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Die Erfindung betrifft ein Nadellager mit einem einteiligen Blechkäfig, der eine eingeschnürte Mittelzone und Stege aufweist, zwischen denen mehrere Nadeln unmittelbar nebeneinander angeordnet sind.
Nadellager sind vielfach vollrollig ausgebildet, d. h. die einzelnen Nadeln liegen käfiglos unmittelbar nebeneinander. Solche Lager haben zwar den Vorteil einer hohen radialen Belastbarkeit infolge der grösstmöglichen Nadelzahl, sie bereiten aber Schwierigkeiten bei der Montage, da kein Käfig od. dgl. vorhanden ist, der vormontiert werden könnte und die Nadeln beim Zusammenbau zusammenhält. Ausserdem besteht bei vollrolligen Lagern die Gefahr der Verschränkung der Nadeln bei bestimmten Belastungsfällen.
Es ist auch schon ein Nadellager bekanntgeworden, das einen einteiligen Blechkäfig mit eingeschnürter Mittelzone besitzt, wobei die Durchmesser der beiden Aussen- bzw. Randzonen und der Mittelzone so gewählt sind, dass die Randzonen radial ausserhalb und die Mittelzone radial innerhalb des dem Nadelteilkreis entsprechenden Zylinders liegen. Dadurch werden die Nadeln vom Käfig sowohl radial nach aussen als auch nach innen gehalten, um die Handhabung beim Einbau zu erleichtern. Da aber zwischen je zwei Nadeln ein Käfigsteg verläuft und die Stege aus Festigkeit-un Fertigungsgründen eine bestimmte Breite aufweisen müssen, ergibt sich gegenüber einem vollrolligen Lager eine wesentliche Verminderung der Nadelanzahl und damit auch der Belastbarkeit.
Es ist ferner bekannt, zwischen den Stegen des Blechkäfigs mehrere Nadeln unmittelbar nebeneinander anzuordnen (AT-PS Nr. 172840). Dabei müssen die Nadeln aber konische Enden aufweisen, die von den Randstreifen des Käfigs übergriffen werden. Dies ergibt nicht nur eine Kürzung der tragenden Nadellänge, sondern auch eine entsprechend komplizierte und Herstellungsschwierigkeiten bereitende Nadelform. Ausserdem ist die Führung der Nadeln in Achsrichtung nicht exakt. Ähnliches gilt hinsichtlich einer andern bekannten Ausführung (DE-PS Nr. 857300), bei der die Nadeln stirnseitige Zapfen tragen, mit denen sie vom Käfig, dessen Randzonen einen U-förmigen Querschnitt aufweisen, gehalten werden.
Auch das Andrehen solcher Zapfen ist vergleichsweise kompliziert und verteuert die Herstellung.
Schliesslich ist ein Lager bekanntgeworden (US-PS Nr. 3684337), bei dem für jede Nadel ein Käfigfenster vorgesehen ist, wobei die Nadeln in den Fenstern durch radial einwärts abgewinkelte Lappen gehalten werden. Nachteilig ist hiebei, dass nur wenige Nadeln zur Verfügung stehen, so dass das Lager nicht hoch belastet werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, alle diese Mängel zu beseitigen und ein Nadellager der eingangs geschilderten Art zu schaffen, das bei vergleichsweise einfacher Montierbarkeit eine erhöhte Tragfähigkeit aufweist und sich durch eine gute Nadelführung auszeichnet.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass jeweils kurze und lange Nadeln nebeneinanderliegen, von denen die langen Nadeln mit ihren die kurzen Nadeln überragenden Enden in Käfigausschnitte eingreifen, wobei im Bereich der Stirnseiten der kurzen Nadeln in an sich bekannter Weise radial einwärts abgewinkelte Lappen vorgesehen sind, die die benachbarten Nadeln in den Ausschnitten halten.
Es ergibt sich also ein Lager mit verhältnismässig vielen Nadeln genügender Länge, wobei die Nadeln einfach herstellbar sind. Da die langen Nadeln in die Käfigausschnitte eingreifen und von den Lappen zwischen den Ausschnitten in diesen gehalten werden, treten bei der Montage keinerlei Schwierigkeiten auf, wobei die Seitenkanten der Käfigausschnitte das Herausfallen der langen Nadeln nach aussen und die abgewinkelten Lappen des Lösen der Nadeln nach innen verhindern. Die zwischen den langen Nadeln liegenden kurzen Nadeln können nicht radial einwärts durchfallen, weil sich der Spalt zwischen den langen Nadeln bzw. zwischen der jeweils letzten langen Nadel und dem Steg in dieser Richtung verengt.
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lange Nadel, in den Käfigausschnitten sicher geführt ist.
Somit verbindet das erfindungsgemässe Lager nahezu die Vorteile des vollrolligen Nadellagers mit den bekannten Käfignadellagern, ohne aber die jeweiligen Mängel in Kauf nehmen zu müssen, wobei durch den Käfig auch axiale Kräfte übertragen werden können.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 einen gefüllten Käfig im achsnormalen Schnitt, Fig. 2 im Axialschnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und Fig. 3 in Abwicklung bei Draufsicht in Richtung des Pfeiles III der Fig. 1.
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Das Nadellager besitzt einen einteiligen Blechkäfig --1--, der eine eingeschnürte Mittelzone--2-- (Fig. 2) und radial einwärts abgewinkelte Randflansche --3-- aufweist. Der Käfig-l-besitzt nur drei Stege --4--, zwischen denen jeweils insgesamt sieben abwechselnd kurze und lange Nadeln --5, 6-unmittelbar nebeneinander angeordnet sind. Die langen Nadeln --6-- greifen mit ihren Enden in Ausschnitte --7-- der Käfigrandzonen ein, wobei zwischen diesen Käfigausschnitten --7-- im Bereich der Stirnseiten der kurzen Nadeln radial einwärts abgewinkelte Lappen --8-- vorgesehen sind, die die jeweils benachbarten langen Nadeln --6-- in den Käfigausschnitten--7--halten.