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Die Erfindung bezieht sich auf einen Fensterladen, mit einem aus Längs-und Querholmen zusammengesetzten, Lamellen tragenden, umlaufenden Rahmen, bei welchem jeder der Längs- und
Querholme aus einem Innenprofilstück und einem mit diesem verbundenen Aussenprofilstück besteht, wobei die Lamellen in Durchbrechungen der Innenprofilstücke der Längsholme eingesetzt sind, über diese
Innenprofilstücke nach aussen vorragen und an ihren Stirnrändern durch von nach innen gerichteten
Stegen gebildete Anschläge der im wesentlichen mit C-Profil ausgebildeten Aussenprofilstück gehalten sind.
Fensterläden bilden bekanntlich in der Schliess stellung einen vollkommenen Durchsicht- und einen hochgradigen Lichtschutz und bieten zugleich eine gute Sicherheit gegen Einbruch. Die bisher bekannten
Konstruktionen bestehen aber zumeist aus Holz und haben den Nachteil, dass das Holz Witterungseinflüssen unterworfen ist und in Abhängigkeit vom Feuchtigkeitsgehalt quillt bzw. schwindet, so dass der
Fensterladen zumindest von Zeit zu Zeit gestrichen und häufig sogar nachgearbeitet werden muss, um
Schäden am Fensterladen zu verhindern. Darüberhinaus ist, insbesondere bei grossen Fensterabmessungen, das Gewicht eines hölzenen Fensterladens beträchtlich, was nicht nur beim Transport und bei der Montage
Schwierigkeiten verursacht, sondern auch die Handhabung erschwert, wenn nicht Hebelgestänge od. dgl. verwendet werden, was wieder den Aufwand erhöht.
Aus der FR-PS Nr. 2. 178. 795 ist ein Fensterladen der eingangs geschilderten Art bekanntgeworden, bei dem die einzelnen Bauteile des Fensterladens aus Kunststoff bestehen und jeder Schenkel des
Aussenprofilstückes eine T-förmige Nut hat, in die das mit T-Querschnitt ausgebildete Innenprofilstück eingesetzt ist. Diese Ausbildung ist aufwendig sowohl in der Herstellung als auch im Materialverbrauch und bedingt daher ein hohes Gewicht des Rahmens. Ferner ergibt diese Ausbildung den Nachteil, dass die
Montage, d. h. das Einstecken des Innenprofilstückes in das Aussenprofilstück, nur in Längsrichtung der
T-Nuten des Aussenprofilstückes erfolgen kann, da anders das Innenprofilstück nicht in das Aussenprofilstück hineinzubringen ist.
Dies bedingt wieder, dass zuerst die Lamellen in die Durchbrechungen des
Innenprofilstückes eingesteckt werden müssen, worauf dieses zusammen mit den Lamellen in die T-Nuten der beiden vertikal verlaufenden Rahmenstücke eingesetzt wird. Erst hierauf können die horizontal verlaufenden Rahmenstücke mit den vertikal verlaufenden Rahmenstücken verbunden werden. Da letztere
Verbindung im allgemeinen nach der Montage nicht mehr lösbar ist, zumindest nicht ohne einen erheblichen Aufwand, bedeutet dies, dass bei jeder Reparatur der Lamellen die gesamte Fensterladenkonstruktion mühsam auseinandergenommen werden muss, um nur eine einzige Lamelle auswechseln zu können.
Ferner hat bei der erwähnten bekannten Konstruktion jede Lamelle einen geschlossenen Kastenquerschnitt, an den gekrümmte Fortsätze angesetzt sind, die eine Halterung für ein Verbindungsstück bilden, das in eine Schwalbenschwanznut der benachbarten Lamelle eingeschoben wird. Dadurch lassen sich die Spalte zwischen benachbarten Lamellen schliessen, jedoch mit einem erheblichen Materialaufwand, so dass eine solche Konstruktion ein hohes Gewicht aufweist und teuer ist. Dazu kommt noch, dass die Durchbrechungen des Innenprofilstückes fast dessen gesamte Fläche einnehmen, so dass das Innenprofilstück sehr stark geschwächt wird.
Die Erfindung setzt sich zur Aufgabe, diese Nachteile zu vermeiden und einen Fensterladen der eingangs geschilderten Art so zu verbessern, dass seine Wartung vereinfacht, die Lebensdauer erhöht, das Gewicht verringert und die Montage sowie Demontage, z. B. zu Reparaturzwecken, erleichtert wird.
Die Erfindung löst diese Aufgabe im wesentlichen dadurch, dass der Rahmen und die Lamellen in an sich bekannter Weise aus Leichtmetall, insbesondere Aluminium bestehen, dass jedes Innenprofilstück durch an ihm angeformte Nasen, die nach innen gerichtete Vorsprünge der Schenkel des C-Profils des Aussenprofilstückes federnd hintergreifen, gehalten ist, und dass die Lamellen in an sich bekannter Weise C-Profil haben und mit ihren Enden in C-förmige Durchbrechungen des Innenprofilstückes eingesetzt sind, wobei das C-Profil der Lamellen konstante Stärke hat und mit der Öffnung nach unten gerichtet ist. Dadurch tritt eine wesentliche Materialeinsparung gegenüber der zuvor beschriebenen bekannten Konstruktion ein, die gerade bei Verwendung von Leichtmetall eine wesentliche Gewichtseinsparung mit sich bringt.
