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Die Erfindung bezieht sich auf ein Ventil für insbesondere weiche Verpackungsbehälter, mit einem Flansch zum Verbinden mit dem Verpackungsbehälter sowie einem Ventilsitz, dessen zugeordnete Durchtrittsöffnung mit dem Inneren des Behälters verbunden ist und auf den ein elastisches Absperrorgan aufliegt, das von einem gelochten Deckel gegen den Ventilsitz gehalten ist.
Es sind bereits einseitig wirkende Ventile zum Ansetzen beispielsweise an weiche Behälter bekannt, welche das Ausströmen der sich im Behälter bildenden Gase erlauben, wenn deren Druck den Betätigungsdruck für das Ventil übersteigt. Diese Ventile eignen sich jedoch auf Grund ihrer Beschaffenheit nicht zur Verwendung an Behältern, in welchen das Erzeugnis unter besonderen Atmosphären, beispielsweise Stickstoff, gehalten werden muss, weil diese Ventile kein Einleiten solcher Gase in den Behälter erlauben.
Zweck der Erfindung ist die Schaffung eines Ventils, welches das Ableiten der Luft aus dem geschlossenen Behälter und die nachfolgende Einleitung eines andern Gases in den Behälter gestattet.
Dabei soll das Ventil geschlossen bleiben, wenn zwischen dem Gas im Inneren und der Aussenluft ein Druckausgleich besteht.
Erfindungsgemäss wird dies im wesentlichen dadurch erreicht, dass gegenüberliegend dem Ventilsitz samt Absperrorgan und Deckel ein zweiter Ventilsitz mit Absperrorgan und Deckel angeordnet ist, wobei der Deckel dem Behälterinneren zugewendet ist und die dem Ventilsitz zugeordnete Durchtrittsöffnung nach aussen führt.
Bei einer besonders zweckmässigen Ausführungsform der Erfindung sind beide Deckel in zwei Stellungen am Gehäuse verrastbar, wobei in der einen Stellung die elastischen Absperrorgane fest gegen die Ventilsitze gehalten sind. Dabei sind vorteilhaft die Deckel gegenüberliegend den Ventilsitzen mit ringförmigen Erhöhungen versehen.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher beschrieben, in denen ein bevorzugtes Ausbildungsbeispiel dargestellt ist. Dabei zeigt Fig. 1 einen Axialschnitt eines erfindungsgemässen Ventils vor dessen Schliessen, Fig. 2 ebenfalls im Axialschnitt das Ventil geschlossen und Fig. 3 im Schnitt einen weichen Behälter (Beutel), der mit einem Ventil gemäss den Fig. 1 und 2 versehen ist.
In den Zeichnungen ist mit --1-- ein Beutel bzw. ein weicher Behälter bezeichnet, welcher beispielsweise aus zwei Bogen--2, 3--aus heissverschweissbarem Werkstoff besteht. Dieser Werkstoff kann beispielsweise eine Folie aus mehreren Schichten aufweisen, deren eine, mittlere, aus Aluminium bestehen kann. Die andern Schichten können Kunststoff, beispielsweise Polyäthylen, Polypropylen, Polyester oder auch Papier usw. sein. Die Innenschicht besteht vorzugsweise aus Polypropylen oder Polyäthylen.
Die beiden Bogen --2, 3-- sind gemäss dem dargestellten Beispiel an drei Seiten --4, 5-- (eine ist aus der Figur nicht ersichtlich) verschweisst und nach Einfüllen des Produktes, beispielsweise Reibkäse, wird auch die vierte Seite --6-- verschweisst. An einem der Bogen wird eine Öffnung-10-ausge- schnitten, längs deren Umfang ein Ventil --7-- angeschweisst wird.
Das Ventil besitzt ein Gehäuse --8-- aus thermoplastischem Material, beispielsweise Polypropylen oder Polyäthylen, versehen mit einem Flansch --9--, der zwischen den beiden Enden dieses Körpers angeordnet
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Das Gehäuse --8-- weist an der Aussenseite an beiden Seiten des Flansches --9-- eine Anzahl ringförmiger Vorsprünge --12-- auf, welche mit Vertiefungen --13-- abwechseln. Weiters besitzt das Gehäuse --8-- zwei Ausnehmungen --14, 15--, welche einander gleich und zur Flanschebene --9-symmetrisch sind und nicht miteinander in Verbindung stehen. Jede dieser Ausnehmungen ist mit einer Durchtrittsöffnung-16, 17-verbunden. Die Mündungen dieser Durchtrittsöffnungen sind an entgegengesetzten Seiten des Flansches --9-- angeordnet.
