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Die Erfindung betrifft ein pankratisches Objektiv, insbesondere ein Projektionsobjektiv mit einem aus zwei Linsen aufgebauten positiven Frontglied, welches der langen konjugierten Schnittweite des Objektivs zugekehrt ist, mit einem der kurzen konjugierten Schnittweite zugekehrten positiven Grundobjektiv und mit einem zwischen dem Frontglied und dem Grundobjektiv axial verschiebbaren, aus zwei Linsen aufgebauten negativen Glied.
Derartige Objektive sind bereits beispielsweise aus der DE-AS 1572709, aus der FR-PS Nr. 1. 415. 196, der AT-PS Nr. 252611 oder der AT-PS Nr. 261255 bekanntgeworden. Auch sind ähnliche Objektive - sieht man von geringfügigen Ausgleichsbewegungen zur Erreichung einer konstanten Bildlage ab, in der DE-AS 1086062 und im DE-GM Nr. 1819573 beschrieben.
Einige der angeführten Objektive haben ein für moderne Ansprüche zu geringes Öffnungsverhältnis, andere einen zu geringen Dehnungsfaktor D, worunter man das Verhältnis von maximaler zur minimaler Gesamtbrennweite des Systems versteht. Weiters kennzeichnen eine zu lange Minimalbrennweite diese Objektive oder aber die gewünschten Effekte werden durch einen relativ hohen Aufwand erreicht.
Durch die Erfindung soll ein Objektiv der eingangs genannten Art geschaffen werden, das hinsichtlich seiner Leistung die bekannten Objektive wesentlich übertrifft. Angestrebt wird ein Dehnungswert von etwa 2, ein Öffnungsverhältnis von 1 : 1, 1 sowie eine Minimalbrennweite von der Grösse der doppelten Bilddiagonale.
Diese Leistung soll mit nur neun Linsen erbracht werden, wobei das Frontglied als auch das verschiebbare Glied aus je zwei Linsen zusammengesetzt werden soll. Selbstverständlich soll trotz des geringen optischen Aufwands des Objektivs in allen Brennweiteneinstellungen völlig geebnet und verzeichnungsfrei bei durchgehend hohem Kontrast von der Bildmitte bis zum Rand abgebildet werden. Dieses Ziel wird erfin -
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glieds bezeichnet.
Anders als bei pankratischen Aufnahmeobjektiven mit grossem Brennweitenbereich ist bei pankratischen Projektionsobjektiven mit D-Werten bis etwa 2, 5 nicht nur das Grundobjektiv für den Kontrast des Bildes bestimmend. Da auch das Frontglied und das als Variator fungierende verschiebbare negative Glied bis nahe andenLinsenrandvon den die Abbildung des Achsenpunkts vermittelnden Strahlenbündeln durchsetzt werden, kommt die Brechkraftverteilung innerhalb der beiden den pankratischen Vorsatz bildenden Glieder eine er- hbhtebedeutungnichtfür einen über den gesamten Brennweitenbereich möglichst gleichmässigen Korrektionszustand des virtuellen Zwischenbildes zu, vielmehr soll dieses Zwischenglied selbst schon optimal korrigiert sein,
so dass durch das Grundobjektiv nur eine geringfügige Kompensation der Restfehler erforderlich ist. Das heisst, dass die Restfehler vor dem Grundobjektiv nicht nur über den gesamten Brennweitenbereich gleich gross sein sollen, sondern auch möglichst klein. Man kann dabei von der Annahme ausgehen, dass das
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gesWeitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich an Hand der Beschreibung des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels. Das positive Frontglied-l-ist aus einem der langen konjugierten Schnittweite zugekehrten Meniskus --L1-- und einer Bikonvexlinse-L-zusammengesetzt. Der negative Meniskus --L1-- sowie die stärker gekrümmte Fläche der Bikonvexlinse --L2-- sind konvex gegen die lange konjugierte Schnittweite.
Das verschiebbare Glied--II--ist aus einer Bikonkavlinse-Lg-und einem positiven Meniskus --L4-- zusammengesetzt, wobei die stärker gekrümmte Fläche der Bikonkavlinse-Ls--sowie der positive Me- niskus-L-konvex gegen das Frontglied-l-sind.
Das Grundobjektiv ist inbekannter Weise aus fünf Einzellinsen aufgebaut, derart, dass zwischen drei dem verschiebbaren Glied-II-benachbartenpositiv brechenden Linsen--L5 bis L7 -- und einer der kurzen konjugierten Schnittweite zugekehrten positiv brechenden Linse-Lg-eine negativ brechende Linse-L g- steht, deren Mittendicke die grösste aller im System aufscheinenden ist.
Daten für drei Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemässen Projektionsobjektivs sind in den Unteransprüchen 2,3 und 4 angegeben.
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