Auch die Herstellung der Profilstücke wird gegenüber der bekannten Konstruktion wesentlich erleichtert. Ferner wird der Vorteil erzielt, dass die Verbindung zwischen Innenprofilstück und Aussenprofilstück durch Überwindung der Federkraft der Nasen lösbar ist, ohne den Rahmen auseinandernehmen zu müssen. Die Montage des Rahmens kann zuerst erfolgen, worauf erst die Innenprofilstücke samt den Lamellen mit
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dem Rahmen verbunden zu werden brauchen. Ein späterer Ersatz bzw. Austausch der Lamellen ist daher wesentlich leichter möglich als bei der eingangs beschriebenen bekannten Konstruktion.
Die U-förmige Lamellenform bringt gegenüber der bekannten Konstruktion ebenfalls den Vorteil einer wesentlichen Gewichtsersparnis und schwächt den Querschnitt des Innenprofilstückes wesentlich weniger, so dass der Rahmen in seiner Gesamtheit beim Erfindungsgegenstand wesentlich steifer ist als bei der bekannten Konstruktion.
Aus der CH-PS Nr. 444447 ist die Verwendung von Leichtmetall bei einer Fensterladenkonstruktion bekanntgeworden, die jedoch einen andern Aufbau hat. Es besteht dort der Rahmen aus einem einstückigen Rechteckprofil, an welches ein Winkelschenkel angenietet ist, der seinerseits die von abgewinkelten Blechstücken gebildeten Lamellen trägt. Die Lamellen greifen in den Rahmen nicht ein. Ein Ersatz der Lamellen ist nur bei Zerstörung der Nietverbindung möglich, was einen wesentlichen Arbeitsaufwand bedeutet.
Im Vergleich zu hölzernen, massiven Fensterläden ergibt sich eine wesentliche Gewichtsverringerung und eine Erhöhung der Steifheit des Fensterladens, da sich bei der erfindungsgemässen Konstruktion die einzelnen Bauteile zur Erzielung einer hochgradigen Rahmensteifheit gegenseitig unterstützen. Auch das C-förmige Profil der Lamellen verleiht diesen eine grosse Steifheit, wobei die nach unten gerichtete Öffnung des Lamellenprofils verhindert, dass sich Regen, Schnee oder Staub in den Lamellen fangen können.
Jeglicher Anstrich kann beim Erfindungsgegenstand entfallen. Der erfindungsgemässe Fensterladen ist dennoch gänzlich oder fast wartungsfrei, wobei seine Lebensdauer fast unbegrenzt ist. Die Montage wird durch das geringe Gewicht erleichtert.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung stehen die Nasen von einer das Innenprofilstück bildenden Platte rechtwinkelig ab, die an der den Nasen abgewandten Seite eben ist. Dadurch ergibt sich eine ebene, leicht zu reinigende Innenfläche des Rahmens, wogegen bei der eingangs geschilderten bekannten Konstruktion an der Rahmeninnenseite eine Profilierung vorliegt, die einen Staubfänger bildet und schwer zu reinigen ist.
Fensterladenlamellen mit C-förmigem Profil sind an sich bekannt (CH-PS Nr. 337324). Dort liegt jedoch die Öffnung des C-Profils nach oben gerichtet.
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einen Vertikalschnitt durch den oberen Teil des Fensterladens, während Fig. 2 im Horizontalschnitt die
Anlenkung des Fensterladens am Stock zeigt. Fig. 3 zeigt die beiden Teile eines Holmes in auseinander- genommenem Zustand, jeweils im Querschnitt, während Fig. 4 das Profil einer Lamelle zeigt. Die Fig. 5 bzw.
6 zeigen, jeweils im Schnitt, das zur Anlenkung des Fensterladens verwendete Flügelband bzw.
Stockband.
Der Fensterladen besteht aus einem Rahmen --1--, der oben und unten je einen horizontal verlaufenden Querholm --2-- und links und rechts je einen vertikal verlaufenden Längsholm --3-- hat.
Jeder dieser Holme --2, 3-- besteht aus zwei Elementen, u. zw. einem Aussenprofilstück --4-- mit im wesentlichen C-Profil und einem in die Öffnung dieses C-Profils eingesetzten Innenprofilstück --5--. An den Ecken des Rahmens sind die Holme --1, 2-- auf Gehrung geschnitten und mit Eckverbindungsstücken bekannter Art zusammengefügt. Diese Verbindung kann mit einem Kleber und Stanzungen fixiert werden.
