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Die Erfindung betrifft einen Wäschetrockner mit einer an einer Wand zu befestigenden Tragplatte, zwei daran nach Art von Flügeltüren angelenkten Tragarmen und mehreren, parallel zur Tragplatte angeordneten Trockenstäben, die an den Tragarmen übereinander und quer zu ihrer Längserstreckung verschiebbar gelagert sind und durch Auseinanderschwenken der Tragarme in die Gebrauchslage in von Stab zu Stab zunehmendem Abstand von der Tragplatte gelangen, und mit zwei gleichfalls nach Art von Flügeltüren an der Tragplatte angelenkten Abdeckarmen, welche die Tragarme und die Trockenstäbe in der Schliessstellung abdecken.
Es sind Wandwäschetrockner bekannt (DE-AS 1303817), bei denen die Enden der Trockenstäbe in übereinander angeordneten Gleitbahnen geführt sind. Diese Gleitbahnen sind in zwei herausschwenkbaren türartigen Tragarmen innenseitig angeordnet. Die Gleitstücke verkanten dabei aber leicht in den Gleitbahnen, und beim Versuch, unter Gewaltanwendung die verkanteten bzw. klemmenden Gleitstücke wieder zu lösen, brechen diese leicht. Der komplizierte Aufbau und eine Vielzahl von Einzelteilen haben ausserdem eine zeitraubende und kostspielige Montage des Geräts zur Folge.
Bei diesem Wäschetrockner sind die Tragarme aussenseitig glatt, erfüllen also zugleich die Funktion von Abdeckarmen. Dies setzt aber voraus, dass die relativ komplizierten Gleitführungen mit entsprechenden konstruktiven Sicherungen gegen Herausrutschen der Trockenstäbe an der Innenseite der Tragarme angeformt werden müssen, was erhebliche fertigungstechnische Probleme mit sich bringt. Die Tragarme müssen ausserdem sehr stabil und massiv ausgelegt werden, um das Gewicht der Wäsche bei entsprechender Ausladung ohne Beschädigungsgefahr tragen zu können.
Weiter sind Wandwäschetrockner bekannt (DE-OS 1957772), bei denen die Tragarme als Kniehebel ausgebildet sind. Im geschlossenen Zustand sind die nach innen knickenden Arme der Kniehebel in das Gehäuse eingeschwenkt, im geöffneten Zustand sind die beiden Tragarme gestreckt.
Die Konstruktion dieser und ähnlicher Modelle ist aufwendig und damit ebenfalls kostspielig und störanfällig. Hier sind die Abdeckarme als gesonderte Teile an der Tragplatte angelenkt und unabhängig von den Tragarmen schwenkbar. In der Schliesslage decken sie die Tragarme und die Trockenstäbe kastenartig ab. Zur konstruktiven Stabilität tragen sie nichts bei, sie dienen vielmehr ausschliesslich der optischen Abdeckung.
Auf Wäschetrockner der letztgenannten Gattung mit gesonderten Abdeckarmen bezieht sich die Erfindung. Es liegt hier die Aufgabe zugrunde, die Abdeckarme so auszugestalten, dass sie zugleich eine konstruktive Funktion übernehmen und insbesondere zur Verstärkung des gesamten Wäschetrockners beitragen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Abdeckarme in an sich bekannter Weise aus einem nach innen offenen U-Profil gebildet sind, dessen Schenkel die Tragarme in der Ruhelage und in der Gebrauchslage oben und unten übergreifen.
Damit erreicht die Erfindung, dass die Tragarme insbesondere in der ausladenden Gebrauchslage, in der auf sie ein beträchtliches Moment einwirkt, in den Abdeckarmen ruhen. Damit trägt das Widerstandsmoment der Abdeckarme zur Gesamtbelastungsfähigkeit des Wäschetrockners bei, weil das Gewicht der Trockenwäsche auf Trag- und Abdeckarme verteilt wird.
Als besonders vorteilhaft erweisen sich im übrigen die Abdeckarme bei einer Ausführungsform, die Gegenstand der Patentanmeldung A 85 93/76 ist und bei der jeder Tragarm von zwei zueinander parallelen, im wesentlichen dreieckigen Platten gebildet ist, die entlang einer treppenartig verlaufenden Linie durch Abstandstücke miteinander verbunden und im Abstand voneinander gehalten sind, wobei am Ende jeder Stufe der Treppe ein Führungsloch für einen Trockenstab angeordnet ist. Bei dieser Ausführungsform sind die Trockenstäbe bei teilweise eingeklappten Tragarmen nicht eindeutig festgelegt, sondern axial mehr oder minder verschiebbar. Diese unkontrollierte Verschiebbarkeit der Trockenstäbe während des Ein- bzw.
Ausklappens der Tragarme wird durch die zuvor in eine zueinander parallele und in der Regel zur Tragplatte senkrechte Stellung ausgeklappten Abdeckarme verhindert, die dabei als Führung für die Trockenstäbe wirken.
