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Die Erfindung betrifft eine zweietagige Garage zum Abstellen zweier Fahrzeuge übereinander mit einem gegenüber der Einfahrt etwa um eine halbe Wagenhöhe vertieft angeordneten unteren Abstellplatz mit Auffahrt und einem aus einem festen Teil und einer zur Einfahrt hin abschwenkbaren Auffahrtrampe bestehenden oberen Abstellplatz, wobei der obere Abstellplatz als fester, das gesamte Fahrzeug abstützender Zwischenboden ausgebildet ist und die Schwenkachse der Auffahrtrampe hinter dem einfahrtseitigen Fahrzeugradsatz angeordnet ist.
Bei (aus der Praxis) bekannten Garagen dieser Gattung wird der eine Radsatz eines Fahrzeuges auf einem festen Zwischenboden aufgenommen. Der andere Radsatz ist dagegen an der schwenkbaren Auffahrtrampe abgestützt, so dass das Fahrzeug beim Hochschwenken der Auffahrtrampe mit angehoben werden muss. Die Auffahrtrampe muss daher entsprechend stabil ausgelegt werden und weist folglich ein erhebliches Gewicht auf. Das hat weiter zur Folge, dass die zur Verschwenkung der Auffahrtrampe vorgesehenen Hubvorrichtungen, beispielsweise hydraulische Zylinderkolben-Einheiten, entsprechend kräftig ausgelegt sein müssen. Dies alles führt hinsichtlich Platzbedarf und Kosten zu erheblichem Aufwand.
Bei einer andern bekannten mehretagigen Garage (DE-OS Nr. 1904952) ist der bewegliche Teil der Auffahrtrampe als Torabschluss für den oberen Teil der Garage vorgesehen, er kann zu diesem Zweck schräg gegen die Aussenkante des Garagendachs angestellt werden. Die Auffahrtrampe, die hiebei im übrigen verhältnismässig lang ausgelegt werden muss, ist-obwohl durch aufwendige Seilzüge für Gegengewichte im Gleichgewicht gehalten - verhältnismässig schwer zu handhaben. Es kommt hinzu, dass, je höher die Stabilität in der Gleichgewichtslage sein soll, um so geringer die Lagestabilität in den Endpunkten ist. Beispielsweise kann die Auffahrtrampe, wenn besondere Feststellvorrichtungen fehlen, selbst durch einen Windstoss angehoben werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine zweietagige Garage der eingangs beschriebenen Gattung anzugeben, die sich kostengünstig ausführen lässt und bei der die Auffahrtrampe sich in einfacher Weise und ohne zusätzliche Antriebskräfte von Hand verschwenken lässt und in ihrem Bewegungsendpunkten eindeutig und stabil festliegt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einer zweietagigen Garage der erläuterten Gattung gelöst, die gekennzeichnet ist durch federbelastete Hebelarme, die einerseits um horizontale Achsen schwenkbar an den Garagenseitenwänden gelagert sind und die anderseits seitlich an dem sich im Inneren der Garage erstreckenden Innenteil der Auffahrtrampe angelenkt sind, wobei die die Hebelarme belastenden Federn bei Absenken der Auffahrtrampe spannbar sind.
Dies lässt sich auf unterschiedliche Weise verwirklichen. So ist eine erste vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme als knieförmige Schwingarme ausgebildet und mit je einem äusseren Drehgelenk am Innenteil der Auffahrtrampe angelenkt sind, dass die Schwingarme etwa an ihrem Knie an ortsfesten Standgelenken der Garage gelagert sind und dass an den inneren Armen der Schwingarme unterhalb der Standgelenke ortsfest gehaltene Zugfedern angreifen. Besonders vorteilhaft ist die Möglichkeit, bei einer Ausführungsform, bei der der ausserhalb der Garage befindliche Teil der Auffahrtrampe als nach oben abklappbares Garagentor für den oberen Abstellplatz ausgebildet ist, dieses nach oben abklappbare Garagentor zugleich mit der Auffahrtrampe zu betätigen.
Dazu lehrt die Erfindung, dass die Drehgelenke der Schwingarme an einer oberhalb der Auffahrtrampe errichteten Konsole vorgesehen sind und dass die bezüglich der Drehgelenke äusseren Arme der Schwingarme an der den Drehgelenken abgewendeten Seiten eine Abkröpfung aufweisen, an welcher Zugfedern angreifen, die mit dem abklappbaren äusseren Teil der Auffahrtrampe verbunden sind.
Weiter empfiehlt es sich, die Standgelenke der Schwingarme mit einem Längenausgleich in Form einer Schiebeführung für die zugeordneten Lagerzapfen zu versehen.
Eine weitere, zu bevorzugende Ausführungsform einer erfindungsgemässen Garage ist dadurch gekennzeichnet, dass die Hebelarme aus knickfesten Druckfedern bestehen, die einerseits in der Nähe der Auffahrtrampen-Gelenke am Innenteil der Auffahrtrampe angelenkt und anderseits unterhalb der Auffahrtrampen-Gelenke nach aussen versetzt an ortsfesten Standgelenken gelagert sind.
