem Druck von etwa 4 bar und einer Strömungsgeschwindigkeit von 40 ml/min verwendet. 

 <Desc/Clms Page number 5> 

 



   Versuch : Zu 2 ml einer Gehirn-Herz-Infusionsbrühe (BHI), die die Mikroorganismen der in der Achselhöhle vorkommenden Bakterienflora enthält, die überwiegend Corynebacterium und Staphylococcus umfasst, gibt man Dinatrium-äthylendiamintetraacetat bis zu einer Endkonzentration von 0, 5% Masse. Eine weitere Probe von 2 ml der inokulierten Brühe wird nicht mit Dinatrium-   - äthylendiamintetraacetat   versetzt. Zusätzlich verwendet man eine 2 ml Probe der sterilen Gehirn-   - Herz-Infusionsbrühe   als nichtinokulierte Kontrollprobe. Die Testprobe und die Kontrollprobe werden während 24 h bei   370C   unter Schütteln bei 200 Umdr/min inkubiert. Nach Ablauf der Zeitdauer werden die Proben gaschromatographisch in bezug auf die freien Fettsäuren untersucht.

   Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt. 



   Tabelle 
 EMI5.1 
 
<tb> 
<tb> Behandlung <SEP> Fettsäuren <SEP> (ppm)
<tb> Isobuttersäure <SEP> Isovaleriansäure
<tb> Sterile <SEP> BHI-Brühe <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> BHI-Brühe <SEP> mit <SEP> der <SEP> Unterarmbakterienflora <SEP> inokuliert <SEP> 32 <SEP> 57
<tb> BHI-Brühe <SEP> mit <SEP> der <SEP> Unterarmbakterienflora <SEP> inokuliert <SEP> + <SEP> 0,5% <SEP> Na2EDTA <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> 
 
Beispiel 1 : Man trägt eine wässerige Lösung, die 0, 45% Masse einer Mischung aus   NaEDTA   und   NaEDTA   enthält (die man durch Auflösen von 10, 0 g Tetranatrium-äthylendiamintetraacetat und 11, 4 g Dinatrium-äthylendiamintetraacetat in 125 ml destilliertem Wasser hergestellt hat) mit Hilfe eines sterilen Gazekissens, das man mit der Lösung benetzt hat, auf eine Achselhöhle einer Testperson auf.

   Auf die andere Achselhöhle, die als unbehandelte Kontrolle dient, trägt man in gleicher Weise steriles destilliertes Wasser auf. Dann werden beide Achselhöhlen zweimal täglich durch Riechen untersucht, um die Geruchsentwicklung und die Geruchsintensität durch den Vergleich zu bestimmen. In der behandelten Achselhöhle zeigt sich eine sehr wesentliche deodorierte Wirkung. 



   Beispiel   2 :   Durch kräftiges Durchmischen der folgenden Bestandteile stellt man einen für das erfindungsgemässe Verfahren geeigneten Körperpuder her : 
 EMI5.2 
 
<tb> 
<tb> Trinatriumäthylendiamintetraacetat <SEP> 10 <SEP> g
<tb> Talkum <SEP> 787 <SEP> g <SEP> 
<tb> Duftstoff <SEP> 3 <SEP> g <SEP> 
<tb> 
 
Diese Zubereitung kann auf die Hautoberflächen aufgetragen werden, um die Bildung von schlecht riechenden Fettsäuren durch die Einwirkung von Corynebakterien auf den abgeschiedenen Talg zu verhindern. 



   Beispiel 3 : Man bereitet eine erfindungsgemäss einsetzbare Aerosolzubereitung, indem man zunächst die folgenden Materialien in den angegebenen Massenverhältnissen vermischt : 
 EMI5.3 
 
<tb> 
<tb> Massenteile
<tb> Mikropulverisiertes <SEP> Talkum <SEP> 2, <SEP> 50
<tb> Mikropulverisiertes <SEP> Na <SEP> 3EDTA <SEP> 2, <SEP> 50 <SEP> 
<tb> Duftstoff <SEP> 0, <SEP> 16
<tb> wasserfreies <SEP> Äthanol <SEP> 0,20
<tb> Isopropylmyristat <SEP> 0,60
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 6> 

 
 EMI6.1 
 
 EMI6.2 
 
<tb> 
<tb> Trichlormonofluormethan <SEP> 47,02
<tb> Dichlordifluormethan <SEP> 47,20
<tb> 
 
Beispiel 4 :

   Durch inniges Vermischen der im folgenden angegebenen Bestandteile in den angegebenen Mengen kann man jeweils Zubereitungen für die topische Auftragung herstellen, mit denen die Fettsäurebildung aus Lipoidmaterialien durch die Corynebakterien inhibiert werden kann. 
 EMI6.3 
 
<tb> 
<tb> 



  Zubereitung
<tb> Äthylendiamintetraessigsäure <SEP> 10
<tb> Triisopropanolamin <SEP> 17,7
<tb> Hamameliswasser <SEP> 72,3
<tb> 
 
Beispiel 5 : Durch inniges Vermischen der folgenden Bestandteile bereitet man eine für das Auftragen auf das Hautgewebe geeignete Zubereitung : 
 EMI6.4 
 
<tb> 
<tb> Äthylendiamintetraessigsäure <SEP> 10 <SEP> Massenteile
<tb> Triäthanolamin <SEP> 13,8 <SEP> Massenteile
<tb> Hamameliswasser <SEP> 76,2 <SEP> Massenteile
<tb> 
 