Jedes Aussenprofilstück --4-- (Fig.3) hat einen, die Aussenseite des Rahmens --1-- bildenden Boden --6-- und zwei seitliche Schenkel --7--, von denen Stege --8-- parallel zum Boden --6-- nach innen abstehen. Ferner stehen von den Schenkeln --7-- Vorsprünge --9-- nach innen ab. Jedes Innenprofil- stück --5-- besteht aus einer flachen Platte --10--, von der Nasen --11-- rechtwinkelig abstehen. Ferner hat jedes den vertikalen Längsholmen --3-- zugeordnete Innenprofilstück --5-- Ausstanzungen --12-- mit C-Profil, in die bei der Montage des Fensterladens die Lamellen --13-- eingesteckt werden, von denen jede ein dieser Ausstanzung --12-- entsprechendes C-Profil aufweist (Fig. 4).
Bei der Zusammenfügung des Aussenprofilstückes-4-mit dem Innenprofilstück --5-- greifen dessen Nasen --11-- in die Öffnung des C-Profils des Aussenprofilstückes --4-- ein, solange bis sie die Vorsprünge --9-- hintergreifen und hinter diese federnd einschnappen. Hiezu sind die Nasen --11-- an ihren Enden mit Klemmhaken versehen.
Bei der Fertigung werden zunächst die Profilstücke --4, 5-- und die Lamellen --13-- ausgestanzt, wobei zugleich die Formgebung der Profile erfolgt. Nach dem Ausstanzen bzw. Formen der Profile werden
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die Lamellen --13-- in die Ausstanzungen --12-- der vertikalen Innenprofilstücke --5-- eingeführt und die
Innenprofilstücke mit den Aussenprofilstücken --4-- zum --4-- zum Rahmen --1-- verbunden. Hiebei kommen die
Enden der Lamellen --13-- zur Anlage an die Stege --8-- des Aussenprofilstückes --4--, so dass die
Lamellen --13-- gegen seitliche Verschiebung gesichert sind.
Die Lamellen --13-- bzw. die sie aufnehmenden Ausstanzungen --12-- sind so angeordnet, dass die Öffnung des C-Profils jeder Lamelle - nach unten gerichtet ist und die Lamellen --13-- schräg stehen und sich gegenseitig etwas überlappen, so dass von der Aussenseite --14-- (Fig. 1) kein Einblick auf die Innenseite --15-- des
Fensters möglich ist und Schnee bzw. Regen von den Lamellen --13-- nach aussen ablaufen kann.
Der Fensterladen-l-wird durch ein Band-16- (Fig. 2) drehbar mit dem Stock --17-verbunden. Das Band --16-- besteht aus einem Flügelband --18-- (Fig.5) und einem Stockband --19-- (Fig. 6), welche ebenso wie die andern Bauteile des Fensterladens aus Leichtmetall, vorzugsweise Aluminium bestehen. Die Elemente --18, 19-- sind aus Stangenmaterial gebildet und miteinander durch einen Gelenkszapfen verbunden. Das Flügelband --18-- hat zwei zueinander normal angeordnete Schenkel --20, 21--, die an dem äusseren Schenkel --7-- des Aussenprofilstückes --4-- bzw. am Boden --6-desselben flächig anliegen und dort mit Nieten --22-- befestigt sind. Der Längsschenkel --23-- des Stockbandes --19-- kann der jeweiligen Spallettenhöhe entsprechend abgewinkelt bzw. abgelängt werden.
Dadurch ist das Band praktisch für jede Spallettenhöhe verwendbar und kann am Stock in beliebiger Weise, z. B. durch Schrauben befestigt werden.
Die Oberfläche der Leichtmetallelemente kann eloxiert, einbrennlackiert oder pulverbeschichtet werden, wodurch die Oberfläche nach Wunsch färbig gestaltet werden kann.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fensterladen, mit einem aus Längs-und Querholmen zusammengesetzten, Lamellen tragenden, umlaufenden Rahmen, bei welchem jeder der Längs-und Querholme aus einem Innenprofilstück und einem mit diesem verbundenen Aussenprofilstück besteht, wobei die Lamellen in Durchbrechungen der Innenprofilstücke der Längsholme eingesetzt sind, über diese Innenprofilstücke nach aussen vorragen und an ihren Stirnrändern durch von nach innen gerichteten Stegen gebildete Anschläge der im wesentlichen
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d u r c h g e k e n n z e i c h -net, dass der Rahmen (4,5) und die Lamellen (13) in an sich bekannter Weise aus Leichtmetall, insbesondere Aluminium bestehen, dass jedes Innenprofilstück (5) durch an ihm angeformte Nasen (11), die nach innen gerichtete Vorsprünge (9) der Schenkel (7)
des C-Profils des Aussenprofilstückes (4) federnd hintergreifen, gehalten ist, und dass die Lamellen (13) in an sich bekannter Weise C-Profil haben und mit ihren Enden in C-fdrmige Durchbrechungen (12) des Innenprofilstückes (5) eingesetzt sind, wobei das C-Profil der Lamellen (13) konstante Stärke hat und mit der Öffnung nach unten gerichtet ist.