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Die Erfindung bezieht sich auf eine Schnelladeeinrichtung für Revolver, bei welcher die Patronen über ihre Ränder durch Rastvorsprünge in einer Ladetrommel festhaltbar und durch Federkraft in die
Kammern der Revolvertrommel einbringbar sind, wobei für das Einbringen der Patronen in die Kammern der Revolvertrommel eine zentrale Druckfeder vorgesehen ist, welche sich mit ihrem einen Ende an einem die Hinterenden der Patronen aufnehmenden Patronenteller und mit ihrem andern Ende an einem mit den Rastvorsprüngen starr verbundenen Drehgriff abstützt, und wobei die Rastvorsprünge durch Verdrehen in eine die Ränder der Patronen hintergreifende Stellung bringbar und in dieser Stellung gegenüber dem Patronenteller verriegelbar sind, nach Patent Nr. 344545.
Mit der Ausführung nach dem Stammpatent ist eine Schnelladeeinrichtung erzielt, mit welcher die Patronen zuverlässig in der Ladetrommel festgehalten werden, wobei es zufolge der zentralen Druckfeder möglich ist, die Schnelladeeinrichtung sehr schlank auszubilden, so dass sie auch bei solchen Revolvern angewendet werden kann, bei welchen die Trommel seitlich nur wenig herausklappbar ist. Ausserdem kann die Schnelladeeinrichtung nach dem Stammpatent bei allen handelsüblichen Revolvern ohne Veränderung der Griffe angewendet werden.
Die Ausbildung gemäss dem Stammpatent hat jedoch noch den Nachteil, dass zum Einbringen der Patronen in die Kammern der Revolvertrommel nach dem Lösen der Verriegelung die Rastvorsprünge durch Verdrehen des Drehgriffes in bezug auf den Patronenteller von den Rändern der Patronen wegbewegt werden müssen. Dazu ist es aber erforderlich, den Patronenteller oder die Revolvertrommel festzuhalten, da sonst die Klemmwirkung der Rastvorsprünge ein Freigeben der Patronenränder behindert, wodurch die Handhabung etwas umständlich ist.
Erfindungsgemäss wird der betreffende Nachteil dadurch vermieden, dass die Rastvorsprünge gegenüber dem Patronenteller in ihre die Ränder der Patronen hintergreifende Stellung entgegen einer Federkraft verdrehbar sind. Dadurch erfolgt das Einbringen der Patronen automatisch, da durch die Federkraft die Rastvorsprünge nach dem Lösen der Verriegelung von den Patronenrändern weggedreht und so die Patronen für das Einbringen in die Kammern der Revolvertrommel freigegeben werden. Es wird damit die Handhabung wesentlich vereinfacht.
Bei einer besonders einfachen Ausbildung des Erfindungsgegenstandes kann zur Ausübung der Federkraft beim Verdrehen der Rastvorsprünge die zentrale Druckfeder vorgesehen sein, welche hiezu mit ihrem einen Ende in den Patronenteller und mit ihrem andern Ende in den mit den Rastvorsprüngen starr verbundenen Drehgriff eingreift. Zufolge der so gegebenen Doppelfunktion der zentralen Druckfeder, die damit sowohl als Druck- als auch als Torsionsfeder wirksam ist, erübrigt sich das Vorsehen einer weiteren Feder, so dass die schlanke, platzsparende Ausbildung gemäss dem Stammpatent beigehalten werden kann.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Fig. l zeigt einen Vertikalschnitt durch die erfindungsgemässe Schnelladeeinrichtung, Fig. 2 gibt eine Draufsicht auf dieselbe wieder.
Die Patronen --1-- werden über ihre Ränder --2-- durch Rastvorsprünge --3-- festgehalten, welche an einem zentralen Körper --13-- vorgesehen sind. Mit ihren Hinterenden greifen die Patronen in Ausnehmungen --11-- des Patronentellers --8-- ein. Der die Rastvorsprünge --3-- aufweisende Körper - ist mit einem Drehgriff --10-- über einen Verbindungsteil --15-- starr verbunden.