Diese Zubereitung kann erfindungsgemäss auf das Hautgewebe aufgetragen werden, um die Bildung von Fettsäuren aus den ausgeschiedenen Lipoidmaterialien durch die Einwirkung von Corynebakterien zu inhibieren. Zur Verwendung erfolgt ein täglicher Auftrag durch Einreiben des durch Corynebacterium befallenen Bereiches der Hautoberfläche und Wiederholen dieses Auftrags. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zum Inhibieren der Bildung von Fettsäuren mit 1 bis 18 Kohlenstoffatomen aus dem Abbau von Hautsekreten durch Corynebacterium, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die Haut in einer zur Inhibierung der Bildung der genannten Fettsäuren wirksamen Menge eine Zusammensetzung aufbringt, die einen für die topische Anwendung geeigneten kosmetischen Träger und als einzigen Wirkstoff ein wasserlösliches Salz von Äthylendiamintetraessigsäure in einer Konzentration von wenigstens 0,05% Masse dieser Säure in der Zusammensetzung, bezogen auf die Masse der freien Säure, enthält, wobei diese Zusammensetzung die Lebensfähigkeit des genannten Corynebacteriums nicht beeinträchtigt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Alkalimetallsalz als wasserlösliches Salz eingesetzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Natriumsalz als wasserlösliches Salz eingesetzt wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dinatrium-äthylendiamintetraessigsäuresalz als wasserlösliches Salz eingesetzt wird.
    5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Trinatrium-äthylendiamintetraessigsäuresalz als wasserlösliches Salz eingesetzt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Tetranatrium-äthylendiamintetraessigsäuresalz als wasserlösliches Salz eingesetzt wird.
    7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Gemisch aus Dinatriumund Tetranatrium-äthylendiamintetraessigsäuresalz als wasserlösliches Salz eingesetzt wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein niedriges Alkanolaminsalz von Äthylendiamintetraessigsäure als wasserlösliches Salz eingesetzt wird. <Desc/Clms Page number 7>
    9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Trialkanolaminsalz von Äthylendiamintetraessigsäure als wasserlösliches Salz eingesetzt wird.
AT445575A 1974-06-12 1975-06-11 Verfahren zum inhibieren der bildung von fettsaeuren aus dem abbau von hautsekreten durch corynebacterium AT366259B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT436478A AT365446B (de) 1974-06-12 1978-06-15 Absorbierende monatsbinde

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US57448875A 1975-05-05 1975-05-05

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA445575A ATA445575A (de) 1978-12-15
AT366259B true AT366259B (de) 1982-03-25

Family

ID=24296361

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT445575A AT366259B (de) 1974-06-12 1975-06-11 Verfahren zum inhibieren der bildung von fettsaeuren aus dem abbau von hautsekreten durch corynebacterium

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT366259B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA445575A (de) 1978-12-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1269983B1 (de) Verwendung von 1,2-Decandiol gegen Körpergeruch verursachende Keime
DE2525847C2 (de) Mittel zum Inhibieren von unerwünschten Zuständen, die durch Ammoniak verursacht werden
EP0297310B1 (de) Desodorierende und antimikrobielle Zusammensetzung zur Verwendung in kosmetischen oder topischen Zubereitungen
EP0556660B1 (de) Verwendungen von alpha-Hydroxyfettsäuren
EP0754028B1 (de) Neue desodorierende und antimikrobielle zusammensetzungen zur verwendung in kosmetischen oder topischen zubereitungen
DE69713904T2 (de) Kosmetische, dermopharmazeutische oder tierärztliche zusammensetzungen zur antiseptischen behandlung von menschlicher oder tierischer haut
DE4124664A1 (de) Antimikrobiell wirksame gemische
EP0599433A1 (de) Desodorierende Wirkstoffe
DE2703642A1 (de) Desodorierendes kosmetisches mittel
DE69819443T2 (de) Antimikrobielle mittel zur topische verwendung
DE69916695T2 (de) Verwendung mindestens eines Hydroxystilben als Mittel zur Verringerung der Adhäsion von Mikroorganismen
DE69025206T2 (de) Verwendung von aromatischen benzoaten als deodorants
DE60001918T2 (de) Kosmetische zusammensetzung auf der basis von menthol und menthyllactat, die einen geringen geruch aufweist und nicht reizt
DE2263509A1 (de) Deodorant
DE2900740C2 (de) Dermatologisch wirksame Creme
DE2525841C2 (de)
DE1201951B (de) Stabile saure Hauptpflegeemulsion
AT366259B (de) Verfahren zum inhibieren der bildung von fettsaeuren aus dem abbau von hautsekreten durch corynebacterium
DE2338323C2 (de) Antiseptisches wäßriges Mittel zur Behandlung der Haut
DE2729888C2 (de) Abschminklotion für die Augen
WO2016102132A1 (de) Verwendung von octenidin als desodorierender wirkstoff
DE19649287A1 (de) Konservierungsmittel
DE3109188A1 (de) Antimikrobielles konservierungsmittel und seine verwendung
EP3236916A1 (de) Desodorierende zubereitung
DE4004014C1 (en) Skin disinfectant having improved re-fattening effect - comprises methyl-cyclo:siloxane in alcohol-water mixt., and pref. buffer soln. contg. phosphate(s) and lactate(s)

Legal Events

Date Code Title Description
ELA Expired due to lapse of time