Wenn daher mit --A-- der Innenraum des Beutels bezeichnet ist und mit --B-- der Aussenraum, befindet sich die Ausnehmung --14-- im Raum --A-und ist mit dem Raum --B-- über die Durchtrittsöffnung --17-- verbunden ; das Gegenteil geschieht hinsichtlich der Ausnehmung --15--.
Gegen die beiden Aussenseiten des Körpers --8-- liegt je ein Absperrorgan --18, 19-- aus Weichgummi an, das leicht verformbar ist. Jedes Absperrorgan --18, 19-- ist in einer Kammer --20, 21-untergebracht, welche durch das Gehäuse --8-- und je einen Deckel --22, 23-- aus thermoplastischem Material, vorzugsweise Polypropylen, gebildet wird.
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Die Deckel --22, 23-- weisen Ränder --24, 25-- auf, deren Innenseite mit ringförmigen Vorsprüngen - versehen sind, welche mit ringförmigen Vertiefungen --27-- abwechseln. Die Vorsprünge --26-- und die Vertiefungen --27-- wirken mit den Vorsprüngen --12-- und Vertiefungen --13-- des Gehäuses zusammen.
In der aus Fig. 1 ersichtlichen Lage der Deckel --22, 23-- sind sie mit dem Gehäuse --8-- derart verbunden, dass jeweils ein Vorsprung und eine Vertiefung desselben mit einer Vertiefung und einem Vorsprung des Gehäuses --8-- zum Eingriff kommen : Der Eingriff erfolgt durch Schnappverbindung, wenn auf die Deckel --22, 23-- ein gewisser Druck ausgeübt wird, wobei die dehnbare Verformbarkeit der Teile ausgenutzt wird. In dieser Lage beaufschlagt ein zentraler, konischer Stössel --28-- der Deckel --22, 23-- die Absperrorgane --18, 19--, so dass die letzteren unter einem gewissen Druck an den entsprechenden Enden des Gehäuses --8-- anliegen.
Jeder der Deckel --22, 23-- weist ferner einen Durchlass --30-- auf, welcher die entsprechende Kammer --20, 21-- jeweils mit der Aussenluft --B-- und dem Innenraum --A-- verbindet. Um jeden konischen Stössel --28-- ist eine ringförmige Erhöhung --31-- dreieckigen Querschnittes und kleinerer Höhe als der konische Stössel --28-- sowie grösseren Durchmessers als die Ausnehmungen --14, 15-vorgesehen.
Wenn die Deckel --22, 23-- entsprechend Fig. 2 so weit gedrückt werden, bis die gegenseitige Verbindung mit sämtlichen Vorsprüngen und sämtlichen Vertiefungen erfolgt und die innere Stufe --32-mit den Endflächen des Gehäuses --8-- in Berührung kommt, dringt die ringförmige Erhöhung --31-- in das Absperrorgan --18-- ein und es kommt dieselbe zur Anlage an den Aussenseiten des Gehäuses --8--.
In der in Fig. l gezeigten Stellung wirkt das Ventil-l-zweiseitig ; es ist in der Lage, den Durchfluss von Medien von --A nach B-und umgekehrt zu bewirken, wenn ein Druckunterschied besteht.
In der Stellung nach Fig. 2 ist das Ventil völlig geschlossen, ohne dass ein gegenseitiger Austausch erfolgen kann.
In der Stellung nach Fig. 1 ist nämlich, im Fall dass im Aussenraum --B-- ein Unterdruck besteht, das Absperrorgan --19-- vom Umfang der Ausnehmung --15-- abgehoben und die Medien können daher nach aussen entweichen, indem sie dem Verlauf der Pfeile --X-- folgen. Wenn im Raum --A-- der erwünschte Grad an Vakuum erreicht worden ist, wird in den Raum --B-- ein Gas eingelassen, beispielsweise ein inertes Gas ; das Absperrorgan --18-- hebt sich vom Rand der Öffnung --14-- ab und dieses Gas gelangt dann in den Raum --A--, indem es der Strömungsrichtung der Pfeile--Y--folgt. Nach Beendigung des Einfüllvorganges des Gases in den Raum --A-- werden die beiden Deckel --22, 23-- in die Lage nach Fig. 2 gebracht, u. zw. unter Ausübung eines Druckes in Pfeilrichtung --M--.
Das Ventil ist damit geschlossen, ohne dass ein Austausch zwischen den beiden Räumen stattfinden kann.
Obwohl nur ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben worden ist, wird es dem Fachmann leichtfallen, auf Grund des Erfindungsgedankens zahlreiche Änderungen und Abwandlungen vorzunehmen, welche als in den Bereich der Erfindung fallend zu betrachten sind.