Zum Einbringen der Patronen in die Kammern der Revolvertrommel ist eine zentrale Druckfeder --5-- vorgesehen, welche sich mit ihrem einen Ende --6-- an einem den Patronenteller --8-- fortsetzenden Schaft --7-- und mit ihrem andern Ende --9-- am Drehgriff --10-- abstützt. Die Enden der Feder --5-- sind abgewinkelt, wobei das eine Ende --6-- in eine Bohrung --7'-- des Schaftes --7-- und das andere Ende --9-- in eine Bohrung --10'-- des Drehgriffes --10-- eingreift.
Für das Verriegeln der Rastvorsprünge --3-- gegenüber dem Patronenteller --8-- in ihrer die Ränder Patronen-l-hintergreifenden Stellung ist ein den zentralen Körper --13-- quer zu seiner Längsachse durchsetzender Stift --16-vorgesehen, der in eine radial verlaufende Nut-14-des Patronentellers-8-- eingreift. Der Stift --16-ist mittels einer Feder --17-- im Sinne eines Einfallen in die Nut --14-- belastet. Er ist dabei in dem zentralen, die Rastvorsprünge --3-- aufweisenden Körper --13-- in Längsrichtung des letzteren entgegen der Kraft der Feder --17-- unter Ausheben aus der Nut --14-- verschiebbar, zu welchem Zweck ein zentraler, mit dem Stift --16-- verbundener,
an der Vorderseite über den Patronenteller --8-vorragender Bolzen --18-- koaxial im Körper --13-- axial verschiebbar ist.
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Zum Befüllen der Schnelladeeinrichtung werden die Patronen in eine nicht dargestellte Ladehilfe gesteckt und derselben mittels der Schnelladeeinrichtung entnommen. Dazu wird der Patronenteller-8-so auf die Hinterenden der Patronen-l-aufgesetzt, dass sich diese in den Ausnehmungen --11-- des Patronentellers befinden. Danach wird unter Zusammenpressen der zentralen Druckfeder --5-- der die Rastvorsprünge --3-- aufweisende Körper --13-- so weit aus einer zentralen Bohrung --19-- des Patronentellers-8-herausbewegt, bis die Rastvorsprünge --3-- durch Drehen des Drehgriffes --10-und damit des die Rastvorsprünge aufweisenden Körpers --13-- in ihre die Ränder --2-- der Patronen hintergreifende Stellung gebracht werden können.
Das Drehen des Drehgriffes erfolgt dabei unter Verdrehen der Enden --6, 9-- der zentralen Druckfeder --5--, so dass diese als Torsionsfeder vorgespannt wird. Die Drehbewegung wird dabei so weit durchgeführt, bis der radial verlaufende Stift - durch die Kraft der Feder --17-- in die Nut --14-- einfällt, womit der Patronenteller-8-gegenüber dem die Rastvorsprünge --3-- aufweisenden Körper --13-- verriegelt ist und damit eine durch die als Torsionsfeder wirkende zentrale Druckfeder --5-- erfolgende Rückdrehung verhindert ist. Durch die zentrale Druckfeder --5-- werden nun die Rastvorsprünge --3-- an die Ränder --2-- der Patronen - gedrückt, wodurch letztere mit ihren Hinterenden in den Ausnehmungen --11-- des Patronen tellers - gehalten werden.
Zum Einbringen der Patronen --1-- in die Kammern der Revolvertrommel werden die Patronen mit ihren Spitzen in die Kammern hineingesteckt, und durch Andrücken des Bolzens --18-- an die Rückseite der Revolvertrommel wird der Stift --16-- gegen die Kraft der Feder --17-- aus der Nut --14-ausgehoben, wodurch die Verriegelung gelöst wird. Damit kann die zentrale Druckfeder --5-- den Körper - gegenüber dem Patronenteller --8-- in die Ausgangsstellung zurückdrehen, wodurch die Rastvor- sprünge --3-- die Ränder --2-- der Patronen freigeben.
Dadurch kann der Patronenteller --8-- in bezug auf den die Rastvorsprünge --3-- aufweisenden Körper --13-- durch die zentrale Druckfeder in Richtung zur Revolvertrommel geschnellt werden, so dass die Patronen ganz in die Kammern der Revolvertrommel geschleudert werden.