Vorzugsweise sind die Abdeckarme und die Tragarme mit einer gemeinsamen Schwenkachse an der Tragplatte angelenkt. Bei einer weiteren, zu bevorzugenden Ausgestaltung fassen die Abdeckarme in ihrer eingeklappten Ruhelage mit den U-Schenkeln zumindest teilweise zwischen an Oberund Unterkante der Tragplatte vorgesehene Leisten ein. Damit wird erreicht, dass die Tragarme und die Abdeckarme bzw. ihre Schwenkachse durch Abstützung an den Leisten der Tragplatte auch
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in der Ruhelage weitgehend entlastet sind.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen beschrieben.
In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht eines an der Wand montierten Wä- schetrockners in der Ruhelage ; Fig. 2 eine Draufsicht gemäss dem Pfeil II in Fig. 1 auf den Wäschetrockner in der Gebrauchslage ; Fig. 3 eine Ansicht in den halbgeöffneten Wäschetrockner ; Fig. 4 eine der Fig. 3 ähnliche Ansicht auf den vollständig geöffneten Wäschetrockner mit einer andern
Ausführungsform des Tragarms ; Fig. 5 einen Schnitt V-V gemäss Fig. 1 und Fig. 6 einen Schnitt
VI-VI gemäss Fig. 1.
Der in den Zeichnungen wiedergegebene Wandwäschetrockner besteht im wesentlichen aus einer
Tragplatte --1--, zwei Abdeckarmen --2--, zwei Trag- oder Führungsarmen --3-- und mehreren Trockenstäben --4--. Die Abdeckarme --2-- und die Tragarme --3-- sind an je einer Achse - angelenkt, die ihrerseits an der Tragplatte --1--, die an der den Wäschetrockner aufneh- menden Wand festgelegt ist, sitzen. In der in Fig. 1 dargestellten geschlossenen Lage stellt der Wä- schetrockner ein flaches Gebilde dar. Die Trockenstäbe befinden sich dabei parallel übereinander hinter den Abdeckarmen --2--. Um den Wäschetrockner in die Gebrauchslage zu bringen, werden die Abdeckarme --2--, die je eine Grifföffnung --6-- aufweisen, in die in Fig. 2 dargestellte Lage aufgeschwenkt.
Zugleich oder anschliessend werden die Tragarme --3-- in gleicher Weise aufge- schwenkt, wobei die in einer Vertikalebene übereinanderliegenden Trockenstäbe in parallelen Hori- zontalebenen auf Abstand verschoben werden. In der in Fig. 2 dargestellten geöffneten Lage kann der Wäschetrockner behängt werden. In Fig. 3 ist eine Zwischenstellung während des Öffnungsvor- gangs gezeigt. Der Abdeckarm --2-- ist bereits aufgeschwenkt, während der Tragarm --3-- sich noch in der Ruhelage befindet. Durch Eingreifen in die Grifföffnung --7-- kann auch der Trag- arm - : -3-- heraus geschwenkt werden. Er nimmt dann die in Fig. 4 gezeigte Stellung ein.
In Fig. 3 ist eine Ausführung des Tragarms --3-- gezeigt, die durch einen einfachen Form- vorgang aus Blech gefertigt werden kann. In Fig. 4 hingegen ist eine Ausbildung beispielsweise als Kunststoff-Spritzgussteil gezeigt.
Die Tragplatte --1-- weist an ihrer oberen und unteren Längsseite Leisten --11, 12-- auf, zwischen die der Tragarm --3-- in der Schliesslage einschwenken kann. Der Tragarm --3-- kann in der Schliesslage gegenüber der unteren Leiste --12-- durch einen Nocken --13-- eingerastet wer- den. Der Abdeckarm --2-- ist als U-Profil gestaltet, wobei sein Steg --23-- die Abdeckfläche bil- det, während seine Schenkel --24, 25-- nicht nur der Versteifung dienen, sondern, wie insbesonde- re aus Fig. 4 zu ersehen ist, auch dazu, den Tragarm --3-- in der ausgeschwenkten Gebrauchsla- ge unter-und oberseitig zu übergreifen.
Die an den Trockenstäben hängende Last wird also nicht nur vom Tragarm --3-- allein, sondern auch von dem Abdeckarm --2-- aufgenommen. Auch hier kann zwischen Abdeckarm --2-- und Tragarm --3-- eine Nockenverrastung vorgesehen sein. Schliess- lich sind die Schenkel --24 und 25-- des Abdeckarms --2-- an ihrer freien Längskante mit einer die Wandstärke mindernden Stufe --26-- versehen, mittels der sie zwischen die Leisten --11 und
12-- der Tragplatte --1-- eingreifen können.
In den Fig. 5 und 6 ist ein Ausführungsbeispiel für die Ausbildung der Einzelteile und ihrer gegenseitigen Anlenkung gezeigt. Die Tragplatte --1-- mit ihren Leisten --11, 12-- kann aus einem dünnen Aluminiumblech bestehen. Im Bereich der Befestigungslöcher --13-- ist die Rückwand durch einen U-förmigen Bügel --14-- versteift, der mit seinen Schenkeln --15, 16-- die Lagerflansche f, ür die Achse --5-- bildet. Der Abdeckarm --2-- weist im Bereich seiner Ecken eine obere und untere Nut --27, 28-- auf, in welche die Schenkel 16-des 16-- des Bügels --14-- eingreifen. Schliess- lich ist der Tragarm --3-- mit Gelenklaschen --30-- versehen, die von der Achse --5-- durchgrif- fen sind.
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