<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft einen Selchkessel, insbesondere zum Räuchern von Fleisch, mit in den Kesselraum einbringbaren Auflagerosten für das Selchgut. Bei Einrichtungen dieser Art wurde es bekannt, die Roste auf einem Rahmengestell anzuordnen, das in den Kesselraum eingebracht werden kann. Die Roste sind bei der bekannten Ausführung in das Rahmengestell eingehängt. Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist, dass zur Aufnahme der Roste ein gesondertes Rahmengestell vorgesehen werden muss, das vor allem bei der Lagerung einen relativ höheren Raumbedarf hat. Darüber hinaus muss selbstverständlich für den Fall, in welchem nur ein einziger Rost für das zu selchende Gut erforderlich ist, das ganze Rahmengestell in den Kesselinnenraum eingebracht werden. Damit ist die bekannte Selcheinrichtung nur ungenügend an den jeweiligen Bedarf anpassbar.
Dazu kommt noch, dass das Selchgerüst gereinigt werden muss, unabhängig davon, ob nur ein Rost belegt wird oder deren mehrere, etwa, wie in der US-PS Nr. 2, 842, 043 geoffenbart, drei Roste vorgesehen werden.
Diese Nachteile können jedoch vermieden werden, wenn gemäss der Erfindung im Innern des Selchkessels mit der Wandung verbundene Konsolen zur Stützung der Auflageroste angeordnet sind, wobei diese Konsolen in mehreren Etagen angeordnet sind und der Kesselinnenraum durch einen gegebenenfalls als Pfanne ausgebildeten Deckel verschliessbar ist. Durch die erfindungsgemässe Ausgestaltung des Selchkessels gelingt es, dem jeweiligen Bedarf entsprechend den Selchkessel innen mit Rosten zu versehen. Die Roste bestehen bevorzugt aus Holz und lagern auf Ringen, die ihrerseits unmittelbar auf den Konsolen lagern.
Wird der Kessel mit einem Deckel in Form einer Pfanne abgedeckt, so ist es möglich, das Gerät, das zum Selchen verwendet wird, auch für andere Zwecke als das Selchen, etwa zum Erhitzen von Wasser, Zubereitung von Würsten oder auch zum Auslassen von Speck zu verwenden. Solcherart wird daher ein Selchkessel geschaffen, der für Hausschlachtungszwecke optimal ausnutzbar ist.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigt Fig. 1 einen erfindungsgemässen Selchkessel zur Hälfte in Ansicht und zur Hälfte im Schnitt, Fig. 2 eine der Fig. 1 zugeordnete Seitenansicht, Fig. 3 eine Draufsicht auf den erfindungsgemässen Selchkessel, Fig. 4 eine Draufsicht auf einen mit Roststäben versehenen Ring zur Auflage des Selchgutes, Fig. 5 in Draufsicht den Abschlussdeckel, Fig. 6 eine Aschenlade in Seitenansicht, Fig. 7 den der Fig. 6 zugeordneten Seitenriss und Fig. 8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII in Fig. 5.
In den Zeichnungen ist mit --1-- der Selchkesselinnenraum bezeichnet, der von einer Wandung --4-- umschlossen ist. Die Wandung --4-- ist hiebei in mehreren Etagen A, B, C mit Konsolen --5-- versehen, auf welchen der Rost --2-- abgestützt ist. Der Rost --2-- besteht hiebei aus einzelnen Roststäben --6--, die auf einem Ring --7-- aufliegen, der seinerseits auf den Konsolen --5-- liegt. Mit --8-- ist die Aschenlade bezeichnet, in welche Hartholz-Sägespäne zur Erzeugung des beim Selchen erforderlichen Rauches eingeführt werden. Zur Erzielung eines kalten Selchvorganges werden die in die Aschenlade --8-- eingefüllten Hartholzsägespäne langsam verglimmen gelassen, ohne dass eine Hitze entsteht.
Dadurch wird das Selchgut, das auf den Rosten --2-- bzw. den Roststäben --6-- lagert, durch den entstehenden Rauch geselcht. Dadurch, dass keine grosse Hitze entsteht, bleibt das Selchgut saftig. Das Fett tropft kaum ab und das Selchgut bekommt eine helle Selchfarbe. Geselcht können hiebei neben allen Fleischsorten auch Würste, Fische und auch Geflügel werden. Die Roststäbe bestehen aus Holz, das sich für den Selchvorgang als besonders geeignet erwiesen hat, da es unter dem Einfluss des entstehenden Rauches nicht korrodiert. Für einen Selchvorgang sind mehrere Füllungen der Aschenlade --8-- erforderlich.
Günstig ist es, wenn die schweren Fleischstücke auf jenem Rost abgelegt werden, der der Aschenlade --8-- am nächsten liegt. Die leichteren Stücke werden dann auf den der oberen Öffnung des Selchkessels --1-- nähergelegenen Rosten abgelegt. Zum Selchen wird der Selchkessel mit dem in Fig. 5 gezeigten Deckel--9-- verschlossen.
Wird ein (nicht gesondert dargestellter) als Pfanne ausgebildeter Deckel verwendet, so kann derselbe Selchkessel, der zum Selchen verwendet wird, auch zum Erhitzen von Wasser, zum Auslassen von Speck, sowie zum Kochen von Blut-, Presswurst u. dgl. verwendet werden. Hiefür werden die Ringe --7-- und auch die Roste --2-- aus dem Selchkesselinnenraum entfernt. Oberhalb der Aschenlade --8-- ist ein Rost --10- für feste Brennstoffe angeordnet. Auf dem Rost --10-- lagern hiebei die festen Brennstoffe, wenn der Selchkessel nicht zum Selchen eingesetzt wird. Die Aschenlade --8-- und der Rost --10-- sind grösser als bei üblichen Selchkesseln.
Es hat sich gezeigt, dass ein Selchkessel, der einen Durchmesser von zirka 600 mm und eine Höhe von 770 mm besitzt, eine Kapazität von zirka 25 bis 30 kg Fleisch in zirka 50 h besitzt, d. h. nach 50 h Selchzeit sind 25 bis 30 kg Fleisch fertiggeselcht.