In jedem Fall empfiehlt es sich, den Schwenkbereich des Innenteiles der Auffahrtrampe nach oben und unten durch ortsfeste seitliche Anschläge zu begrenzen. Die Federn am Aussen- bzw. Innenteil der Auffahrtrampe werden vorteilhafterweise so eingestellt bzw. vorgespannt, dass erst durch das Hebelmoment des teilweise oder ganz ausgeschwenkten Aussenteils die Federkraft des Innenteiles mehr als ausgeglichen wird.
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Die durch die Erfindung erreichten Vorteile bestehen vor allem darin, dass auf Grund der erfindungsgemässen Feder-Getriebe-Anordnung die Möglichkeit geschaffen wird, die Auffahrtrampe, gegebenenfalls zusammen mit den Garagentoren, in allen Stellungen mit geringstem Kraftaufwand zu betätigen. Das erläuterte System lässt sich im übrigen auch bei Garagentoren, Auffahrtrampen u. dgl. mit Vorteil einsetzen, die durch Federgewicht ausgeglichen sind. Von besonderem Vorteil ist die erläuterte gleichzeitige und selbsttätige Betätigung von Auffahrtrampe und oberem Garagentor. Die Zugfedern zur Betätigung des Garagentores werden dabei auf Grund ihres exzentrischen Angriffes an den Abkröpfungen beim Verschwenken der Auffahrtrampe in die Auffahrtstellung selbsttätig vorgespannt.
Nachfolgend wird die Erfindung an Hand von lediglich Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen die Fig. 1 bis 3 eine erste Ausführungsform einer zweietagigen Garage in verschiedenen Funktionsstellungen und die Fig. 4 bis 6 eine den Fig. 1 bis 3 entsprechende Darstellung einer andern Ausführungsform.
Man erkennt in den Figuren zunächst ein zweietagiges Garagengebäude--101--mit einer Einfahr- öffnung --102-- und einem Zwischenboden--103--. Am Zwischenboden --103-- ist mittels Gelenken--104--
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einen Aussenteil --109-- unterteilt. Die Schwenkbewegung der Auffahrtrampe --105-- ist durch ortsfeste Anschläge--110 und 111-- begrenzt.
Bei dem in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt die Verschwenkung der auffahrtrampe --105-- mit Schwingarmen --115--, die knie-bzw. winkelhebel-förmig ausgebildet sind. Die äusseren Arme--113--der Schwingarme-115-sind über Drehgelenke --112-- mit Konsolen --117-- des Innenteiles --108-- der Auffahrtrampe --105-- verbunden.
An die bezüglich der Drehgelenke --112-gegenüberliegenden inneren Arme-114-- greifen ortsfest unterhalb der Stangengelenke--116--befestigte Zugfedern --118-- an. Die äusseren Arme--113--weisen an der den Drehgelenken --112-- abgewendeten Seite eine rechteckige Abkröpfung --120-- auf, an der Zugfedern --119-- verankert sind, die mit dem ein nach oben aufklappbares Garagentor bildenden Aussenteil --109-- der Auffahrtrampe --105-- verbunden sind.
Diese Gewichtsausgleichs-Vorrichtung für die Auffahrtrampe-105-- arbeitet folgendermassen : In der in Fig. 1 dargestellten Stellung sind die Zugfedern --118-- nur wenig vorgespannt, ihre Kraft Sl wirkt jedoch am inneren Arm-114-- auf einen grossen Hebelarm xl und überträgt somit über die seitlich an den Garagenwänden fest eingebauten Bolzen der Standgelenke --116-- die Kraft Kl am Gelenk --112--, die ihrerseits am Hebelarm U1 des Rampen-Innenteils --108-- wirkt.
In der in Fig. 3 dargestellten gestreckten Lage der Rampe --105-- ist die Feder --118-- zwar ganz ausgestreckt, so dass sie eine verhältnismässig grosse Kraft S2 ausübt, diese wirkt nun jedoch nur unter einem kleinen Hebelarm x2, so dass sich die Erhöhung der Federkraft - infolge Vergrösserung des Federweges - mit der Verkleinerung des Hebelarmes kompensiert und somit das wirksame Federmoment am Rampen-Innenteil --108-- in der erwünschten Weise kleiner ist.
Durch die beschriebene Vorrichtung werden die Nachteile des hier bei einfacher Anhängung von Zugfedern benötigten langen Federspieles in einfacher Weise behoben und damit eine Anwendung von Zugfedern erst ermöglicht. Eine der Hauptforderungen, die an einen Gewichtsausgleich zu stellen sind, wird damit erfüllt-u. zw. derart, dass der Rampen-Aussenteil --109-- nicht unter seinem Eigengewicht nach unten kippen kann. Eine gewisse, von Hand auszuübende Kraft in Richtung zum Boden ist in jeder Stellung notwendig, so dass eine sichere Handhabung gewährleistet ist. Da Innenteil --108-- und Aussenteil --109-- der Auffahrtampe --105-- insbesondere in ausgestreckter Lage (vgl. Fig. 3) stets nach unten drücken, ist auch ein sicheres Befahren gewährleistet.
Vorteilhaft ist dabei, dass die Auffahrtrampe - sich in allen andern als den in den Fig. 4 bis 6 mit a, b und e bezeichneten Stellungen nahezu neutral verhält, d. h. eine indifferente Lage einnimmt.
Die Fig. 4 bis 6 zeigen eine andere Ausführungsform, die mit Druckfedern --121-- arbeitet. Die Druckfedern --121-- sind an Anlenkpunkten --122-- nahe den Gelenken-104-der Auffahrtrampe-105- an diese angeschlossen, während ihre ortsfesten Gelenke --116-- vom Rampenanschluss, d. h. den Gelenken - -104--, nach aussen versetzt sind. Im übrigen sind die Druckfedern --121-- so angeordnet, dass ihr
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4Druckfedern in den Stellungen a und b mehr ausdehnen, als in den Stellungen c bis e. Dies bedingt eine von der Senkrechten zum Rampen-Innenteil --108-- abweichende Anordnung der Druckfedern --121--, damit der Hebelarm tl sich entsprechend stark zu t2 ändert.
Die Druckfedern --121-- müssen demzufolge eine Führung haben, die ein Knicken verhindert.
Bei beiden dargestellten und vorstehend erläuterten Ausführungsformen wird die Auffahrtrampe
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wenig von Po nach ? i abgeschwenkt. Dadurch wird das Gewichtsmoment so vergrössert, dass es die Federkraft übersteigt. Danach kann die gesamte Auffahrtrampe --105-- langsam nach unten abgeschwenkt werden, wobei eine progressive Momentzunahme des Rampengewichtes durch Abschwenken des Rampen- Aussenteiles --109-- (unter Wirkung der Zug- bzw. Druckfeder) so ausgeglichen wird, dass immer eine gewisse nach unten gerichtete Handkraft notwendig ist. Was bedeutet, dass die Auffahrtrampe --105-- sich schon bei geringem Anstoss von allein wieder nach oben anheben würde, wenn nicht Reibungskräfte zu überwinden wären.
Von der beschriebenen Zwischenlage bis zur vollen Ausstreckung der Auffahrtrampe --105-- ist zunächst eine nach unten gerichtete Handkraft P2 notwendig (vgl. Stellung c in Fig. 6), bis der Rampen-Aussenteil --109-- bei Überschreiten seiner neutralen Lage (zwischen den Stellungen c und d) sich von allein absenkt und die Stellung e erreicht.
Die Auffahrtrampe --105-- wird dadurch geschlossen, dass das Rampen-Aussenteil --109-- aus der Stellung e in die Stellung c angehoben wird. Aus dieser Stellung schwenkt die Auffahrtrampe --105-automatisch weiter bis zum Anschlag --110-- bzw. zur Frontpartie des Garagengebäudes --101--.
Im übrigen zeigen die Figuren, dass unterhalb der Auffahrtrampe --105-- seitliche Führungsschienen für Rollen eines Garagentores für den unteren Abstellplatz angeordnet sind, wobei dieses Garagentor aus einem oberen und einem unteren Teil besteht, die mittels Scharniergelenken miteinander verbunden sind.
Der obere Teil dieses unteren Garagentores ist ausserdem in bei Garagentoren üblicher Weise mittels Gelenkkonsolen (Lenker) geführt, die ihrerseits mit dem unteren Teil des Garagentores fest verbunden sind. Damit wird erreicht, dass bei heruntergeschwenkter Auffahrtrampe --105-- der untere Teil des Garagentores den unteren Abstellplatz automatisch verschliesst.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zweietagige Garage zum Abstellen zweier Fahrzeuge übereinander mit einem gegenüber der Einfahrt etwa um eine halbe Wagenhöhe vertieft angeordneten unteren Abstellplatz mit Auffahrt und einem aus einem festen Teil und einer zur Einfahrt hin abschwenkbaren Auffahrtrampe bestehenden oberen Abstellplatz, wobei der obere Abstellplatz als fester, das gesamte Fahrzeug abstützender Zwischenboden ausgebildet ist und die Schwenkachse der Auffahrtrampe hinter dem einfahrtseitigen Fahrzeugradsatz angeordnet ist, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h federbelastete Hebelarme (115,121), die einerseits um horizontale Achsen (116) schwenkbar an den Garagenseitenwänden gelagert sind und die anderseits seitlich an dem sich im Inneren der Garage (101) erstreckenden Innenteil (108) der Auffahrtrampe (105) angelenkt sind, wobei die die Hebelarme (115,
121) belastenden Federn (118,121) bei Absenken der Auffahrtrampe (105) spannbar sind.
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